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Kontroverse Mittagspause

Prof. Dr. Juffernbruch zu Gast bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Zweimal pro Jahr lädt die Kassenärztliche Bundesvereinigung zu einer „Kontroversen Mittagspause“. Am 21. November 2017 ging es dabei unter dem Titel „Dr. Algorithmus: Arzt unseres Vertrauens?“ um die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Teilnehmer des Streitgespräches: KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel und Prof. Dr. Klaus Juffernbruch, Wissenschaftler am ifgs Institut für Gesundheit & Soziales sowie Lehrender am FOM Hochschulzentrum Neuss.

Prof. Dr. Juffernbruch (l.) im Austausch mit KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel (Foto: KBV/Kristin Kahl)
Prof. Dr. Juffernbruch (l.) im Austausch mit KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel (Foto: KBV/Kristin Kahl)


Prof. Dr. Juffernbruch stellte heraus, dass Apps und Algorithmen zwar den Kontakt zu Patientinnen und Patienten nicht ersetzen, aber eine wertvolle Unterstützung im Praxisalltag leisten können. „In den USA ist beispielsweise ein Gerät entwickelt worden, das zur Diagnose von 13 Krankheiten vorgesehen ist“, so der Mediziner und Informatiker. „Dadurch bleibt Ärztinnen und Ärzten mehr Zeit für die Versorgung von Kranken und die persönliche Zuwendung. Angesichts der zunehmenden Knappheit an Medizinerinnen und Medizinern kein unwesentlicher Punkt.“

Bis digitale Helfer dieser Art fester Bestandteil der Regelversorgung seien, werde allerdings noch einige Zeit verstreichen, lautete die Einschätzung von Prof. Dr. Juffernbruch. „In Deutschland neigt man dazu, die Einführung digitaler Techniken in der Medizin zu behindern. Sinnvoller wäre ein aktives Gestalten und Umsetzen gemäß den hohen deutschen Qualitätsstandards mit einer Vergütung, die sich am Patientennutzen orientiert.“

Die FDIBA als Gastgeber

2. Partner-Workshop des Projektes Arteria Danubia fand in Sofia statt

Die Fakultät für deutsche Ingenieur- und Betriebswirtschaftsausbildung (FDIBA) der Technischen Universität Sofia bildete den Rahmen für den 2. Partner-Workshop des Projektes Arteria Danubia. Er setzte sich aus zwei Teilen zusammen: Zunächst wurden verschiedene Vorträge gehalten, anschließend fand ein Round Table zum weiteren Vorgehen statt.

Die Vortragenden beleuchteten unterschiedliche Aspekte. Prof. Dr. med. Yong-Seun Chang-Gusko vom ifgs Institut für Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule stellte beispielsweise das südkoreanische Konzept der Senior Centers vor, in denen alte Menschen aus der sozialen Isolation geholt werden. Ein weiteres Thema waren die bayerischen Gesundheitsregionen plus, in denen die Gesundheit der Bevölkerung bestimmter Regionen durch Networking verbessert werden sollen. Ebenfalls vorgestellt wurden die Strukturen des bulgarischen Gesundheitssektors, die Idee von Spa- und Wellness-Centern in Bulgarien sowie die digitale Erfassung von Diabetes-Patientinnen und -Patienten.

Im Zentrum des Round Table stand ein möglicher gemeinsamer Erasmus+-Antrag der Projektpartner. „Die Idee ist, in den jeweiligen Regionen die Kompetenzen zu analysieren, die eine Managerin oder ein Manager einer Gesundheitsregion benötigt“, fasst Ines Kösters zusammen. „Auf Basis dieser Kompetenzprofile soll ein Kerncurriculum entstehen, das in ganz Europa umgesetzt werden soll“, so die wissenschaftliche Mitarbeiterin des ifgs weiter. Diese Idee sei bei allen Projektpartner auf großes Interesse gestoßen, so dass die nächsten Schritte für „Arteria Danubia“ geplant werden könnten.

Das Projekt „Arteria Danubia – Analyse und Diskussion über die Implementierung von Modellgesundheitsregionen im Bereich Ober- und Unterlauf der Donau“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Förderkennzeichen: 01DS17019.

Von Achtsamkeit bis Prüfungsangst

Kostenlose Online-Trainings zur Gesundheitsförderung

Ab sofort beteiligt sich die FOM Hochschule an StudiCare – einem von der Barmer geförderten Projekt der Universität Ulm und der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen. Für die Studierenden bedeutet das: Sie können an zehn kostenfreien Online-Trainings zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden teilnehmen. Zur Auswahl stehen beispielsweise „Achtsamkeit“, „Verringerung von Prüfungsängsten“, „Steigerung der Resilienz“ und „Umgang mit sozialen Ängsten“.

Die Trainings sind wissenschaftlich fundiert sowie zeit- und ortsunabhängig nutzbar. Teilnehmende lernen Strategien für den Umgang mit psychischen oder psychosomatischen Symptomen kennen und integrieren sie in ihren (Studien-)Alltag. Unterstützt werden sie dabei durch ein Team an Fachleuten, das die Gesundheitstrainings begleitet. Weitere Informationen zu dem Angebot sind unter www.studicare.com/trainings zu finden.

„Die Gesundheit der Studierenden liegt der Hochschule sehr am Herzen“, begründet Prof. Dr. David Matusiewicz das Engagement der FOM. „U.a. führen wir jedes Jahr einen Gesundheitsreport durch.“ Die Teilnahme an StudiCare eröffne Studierende eine zusätzliche Möglichkeit, dank professioneller digitaler Werkzeuge etwas für ihr Wohlbefinden zu tun, so der Dekan für Gesundheit & Soziales und Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales.

Forschung & Entwicklung in der Donau-Region

FOM beim Workshop des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt vertreten

Austausch und Netzwerken stehen im Zentrum eines Workshops am 20. und 21. November 2017 in Bonn. Gastgeber: das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Projekten der BMBF-Fördermaßnahme „Aufbau- und Ausbau innovativer FuE-Netzwerke mit Partnern in Donauanrainerstaaten“. Darunter Ines Kösters von der FOM Hochschule. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales vertritt in der Bundesstadt das Projekt Arteria Danubia – Analyse und Diskussion über die Implementierung von Modellgesundheitsregionen im Bereich Ober- und Unterlauf der Donau (Förderkennzeichen 01DS17019). Sie wird einen Überblick sowohl zum aktuellen Stand als auch zu zukünftigen Entwicklungen geben.

„Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, ob sich das Konzept der Gesundheitsregionen – regionale Netzwerke lokaler Akteure mit der Zielsetzung, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern – auf Ungarn und Bulgarien übertragen lässt“, erklärt Ines Kösters. „Dazu hat im Oktober 2017 ein erster Workshop in Budapest stattgefunden, bei dem das deutsche System der Gesundheitsversorgung vorgestellt und mögliche Anknüpfungspunkte zur Versorgung in Ungarn diskutiert wurden.“ Der nächste Schritt: ein Projektworkshop Mitte November 2017 in Sofia. Dort soll u.a. besprochen werden, wie eine längerfristige Kooperation der Partner erreicht werden und ein gemeinsamer Forschungsantrag in Erasmus+ aussehen könnte. Den Höhepunkt von Arteria Danubia bildet dann eine Konferenz im Februar 2018 in München, bei der die Projektergebnisse präsentiert werden.

eHealth & Society am 21.02. in München

Warum kommt die Digitalisierung nicht im Gesundheitswesen an?

Ein Blick in deutsche Praxen und Krankenhäuser zeigt: Im Gesundheitswesen ist die Digitalisierung noch nicht angekommen. Nur 10 Prozent der Krankenhäuser setzen beispielsweise auf Online-Terminvereinbarung oder telemedizinische Überwachung. Und auch die Online-Patientenakte fristet noch ein Nischendasein: Sie kommt nur in neun Prozent der Kliniken und drei Prozent der Praxen zum Einsatz – so das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Warum das so ist, und wo Barrieren auf dem Weg zur digitalen Transformation liegen, wird bei der 3. Tagung eHealth & Society am 21. Februar 2018 an der FOM Hochschule in München diskutiert. Titel der Veranstaltung: der digitalisierte Mensch im Spannungsfeld von Klinik und Praxis.

Volles Haus bei der eHealth & Society 2017 (Foto: Christian Vogel)


Für Keynotes konnten u.a. Fabian Demmelhuber (Kassenärztliche Vereinigung Bayern), Prof. Dr. Alfons Hollederer (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit), Dr. Axel Fischer (Städtisches Klinikum München) und Prof. Dr. Ulrich Gassner (Universität Augsburg, Lehrstuhl für öffentliches Recht, Datenschutz und eHealth) gewonnen werden. Weitere Expertinnen und Experten – darunter Vorstände und Geschäftsführungen der gesetzlichen Krankenversicherungen AOK, Techniker Krankenkasse, Barmer, DAK und AUdiBKK – beleuchten in parallel laufenden Tracks die digitale Versorgung in Kliniken und Praxen sowie digitale Innovationen in Medizin, Pflege und Technik. Den Programmabschluss bildet eine Diskussion mit Multiplikator*innen von der Kostenträgerseite – moderiert von Reiner Kasperbauer, dem Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Bayern.

Hinter der Veranstaltung stehen das ifgs Institut für Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule, das Städtische Klinikum München, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Bayerische TelemedAllianz und der MDK Bayern. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind in Kürze unter www.ehealthandsociety.eu möglich.