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Zur Weiterbildung in der Logistik entwickelt:

Edutainment-App

Prof. Dr. Matthias Klumpp, Direktor des Instituts für Logistik- & Dienstleistungsmanagement (ild) der FOM Hochschule, bei der Abschlussfeier zum Forschungsprojekt "MARTINA"

Die Weiterbildungsthemen für Mitarbeiter in der Logistikbranche sind vielfältig: Ladungssicherung, Gefahrgut, Ersthelferqualifikation, Routenplanung und Kundenkommunikation sowie im Transferbereich auch der Arbeitsschutz. Um die Weiterbildung in diesen Feldern zukunftsfähig, zielgruppengerecht und leicht zugänglich zu gestalten, hat das Projektteam um Prof. Dr. Matthias Klumpp, Direktor des Instituts für Logistik- & Dienstleistungsmanagement (ild) der FOM Hochschule, eine Edutainment-Applikation entwickelt. Projektpartner waren paluno – The Ruhr Institute for Software Technology (UDE), die t.w.o Kreativagentur, die TÜV Rheinland AG und die Folkwang Universität der Künste. 

Diese „App“ mit dem Titel „MARTINA“ ist das Ergebnis des Forschungsprojekts „CreateMedia in Mobility and Logistics – Innovative Weiterentwicklung der Logistik-Aus- und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen“ kurz: MARTINA

Von Beginn an sollte der zu entwickelnde Prototyp die freiwillige Beschäftigung mit den Inhalten fördern. Das sollte erreicht werden, indem einzelne Inhalte spielerisch aufbereitet und in eine berufsnahe Geschichte eingebunden werden. Beginnend als Fahrer wird eine Laufbahn im Logistikbereich nachvollzogen. Durch Lösen verschiedener kompakter Aufgaben geht der Spieler in die Selbstständigkeit über und baut zusammen mit seinem Lernerfolg das Unternehmen weiter aus. Diese Expansion wird anhand der geografischen Darstellung eines wachsenden ‘Streckennetzes‘ sichtbar. Dabei war es sehr wichtig, den Zusammenhang zwischen Lerneinheiten und Praxissituationen herzustellen. Dies konnte durch einfache Mittel erreicht werden. „Es sind in letzter Zeit häufig Probleme mit der Ladungssicherung aufgetreten. Mache einen Kontrollgang und schaue nach dem Rechten“, so zum Beispiel der Beginn einer der Aufgaben.

„Es kommt nicht häufig vor, dass etwas so Greifbares wie diese Weiterbildungs-App aus einem Forschungsprojekt entsteht. Um so zufriedener sind wir mit dem Ergebnis, das bereits in der Wirtschaft getestet und auf großes Interesse gestoßen ist. Wichtig war uns neben dem Anreizfaktor der Gamification auch die grundsätzliche Übertragbarkeit auf andere Branchen und Themen“, resümiert Professor Klumpp.

Neben der Edutainment-App sind aus dem Forschungsprojekt acht Arbeitspapiere sowie das 500 Seiten umfassende Abschlussbuch mit dem Titel „Logistikqualifikation und Mobile Learning“ entstanden. Testen kann man die App hier.

Das Projekt MARTINA wurde gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. 

Zu Gast im Bereich Support Forschung der FOM:

Wissenschaftlerinnen der chinesischen Shanxi University of Finance and Economics

Die drei Gastwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Liping Jia, Dr. Lili Wu und Dr. Nan Qiao von der Shanxi University of Finance and Economics (SXUFE) sind seit Anfang Juni und noch bis Ende Juli an der FOM tätig. Am 28. Juni besuchten sie den Bereich Support Forschung.

V.l.n.r.: Kai Zhang, Gesamtkoordination German-Sino School of Business & Technology; Dr. Lili Wu, SXUFE; Ines Kösters, Internationale Forschungsprojekte; Dr. Nan Qiao, SXUFE; Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung; Thomas Neukirchen, ild; Prof. Dr. Liping Jia, SXUFE; Gerrit Landherr, Internationale Forschungsprojekte (Foto: FOM/Tim Stender)

Prorektor Prof. Dr. Thomas Heupel begrüßte sie und stellte die Institute und KompetenzCentren sowie den Bereich Support Forschung der FOM vor. Im Anschluss präsentierte Thomas Neukirchen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Logistik & Dienstleistungsmanagement (ild), aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Projekt „CreateMedia in Mobility and Logistics – Innovative Weiterentwicklung der Logistik-Aus- und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen (MARTINA)“. Insbesondere die dort entwickelte Testversion der MARTINA-App fand reges Interesse bei den Gästen. MARTINA wird vom Land NRW und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, daher ging es in der anschließenden Diskussion auch um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Drittmittelförderung zwischen Deutschland und China.

Die SXUFE belegt Platz elf im Finanz- und Wirtschaftswissenschaften-Ranking des in China renommierten AIRUISHEN-Instituts und gehört zu den 100 bedeutendsten chinesischen Universitäten in den Bereichen Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit.

Die FOM und die SXUFE verbindet eine langjährige Partnerschaft, ihre Kooperation besteht seit dem Jahr 2002. Dazu gehört zum Beispiel, dass die FOM engagierten Studierenden halbjährlich die Möglichkeit bietet, für ein Semester die FOM Dozierenden bei deren Lehrtätigkeiten an der SXUFE als Tutoren zu unterstützen. Auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler der SXUFE sind inzwischen regelmäßig in mehrmonatigen Lehr- und Forschungsaufenthalten an der FOM tätig. Die Partnerschaft wird FOM-seitig durch die German-Sino School of Business & Technology koordiniert.

Seit einiger Zeit findet auch eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Forschung statt. So war die SXUFE beispielsweise eine von vier chinesischen Universitäten, die mit der FOM im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts DigiTrans CD zusammengearbeitet hat.

„Wir freuen uns sehr über den Besuch der SXUFE-Gastwissenschaftlerinnen. Mit der SXUFE arbeitet die FOM Hochschule bereits seit 16 Jahren. Das Kooperationsprogramm hat schon mehr als 2000 junge Chinesinnen und Chinesen für Fach- und Führungsaufgaben in China und Deutschland ausgebildet. Wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zusammenarbeit beider Länder“, resümiert Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung.

Prof. Dr. Liping Jia bedankte sich für „den gastfreundlichen Empfang und die tolle Organisation der FOM Hochschule. Das Kooperationsprogramm zwischen der SXUFE und der FOM genießt in China ein hohes Ansehen und hat eine wichtige Bedeutung in der Gesellschaft. Unser Besuch hat nicht nur das Ziel, die Möglichkeiten eines weiteren Ausbaus des Kooperationsprogramms zu besprechen, sondern auch, Kontakte und Aktivitäten im Bereich Forschung zu generieren. Mit dem heutigen Treffen konnten wir einen umfassenden Überblick über die FOM Forschung erhalten und wertvolle Ideen für die neue Projekte gewinnen.“ 

FOM Student als Praxis-Experte auf Tagung in Florenz

„Künstliche Intelligenz in der Logistik muss reguliert werden“

FOM Student Dominic Loske (Foto: privat)

Dass Obst und Gemüse noch frisch sind, wenn sie in der Auslage des Supermarktes liegen, hat vor allem etwas mit Logistik zu tun. Dominic Loske weiß das genau: Er ist Transportleiter bei einer großen deutschen Handelskette und studiert an der FOM Hochschule in München „Logistik & Supply Chain Management“. Und obwohl er seinen Master-Abschluss noch nicht in der Tasche hat, sprach er bereits als Praxis-Experte bei einer internationalen Tagung in der Toskana.

„Künstliche Intelligenz in der Logistik bietet unglaublich großes Potenzial, muss aber reguliert werden“, bestätigte Dominic Loske in Florenz und zeigte in seinem Vortrag auf, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden darauf vorbereiten können. Zu der Konferenz hatte ihn der Mit-Organisator Prof. Dr. Matthias Klumpp, Direktor des ild Instituts für Logistik- & Dienstleistungsmanagement der FOM, eingeladen. „Professor Klumpp wusste aufgrund meiner früheren Veröffentlichungen, dass ich über umfangreiches Wissen in der Handelslogistik verfüge und mich mit Digitalisierung in der Distributions- und Filiallogistik beschäftige. Ich habe mich sehr über die Einladung zur Konferenz gefreut und bin stolz, auf internationalem Parkett dabei gewesen zu sein“, so der Master-Student.

Münchner FOM Student als Praxis-Experte auf Tagung in Florenz (Foto: FOM)

In Kontakt zum ild kam Dominic Loske während eines Blockseminars im Rahmen seines Studiums. „Ich hatte eine Seminararbeit zum Thema Fair Trade geschrieben und wollte das Ergebnis gerne veröffentlichen“, erinnert sich der heute 26-Jährige. Der ersten Publikation folgten weitere, u.a. ein Ansatz zur Optimierung der Filiallogistik durch Augmented Reality. In der ild Schriftenreihe beteiligte sich der Student mit einem Beitrag zur wertschöpfungsorientierten Analyse der Fairtrade-Kaffee Supply Chain. „Meine Professoren haben mich immer unterstützt, wissenschaftliche Ergebnisse zu veröffentlichen. Das passt absolut zum Praxistransfer-Ansatz, den die FOM verfolgt.“ Das Zusammenspiel von guter Lehre und angewandter Forschung habe ihn von Studienbeginn an fasziniert, so Loske. „An der FOM kann ich Fragestellungen aus meinem beruflichen Umfeld mit der wissenschaftlichen Fach- und Methodenkompetenz kombinieren. Das hat meinen Horizont schon jetzt erheblich erweitert.“

Aktuell steht die nächste Seminararbeit des Logistik-Studenten vor der Veröffentlichung. Darin geht es um die Parkplatznot von Lkw an Raststätten. Und auch das Thema für die Master-Thesis steht schon fest: „Ich werde ein Digitalisierungs-Projekt meines Unternehmens, das im Mai startet, wissenschaftlich begleiten. Dazu werde ich eine Methode entwickeln, mit der ich den Erfolg oder Misserfolg eines veränderten Digitalisierungsgrades qualitativ und quantitativ messen kann“, beschreibt Loske. 

BCW-Forschungspreis 2018

Zwei herausragende Wissenschaftler der FOM geehrt

Dozententage 2018 an der FOM Hochschule
Dozententage 2018 an der FOM Hochschule (Foto: FOM/Tom Schulte)

Als gesellschaftlicher Höhepunkt der Dozententage 2018 mit vielen Workshops, Gesprächen, Weiterbildungsangeboten und Informationen wurden besonders verdiente der 400 anwesenden FOM Professor/innen ausgezeichnet. Den BCW-Forschungspreis erhielten Prof. Dr. Matthias Klumpp und sein Team vom ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement sowie Prof. Dr. Andreas Kladroba vom ifes Institut für Statistik und Empirie für ihre jeweiligen herausragenden Forschungsleistungen. 

Prof. Dr. Andreas Kladroba
BCW-Forschungspreisträger FOM Prof. Dr. Andreas Kladroba (Mitte) mit Prof. Heupel (li.) und Prof. Hermeier (Foto: FOM/Tom Schulte)

Prof. Kladroba wurde für sein Engagement in der Forschung als neuberufener Professor geehrt. Er legte schon sehr früh nach seiner Berufung eine erste Skizze für ein Forschungsvorhaben zur Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor, das auch gleich bewilligt wurde. Start: 01.01.2018, Thema: Weiterentwicklung der Indikatorik für Forschung und Innovation. Daran beteiligt sind renommierte Forschungseinrichtungen wie die Universität Bremen und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg. „Mit Prof. Dr. Kladroba hat die FOM einen ausgewiesenen Wissenschaftler gewinnen können“, freut sich Prof. Dr. Heupel, Prorektor Forschung, und ergänzt, „mit seinem unmittelbaren und erfolgreichen Engagement in der Forschung ist er ein schönes Beispiele dafür, dass die FOM eine wissenschaftliche Heimat für hochrangige Forschungsaktivitäten bieten kann.“ 

Prof. Dr. Matthias Klumpp & das Team des ild
Das BCW-Forschungspreisträger-Team vom ild mit Prof. Heupel (li.): Thomas Neukirchen M.Sc. (3. v. li.), Prof. Dr. Adina Silvia Kuhlmann (3. v. re.) und Prof. Dr. Matthias Klumpp (re.) (Foto: FOM/Tom Schulte)

Als weiterer Preisträger wurde Prof. Klumpp, Gründungsdirektor des 2009 gegründeten ild Instituts für Logistik- & Dienstleistungsmanagement, und sein Team geehrt. Neben seiner eigenen, ebenfalls herausragenden, Forschungstätigkeit gelang es Professor Klumpp und seinen Mitstreiter/innen, das Institut nachhaltig und strategisch in der regionalen, nationalen und internationalen Community als Forschungsakteur zu verankern. Seit fast 10 Jahren bietet das ild vielen Wissenschaftler/innen eine verlässliche und leistungsstarke Plattform. Die Anzahl der am Institut entstandenen Publikationen, die vielen nationalen wie internationalen Konferenzbesuche und die enorme Verbundfähigkeit der Forschungseinrichtung wurden von der BCW-Stiftung als beispielhaft beurteilt. „Mit der Gründung des ild begann der konsequente Auf- und Ausbau der Forschungsstrukturen an der FOM“, resümiert Professor Heupel und verweist darauf, dass der Preisträger auch regelmäßig Impulsgeber für wesentliche strategische Weichenstellungen in der Forschungsorganisation war.

Mit der Auswahl der Preisträger möchte die Trägerstiftung der FOM zwei wichtige Impulse setzen. Zum einen möchte sie Neuberufene ermuntern, sich an ihrer neuen Hochschule auch in der Forschung zu engagieren. Zum anderen ehrt sie das langjährige und nachhaltige Engagement einer Forschungseinrichtung und ihrer Leitung, die in vorbildlicher Weise zur Etablierung sowohl von Forschungsleistung als auch von Forschungsstrukturen beigetragen hat.

Weitere Informationen unter: www.fom-blog.de