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FOM Sommerstudie 2018

Digitalisierung spaltet die Republik

Foto: iStock/ipopba

Die zunehmende Digitalisierung spaltet die Republik. Vor allem ältere Bundesbürger geben offen zu, unsicher und sogar ängstlich gegenüber der digitalen Entwicklung zu sein und sich nicht mitgenommen bzw. nicht ausreichend informiert zu fühlen. Die Jüngeren dagegen sehen in der Digitalisierung vor allem Chancen – und sich selbst als Teil dieser Zukunft. Das sind die Kernaussagen einer großen wissenschaftlichen Studie mit über 22.000 Befragten. Die Studierenden der FOM, Deutschlands größter privater Hochschule, trugen die Ergebnisse im Frühjahr und Sommer 2018 unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser zusammen.

Grundsätzlich könnte die Selbsteinschätzung in Bezug auf die digitale Entwicklung und die Eingebundenheit jedes Einzelnen deutschlandweit deutlich besser sein. Klar wird allerdings: Je älter, desto unsicherer sind die Menschen in Deutschland. Während die Generationen Z (12 bis 21 Jahre) und Y (22 bis 36 Jahre) sich zu 59 bzw. 57% für digital kompetent halten, nimmt diese positive Selbsteinschätzung mit zunehmendem Alter deutlich ab. Von den befragten Babyboomern (52 bis 62 Jahre) halten sich nur noch 28% für digital kompetent, von den Probanden über 63 Jahren sogar nur noch 13 Prozent.

Mangelnde Informationen beklagt
Nur 16% der über 63-Jährigen fühlen sich beim Thema Digitalisierung von den Anbietern (Industrie/Handel/Dienstleistung) mitgenommen, bei den jüngeren Generationen unter 36 Jahren sind es immerhin 36%. Generationsübergreifend besteht bei diesem Thema aber offensichtlich erheblicher Nachholbedarf, nur die wenigsten fühlen sich gut informiert.

Daraus resultierend erscheint auch die Angst vor Überforderung logisch: 65% der über 63-Jährigen haben Angst vor einer Überforderung durch digitalen Neuerungen, bei den unter 21-Jährigen sind es dagegen nur 17%.

Schulen und Hochschulen in der Pflicht
Allerdings erhoffen sich auch die Jüngeren deutlich mehr Kompetenzvermittlung in Sachen Digitalisierung, zum Beispiel durch Schulen und Hochschulen. Nur 25% der Schüler zwischen 12 und 21 Jahren geben an, dass die Vermittlung von digitalem Know-how seitens der Bildungsinstitute ausreichend sei. Weit über die Hälfte der befragten jungen Generation (59%) ist vielmehr der Auffassung, an Schulen und Hochschulen müsse deutlich mehr in Sachen Digitalisierung unterrichtet werden. 16% haben dazu keine Meinung.

Nur jedem zweiten 12- bis 36-Jährigen ist Datenschutz wichtig
Die Älteren nehmen den Schutz ihrer Daten deutlich ernster, als die Jüngeren. Rund 75% der über 63-Jährigen ist das Thema sehr wichtig, bei den 12- bis 36-Jährigen ist es gerade einmal jeder zweite, dem der Datenschutz sehr wichtig ist. Über alle Generationen hinweg geben sogar 52% der Befragten zu, dass sie nicht wissen, was sie gegen die Erfassung ihrer Daten tun können. 62% sagten aus, dass sie die Datensammlung im Netz ärgert.

Männer fühlen sich kompetenter als Frauen
Männer fühlen sich in Bezug auf die zunehmende Digitalisierung übrigens relativ gut gerüstet. Immerhin 45%, also fast jeder zweite Mann gibt an, digital kompetent zu sein. Bei den Frauen behaupten dies nur 31% aller Befragten von sich.

Fakten zur Studie
Die umfassende Studie der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, hier speziell des Instituts für Empirie und Statisktik (ifes), wurde Mitte März bis Mitte Mai 2018 unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser bundesweit durchgeführt. Dazu befragten die Studierenden über 22.000 Männer und Frauen in face-to-face-Interviews mit standardisiertem Fragebogen. Die Auskunftspersonen waren älter als 12 Jahre und wurden quotiert nach Alter und Geschlecht. Die Verteilung der Quotenmerkmale erfolgte gemäß der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für 2018. Zu den Ergebnissen der Studie geht es hier.

BCW-Forschungspreis 2018

Zwei herausragende Wissenschaftler der FOM geehrt

Dozententage 2018 an der FOM Hochschule
Dozententage 2018 an der FOM Hochschule (Foto: FOM/Tom Schulte)

Als gesellschaftlicher Höhepunkt der Dozententage 2018 mit vielen Workshops, Gesprächen, Weiterbildungsangeboten und Informationen wurden besonders verdiente der 400 anwesenden FOM Professor/innen ausgezeichnet. Den BCW-Forschungspreis erhielten Prof. Dr. Matthias Klumpp und sein Team vom ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement sowie Prof. Dr. Andreas Kladroba vom ifes Institut für Statistik und Empirie für ihre jeweiligen herausragenden Forschungsleistungen. 

Prof. Dr. Andreas Kladroba
BCW-Forschungspreisträger FOM Prof. Dr. Andreas Kladroba (Mitte) mit Prof. Heupel (li.) und Prof. Hermeier (Foto: FOM/Tom Schulte)

Prof. Kladroba wurde für sein Engagement in der Forschung als neuberufener Professor geehrt. Er legte schon sehr früh nach seiner Berufung eine erste Skizze für ein Forschungsvorhaben zur Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor, das auch gleich bewilligt wurde. Start: 01.01.2018, Thema: Weiterentwicklung der Indikatorik für Forschung und Innovation. Daran beteiligt sind renommierte Forschungseinrichtungen wie die Universität Bremen und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg. „Mit Prof. Dr. Kladroba hat die FOM einen ausgewiesenen Wissenschaftler gewinnen können“, freut sich Prof. Dr. Heupel, Prorektor Forschung, und ergänzt, „mit seinem unmittelbaren und erfolgreichen Engagement in der Forschung ist er ein schönes Beispiele dafür, dass die FOM eine wissenschaftliche Heimat für hochrangige Forschungsaktivitäten bieten kann.“ 

Prof. Dr. Matthias Klumpp & das Team des ild
Das BCW-Forschungspreisträger-Team vom ild mit Prof. Heupel (li.): Thomas Neukirchen M.Sc. (3. v. li.), Prof. Dr. Adina Silvia Kuhlmann (3. v. re.) und Prof. Dr. Matthias Klumpp (re.) (Foto: FOM/Tom Schulte)

Als weiterer Preisträger wurde Prof. Klumpp, Gründungsdirektor des 2009 gegründeten ild Instituts für Logistik- & Dienstleistungsmanagement, und sein Team geehrt. Neben seiner eigenen, ebenfalls herausragenden, Forschungstätigkeit gelang es Professor Klumpp und seinen Mitstreiter/innen, das Institut nachhaltig und strategisch in der regionalen, nationalen und internationalen Community als Forschungsakteur zu verankern. Seit fast 10 Jahren bietet das ild vielen Wissenschaftler/innen eine verlässliche und leistungsstarke Plattform. Die Anzahl der am Institut entstandenen Publikationen, die vielen nationalen wie internationalen Konferenzbesuche und die enorme Verbundfähigkeit der Forschungseinrichtung wurden von der BCW-Stiftung als beispielhaft beurteilt. „Mit der Gründung des ild begann der konsequente Auf- und Ausbau der Forschungsstrukturen an der FOM“, resümiert Professor Heupel und verweist darauf, dass der Preisträger auch regelmäßig Impulsgeber für wesentliche strategische Weichenstellungen in der Forschungsorganisation war.

Mit der Auswahl der Preisträger möchte die Trägerstiftung der FOM zwei wichtige Impulse setzen. Zum einen möchte sie Neuberufene ermuntern, sich an ihrer neuen Hochschule auch in der Forschung zu engagieren. Zum anderen ehrt sie das langjährige und nachhaltige Engagement einer Forschungseinrichtung und ihrer Leitung, die in vorbildlicher Weise zur Etablierung sowohl von Forschungsleistung als auch von Forschungsstrukturen beigetragen hat.

Weitere Informationen unter: www.fom-blog.de