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Study abroad

Finanzmarktheorie pauken am Hudson River

Vielleicht geht sie beruflich nach Rom oder London. Brüssel käme für die junge Frau aus Donauwörth ebenfalls in Frage. Elisabeth Zinsmeister ist mobil – und offen für Neues. Bevor die 26-Jährige aber ihre Koffer packt, will sie ihren Bachelor-Abschluss machen: Neben ihrem Job als Finanzbuchhalterin studiert sie im fünften Semester „Business Administration“ an der FOM Hochschule in Augsburg. Ihr Fernweh stillt sie bis dahin mit kurzen Bildungstrips. Gerade erst war sie mit der FOM in New York.

Die Augsburger FOM Studentin Elisabeth Zinsmeister
Die Augsburger FOM Studentin Elisabeth Zinsmeister lernt das Modul "Behavioral Finance" in New York (Foto: privat)

Die Welt zu entdecken und dabei Land und Leute kennenzulernen, macht Elisabeth Zinsmeister vor allem Spaß. Für die abenteuerlustige Bürokauffrau ist das umfangreiche Auslands-Angebot ihrer Hochschule deshalb wie gemacht. Zuletzt verbrachte sie im Mai eine Woche am Big Apple. An der Pace University in New York paukte sie die Grundlagen der Finanzmarkttheorie. „New York City ist absolut empfehlenswert“, sagt sie begeistert.

Im Rahmen des viertägigen Kurses besuchte sie gemeinsam mit anderen Studierenden u.a. Bloomberg, eines der weltweit größten Medienunternehmen. „Die moderne Arbeitswelt dort war faszinierend“, so Zinsmeister. „Wie die Mitarbeiter Daten über globale Märkte aufbereiten und in ihren Magazinen, Radio- und TV-Sendern für die Öffentlichkeit sichtbar machen, das war schon beeindruckend.“ Bei Columbia Threadneedle Investments traf die Gruppe der FOM Hochschule einen Absolventen der Pace University, der heute als Fondsmanager in einem schicken Büro direkt an der Grand Central Station arbeitet. „Der hat uns wertvolle Tipps fürs Berufsleben gegeben.“ Seine Botschaft: „Bleibt agil, hört niemals auf zu lernen und habt Spaß.“ Auch Wallstreet und World Trade Center Memorial standen auf dem Programm der Gruppe.

Im Anschluss an den viertätigen Kompaktkurs an der Pace University nutzte Elisabeth Zinsmeister die Zeit, um sich den berühmten Time Square, Little Italy und das Empire State Building anzusehen. Bereits im vergangenen Jahr war sie mit der FOM in Preston nahe Manchester, um an der Summer School Business Englisch teilzunehmen. Innerhalb von zehn Tagen polierte sie ihre Englischkenntnisse auf und lernte, überzeugende Präsentationen auf Englisch zu halten.

Nun ist sie zurück in Donauwörth. Seit sechs Jahren arbeitet Elisabeth Zinsmeister in der Buchhaltung eines amerikanischen Konzernunternehmens im Bereich Technik. Die 26-Jährige liebt den Umgang mit Zahlen und Tabellen. „Mein Job ist sehr vielseitig“, sagt sie. „Ich verfolge die gesamte Wertschöpfungskette unserer Produkte. Es macht mir Spaß, Prozesse zu verstehen und jeden Tag etwas Neues zu lernen.“

Informationen zu den Auslandsprogrammen der FOM Hochschule gibt es hier.

Im Namen der FOM unterwegs

Studierende und Mitarbeitende als Team beim Augsburger Firmenlauf

FOM Team beim Augsburger Firmenlauf
Beim Augsburger Firmenlauf ging auch ein Team der FOM Hochschule an den Start (Foto: FOM/privat)

Gemeinsam mit rund 12.000 sportbegeisterten Menschen nahmen Studierende, Alumni, Lehrende und Mitarbeitende des Augsburger FOM Hochschulzentrums am diesjährigen M-net Firmenlauf teil. Unter dem Motto „Wer laufend denkt, bewegt sich“ bewältigten sie die 6,3 Kilometer lange Strecke erfolgreich und erreichten gut gelaunt das Ziel.

Der Augsburger Firmenlauf erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Wie schon im Vorjahr ging die Strecke am Augsburger Messezentrum los und endete dort auch wieder. „Als Team an den Start zu gehen hilft, dranzubleiben und nicht aufzugeben“, so FOM Studienberaterin Lisa Schnürer. „Unseren Studierenden empfehlen wir deshalb auch, Lerngruppen zu bilden, um sich während des Studiums gegenseitig zu motivieren und zu unterstützen.“

Wie junge Menschen den Arbeitsmarkt verändern

Eine Generation auf Sinnsuche

Prof. Dr. Nicolai Scherle
Experte für die Generation Z: Prof. Dr. habil. Nicolai Scherle lehrt an der FOM in Augsburg und München (Foto: FOM)

Digital, international und mobil: Die „Generation Z“ ist mit Smartphone und Internet groß geworden. Prof. Dr. habil. Nicolai Scherle, Dozent für Intercultural Management und Diversity an der FOM Hochschule in Augsburg und München beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema. Auf einer Veranstaltung im Technologiezentrum Augsburg erläuterte er, wie die zwischen 1995 und 2010 Geborenen den Arbeitsmarkt verändern werden.

Welche Entwicklungen, Ziele und Visionen machen sie aus? „Mit der Generation Z folgt eine selbstbewusste, kritisch reflektierende neue Generation an Arbeitnehmern, die privat wie beruflich auf der Sinnsuche ist“, beschreibt der Dozent. „Arbeit ist für sie mehr als bloßes Geldverdienen.“ Es treten Azubis in die Betriebe, die ihr ganzes Leben lang mit Computern, Internet und Smartphones umgegangen sind. Als „Digital Natives“ legen diese Jugendlichen nicht nur Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance, sondern auch auf eine hohe Flexibilität im Arbeitsleben.

„Die Generation Z ist digital, international und mobil. Sie strebt nach einer gesunden Mischung aus Arbeit und Privatleben“, weiß Scherle. Den Grund dafür sieht der Professor in der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung: „Jede Generation hat ihre Charakteristika. Junge Menschen sollten angesichts des rasanten gesellschaftlichen und beruflichen Wandels heute offen sein, reflektiert, kosmopolitisch, empathisch, selbstbewusst und neugierig auf Neues.“

Thema „Datenklau und Hacker-Angriffe“

FOM Studierende zu Gast bei der Kripo Augsburg

FOM Studierende zu Gast bei der Augsburger Kripo
Exkursion zu den Experten: FOM Studierende sprachen mit zwei Kriminalhauptkommissaren über das Thema Cyberkriminalität (Foto: FOM)

Ob Hacker-Angriff, Daten-Diebstahl oder Betrug im Netz: Allein 2017 verzeichnete die bayerische Zentralstelle für Cyberkriminalität knapp 2.000 Ermittlungsverfahren. In Augsburg kümmert sich das K11, das Fachkommissariat für Cybercrime, um die Aufklärung von Internet-Verbrechen. Im Rahmen einer Exkursion waren jetzt fünf FOM Studierende des Master-Studiengangs „IT-Management“ an der Gögginger Straße zu Gast.

Über zwei Stunden standen die Kriminalhauptkommissare Karen Mergner und Peter Gosch den Studierenden Rede und Antwort. Zuvor hatten diese im Lehrmodul „IT-Sicherheit“ über das Bundeslagebild „Cybercrime“ des BKA gesprochen. „Die Studierenden haben einen spannenden und detaillierten Einblick in die Aufgaben der Kriminalpolizei bekommen“, so der begleitende FOM Dozent. Neben Delikten wie Computerbetrug, das Ausspähen von Daten und Datenveränderung wurden auch die Vorratsdatenspeicherung sowie Verschlüsselungstrojaner und die Forensik thematisiert.

Für sie ist Altenpflege der schönste Beruf auf Erden

Was tun gegen das schlechte Image des Pflegeberufs

Heimleiterin Justine Bohn
Justine Bohn leitet ein Pflegeheim und wünscht sich, dass die Pflege alter und kranker Menschen einen höheren Stellenwert bekommt (Foto: privat)

„Wir haben immer noch nicht gelernt, mit dem Tod zu leben“, sagt Justine Bohn. Auf sie selbst trifft das nicht zu: Die 47-Jährige leitet das Pflegeheim am Lohwald der Diakonie Augsburg. Mit knapp 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmert sie sich um 90 Senioren. Eine Aufgabe, die fordere, aber auch sehr glücklich mache, so Bohn. Was die Augsburgerin jedoch zunehmend schlecht schlafen lässt, ist der gravierende Personalmangel und das negative Image ihres Berufes. Eine Möglichkeit, den Beruf der Altenpflege attraktiver zu machen, sieht sie in der akademischen Qualifikation.

An der FOM Hochschule in Augsburg können Berufstätige und Auszubildende parallel zum Job in sieben Semestern Pflegemanagement oder Gesundheits- und Sozialmanagement studieren. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie den Bachelor-Grad – und sind in der Lage, deutlich mehr Verantwortung in der Gesundheits- und Pflegebranche zu übernehmen.

Altenpflege bedeute längst mehr, als die Bewohner zu waschen und zu versorgen, betont Justine Bohn. „Eine Pflegekraft muss umfassendes Fachwissen mitbringen und vielseitig sein.“ Zur Pflege gehöre mittlerweile auch Management. „Meine Mitarbeiter müssen Risiken erkennen, Qualitätsrichtlinien einhalten und Planungsaufgaben übernehmen.“ Je höher der Mitarbeiter qualifiziert sei, desto leichter gehe ihm die Arbeit von der Hand.

Justine Bohn liebt ihren Job. Seit zwanzig Jahren arbeitet sie in der Altenpflege, hatte bereits verschiedene Leitungspositionen inne. Vor zwei Jahren übernahm sie die Leitung des Pflegeheims am Lohwald. „Ich habe den schönsten Beruf auf Erden.“ Problematisch sei aber der eklatante Personalmangel in dieser Branche. Über 70 alte Menschen stehen auf ihrer Warteliste, wollen gerne ins Heim ziehen. Zusätzliche Patienten aufnehmen kann sie aber nicht, das lassen Platz und Mitarbeiteranzahl nicht zu. Aktuell fehlen ihr zwei Vollzeitkräfte, fünf volle Stellen hat sie mit Zeitarbeitskräften besetzt. „Anders geht’s nicht.“

„Wir werden immer älter und multimorbider“, so die Heimleitung. Jeder Dritte hat mittlerweile eine diagnostizierte Demenz. Die Pflege sei anspruchsvoller geworden, gleichzeitig leide der Beruf des Altenpflegers unter einem großen Imageproblem. „In unserer Freizeitgesellschaft hat der Job einen schlechten Ruf“, so Bohn. Die jungen Leute wollen lieber anders arbeiten, keine Wochenenddienste und Schichtarbeit übernehmen und mehr Geld verdienen. „Ich würde mir wünschen, dass die Pflege einen deutlich höheren Stellenwert bekommt“, so Bohn.