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Bertelsmann-Studierende in Essen

Ein Tag voller Kunst, Medien und Kultur

Seit mehr als 15 Jahren kooperieren Bertelsmann und die FOM Hochschule im Bereich des dualen Studiums. Im Rahmen dieser Kooperation unternimmt jeder Studierenden-Jahrgang von Bertelsmann im Laufe der Studienzeit eine Exkursion nach Essen. Anfang Juli machten sich nun 45 Frauen und Männer auf den Weg und durchliefen ein abwechslungsreiches Programm.

Die Gütersloher FOM Studierenden in Begleitung von Prof. Dr. Dr. habil. Clemens Jäger (links) im Museum Folkwang in Essen (Foto: FOM).
Die Gütersloher FOM Studierenden in Begleitung von Prof. Dr. Dr. habil. Clemens Jäger (links) im Museum Folkwang in Essen (Foto: FOM).

Erste Station war das Folkwang Museum, anschließend ging es weiter zum FOM Hochschulzentrum in der Herkulesstraße. FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier begrüßte die Gruppe und lobte die gute Zusammenarbeit beider Partner.

An den anschließenden Vortrag zum Thema „Moderner Medieneinsatz in der Lehre“, von den Kollegen aus der Medienentwicklung, konnten die „Bertelsmänner“ — als Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen — inhaltlich anknüpfen. Björn Badura, stellv. Bereichsleitung (kommissarisch) Support Wissenschaft & Lehre, skizzierte verschiedene Szenarien zur „Hochschule der Zukunft“. Im Bereich Bildung 4.0 spiele die zunehmende Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Ob langfristig Vorlesungen noch in einem Hörsaal stattfinden werden oder nur noch virtuell und ob es im Jahr 2025 noch Professoren geben wird, die live vor Ort sind oder sich nur noch per Hologramm in den Hörsaal beamen, auch darüber wurde spekuliert.

Neben Informationen zur digitalen Zukunft der FOM, nahmen die Gäste aus Gütersloh auch viele kulturelle Eindrücke aus der Hauptstadt des Ruhrgebiets mit, denn es folgte noch ein Besuch der Villa Hügel. Zum Abschluss ließ die Gruppe den Tag im Jagdhaus Schellenberg – mit Blick auf den Baldeneysee – ausklingen.

Absolvent Marius Westhoff

Von der FOM nach Harvard

Absolvent der FOM Hochschule in Gütersloh, Marius Westhoff (Foto: Privat)
Absolvent der FOM Hochschule in Gütersloh, Marius Westhoff (Foto: Privat)

FOM Absolvent Marius Westhoff hat es geschafft. Der 26-Jährige wird ab August an der Harvard Business School in den USA studieren. Sein Ziel ist der MBA-Abschluss. Im Interview erzählt er von seinen akademischen Anfängen als dualer Student und beschreibt seinen Weg von der FOM bis zum MBA-Studienplatz an einer der renommiertesten Managerschmieden weltweit.

Sie haben mit Bertelsmann dual an der FOM in Gütersloh studiert. Jetzt machen Sie Ihren MBA in Harvard. Wie kam es dazu?

Nach dem Abschluss des dualen Studiums an der FOM Hochschule und meiner Ausbildung bei Bertelsmann, arbeitete ich bei Bertelsmann India Investments in Mumbai, dem strategischen Investment-Arm von Bertelsmann. Damals stand für mich schon fest, dass ich noch einen MBA machen möchte, um international flexibler und nicht unbedingt an den regionalen oder nationalen Arbeitsmarkt gebunden zu sein.

Klingt spannend. Wie ging es dann für Sie weiter?

Noch während meiner Zeit bei Bertelsmann lernte ich meinen jetzigen Kollegen und CEO von „UpGrad“ kennen. Er fragte mich, ob ich Lust hätte, seine Firma – eine Online Bildungsplattform – mit aufzubauen und so habe ich Bertelsmann India Investments im März 2015 verlassen und stieß in Mumbai zum Gründungsteam von UpGrad. Unsere Firma bietet Online-Programme in Kooperation mit renommierten indischen und internationalen Universitäten, z. B. der Cambridge University, an. Die Programme sind primär für Berufstätige geeignet – ähnlich wie bei der FOM – allerdings findet alles nur online und mit verschiedenen Bildungspartnern statt, die unsere Programme zertifizieren und abschließend auch die Zertifikate/Diploma vergeben.

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den MBA?

Wir sind bei UpGrad anfangs mit sechs Leuten gestartet und haben nach und nach die Teams in Mumbai, Delhi, Bangalore, Hyderabad und Singapur ausgebaut. Mittlerweile zählt das Unternehmen rund 340 Mitarbeiter. Ich leite das Team, welches für neue Programme und das profitable Wachstum von unseren Programmen verantwortlich ist. Wie schon gesagt, ich wollte immer noch einen MBA machen, habe es aber Jahr für Jahr aufgeschoben, da die Firma sich gut entwickelt hat. Mitte letzten Jahres habe ich mir dann gesagt: Jetzt oder Nie und mich beworben.

Wie ist das Auswahlverfahren an der Harvard Business School? Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um aufgenommen zu werden?

Im ersten Bewerbungsschritt müssen Unterlagen eingereicht werden. Neben den Klassikern wie Lebenslauf und Abschlusszeugnissen des Studiums, kommen noch Unterlagen hinzu, wie einen Aufsatz über die persönliche Motivation, nach dem Motto: „Was treibt Dich an?“, Antworten zur Karriere, zwei Referenzschreiben von Vorgesetzten oder Kollegen, sowie die Ergebnisse im Graduate Management Admission Test (GMAT). Dieser Multiple-Choice-Test prüft analytische, sprachliche und logische Fähigkeiten – man sollte zusehen dass man auf einen Wert von mindestens 720 kommt. Auch ein Nachweis über sehr gute Englischkenntnisse muss erbracht werden, z.B. im TOEFL-Test – hier ist ein Wert ab 110 empfehlenswert.

Danach bekommen etwa 75 Prozent der Bewerber eine Absage und etwa 25 Prozent gehen in die nächste Runde. Diese besteht aus einem persönlichen Interview mit einem Mitglied des Auswahlkomitees von der Harvard Business School. Nach der zweiten Runde werden dann etwa 30 bis 50 Prozent der Interview-Teilnehmer zugelassen, also nur ungefähr 10 Prozent aller Bewerber insgesamt.

Hat Ihnen das Wissen aus dem International Management Studium an der FOM bei Ihrer Bewerbung geholfen?

Was hilfreich war, ist die duale Studienerfahrung. „Co-op programs“, wie die Amerikaner es gerne nennen, werden immer bekannter und die Hochschulen schätzen die frühe Berufserfahrung. Von Vorteil war, dass ich bereits parallel zum Studium Berufspraxis sammeln konnte. Ehrlich gesagt werden nach wie vor wesentlich mehr Studenten mit Abschlüssen von Top-Universitäten wie St. Gallen, Oxford oder Cambridge zugelassen. Der Anteil von dualen Studenten in der MBA Klasse ist daher nach wie vor sehr gering. Allerdings steigt die Akzeptanz von dualen Studiengängen, insbesondere dann, wenn bekannte Unternehmen wie Bertelsmann im Spiel sind.

Wie bereiten Sie sich vor? Wann brechen Sie nach Boston auf?

Zurzeit gehe ich durch das Online-Programm von Harvard Business School, welches allen MBA Kandidaten zur Verfügung gestellt wird. Dort werden Kenntnisse in Finance, Accounting, Managerial Economics und Business Analytics aufgefrischt und die Kurse werden von Harvard-Dozenten durchgeführt. Ansonsten kümmere ich mich noch um viele administrative Geschichten wie Visa-Beantragung, Finanzierung, Unterkunft etc. Seit Ende Mai bin ich wieder in Europa, um etwas Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen und werde Ende August nach Boston fliegen.

Stichwort Studienfinanzierung: Werden Sie durch ein Stipendium gefördert?

Ja, Harvard ist sehr großzügig und vergibt relativ viele Stipendien. Im Schnitt bekommen etwa 50 Prozent aller MBA Teilnehmer mindestens ein Teilstipendium von Harvard.

Was versprechen Sie sich von dem Abschluss, bzw. welche Karriereziele haben Sie sich gesteckt?

In erster Linie freue ich mich auf eine Abwechslung. Ich habe die letzten sieben Jahre viel gearbeitet – in Deutschland und in Indien. In diesen Jahren habe ich zahlreiche Dinge „on-the-job“ gelernt, und bin deshalb etwas festgefahren, im Sinne von: So mache ich das. Ich freue mich daher in den nächsten Jahren etwas von dem „Ballast“ wieder zu verlernen und mir neue Methoden anzueignen, Probleme zu lösen. Ich freue mich auch auf viele neue Kontakte. Nach Harvard möchte ich gerne in der Education Industry bleiben. Entweder in einem Start-up-, in einem Venture Capital oder einem Private Equity Fund, der auf das Education Business spezialisiert ist.

Strafrecht in der Praxis

Studierende besuchten Amtsgericht Bielefeld

Wenn Urteile vor Gericht gesprochen werden heißt es: „Im Namen des Volkes…“. Deshalb sind Gerichtsverhandlungen in der Regel öffentlich, sodass Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben als Zuschauer an öffentlichen Terminen teilzunehmen. Rund zehn Bachelor-Studierende des Studiengangs „Business Administration“ besuchten nun im Rahmen des Moduls „Wirtschafts- und Privatrecht“ eine öffentliche Verhandlung am Amtsgericht Bielefeld.

Die Gütersloher FOM Studierenden in Begleitung des Dozenten Dr. Florian Hobbeling (rechts) vor dem Amtsgericht Bielefeld (Foto: FOM).
Die Gütersloher FOM Studierenden in Begleitung des Dozenten Dr. Florian Hobbeling (rechts) vor dem Amtsgericht Bielefeld (Foto: FOM).

In Begleitung ihres Dozenten, Dr. Florian Hobbeling, konnten die Studierenden der FOM in Gütersloh vor Ort zwischen einem Zivilprozesses oder der Verhandlung eines Strafverfahrens wählen. Die Entscheidung fiel auf das Strafverfahren und die Studierenden besuchten die Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht.

Dabei hörten sie die Verlesung der Anklage und beobachteten die Beweisaufnahme anhand der Vernehmung des Angeklagten, der Zeugen und eines Sachverständigen. Während sich das Gericht zur Beratung zurückzog, besprachen die Studierenden mit ihrem Dozenten die Beweislage und entwarfen ein mögliches Urteil. Am Ende entsprach die richterliche Entscheidung der Einschätzung der Studierenden und der Angeklagte wurde mit sieben Monaten auf Bewährung schuldig gesprochen.

„Es ist wichtig, Themen nicht immer nur theoretisch zu besprechen, sondern diese auch in der beruflichen Praxis zu erleben. Der Besuch bei Gericht war deshalb eine sinnvolle Ergänzung zum Lehrplan“, so Dr. Hobbeling.

FOM Hochschule in Gütersloh erweitert Studienangebot

Neue Studiengänge zum Wintersemester – erstmals auch Master

Die FOM Hochschule in Gütersloh baut ihr Studienangebot für Berufstätige und Auszubildende weiter aus. Nach dem guten Start im letzten Jahr und dem generell steigenden Bedarf an akademischer Bildung, werden zum kommenden Wintersemester erstmals auch Master-Studiengänge angeboten. Neben dem weiterhin bestehenden Kooperationsstudiengang mit Bertelsmann und dem Bachelor „Business Administration“, bietet die Hochschule drei Bachelor-Studiengänge sowie zwei Master neu in Gütersloh an.

Ab September stehen zusätzlich „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie (B.Sc.)“, „Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)“ und „Soziale Arbeit (B.A.)“ sowie die Master-Studiengänge „Sales Management“ und „Wirtschaftspsychologie“ zur Auswahl.

Die Vorlesungen an der FOM in Gütersloh finden in den Räumlichkeiten auf dem Gelände der ZAB-Akademie statt (Foto: FOM / Dario Ronge).
Die Vorlesungen an der FOM in Gütersloh finden in den Räumlichkeiten auf dem Gelände der ZAB-Akademie statt (Foto: FOM / Dario Ronge).

Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der pro Wirtschaft GT, befürwortet die breitere Ausrichtung der FOM Hochschule, welche den Kreis Gütersloh als Hochschulstandort weiter stärke. „Das erweiterte Portfolio an Studiengängen um die Fachrichtungen IT Management, Gesundheit & Soziales sowie Wirtschaft & Psychologie macht den Kreis Gütersloh für noch mehr Arbeitgeber attraktiv. Unternehmen können ihre Mitarbeitenden durch ein Studium an der FOM passgenau qualifizieren. Auf diese Weise wird der Wissenstransfer zwischen heimischen Betrieben und der Hochschule weiter intensiviert und die Fachkräftesicherung in der Region gestärkt.“

Die Vorlesungen finden im FOM Hochschulzentrum, auf dem Gelände der ZAB-Akademie, Haus 20, Hermann-Simon-Straße 7, statt. Durch die ruhige Lage der Räumlichkeiten in einem Parkgelände, bietet der Studienort eine optimale Lernatmosphäre.

Die FOM informiert regelmäßig über das Studienangebot in Gütersloh. Kommende Termine: 14. April, 15. Mai, 19. Juni und 17. Juli 2018, jeweils um 18 Uhr in der Stadthalle Gütersloh, Konferenzraum 22. Anmeldungen unter studienberatung@fom.de oder 0800 1 95 95 95 (gebührenfrei).

Theorie-Praxis-Transfer

Studierende besuchen Milser Mühle

FOM Studierende auf Exkursion in der Milser Mühle (Foto: FOM)
FOM Studierende auf Exkursion in der Milser Mühle (Foto: FOM)

Wie arbeitet eine moderne Mühle in der heutigen Zeit? Dieser Frage gingen rund 30 Studierende der FOM in Gütersloh bei einer Exkursion zur Milser Mühle nach. Von „Mühlenromantik“ keine Spur, denn unter dem Einsatz modernster Technik produziert die Mühle hocheffizient Mehl in der Region Ostwestfalen.

In Begleitung ihres Dozenten, Professor Dr. Stefan Becker, führte Geschäftsführer Michael Borgstedt die Studierenden durch die Produktionsstätte. Dabei stellte er anschaulich dar, wie sich der Mehl-Markt in Deutschland und auch weltweit entwickelt habe. Es sei zu erkennen, dass nur große Mühlen mit entsprechendem Produktionsvolumen mittelfristig eine Chance hätten, sich im Markt zu behaupten, so Borgstedt.

Führung durch die Produktionsstätte (Foto: FOM)
Führung durch die Produktionsstätte (Foto: FOM)

Selbständige Mühlen könnten nur überleben indem sie sich hochspezialisieren, wie z.B. mit speziellen Mehlsorten für Großbäckereien oder die industrielle Fertigung. Auch der Umgang mit Glyphosat wurde thematisiert. Durch entsprechende regelmäßige Qualitätskontrollen würden Restbestände von Glyphosat aus dem Getreideanbau erkannt, damit diese nicht im produzierten Mehl landeten.