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Als Gastdozent in China

Peter Hoffmann lehrt an FOM Partnerhochschule Shenyang

Professor Dr. Peter Hoffmann fliegt im Juni zum zweiten Mal als Gastdozent nach China (Foto: FOM / Oliver Züchner)
Professor Dr. Peter Hoffmann fliegt im Juni zum zweiten Mal als Gastdozent nach China (Foto: FOM / Oliver Züchner)

Es begann mit einem Zettel: Ein Aushang im Hochschulzentrum Bremen warb um Tutoren für die German-Sino School of Business & Technology. „Ich dachte mir: Warum nicht als Dozent bewerben? China kennst du noch nicht, das könnte spannend werden“, erzählt Professor Dr. Peter Hoffmann, der für die FOM in Hannover und Bremen Wirtschaftsinformatik unterrichtet. Unbefangen und mit einer gewissen Portion Naivität bewarb sich Hoffmann auf das Modul, das er an der Partnerhochschule Shenyang geben sollte.

„Das war ein Kulturschock auf allen Ebenen“, erinnert sich Hoffmann und lächelt. „Die Lebens-, die Studienverhältnisse sind völlig anders als in Europa“. Vor dem Land der Mitte kamen die Vorbereitungen für meine Kurse, die zwei Monate in Anspruch nahmen. „Es braucht Zeit, 15 Tage mit jeweils sechs Unterrichtseinheiten vorzubereiten. Ich unterrichte seit langem Wirtschaftsinformatik, mein Wirtschaftsingenieurstudium liegt etwas zurück. Ich musste erst einmal in meiner Erinnerung kramen“, sagt er und lächelt.

Von Düsseldorf ging es über Peking nach Shenyang, wo er zwei Tage später vor seinem ersten Kurs stand. „In Deutschland sind stets ein Dutzend Studierende in meinen Kursen, dort waren es 89. Das hat schon Eindruck gemacht.“ Mit den vielen Teilnehmenden umzugehen, war kein Problem, auch wenn die Englischkenntnisse der Studierenden nicht so gut waren, wie gedacht. „Die Chinesen sind einen interaktiven Unterricht nicht gewöhnt. Sie erwarten Frontalunterricht“, sagt Hoffmann, der einige Zeit brauchte, bis wenigstens die Damen und Herren in den ersten Reihen auf seine Fragen antworteten.

Prof. Dong (rechts) vom Fachbereich Maschinenbau, mit dem Prof. Hoffmann bei seinem ersten China-Aufenthalt zusammenarbeitete (Foto: Privat)
Prof. Dong (rechts) vom Fachbereich Maschinenbau, mit dem Prof. Hoffmann bei seinem ersten China-Aufenthalt zusammenarbeitete (Foto: Privat)

„Das Gesicht zu verlieren, ist eines der schlimmsten Dinge, die einem Menschen in China passieren können“, so Hoffmann. „Studierende wollen daher keine Fragen falsch beantworten. Sie wollen auch nicht mich als ihren Dozenten bloßstellen, indem sie durch ihre Antwort zeigen, dass ich eine Frage missverständlich gestellt habe.“

Hoffmann erlebte einen außerordentlich respektvollen Umgang mit seiner Person. „Das darf man aber nicht mit Schüchternheit verwechseln“, sagt er. Denn stand die Mittagspause an, wurde er regelmäßig von den Kommilitonen angesprochen, ob sie ihn nicht zum Essen begleiten dürften. „Sie waren neugierig: auf mich, auf Deutschland, das Leben dort, das Essen, die Preise, die Sprache“, erinnert sich Hoffmann, der seine Begleitung schon aus ganz praktischen Gründen zu schätzen wusste. „Ohne sie wäre ich in der Mensa verloren gewesen, weil alles in Chinesisch ausgezeichnet ist.“

Auch außerhalb des Campus‘ merkte Hoffmann schnell, dass er in einem völlig fremden Land war. „Ich bin schon wegen meiner Körpergröße und meiner Gesichtszüge aufgefallen“, sagt er. Aber unwohl oder gar unsicher habe er sich nie gefühlt. „Die Menschen haben mich angeschaut und angelacht und immer wieder versucht, ohne Englisch, dafür mit Händen und Füßen ins Gespräch zu kommen.“

Die fremde Sprache und Schrift waren aber doch ein Hindernis, die Stadt zu entdecken. Am Wochenende zog es Hoffmann daher oft in den Park neben der Universität. „Da ist bis spät in den Abend hinein so viel Leben, wie ich das aus Deutschland nicht kenne“, resümiert er bewundernd. „Die einen tanzen, die anderen unterhalten sich oder machen Sport.“ Immer wieder wurde er eingeladen, bei Tischtennis oder Federfußball mitzumachen. „Die chinesischen Tänze habe ich zumindest ausprobiert“, sagt er und lacht.

Nach all diesen Erfahrungen wollte Hoffmann 2018 unbedingt wieder nach Shenyang und sitzt diese Woche erneut im Flieger. „Wäre auch schade gewesen, nachdem ich so viel Aufwand in die Vorbereitung meines Unterrichts gesteckt habe.“ Einiges soll aber diesmal anders laufen: nicht nur beim Modul Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. „Ich will mehr von der Stadt sehen“, nimmt Hoffmann sich vor, der sich schon auf das traditionelle Drachenfest am 18. Juni freut. Gerne wäre er im Anschluss an das Modul noch länger in China geblieben, „aber die Pflicht ruft“, sagt er nur. „Immerhin sind noch drei Tage Hong Kong drin.“

Firmenlauf

FOM in Hannover sportlich aktiv

„Runter vom Bürostuhl, rein in die Sportschuhe“ – so lautete das Motto des B2Run Firmenlaufs Ende Mai in Hannover. Auch die FOM Hochschule ging wieder mit einem Team aus Lehrenden und Studierenden an den Start.

Die 6,5 Kilometer lange Strecke führte – wie im letzten Jahr – rund um den Maschsee, mit dem Zieleinlauf in die HDI Arena. In Hannover jährte sich der B2Run 2018 zum zehnten Mal – die FOM ist bereits seit drei Jahren in Folge dabei. „Der sportliche Gedanke und das gemeinsame Erlebnis schaffen eine ganz besondere Atmosphäre auf und am Rand der Laufstrecke. Wir freuen uns schon auf den Termin im nächsten Jahr“, so Dr. Dania Recker, Geschäftsleiterin der FOM in Hannover, die das Team anfeuerte und während des Laufs auf den Hund eines Dozenten aufpasste.

Immer wieder ein Erlebnis für die FOM – der Firmenlauf in Hannover (Foto: FOM)
Immer wieder ein Erlebnis für die FOM – der Firmenlauf in Hannover (Foto: FOM)

„Kneipe statt Hörsaal“

Beziehungsmärkte, Romantik und Tauschgeschäfte

Offene Vorlesung in der Kneipe (Foto: FOM)
Offene Vorlesung in der Kneipe (Foto: FOM)

Im „bardru twentyfive“ hieß es in Hannover zum zweiten und letzten Mal in 2018 „Kneipe statt Hörsaal“. FOM Professor Dr. Peter Altmiks sprach bei kühlen Getränken über die Ökonomie der Sexualität. Bei sommerlichen Temperaturen näherten sich die Teilnehmenden diesem Thema mit Hilfe von reproduktiven, romantischen und kommerziellen Theorien.

Warum steigt das durchschnittliche Heiratsalter an und das Alter der Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes sinkt? Warum gibt es so häufig eine Doppelmoral und warum ist die Prostitution das älteste Gewerbe der Welt? Altmiks thematisierte im Zuge dessen u.a. die subjektive Wertelehre, Beziehungsmärkte und das sog. „psychische Einkommen“. Demnach gehe es Individuen bei Handlungen nicht nur um finanzielles, sondern auch um die Maximierung des psychischen Einkommens. Das bedeutet, die psychischen Kosten einer Handlung, z.B. Anstrengung, werden in Kauf genommen, wenn die einen emotionalen Gewinn schaffen und auf das psychische Einkommen einzahlen.

„Kneipe statt Hörsaal ist ein unkonventionelles Format, das gut ankommt“, freute sich Geschäftsleiterin Dr. Dania Recker über die gelungene Veranstaltung Ende Mai in Hannover.

Neue Master-Studiengänge für digitale Transformation

FOM Hochschule in Hannover ergänzt Studienangebot

Die FOM Hochschule in Hannover erweitert zum kommenden Wintersemester das berufsbegleitende Studienangebot in den Bereichen Management und IT. Zwei neue Master-Studiengänge sollen Fach- und Führungskräfte darauf vorbereiten, die digitale Transformation branchenübergreifend mitzugestalten.

Digital-Experten gesucht: Laut einer Umfrage von Bitkom aus dem Jahr 2017 sind drei von vier Erwerbstätigen der Ansicht, dass Digitalkompetenz für ihre Arbeit künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. Doch schon heute fühlen sich viele dafür nicht ausreichend qualifiziert. In diese Lücke stößt der neue Master-Studiengang Business Consulting & Digital Management. In fünf Semestern erlangen Studierende die nötigen Kompetenzen, um den digitalen Wandel innerhalb ihres Unternehmens und auch branchenübergreifend zu begleiten. Im Fokus stehen unter anderem Themen wie Design Thinking, Business Model Innovation und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Neues Bewusstsein für Big Data: Nur 20 Prozent der Deutschen halten ihre Daten im Netz für sicher. Das geht aus einer weiteren Bitkom-Studie hervor. Gleichzeitig wächst die digitale Datenmenge täglich weiter. Der neue Master-Studiengang Big Data & Business Analytics greift diese Thematik auf und vermittelt in fünf Semestern, wie sich Big Data verantwortungsvoll managen lässt. Die Studierenden werden darauf vorbereitet, große Datenmengen zu analysieren, zu interpretieren und Empfehlungen für Unternehmen daraus abzuleiten. Absolventen übernehmen beispielsweise als Big Data Analyst Fach- und Führungsaufgaben an der Schnittstelle zwischen IT, Management und Controlling.

Die nächsten Infoveranstaltungen finden statt am:
Dienstag, 12. Juni um 18 Uhr
Dienstag, 10. Juli um 18 Uhr

Die Infoveranstaltungen sind kostenfrei, unverbindlich und finden statt im FOM Hochschulzentrum Berliner Allee 7, 30175 Hannover. Anmeldungen bitte unter: Tel. 0511 89 84 04-13 oder maria.hennig@fom.de.

IT als Innovationstreiber

FOM Absolventen stellen ihre Abschlussarbeiten vor

Wie sehr Digitalisierung bereits heute unsere Zukunft verändert, wurde bei der Veranstaltung „(F)IT für die Zukunft“ an der FOM in Hannover deutlich. Vier FOM Absolventen stellten im ebenso gut gefüllten wie sonnengeheizten Vortragsraum des Hauses der Hannoverschen Industrie ihre Abschlussarbeiten rund um Big Data und Vernetzung vor.

Vorweg skizzierte Benedikt Hüppe, Geschäftsführer des Branchennetzwerks Hannover IT, den radikalen Wandel der Lebens- und Arbeitswelt durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Entsprechend entstünden neue IT-Berufe wie der Big Data Analyst, während sich bestehende Berufsbilder gerade im IT-Bereich wandelten. „Wir, die Kunden, sind Treiber dieser Entwicklung, die alle Branchen längst im Griff hat“, so Hüppe.

(von links) Benedikt Hüppe (Hannover IT), die Absvolventen Martin Zwingmann und Bettina Vogl, Studienberaterin und Organisatorin Janina Mühlan, Dozent und Spiritus rector des Abends, Prof. Dr. Sascha Koch, die Absolventen Jan Kekeritz und Christopher Kr
(von links) Benedikt Hüppe (Hannover IT), die Absvolventen Martin Zwingmann und Bettina Vogl, Studienberaterin und Organisatorin Janina Mühlan, Dozent und Spiritus rector des Abends, Prof. Dr. Sascha Koch, die Absolventen Jan Kekeritz und Christopher Krug sowie Dr. Dania Recker, Geschäftsleiterin in Hannover (Foto: FOM / Oliver Züchner).

Passend dazu startete der Hannoveraner Tobias Zwingmann (M.Sc. IT-Management), der temperamentvoll seine Arbeit als Datenanalytiker (Data Scientist) für die Deutsche Messe AG vorstellte, aber auch die Schattenseiten erwähnte. „70 Prozent der Arbeit bestehen aus Datenaufbereitung, der Rest ist Kür“, sagt Zwingmann, der die Möglichkeiten und Grenzen von Big Data aufzeigte.

Jan Kekeritz (M.Sc. IT-Management) von Volkswagen Financial Services entwickelte für seine Masterarbeit eine App zur Nachbarschaftshilfe. „Damit ich denen helfen kann, die keine große Lust zum Einkaufen haben, durch Krankheit oder Alter dazu nicht in der Lage sind“, sagt er. Die Möglichkeit, sich mit Unbekannten in der näheren Umgebung zu vernetzen, bringe Menschen in der Anonymität der Stadt zusammen. „Das funktioniert natürlich nur, wenn die Identität der Teilnehmer sichergestellt werden kann“, so Kekeritz,  der dazu verschiedene Möglichkeiten vorstellte. „Ein Treuhandkonto zur sicheren Bezahlung der Einkäufe und klare Regeln zur Abwicklung von Streitfällen würden das Ganze abrunden“, ergänzt er.

Bettina Vogl (M.Sc. HR Management) führte in die Definitionen und Anwendungsmöglichkeiten von erweiterter und virtueller Realität ein. „Die Systeme gibt es schon lange, aber die Kosten sind jetzt soweit gesunken und die Systeme so leistungsstark, dass die breite Anwendung möglich ist“, sagt Vogl. In Ihrer Masterarbeitet richtete sie den Blick speziell auf die Personalentwicklung. „Anstatt die Mitarbeiter aufwendig quer durch die Republik in Schulungszentren zu schicken, kann man sie künftig auch in VR-Trainings einbinden“, sagt die 25-Jährige, die in der Personalabteilung der Nord/LB in Hannover arbeitet.

Christopher Krug (M.Sc. IT-Management) schloss den Abend mit dem wohl publikumsstärksten Thema des Tages ab: Altersvorsorge. „Vielen fehlt der Überblick, über wie viel Geld sie mit dem Renteneintritt verfügen bzw. sie benötigen“, sagt der 28-Jährige, der für die Lohoff Unternehmensgruppe arbeitet. Er konzipierte die App „Rentenkonto online", die Daten aller Versicherungen und Konten zusammenführt, überwacht und Entscheidungen damit radikal vereinfacht. „Leider wird eine Umsetzung nicht einfach: aus Gründen des Datenschutzes, aber auch weil ganz verschiedene Akteure eingebunden werden müssen“, sagt Krug, der weiter an der Realisierung seiner Idee arbeiten will, wie er auch in einem Interview mit dem Deutschen Institut für Altersvsorge (DIA) berichtet.