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Zwischen Qualifikation und Bauchgefühl

Von idealen Personalentscheidungen Wie

Wie wird über die Besetzung einer Position im Unternehmen entschieden? Nicht nur in Führungspositionen oder im Aufsichtsrat gilt, dass Qualifikationen für die einzelnen Stellen nachgewiesen werden müssen. In der Praxis entscheidet allerdings auch oft das Bauchgefühl mit. In einer gemeinsamen Veranstaltung der FOM Hochschule in Stuttgart, der Financial Experts Association e. V. und der FidAR-Regionalgruppe Südwest wurde genau das diskutiert.

In seinem Eingangsvortrag erläuterte Prof. Dr. Wolfgang Waldmann, Professor für Wirtschaftspsychologie der FOM Hochschule, das Thema Entscheidungen aus wissenschaftlicher Perspektive. Er zeigte, dass obwohl objektive Tests der psychologischen Diagnostik bei Einstellungsentscheidungen helfen können, rational den besten Kandidaten für eine Position auszuwählen, dies längst nicht von allen Unternehmen praktiziert werde. Zudem nehme der Einsatz der Intelligenz- und sonstigen Leistungstests ab, je mehr Verantwortung mit einer Stelle verbunden ist. „Gerade da Führungskräfte großen Einfluss haben – guten wie schlechten – müssten gerade sie ihre Eignung für die in Frage stehende Position unter Beweis stellen“, schlussfolgert Waldmann. Ohne solche Tests seien wir jedoch vor allem auf unser Bauchgefühl angewiesen – die Entscheidung über die Einstellung eines Vorstandes oder Besetzung eines Aufsichtsrates erfordere jedoch rationale Mechanismen.

Das bestätigte auch der Anschlussvortrag von Rechtsanwältin Dr. Regine Hagen-Eck, Partnerin bei CMS Hasche Sigle: Sie erklärte, welche Ausschüsse in einem Aufsichtsrat unbedingt nötig sind, welche empfohlen werden und wie diese aus juristischer Sicht besetzt werden müssen. Für Aufsichtsratsmitglieder gilt das Eignungsprinzip – sie haben fachliche Qualifikation, Vertrauenswürdigkeit und Unabhängigkeit objektiv nachzuweisen, um für die betreffenden Ausschüsse in Frage zu kommen.

Einen praktischen Einblick in die Gremienbesetzung im Aufsichtsrat gab Patricia Geibel-Conrad, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin zum Abschluss der Vortragsreihe. Sie sprach in ihrer Position als Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses der HOCHTIEF AG über ihre eigenen Erfahrungen bei der Gremienbesetzung und gab hilfreiche Tipps und Anregungen zum Diskussionsthema.

Ist der Homo oeconomicus ein idealer Personaler?

Veranstaltung am 11. April: Über rationale Entscheidungen bei der Besetzung von Aufsichtsräten

FOM Hochschule Stuttgart Aufsichtsräte thinkstock

In den Wirtschaftswissenschaften gilt der Homo oeconomicus als Idealtyp eines Entscheiders, der als Nutzenmaximierer agiert und sich uneingeschränkt rational verhält. Aber wer handelt in der Realität als Homo oeconomicus wenn es um Personalentscheidungen geht? Und wie beeinflusst dieses Verhalten die Besetzung von Aufsichtsräten? Diese Fragen stehen bei der gemeinsamen Veranstaltung der FOM Hochschule in Stuttgart, der Financial Experts Association e. V. und der FidAR-Regionalgruppe Südwest am 11. April zur Diskussion.

In seinem Vortrag „Wie entscheiden wir aus psychologischer Sicht?“ erörtert Prof. Dr. Wolfgang Waldmann, Professor für Wirtschaftspsychologie der FOM Hochschule, das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive. Er erläutert, durch welche Faktoren unsere Entscheidungen neben rational wirtschaftlichen Fakten beeinflusst werden.

Rechtsanwältin Dr. Regine Hagen-Eck, Partnerin bei CMS Hasche Sigle, stellt im Anschluss die rechtlichen Rahmenbedingungen vor und veranschaulicht, welche Ausschüsse ein Aufsichtsrat bilden kann oder muss.

Einblicke in die Praxis der Gremienbesetzung gibt Patricia Geibel-Conrad, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin, die selbst Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses der HOCHTIEF AG ist.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen können unter der E-Mail-Adresse anmeldung.stuttgart@fom.de vorgenommen werden.

„Robo-Advisors“ verändern Anlageberatung

„Digitalisierung im Finanzsektor erfordert politische Verankerung im Regierungsprogramm“

Digitalisierung Anlagebratung FOM Stuttgart KCW Supernok
Marcel Supernok LL.M.: "Die Digitalisierung im Finanzsektor ist Erfolgsfaktor für Gesetzgeber und internationale Endkunden". (Foto: FOM / Mierendorf)

Die Digitalisierung hält weiter Einzug in den Finanzsektor: Während manche Anlagemodelle noch auf Datennutzung setzen, um Portfolios an das Kundenprofil anzupassen, verwalten sogenannte „Robo-Advisors“ auf Basis von Algorithmen schon ganze Investmentfonds. Marcel Supernok LL.M., Produktmanager im Kompetenzcenter für Vertriebs- und Produktregulatorik der Deka Bank, diskutierte in einer Veranstaltung des KompetenzCentrums für Wirtschaftsrecht (KCW) der FOM Hochschule rechtliche und regulatorische Anforderungen.

Digitalisierung Finanzsektor FOM Stuttgart KCW Supernok
Marcel Supernok LL.M. ist Produktmanager im Kompetenzcenter für Vertriebs- und Produktregulatorik der Deka Bank (Foto: FOM/Mierendorf)

Als Voraussetzungen für den digitalen Wandel in der Anlageberatung sieht der Experte die Schaffung notwendiger Infrastruktur und die Ausbildung neuer Fachkräfte.

Aus politischer Sicht sei darüber hinaus eine nachhaltige politische Verankerung der Digitalisierung im Regierungsprogramm notwendig. So könnten die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Realisierung des digitalen Wandels im Finanzsektor geschaffen werden. Das birgt laut Supernok Chancen – eine Kostenreduktion, vereinfachten Zugang zum Kapitalmarkt und erhöhte Transparenz.

Supernok Tondera Jesgarzewski FOM KCW
V.l.n.r.: Marcel Supernok LL.M., Gesamt-Geschäftsstellenleiterin FOM Hochschule Stuttgart Melanie Tondera, Wissenschaftliche Leitung KCW Prof. Dr. Tim Jesgarzewski

Der Experte betonte, dass die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen die Digitalisierung im Finanzsektor nicht nur notwendig, sondern zugleich zu einem elementaren Erfolgsfaktor für Gesetzgeber, Emittenten und im Besonderen für internationale Endkunden sowie die Wirtschaftsräume machen.

15. März im KompetenzCentrum für Wirtschaftsrecht (KCW) in Stuttgart

Recht 4.0: Digitalisierung in der Anlageberatung und Schutzrechte in der Praxis

FOM Hochschule Stuttgart Anlageberatung Digitalisierung Thinkstock 465206455
Welche Hürden gelten für die automatisierte Finanzbetreuung? (Foto: thinkstock 465206455)

„Robo-Advisors“, die automatisiert Investmentfonds verwalten, und Schutzrechtprozesse, die zur Prozessoptimierung beitragen: In einer Sonderveranstaltung des KompetenzCentrums für Wirtschaftsrecht (KCW) diskutieren Experten am 15. März die wichtigen Entwicklungen rund um das Recht 4.0.

Robo-Advisors verwalten Investmentfonds automatisiert auf Basis von Algorithmen, um den emotionalen Aspekt der Investition zu umgehen. Die erzielten Renditen sprechen für das neue Anlagekonzept. Doch welche Hürden gelten für die automatisierte Finanzbetreuung?

Hingegen gilt das Sichern von Schutzrechten für Erfindungen, Designs oder Gebrauchsmuster in Unternehmen eher als juristisches, notwendiges Übel. Dabei können Schutzrechtsprozesse potenziell zur Ideenfindung, Technologieentwicklung und Prozessoptimierung beitragen und sollten daher eher als Chance wahrgenommen werden.

Im Rahmen der Sonderveranstaltung des KompetenzCentrums für Wirtschaftsrecht (KCW) betrachten Marcel Supernok LL.M. – Produktmanager im Kompetenzcenter für Vertriebs- und Produktregulatorik der Deka Bank – und Prof. Dr. Arnd Schaff – FOM Professor für Change Management und Unternehmensberater – rechtliche und regulatorische Anforderungen, die einen technischen Fortschritt in der Anlageberatung bedingen und erläutern, wie sich Schutzrechtsprozesse organisatorisch in Unternehmen verzahnen lassen.

Semestereröffnung der FOM Hochschule

Mehr als 190 neue Studierende

Semestereröffnung an der FOM in Stuttgart: Mehr als 190 Erstsemester in vier Bachelor- und vier Master-Studiengängen haben mit dem Start des Sommersemesters  ihr berufsbegleitendes Studium begonnen.  Bei der feierlichen Veranstaltung im Haus der Wirtschaft knüpften  sie bereits erste Kontakte zu Dozenten und Kommilitonen.

"Wir begleiten sie und helfen ihnen, ihren neuen Lebensabschnitt erfolgreich zu bestehen. Sehen Sie den Start in das Studium als Investition in ihre Zukunft.“ Mit diesen Worten begrüßte Melanie Tondera, Geschäftsleiterin des FOM Hochschulzentrums Stuttgart, die neuen Erstsemester. Auch Prof. Dr. Christian Ernst, wissenschaftliche Studienleitung MBA und Prof. Dr. Burghard Hermeier, Rektor der FOM Hochschule, waren zur  Semestereröffnung ins Haus der Wirtschaft gekommen. „Die Gestaltung der Zukunft gelingt nur mit Mutigen wie Ihnen“, ergänzte Prof. Dr. Christian Ernst in seiner Rede. Der eingeschlagene Weg der Studierenden lohne sich.

Prof. Dr. Burghard Hermeier betonte abschließend: „Sie sind uns wichtig. Wir freuen uns auf Sie und haben Respekt vor Ihrer Entscheidung“. Der  feierliche Auftakt in das Studium wurde mit einem Erinnerungsfoto festgehalten, das zukünftig seinen Platz in der Galerie am Hochschulzentrum findet. Nach dem offiziellen Teil der Feier  konnten die Studierenden in einem entspannten Get-together bei einem kleinen Snack bereits die ersten Kontakte zu ihren Kommilitonen und Dozenten knüpfen, um den Start in den neuen Lebensabschnitt mit einem guten Netzwerk von Beginn an positiv zu gestalten.