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FOM Professoren zu Gast beim VHB

Lassen sich Praktiker-Datensätze in der Forschung verwenden?

Ende September 2017 hat die Kommission Personal des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft zu ihrem alljährlichen Herbstworkshop geladen. Die Veranstaltung bietet Professorinnen und Professoren sowie Doktorandinnen und Doktoranden aus dem Personalwesen die Möglichkeit, über ihre Forschungsaktivitäten zu berichten. Auch Prof. Dr. Heiko Weckmüller und Prof. Dr. Joachim Schwarz von der FOM Hochschule waren nach Paderborn gereist. Titel ihres Vortrages: „From Relevance to Rigor? Vorteile und Grenzen der komplementären Nutzung nicht-wissenschaftlicher Beschäftigtenbefragungen“.

„Der VHB ist DIE zentrale Organisation der Lehrenden für BWL an deutschen Hochschulen“, so Prof. Dr. Schwarz, „deshalb haben wir uns umso mehr über die Akzeptanz unseres Beitrags und die Einladung zum Vortrag gefreut“, so der Wissenschaftler des ifes Institut für Empirie & Statistik. Im Zentrum des Beitrages stand die Frage, inwieweit sich Praktiker-Datensätze für die wissenschaftliche Forschung verwenden lassen. „Häufig arbeitet die Forschung mit nicht-repräsentativen Datensätzen, um personalwirtschaftliche Modelle zu prüfen“, erläutert Prof. Dr. Weckmüller vom ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung die Problematik. „In der Praxis hingegen gibt es Datensätze, die repräsentativ für alle Beschäftigten sind, aber nicht mit einer wissenschaftlichen Zielsetzung erhoben wurden und damit per se nicht für die Wissenschaft nutzbar sind. Das wollen wir ändern.“

Die beiden FOM Forschenden stellten beim VHB-Herbstworkshop einen Ansatz vor, wie sich derartige Datensätze für die Erforschung wissenschaftlicher Fragestellungen nutzen lassen. Dazu haben sie ein theoretisches Modell zur Erklärung von Kündigungsneigungen von Arbeitnehmenden herangezogen und dieses mit der Datenbasis des DGB-Index „Gute Arbeit“ verprobt. In ihrem Vortrag zeigten sie Probleme und Lösungsansätze zur Nutzung dieses Datensatzes für die Forschung auf.

Firmenlauf in Bonn

FOM Team trotzt Wind und Wetter

Selbst von Wind und Starkregen ließ sich das Bonner FOM Team beim diesjährigen Firmenlauf nicht abschrecken. Hoch motiviert ging es für die Teilnehmende unter dem Motto „Wer laufend denkt, bewegt sich“ auf die 5,8 kilometerlange Strecke.

Insgesamt 11.992 Läuferinnen und Läufer schnürten Mitte September ihre Sportschuhe und gingen beim 11. Bonner Firmenlauf an den Start. Als eines von 410 Teams meisterte auch das FOM Team die Strecke durch das ehemalige Bundesgartenschaugelände der Bonner Rheinaue. Dabei legten die Teilnehmenden nicht nur 5,8 Kilometern zurück, sondern überwanden insgesamt auch 23 Höhenmeter. Trotz schlechter klimatischer Laufbedingungen erreichte das gesamte Team die Ziellinie gut gelaunt und ohne Verletzungen.

Trotz Wind und Starkregen ging das FOM Team beim Bonner Firmenlauf motiviert an den Start.
Trotz Wind und Starkregen ging das FOM Team beim Bonner Firmenlauf motiviert an den Start. (Foto: FOM)

270 Erstsemester in dreizehn Studiengängen

Bonner FOM feiert Semesterstart im Museum

Auch in Bonn beginnt für die neuen FOM Studierenden der Ernst des Semesters. Über 270 junge Damen und Herren starteten dort jetzt mit ihrem berufsbegleitenden Studium – verteilt auf neun Bachelor- und vier Masterstudiengänge.

Start im Museum: An der FOM Hochschule in Bonn starten 270 Erstsemester ihr berufsbegleitendes Studium.
Start im Museum: An der FOM Hochschule in Bonn starten 270 Erstsemester ihr berufsbegleitendes Studium. (Bild: Westhoff/FOM)

Bei der Auftaktveranstaltung im Rheinischen Landesmuseum begrüßten Geschäftsleiterin Kathrin Kammler und Prof. Dr. Heiko Weckmüller als wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter die Erstsemester. Den Gastvortrag hielt an diesem Abend Dr. Stefan Kohn, Leiter der Telekom Design Gallery der Deutschen Telekom. Er referierte über „Bildung in der digitalen Wirtschaft“ und ging dabei auf die rasanten Entwicklungen und die damit verbundene Notwendigkeit zum lebenslangen Lernen ein.

Im Anschluss des offiziellen Teils gab es für die neuen Studierenden ausreichend Gelegenheit, bei kleinen Häppchen und kühlen Getränken erste Kontakte zu Dozenten und Professoren zu knüpfen und die Kommilitonen an der FOM Bonn kennenzulernen.
 

Agilitätsbarometer 2017

Scrum, Swarming & Co. werden kaum genutzt

Angesichts der Digitalisierung stoßen traditionelle Ansätze betriebswirtschaftlichen Denkens und Handelns an ihre Grenzen. Agile Managementmethoden sollen Komplexität, Unsicherheit und Veränderungsdynamik besser auffangen. Ob das auch im Unternehmensalltag angekommen ist, haben Haufe und die Unternehmensberatung Promerit untersucht: Für ihren Agilitätsbarometer 2017 wurden 1.812 Mitarbeitende und über 1.000 Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Studienleiter war Prof. Dr. Heiko Weckmüller vom ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung der FOM Hochschule.

Foto: armiblue/Thinkstock
Foto: armiblue/Thinkstock


„Wissen und Kenntnis über agile Methoden sind nach wie vor gering“, fasst der Wissenschaftler die Ergebnisse zusammen. „Das Tool Scrum, den Swarming-Ansatz und das Organisationskonzept Holokratie kennen beispielsweise ca. 80 Prozent der Mitarbeitenden nicht. Etwas besser sieht es bei Design Thinking (57 Prozent) und fluiden Strukturen (61 Prozent) aus.“ Analog dazu geben 90 Prozent der Mitarbeitenden und 70 Prozent der Führungskräfte an, nie agile Methoden zu benutzen. Trotzdem schätzen sie die Agilität des eigenen Unternehmens positiv ein, so Prof. Dr. Weckmüller: „In den Augen von 68 Prozent der befragten Führungskräfte ist ihre Firma mit Blick auf den Wettbewerb agiler oder überdurchschnittlich agil. Unter den Mitarbeitenden sehen das 54 Prozent so.“

Positiv fällt auch das Urteil derer aus, die agile Methoden persönlich nutzen oder in deren Unternehmen die entsprechenden Tools bereits zum Einsatz kommen: Fast 70 Prozent von ihnen geben an, dass sich Effizienz und Effektivität dadurch stark oder etwas verbessert haben, lediglich fünf Prozent nehmen eine Verschlechterung wahr. „Angesichts solcher Rückmeldungen wird die Zahl derer, die auf Scrum, Swarming & Co. setzen, in Zukunft steigen“, prognostiziert Prof. Dr. Weckmüller. Schon jetzt würden 64 Prozent der Führungskräfte den erstmaligen Einsatz oder die Ausweitung des Einsatzes agiler Methoden bei ihrem Arbeitgeber für sehr sinnvoll oder sinnvoll halten. „Die Gründe für eine solche Ausrichtung heißen Prozessoptimierung, Kostensenkung sowie Anpassung an die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden“, so der ipo-Wissenschaftler vom FOM Hochschulzentrum in Bonn.

Herzlich willkommen an der FOM

Verstärkung: FOM Bonn beruft zwei neue Professoren

Dr. rer. Oec. Markus Linden und Dr. phil. Thomas Olbrecht können sich ab sofort Professor nennen. Die beiden Dozenten erhielten ihre Urkunden an der FOM in Bonn aus den Händen von Prof. Dr Heiko Weckmüller und Prof. Dr. Stefan Heinemann. Seit März 2017 sind die beiden neuen Professoren als hauptberuflich Lehrende an der FOM in Bonn tätig. Während sich Prof. Dr. phil. Thomas Olbrecht dem Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie widmet, lehrt Dr. rec. Oec. Markus Linden im Bereich IT-Management.

„Unsere Dozenten an der FOM zeichnen sich in zweierlei Hinsicht aus“, erklärt Prof. Dr. Stefan Heinemann, Prorektor der FOM Hochschule: „Einerseits bringen sie aktuelles Expertenwissen aus der Forschung mit in den Hörsaal. Andererseits sorgen die Dozenten mit ihren lebensnahen Erfahrungen aus der Wirtschaft für authentische und praxisnahe Vorlesungen. Das gilt auch für Prof. Linden und Prof. Olbrecht, die sich bereits beide in Wirtschaft und Lehre bewiesen haben – herzlich willkommen an der FOM!“

(Foto: FOM / Benjamin Westhoff)
(Foto: FOM / Benjamin Westhoff)

Prof. Dr. Markus Linden schloss 2006 sein Studium im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Duisburg Essen ab und promovierte anschließend zum Dr. rer. Oec. Bis 2017 war der 36-jährige als Senior Consultant und Projektleiter, CFO Advisory, im Bereich Business Transformation Services bei der Fa. SAP Deutschland SE & Co. KG tätig. Bereits seit 2007 ist er als Dozent in der BCW-Gruppe im Einsatz, weitere Lehrerfahrung sammelte er außerdem an der Universität Passau sowie der Universität Duisburg-Essen.

(Foto: FOM / Benjamin Westhoff)
(Foto: FOM / Benjamin Westhoff)

Prof. Dr. Thomas Olbrecht studierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und Psychologie und erlangte 2003 seinen Abschluss als Dipl.-Psychologe. 2010 promovierte der 45-jährige zum Thema „Akzeptanz von E-Learning“. Seit 2016 ist er Prokurist und Bereichsleiter der EuPD Research Sustainable Management GmbH. Lehrerfahrung sammelte der Psychologe an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, seit 2014 ist er als Dozent an der FOM im Bereich Wirtschaftspsychologie tätig.