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Research Fellows im Porträt

„Mit einem guten Zeitmanagement ist alles möglich“

Hauptberuflich ist er Unternehmenskundenberater bei einem überregional tätigen Kreditinstitut. Parallel dazu strebt er eine Promotion an der tschechischen Masaryk Universität an, unterstützt das isf Institute for Strategic Finance als Research Fellow und unterrichtet an der FOM Hochschule in Düsseldorf. Seit Juni 2017 frönt er zudem einem neuen Hobby: Töchterchen Melissa. Wie sich all das erfolgreich unter einen Hut bringen lässt, verrät Ilja Schaab, M.Sc., im Interview.

Ilja Schaab während einer Vorlesung.
Ilja Schaab während einer Vorlesung.


Wie sehen momentan Ihre Aufgaben am isf aus?

Ilja Schaab: Aktuell unterstütze ich vor allem bei der Erstellung von Skripten und Vorträgen. isf-Direktor Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère und Dr. Alexander Zureck schicken die Themen an uns Research Fellows – und wir schauen, ob es zeitlich und thematisch passt.

Inhaltlich liegt Ihr Fokus zurzeit auf dem Thema Niedrigzins…

Ilja Schaab: Ganz genau. Schließlich steht die Frage, wie sich Niedrigzinsphasen auf die Finanzierungsstrategien von Unternehmen auswirken, im Zentrum meiner berufsbegleitenden Promotion an der Masaryk Universität. Gestartet bin ich im März 2017 mit einer kleinen Studie: Via Bloomberg Terminal habe ich mir rund 2.000 Datensätze angesehen und ausgewertet.

Gibt es einen zeitlichen Rahmen für die Promotion?

Ilja Schaab: Das Promotionsprogramm der Masaryk ist sehr strukturiert und erstreckt sich über vier Jahre. Es gibt Pflichtmodule wie Ökonometrie oder Asset Pricing, die man besuchen, und Klausuren, die man bestehen muss. Darüber hinaus muss man am wissenschaftlichen Diskurs partizipieren und beispielsweise Publikationen sowie Konferenzteilnahmen nachweisen. Ab dem zweiten Jahr arbeitet man dann fast ausschließlich an seiner Dissertation und publiziert parallel.

Müssen Sie oft vor Ort in Brünn sein?

Ilja Schaab: Die Reisen nach Tschechien sind zum Glück überschaubar. Für die Klausuren muss ich selbstverständlich präsent sein, aber viele Dinge wie Präsentationen und Hausarbeiten kann ich als Fernleistung erbringen. Und auch mein Doktorvater sitzt in Deutschland: isf-Direktor Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère.

Spielt Ihr Promotionsthema auch in Ihrem Job eine Rolle?

Ilja Schaab: Auf einer Nebenspur läuft das sicherlich mit. Ich berate Firmenkunden zu allen finanziellen Belangen und habe mit sehr unterschiedlichen Branchen, Personen und Unternehmen zu tun. Da kommt natürlich auch immer mal wieder das Thema Niedrigzins zur Sprache, und in der Tat spiele ich mit dem Gedanken, parallel zu meinen Bloomberg-Recherchen auch qualitative Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen zu führen.

Warum haben Sie sich für die Promotion entschieden?

Ilja Schaab: Weil mir die Forschung im Rahmen meiner Master-Thesis sehr viel Spaß gemacht hat. Damals ging es – ebenfalls betreut durch Prof. Dr. Dr. habil. Frère – um die Bewertung nicht börsennotierter Banken… Ein Jahr nach meinem Abschluss wollte ich mich wieder wissenschaftlich mit einer spannenden Fragestellung auseinandersetzen und habe deshalb erneut beim isf angeklopft.

Können Sie sich vorstellen, komplett in die Forschung zu wechseln?

Ilja Schaab: Aktuell nicht. Dazu macht mir mein Job in der Kundenberatung einfach zu viel Spaß.

Parallel zur forschenden Tätigkeit sind Sie auch in der Lehre an der FOM Hochschule tätig…

Ilja Schaab: Richtig. Ich unterrichte das Modul Banken Auslandsgeschäft an der FOM in Düsseldorf und genieße den Austausch mit den berufstätigen Studierenden sehr.

…bleibt da noch Zeit für Hobbies?

Ilja Schaab: Seit Juni 2017 habe ich ein neues Hobby, für das ich mir diese Zeit definitiv nehme: meine Tochter Melissa. Nach Feierabend spiele ich ausgiebig mit ihr, bevor dann die Abendschicht am Schreibtisch beginnt. Ich versuche, jeden Tag mindestens ein bis zwei Stunden an meiner Dissertation zu arbeiten. Auf diese Weise bleibe ich am Ball und sehe gleichzeitig die Fortschritte, die ich mache.

Wie lässt sich das alles unter einen Hut bringen?

Ilja Schaab: Mit einem guten Zeitmanagement ist alles möglich. Das habe ich aus meiner Zeit als Student an der FOM Hochschule mitgenommen – schließlich habe ich sowohl mein Bachelor- als auch mein Master-Studium berufsbegleitend absolviert. Wenn man sich den Tag gut einteilt, bleibt Raum für ganz unterschiedliche Themen.

Gesundheit 4.0

Diskussion & Entwicklungsperspektiven

Die Jahreshauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung DGFM e.V. stand ganz im Zeichen der Digitalisierung der Gesundheitsbranche. Am neuen Hochschulzentrum der FOM in Düsseldorf trafen sich Anfang Oktober Vertreterinnen und Vertreter der Politik und aus dem Gesundheitssektor sowie Mitglieder der Gesellschaft zu einem fachlichen Austausch.

Dipl.-Volksw. Daisuke Motoki (Geschäftsleitung FOM Hochschule Düsseldorf) begrüßte die Gäste und wies auf das berufsbegleitende Studienprogramm im Hochschulbereich Gesundheit & Soziales hin. Die anschließende Diskussionsrunde drehte sich um die Frage, ob die Digitalisierung die gesamte Gesundheitsbranche auf den Kopf stellen wird. Auf dem Podium saßen vor allem Mitglieder des DGFM-Vorstandes. Darunter Prof. Dr. Christian Thielscher (Leiter des KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen) und Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke (ebenfalls vom KCG). Zudem nahmen an der Debatte teil: Gudula Stroetzel (St. Johannes Hospital Dortmund), Frank Stratmann (Social Media Experte bei XING) und Prof. Dr. David Matusiewicz (Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales).

„Das Thema Digitalisierung ist nicht neu. Auch in der Gesundheitsbranche erleben wir veränderte Prozesse. Neue Unternehmen kommen auf den Markt und hinterfragen bestehende Strukturen und Beziehungen der Akteure. Wir sprechen in dem Zusammenhang von der digitalen Transformation von Gesundheitsbeziehungen“, erklärte Prof. Dr. Matusiewicz. Beispielsweise könnten medizintechnische Lösungen, die von Patientinnen und Patienten genutzt werden, und medizinisch notwendige Alltagsgegenstände benutzerfreundlicher gestaltet werden. Gesundheit 4.0 erfordere zugleich auch ein Umdenken bei Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten. Laut einer Studie verfügen circa 54 Prozent der Bevölkerung über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. „Hier zeigt sich das Problem einer anerzogenen Vollkasko-Mentalität. Im Zuge der Digitalisierung und der ständigen Verfügbarkeit von Daten über Smartphones beginnt sich dieses antrainierte Denken aber langsam zu wandeln“, sagte der Direktor des ifgs zum Ende der Diskussion.

Im Anschluss wurde von den anwesenden Mitgliedern der DGFM ein neues Präsidium gewählt. Benannter Präsident und wissenschaftlicher Vorstand ist Prof. Dr. David Matusiewicz. Als sein Vizepräsident und Vorstand für Unternehmen / Praxis fungiert in Zukunft Frank Stratmann. Ebenfalls neu im Vorstand: Dr. Peter Kinne.

 

Über die DGFM e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Marketing im Gesundheitswesen zu erforschen und zu verbessern. Dabei stehen der Mensch, die Medizin sowie der Markt im Vordergrund. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Gesellschaft.

„Reha vor Pflege – Gesundheitspolitische Regelstrategien“

Prof. Dr. Matusiewicz mit Vortrag auf der REHACARE 2017 vertreten

„In Deutschland sind aktuell rund zwei Millionen Menschen pflegebedürftig. Diese Zahl wird sich, unter anderem aufgrund des nicht aufzuhaltenden demografischen Wandels, bis zum Jahr 2040 verdoppeln“, erklärte Prof. Dr. David Matusiewicz auf der jährlich stattfinden Fachmesse für Rehabilitation und Pflege (REHACARE) in Düsseldorf. „Um den Betroffenen ein weitgehend von fremder Hilfe unabhängiges Leben zu ermöglichen, wurde das Prinzip ‚Reha vor Pflege‘ gesetzlich verankert. Es bedeutet grundsätzlich, dass zunächst Rehabilitationsleistungen erbracht werden, um damit, wenn möglich, Pflegebedürftigkeit abzuwenden. Dass die Realität häufig weniger gut funktioniert als die Theorie, ist jedoch kein Geheimnis“, so der Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule.

Robotik in der Pflege war ein großes Thema auf der Fachmesse.
Robotik in der Pflege war ein großes Thema auf der Fachmesse.


In seinem einstündigen Vortrag gab Prof. Dr. Matusiewicz Einblick in das Positionspapier „Reha vor Pflege“. Zusammen mit seinem Co-Autor, Prof. Dr. Jürgen Zerth von der Wilhelm Löhe Hochschule für angewandte Wissenschaften in Fürth, analysierte er darin die Umsetzungsproblematik von gesundheitspolitischen Regelstrategien. „Letztlich lässt sich festhalten, dass die institutionelle Umsetzung von ‚Reha vor Pflege‘ nicht adäquat organisiert ist. Soll dieses Prinzip nicht nur als Absichtserklärung verstanden werden, ist eine reflektierte Vorgehensweise nötig. Eine gesundheitspolitische Agenda könnte zunächst an einer Reform der Rehabilitationsverantwortung ansetzen.“ Prof. Matusiewicz verdeutlichte in seinem Vortrag, dass nur eine Kombination aus makroökonomischen und mikropolitischen Strategien – bespielweise dem korrekten Einsatz von Pflegepersonal – zur erfolgreichen Implementierung des Prinzips „Reha vor Pflege“ führen kann.

Die 40. Ausgabe der internationalen Fachmesse REHACARE fand vom 4. bis 7. Oktober 2017 in Düsseldorf statt. In fünf Messehallen gaben 780 Aussteller aus 39 Nationen Betroffenen, ihren Angehörigen und Branchenprofis einen Überblick über innovative Rehabilitationstechnik, vom Rollator bis zum komplexen Assistenzsystem. Regelmäßig sind dabei auch FOM Lehrende aus dem Bereich Gesundheit und Soziales auf Podiumsdiskussionen oder mit Vorträgen zu Gast.

Offene Podiumsdiskussion in Düsseldorf

Was bedeutet Gesundheit 4.0?

Die Digitalisierung wirbelt die Gesundheitsbranche ordentlich durcheinander. Gleichzeitig eröffnen sich durch die digitale Transformation auch neue Chancen für Praxen und Kliniken. Die Deutsche Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung DGFM e.V. lädt ein zu einer offenen Podiumsdiskussion zu diesen Entwicklungen. Sie findet am 5. Oktober 2017 von 10:00 bis 13:00 Uhr im FOM Hochschulzentrum in Düsseldorf statt.

Das neue FOM Hochschulzentrum in Düsseldorf (Foto: Carsten Döpp/FOM)
Die Diskussion findet im neuen FOM Hochschulzentrum in Düsseldorf statt (Foto: Carsten Döpp/FOM).

Eröffnet wird die Runde durch Daisuke Motoki (Geschäftsleitung FOM Hochschule in Düsseldorf). Den Einstieg bildet eine Keynote von Dirk Heidenblut. Der SPD-Politiker ist Mitglied im Bundestag und engagiert sich dort u.a. im Gesundheitsausschuss. Im Anschluss an seinen Beitrag beginnt die Podiumsdiskussion, an der vor allem Mitglieder des DGFM-Vorstandes teilnehmen. Darunter Prof. Dr. Christian Thielscher (Leiter des KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen) sowie Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke und Prof. Dr. Thomas Jäschke (beide ebenfalls vom KCG). Zudem nehmen an der Debatte teil: Heinz D. Diste (Geschäftsführer Contilia), Patric Sommerhoff (Innovationsmanagement Uniklinik Düsseldorf), Gudula Stroetzel (St. Johannes Hospital Dortmund), Frank Stratmann (Social Media Experte bei XING) und Prof. Dr. David Matusiewicz (Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales). Auf ihrer Agenda stehen die Themen Mensch-Maschine-Interaktion, Start-ups und Entrepreneure sowie Digital Patient Communication.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Die Anschrift des FOM Hochschulzentrums lautet: Toulouser Allee 53, 40476 Düsseldorf.

International Evening an der FOM Düsseldorf

Warum ein Auslandsaufenthalt lohnt

Wer im Ausland studiert, erweitert seine Kompetenzen und erhöht gleichzeitig seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt – so lautete die Botschaft von Prof. Dr. Soumit Sain. Der Lehrende der FOM Hochschule eröffnete mit seinem Vortrag „Intercultural Competences and It’s Relevance“ den International Evening im Studienzentrum Düsseldorf und führte seinen 20 Zuhörerinnen und Zuhörern die konkreten Vorteile vor Augen. „Sie verbessern ihre Sprachkenntnisse und lernen, mit kulturellen und gesellschaftlichen Unterschieden umzugehen“, erklärte er. „Zudem stellen Sie Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Eigeninitiative unter Beweis und bringen internationale Impulse zurück in Ihren Berufsalltag.“

Prof. Dr. Soumit Sain beim International Evening an der FOM Hochschule in Düsseldorf
Prof. Dr. Soumit Sain beim International Evening an der FOM Hochschule in Düsseldorf


Um das zu erreichen, stehen FOM Studierenden ganz unterschiedliche Wege offen. Einen Überblick lieferten Kristina Kovacic und Karina Schlusen vom International Office. Die beiden Beraterinnen stellten u.a. das EU-Programm Erasmus+ vor, bei dem die Studierenden internationale Erfahrungen an 18 Hochschule in ganz Europa sammeln können und das in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feierte. Aber auch kürzere „Study Abroad“-Möglichkeiten wie die Spring School Business English New York oder die Summer Studies Australia kamen zur Sprache.

Dass das Interesse am Auslandsaufenthalt groß ist, zeigten die vielen Fragen zu den einzelnen Programmen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des International Evening im Anschluss stellten. Bei einem kleinen Imbiss hatten sie darüber hinaus Gelegenheit zu Vier-Augen-Gesprächen mit den Vertreterinnen des International Office.