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„Lasst uns weiterhin unser Bestes geben“

Nürnberger FOM Absolventen in den nächsten Lebensabschnitt verabschiedet

„Yes, we can!“ Was der frühere US-Präsident Barack Obama einst in die Welt rief, können jetzt auch rund 100 Absolventinnen und Absolventen der FOM Hochschule in Nürnberg voller Stolz von sich behaupten. In den vergangenen Semestern hatten sie berufsbegleitend für ihren Bachelor- oder Master-Abschluss gelernt. Bei der offiziellen Verabschiedung der FOM im Germanischen Nationalmuseum feierten sie mit Familien und Freunden sowie dem Nürnberger Hochschulteam ihre Leistungen – und ihren neuen akademischen Grad.

Rainer Schröder, Geschäftsleiter der FOM in Nürnberg, beglückwünschte die Absolventen zu ihrem Erfolg. Sie hätten sich nicht nur fachlich weiterentwickelt, sondern auch ihre persönlichen Fähigkeiten, ihre Soft-Skills, trainiert. „In der heutigen Berufswelt sind diese Kompetenzen besonders wichtig“, so Schröder.

Absolventinnen und Absolventen der FOM Hochschule in Nürnberg
Haben bewiesen, was in ihnen steckt: Absolventinnen und Absolventen der FOM Hochschule in Nürnberg (Fotos: FOM)

In ihrem Festvortrag betonte Dipl.-Betriebsw. (FH) Anja Meisel, bei der UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG verantwortlich für Personalgewinnung und Personalführung: „Die meisten von Ihnen haben das Studium berufsbegleitend absolviert, das heißt, jede Stunde, die Sie gelernt haben, haben Sie auf Zeit mit ihrer Familie und Freunden verzichtet. Aber Sie sitzen heute hier und können mit Stolz sagen: Es hat sich gelohnt.“ Mit Verweis auf potenzielle Führungspositionen, die sich die Absolventen erarbeitet hätten, mahnte sie aber auch. „Sie werden unter Umständen feststellen, dass die Schnelllebigkeit, in den meisten Fällen verbunden mit hohem Druck, der auf Ihnen lasten kann, Gefahr in sich birgt, zu wenig Zeit für die Menschen um Sie herum zu haben. Ich spreche von Zeit für Mitarbeitende und deren Belange, von Statusgesprächen und von offiziellen Mitarbeitergesprächen. Ich spreche davon, Mitarbeiter als Menschen und nicht als Maschinen zu sehen, zu verstehen und zu behandeln“, so die Personalexpertin. Ihr Appell: „Bleiben Sie wachsam, seien Sie nicht beeinflussbar, hinterfragen Sie, beweisen Sie Rückgrat, und halten Sie immer den Blick auf die Wahrheit gerichtet.“

FOM Absolvent Christoph Schaffelhuber
FOM Absolvent Christoph Schaffelhuber B.A. ließ die Studienzeit bei der offiziellen Verabschiedung noch einmal Revue passieren

Die gemeinsame Zeit an der FOM fasste schließlich Christoph Schaffelhuber B.A., Absolvent des Studiengangs Business Administration, zusammen. Er erinnerte an fragende Blicke, Sorgen und Ängste vor Prüfungen, aber auch an viele unterhaltsame Stunden sehr praxisbezogener Lehre. „In unserer Zeit an der FOM haben wir neue Freundschaften geschlossen und neue Netzwerke geknüpft. Und ganz sicher werde ich unsere gemeinsamen Mittagspausen in der Weißbier-Hex, die uns die Samstage gerettet hat, vermissen“, sagte er augenzwinkernd, und weiter: „Wir haben hier viel Motivation gezeigt und uns in kurzer Zeit extrem weiterentwickelt. Jetzt liegt es an uns, die Dinge, die wir gelernt haben, in unser weiteres Leben und Berufsleben einfließen zu lassen. Lasst uns weiterhin unser Bestes geben!“

Prof. Dr. Harald Kupfer mit Absolventin
Prof. Dr. Harald Kupfer, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM in Nürnberg, führte die Ehrung der Absolventen durch

Prof. Dr. Harald Kupfer, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter, übernahm nach den Redebeiträgen die offizielle Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen. Er lobte sie noch einmal für ihre Leistungen: „Sie können stolz sein auf das, was Sie erreicht haben!“ Bei Live-Musik, Büfett und festlicher Stimmung gab es im Anschluss noch Zeit, gemeinsam auf den Erfolg anzustoßen.

Eindrücke von der Feier gibt es auch auf der Facebook-Seite der FOM.

Exkursion zu den KLINIKEN Dr. ERLER

„Ohne Werte und Anstand sind Transparenz und Qualität nicht möglich“

Anja Saemann-Ischenko hält einen Vortrag für Studeirende der FOM in Nürnberg
Studierende der FOM in Nürnberg erfahren an den KLINIKEN DR. ERLER wesentliche Aspekte über die Markenführung von Krankenhäusern (Foto: FOM)

„Das Krankenhaus als Marke“: Um sich diesem Thema zu nähern, unternahm Prof. Dr. Petra Schmidt gemeinsam mit einer Gruppe Studierender (Gesundheits- und Sozialmanagement, B.A.) eine Exkursion zu den KLINIKEN DR. ERLER. Die angehenden Akademiker machten sich ein Bild davon, wie wichtig Marketing mittlerweile auch für Krankenhäuser ist und was es heißt, in der hart umkämpften Gesundheitsbranche eine Marke zu positionieren.

Anja Saemann-Ischenko, Leiterin Unternehmenskommunikation der Nürnberger Fachklinik für Orthopädie, gewährte den Studierenden Einblicke in die Aktivitäten der KLINIKEN DR. ERLER. Eine Marke zu etablieren hieße, ein Qualitätsversprechen abzugeben, so die Kommunikations-Expertin. Dies beginne bei den Qualitätsrichtlinien. Zur Festigung einer Marke seien Corporate-Identity-Aktivitäten bzw. Aktionen wie „docs-day“ oder „Tag der offenen Tür“ gute Instrumente. „Kein cheap-talk, sondern echte Wertekommunikation” sei die Basis für eine erfolgreiche Markenpositionierung, lautete ihre Botschaft.

Die Studierenden zeigten sich begeistert nach dieser besonderen Lehrveranstaltung. „Die Inhalte des Vortrags und die angeführten Beispiele konnten wir gut mit dem verbinden, was wir zuvor an der FOM gelernt hatten. Besonders beeindruckt hat uns die Aussage: Positionierung braucht Mut! Um glaubwürdig zu sein und vor allem zu bleiben, muss das Gesagte zur Realität passen“, so ein Student im Nachhinein. Prof. Dr. Petra Schmidt: „Für mich als Dozentin ist es wichtig, meinen Studierenden praxisnah die wissenschaftlichen Inhalte zu vermitteln. Eine solche Exkursion unterstützt diese Vorgehensweise perfekt. In der Klinik haben sie gelernt, dass die Bausteine Transparenz, Qualität, Persönlichkeit, Empathie und Freundlichkeit ohne Werte und Anstand nicht möglich, für eine selbstbewusste Positionierung auf dem Markt allerdings unerlässlich sind.“

Die KLINIKEN DR. ERLER wurden im Frühjahr 2017 von der FOM als Akademisches Lehrkrankenhaus für Pflege zertifiziert.

Themenfindung, Literaturrecherche, Zeitplanung

150 FOM Studierende bei der „Langen Nacht der Hausarbeiten“

Eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen, bedeutet vielfach auch, den inneren Schweinehund zu überwinden. Um sich selbst einen Ruck zu geben und den Kampf gegen das leere Blatt zu gewinnen, kamen rund 150 FOM Studierende zur Langen Nacht der Hausarbeiten an das Hochschulzentrum Nürnberg.

In verschiedenen Workshops lernten sie beispielsweise, wie man das richtige Thema für eine Abschlussarbeit findet, worauf man bei der Literaturrecherche achten muss, wie eine Abschlussarbeit zeitlich geplant werden sollte und welche formalen und qualitativen Aspekte wichtig sind. Für Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen, gab es sogar einen speziellen Workshop zum Thema „Gehaltsverhandlung“.

Prof. Dr. Jörg Pscherer in Aktion (Foto: FOM)

Prof. Dr. Anja Liebrich beantwortete zahlreiche Fragen über die Anforderungen an eine qualitative (Abschluss-)Arbeit. „Die Lange Nacht der Hausarbeiten bietet Studierenden die Chance, sich in lockerer Atmosphäre kurs- bzw. semesterübergreifend dem wissenschaftlichen Arbeiten zu nähern und anschließend in die konkrete Umsetzung der eigenen Vorhaben zu gehen.“ Welche Kompetenzen für eine erfolgreiche Karriere erforderlich sind, war das Thema von Prof. Dr. Jörg Pscherer. „Es braucht ganz bestimmte persönliche Fähigkeiten, um erfolgreich durch ein Studium zu kommen. Diese Fähigkeiten werden auch im Berufsleben benötigt. Je früher sich die Studierenden das bewusst machen und diese Kompetenzen gezielt trainieren, desto erfolgreicher werden sie sein“, so der Professor für Wirtschaftspsychologie.

In einer Lounge mit Sitzsäcken, Catering und leiser Hintergrundmusik konnten die Studierenden zwischendurch entspannen. Zudem gab es wichtige Informationen zur Nutzung der Software LaTex. „Wir haben heute Abend viel mitgenommen und gehen jetzt motiviert an unsere Abschlussarbeit“, sagten zwei Studierende, als sie das Hochschulzentrum müde aber zufrieden gegen 23.30 Uhr verließen.

Wie man das eigene Know-how schützt

Wenn fremde Nachrichtendienste in deutschen Unternehmen spionieren

Thomas Elsasser bei seinem Vortrag an der FOM Hochschule in Nürnberg
Mit großem Interesse folgten die Gäste dem Vortrag von Thomas Elsasser zum Thema Wirtschaftsspionage (Foto: FOM/Claudia Schuller)

Ob in Wirtschaft oder Wissenschaft: Deutschland steht in vielen Bereichen für Innovation und Fortschritt. Dass auch fremde Nachrichtendienste sich für Patente, Fachwissen und Verfahren interessierten, sei kein Wunder. Für die betroffenen Unternehmen könne dies jedoch einen hohen wirtschaftlichen Schaden zur Folge haben. Mit diesem Appell warnte Thomas Elsasser vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz an der FOM Hochschule vor den Gefahren der Wirtschaftsspionage.

Beim Mittelstandsforum Unternehmensrecht, zu dem die Kanzlei THORWART gemeinsam mit der FOM Hochschule in Nürnberg eingeladen hatte, erläuterte der Experte für Informationssicherheit, Wirtschaftsspionage könne jede Firma treffen. Sobald jemand innovative Entwicklungen zu bieten habe, könnten möglicherweise chinesische, russische oder andere Dienste das Wissen abgreifen wollen. Elsassers Tipp: Deutsche Unternehmen sollten einerseits gut auf die IT-Sicherheit achten, andererseits aber auch den „Faktor Mensch“ nicht außer Acht lassen. Mitarbeitende sollten etwa durch Schulungen sensibilisiert werden, so der Experte. Er riet zur Vorsicht, wenn fremde Personen nach sensiblen Informationen fragen. So sei es schon vorgekommen, dass Agenten sich als neue Kollegen in Not ausgeben und um Unterstützung bitten. Teils drohten die Spione auch damit, sich an den Vorgesetzten zu wenden. Solchen Fallen könne man entgehen, indem man um etwas Zeit und eine Rückruf-Nummer bitte, um in der Zwischenzeit Erkundigungen einzuziehen.

„Insgesamt wächst die Bandbreite der angewandten Methoden“, so der Fachmann. Nicht nur Abhörmethoden würden raffinierter, inzwischen arbeiteten Wirtschaftsspione auch mit dem so genannten Social Engineering. Über Fake-Identitäten versuchten sie, Mitarbeitende im Internet zu kontaktieren und auszuhorchen. Personalverantwortliche sollten daher laut Elsasser nicht nur auf Qualifikationen und Zeugnisse schauen, sondern stets hinterfragen, warum eine Person genau diese Stelle will, obwohl sie offenbar nicht zu ihrem Lebenslauf passt oder einen Karriere-Rückschritt bedeutet.

Hervorragende Master-Abschlussarbeit

Nürnberger FOM Absolvent erhält Wissenschaftspreis für Gesellschaftsrecht

Für seine herausragende Master-Thesis ist FOM Absolvent Simon Wild-Bogner mit dem Wissenschaftspreis für Gesellschaftsrecht ausgezeichnet worden. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis für die bundesweit beste Abschlussarbeit des Vorjahres mit gesellschaftsrechtlichem Bezug vergibt die Nürnberger THORWART-JESKA-STIFTUNG.

Simon Wild-Bogner arbeitet bei einer französischen Großbank im IT-Bereich und hat an der FOM Hochschule in Nürnberg den berufsbegleitenden Masterstudiengang Unternehmensrecht, Mergers & Acquisitions absolviert. Krönender Abschluss: seine Master-Thesis über „Die Rolle der IT bei M&A-Transaktionen im Zeitalter der Digitalisierung“, die mit der Note 1,3 bewertet wurde. Beim Absolventen selbst war die Überraschung groß: „Eines Tages erhielt ich einen Anruf, dass meine Arbeit der Jury vorgelegt wird. Später erfuhr ich, dass ich tatsächlich gewonnen habe. Für mich ist das eine enorme Anerkennung und Bestätigung.“

Prof. Dr. Rolf Otto Seeling, Simon Wild-Bogner, Kerstin Thorwart sowie FOM Geschäftsleiter Rainer Schröder (v.l.)
Prof. Dr. Rolf Otto Seeling, Simon Wild-Bogner, Kerstin Thorwart sowie FOM Geschäftsleiter Rainer Schröder (v.l.)

Nürnbergs neuer FOM Geschäftsleiter Rainer Schröder und Kerstin Thorwart, Vorstand der THORTWART-JESKA-STIFTUNG, gratulierten dem Preisträger und würdigten seine ausgezeichnete Leistung. Als Laudator betonte Prof. Dr. Rolf Otto Seeling, Partner der Kanzlei THORWART und Dozent an der FOM in Nürnberg, wie zeitgemäß der Ansatz sei, bei Fusionen, Unternehmenskäufen, Betriebsübergängen, Übernahmen und Kooperationen die IT-Struktur rechtzeitig zu planen. „Die Welt der M&A-Transaktionen ist mir selbst bestens vertraut, die IT dagegen weniger. Darum werde ich mir künftig die Richtlinien zu Herzen nehmen, die Sie erarbeitet haben“, so Professor Seeling.

Der Wissenschaftspreis für Gesellschaftsrecht wird einmal jährlich an eine/n FOM Absolventin/en vergeben, deren/dessen Abschlussarbeit einen gesellschaftsrechtlichen Bezug hat und mit der Note „sehr gut“ bewertet worden ist. Eine Jury entscheidet anhand bestimmter Kriterien wie „kritische Reflexion“, „Aufgreifen aktueller Rechtsprechung“ und „Aufzeigen praxisorientierter Lösungen“. Dotiert ist der Preis mit 1.000 Euro.