Newsroom

Newsarchiv

Informieren Sie sich über Aktuelles in:

Timeline

Zwischen Online-Campus und eHealth

Polnische Delegation zu Gast an der FOM München

Der Austausch zwischen der FOM Hochschule und der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität bleibt rege: Nachdem Prof. Dr. habil. Manfred Cassens zuletzt im April 2017 zu Gast in Warschau war, besuchte eine fünfköpfige polnische Delegation Mitte September 2017 das Hochschulzentrum in München. Bei den Gesprächen ging es sowohl um den Online-Campus der FOM als auch um anstehende Veranstaltungen und Forschungsprojekte.

Die polnische Delegation um Dr. Marek Kuleza (4.v.l.) mit Vertreterinnen und Vertretern des FOM Hochschulzentrums in München: Thomas Schweigler (stellv. Geschäftsleitung, l.), Andrea Lakasz (ifgs Research Fellow, 4.v.r.) und Prof. Dr. habil. Manfred Cas
Die polnische Delegation um Dr. Marek Kuleza (4.v.l.) mit Vertreterinnen und Vertretern des FOM Hochschulzentrums in München: Thomas Schweigler (stellv. Geschäftsleitung, l.), Andrea Lakasz (ifgs Research Fellow, 4.v.r.) und Prof. Dr. habil. Manfred Cassens (3. v. r.).

„Die Reisegruppe um Dr. Marek Kuleza hat sich in erster Linie über unseren Online-Campus informiert. Zu diesem Zweck wurde vor dem Besuch in München auch ein Zwischenstopp an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt eingelegt, die ihren Studierenden einen ähnlichen Service bietet“, so Prof. Dr. habil. Cassens. Hintergrund: Die Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität hat im Sommer diesen Jahres vom polnischen Bildungsministerium den Zuschlag für die Entwicklung eines solchen elektronischen Managementsystems für öffentliche Bildungsträger erhalten.

Die übrigen Gesprächsthemen hatten direkten Bezug zu den Aktivitäten des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales, dessen Direktor Prof. Dr. habil. Cassens ist. So bestätigte Dr. Marek Kuleza u.a. die Teilnahme einer Delegation der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität an der Konferenz eHealth & Society am 21. Februar 2018. Auch an der für das kommende Jahr geplanten internationalen Konferenz zum BMBF-geförderten Projekt Arteria Danubia werde man sich in Form eigener Beiträge beteiligen, so die Zusage des polnischen Wissenschaftlers.

Lehre, Didaktik und Forschung

36 neue Professoren für kommende Aufgaben vorbereitet

Nicht nur die Erstsemester müssen sich zu Beginn ihres berufsbegleitenden Studiums an der FOM Hochschule erst eingewöhnen, auch für die neuen hauptberuflich Lehrenden gilt es, sich mit den Besonderheiten der Lehre an der FOM vertraut zu machen. Dabei lässt die Hochschule sowohl die bereits zum Professor berufenen als auch die zukünftigen Professoren der FOM nicht allein und lädt sie zu einem Einführungstag nach Essen ein. 36 Frauen und Männer aus ganz Deutschland kamen jetzt zusammen, um Einblicke in Lehre, Didaktik und Forschung an der FOM zu gewinnen.        

Einführungstag für 36 neue FOM Professoren (Foto: Tom Schulte/FOM

„Gute Lehre muss trainiert werden“, betonte FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier, „vor allem wenn es gilt, Berufstätige zu unterrichten, die ihr Studium parallel zu ihrem Job oder ihrer Ausbildung absolvieren und nach einem anstrengenden Arbeitstag in die Vorlesungen und Veranstaltungen kommen.“ Beim Einführungstag wurden die 36 hauptberuflich Lehrenden aus den Hochschulzentren Dortmund, Essen, Frankfurt, Mannheim und München beispielsweise mit den speziellen Didaktikkonzepten der FOM wie „Student Consulting“, „Interaktive Didaktik“ oder „Transferdidaktik“ vertraut gemacht.

Prorektorin Prof. Dr. Sabine Fichtner-Rosada erläuterte den neuen Lehrenden außerdem, wie sie Lernziele und -ergebnisse bestimmen sowie Prüfungsleistungen bewerten. Neben der Didaktik waren auch das umfangreiche Qualitätsmanagement der FOM Hochschule, die Nutzung des Online-Campus sowie das elektronisch unterstützte Prüfungsmanagement wichtige Themen.

Einen wichtigen Part nahm auch der Bereich Forschung an der FOM ein. Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung, stellte die verschiedenen Institute und KompetenzCentren der FOM vor, die eine wichtige Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis bilden. Den neuen Lehrenden bieten sich künftig vielfältige Möglichkeiten, sich am Forschungsprozess an den Hochschulzentren in ganz Deutschland zu beteiligen.

 

Neue Kurse in über 40 Studiengängen

Münchner Hochschulzentrum startet ins Wintersemester

Zahlreiche Berufstätige und Auszubildende haben ihr Studium an der FOM in München begonnen. Aufgrund der hohen Nachfrage konnte die Hochschule für Berufstätige mit über 40 Bachelor- und Master-Studiengängen ins Wintersemester 2017 gehen. Erstmalig starteten die Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit und Gesundheits- und Medizinpädagogik sowie Wirtschaftsinformatik – kommunal in Kooperation mit der Landeshauptstadt München und Wirtschaftsinformatik – Business Information Systems in Kooperation mit der Deutschen Telekom AG.

 

FOM Geschäftsleiter Oliver Dorn begrüßte die neuen Studierenden gemeinsam mit Prof. Dr. Gerald Mann, wissenschaftlicher Gesamt- und Bachelor-Studienleiter, Prof. Dr. Marcus Helfrich, Studienleiter für Master-Studiengänge, und Prof. Dr. Bernd Müller, Ehrenvorsitzender der wissenschaftlichen Studienleitung. Auch zahlreiche Professorinnen und Professoren kamen zur Semestereröffnung und nahmen die „Erstis“ in Empfang. Bilanz eines neue Studierenden: „Die Eröffnungsfeier war für mich ein toller Auftakt zum Studium. Ich habe direkt einige meiner Kommilitonen und Dozenten kennengelernt und freue mich jetzt auf die erste richtige Vorlesung.“ 

Research Fellows im Porträt

„Dass ich in der Medizin lande, hätte ich zu Studienzeiten nie gedacht“

50 Jahre alt, Chefsekretärin am Münchner Klinikum Großhadern, verheiratet, eine studierende Tochter: Auf den ersten Blick lässt nichts darauf schließen, dass Andrea Lakasz parallel zu Job und Familie als Research Fellow am ifgs Institut für Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule aktiv ist. Wie es dazu kam und welche Schwerpunkte sie bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit setzt, verrät die gebürtige Ungarin im Interview.

Research Fellow am ifgs der FOM Hochschule: Andrea Lakasz
Andrea Lakasz

Wie kam der Kontakt zum ifgs zustande?

Andrea Lakasz: Ich habe an der FOM Hochschule in München berufsbegleitend den Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement absolviert. In den Vorlesungen habe ich Prof. Dr. habil. Manfred Cassens kennengelernt, einen der beiden Direktoren des ifgs. Nach meinem Abschluss sind wir in Kontakt geblieben und haben uns über mögliche Forschungsthemen unterhalten. Als gebürtige Ungarin habe ich Einblicke in ein anderes als das deutsche Gesundheitssystem – daraus ist die Idee entstanden, etwas mit Schwerpunkt Ungarn zu machen. Prof. Dr. Cassens ist dann auf eine entsprechende Ausschreibung beim BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung gestoßen, und im April 2017 ist schließlich der Startschuss für das Projekt Arteria Danubia gefallen.

Bei dem Projekt geht es – verkürzt ausgedrückt – um die Implementierung von Modellgesundheitsregionen im Bereich Ober- und Unterlauf der Donau. Wo liegen dabei Ihre Aufgaben als Research Fellow?

Andrea Lakasz: Ich kümmere mich in erster Linie um die Kontakte und den Netzwerkaufbau. Einer unserer Projektpartner ist beispielsweise die Eötvös Loránd University in Budapest. Ich stehe in engem, auch persönlichen Austausch mit unseren Ansprechpersonen dort und werde auch an dem ersten Arteria-Danubia-Workshop teilnehmen, der im Oktober 2017 ansteht.

Hatten Sie selbst auch noch Kontakte zur Eötvös?

Andrea Lakasz: Zwar habe ich an der Universität studiert, aber im Bereich Philologie. Dass ich mal in der Medizin lande, hätte ich zu Studienzeiten nie gedacht…

Wie kam es denn dazu?

Andrea Lakasz: Das war ehrlich gesagt Zufall. Nach meinem Studienabschluss als Diplom-Dolmetscherin war ich lange im Bereich internationale Beziehungen bei einem Regierungsamt in Budapest tätig. Mein Mann arbeitete bereits damals an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2000 bin ich nach Deutschland umgezogen und konnte über meinen Mann beruflich Fuß am Klinikum der LMU München fassen. Dort arbeite ich jetzt seit 2003, wirkte in mehreren neuen Bereichen mit, habe mich mit Personal, Controlling und Qualitätsmanagement befasst. Deshalb auch das berufsbegleitende Studium an der FOM Hochschule. Gerade im Gesundheitswesen bewegt sich so viel, dass lebenslanges Lernen einfach Pflicht ist. Sonst wird es schwierig, mit den Entwicklungen Schritt zu halten.

Verlaufen die Veränderungen im ungarischen Gesundheitssystem ähnlich rasant?

Andrea Lakasz: Ungarns Gesundheitswesen hat sich nach der Wende in eine vollkommen andere Richtung entwickelt. Aktuell ist es ein out-of- pocket-System mit einem Mischmasch von Ansätzen, die absolut unübersehbar sind. Die Gesundheit der Bevölkerung steht dabei allerdings nicht im Vordergrund. Das macht sich vor allem auf dem Land bemerkbar, wo die ärztliche Versorgung nicht überall gewährleistet ist. Eine Freundin von mir arbeitet in der Region Győr als Ärztin und ist glücklich, wenn sie pro Tag nur 85 Patientinnen und Patienten hat. In der Regel sind es aber um die 130. Mit Arteria Danubia könnte man dort viel bewegen. Deshalb bietet sich Győr auch als Pilotregion an.

Wie könnte das in der Praxis aussehen?

Andrea Lakasz: Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, ob sich das Konzept der sogenannten Gesundheitsregionen auf Ungarn und Bulgarien übertragen lässt – mit der Zielsetzung, gegebenenfalls offene Forschungsfragen zu identifizieren und auf längere Sicht die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Konkret heißt das, dass wir in ausgewählten Regionen diskutieren, ob Netzwerke lokaler Gesundheitsakteure geschaffen und dadurch neue Projekte angestoßen werden können. Dadurch soll langfristig u.a. gewährleistet werden, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der jeweiligen Region kompetente Anlaufstellen für Gesundheitsfragen haben. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel der Gesundheitsregion Bamberg.

Gibt es – neben Arteria Danubia – weitere Projekte, die Sie als Research Fellow begleiten?

Andreas Lakasz: Mit Prof. Dr. Thomas Breisach habe ich eine Umfrage in der Klinik für Strahlentherapie der LMU München durchgeführt. Dabei ging es um die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten– und zwar mit Blick auf den Empfangsbereich. Bei vergangenen Umfragen im Rahmen des QM hat die Klinik hier schlecht abgeschnitten. Das lag u.a. daran, dass das Gebäude von der Architektur her sehr nachteilig empfunden wird und die Patientinnen und Patienten gleichzeitig sehr angeschlagen sind. Damit wahrscheinlich verbundene negative Emotionen entluden sich nicht selten bei den Kolleginnen am Empfang.

Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wurden daher verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Patientinnen und Patienten ein angenehmeres Umfeld zu bieten. Der Prozess setzte bei baulichen Veränderungen an und reicht mittlerweile bis zur Einstellung von neuem Personal. Ob durch das eingeleitete KVP-Paket die avisierten Verbesserungen eingetreten sind, haben wir im Rahmen der Befragung 2016 überprüft. Zu den Ergebnissen bereiten wir aktuell eine Publikation vor.

Fachkräfte gewinnen

Neue Kooperation mit „K-Recruiting“

Oliver Dorn, Geschäftsleiter der FOM in München, und Oliver Kremer, Geschäftsführer K-Recruiting
FOM Geschäftsleiter Oliver Dorn (li.) freut sich mit Oliver Kremer, Geschäftsführer K-Recruiting, auf die Zusammenarbeit (Foto: FOM)

Die Arbeit mit Menschen steht bei der Münchner Recruiting-Agentur „K-Recruiting“ im Mittelpunkt. Die auf die Vermittlung von Freiberuflern im Life Sciences Bereich spezialisierte Agentur hofft, über die neue Kooperation mit der FOM Hochschule in München neue Fachkräfte für sich gewinnen zu können.

„Wir setzen auf Mitarbeiter, die Lust auf Leistung haben und eine hohe Motivation mitbringen. Die Kooperation mit der FOM bietet uns nun die große Chance, unsere eigenen Mitarbeiter gezielt darin zu fördern und mit einem berufsbegleitenden Studium weiter für unser People Business fitzumachen“, so Geschäftsführer Oliver Kremer.

Für die FOM in München bietet die neue Kooperation zudem den Vorteil, mit den Experten von „K-Recruiting“ weitere kompetente Partner für Gastvorträge und Sonderveranstaltungen zum Thema Personalentwicklung und Recruiting gewonnen zu haben. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, denn mit der Potentialentwicklung von Menschen haben wir ja beide zu tun“, freut sich Oliver Dorn, Geschäftsleiter der FOM in München, über den neuen Kooperationspartner.