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Ein starkes Team

Soziale Arbeit liegt ihnen im Blut: Gemeinsam lernen Mutter und Tochter für ihre Bachelor-Abschlüsse

Anika und Melanie Zähle studieren an der FOM in München
Anika Zähle (l.) studiert zusammen mit Mutter Melanie "Soziale Arbeit" an der FOM in München (Fotos: privat)

Zwischen Melanie und Anika Zähle stimmt die Chemie, das sieht man auf den ersten Blick. Beide studieren berufsbegleitend an der FOM Hochschule in München den Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit. Im Interview erzählt das Mutter-Tochter‐Duo über persönliche Chancen und Herausforderungen des gemeinsamen Studiums.

Frau Zähle, was hat Sie auf die Idee gebracht, zusammen mit Ihrer Tochter zu studieren?

Melanie Zähle: Seit ihrem Abitur arbeitet meine Tochter in einer pädagogischen Einrichtung, die sich um Jugendliche kümmert. Bei gemeinsamen Gesprächen über soziale Themen habe ich gemerkt, dass mich Sozialpädagogik sehr interessiert. Das ist genau das, was ich immer schon machen wollte. Und da meine Tochter das auch studieren wollte, haben wir beschlossen, den Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ gemeinsam anzugehen. Wir lernen zusammen, fragen uns gegenseitig ab, besprechen den Unterrichtsstoff. Auch mein Mann steht nach anfänglichem Zweifel voll hinter uns beiden und unterstützt uns, wo er nur kann.

Neigt man in einer solchen Situation nicht dazu, sich ständig zu vergleichen? Wer von Ihnen beiden ist ehrgeiziger?

Anika Zähle: Wir haben von Anfang an vereinbart, dass ein Konkurrenzkampf tabu ist. Wir lösen Konflikte im Dialog. Meine Eltern haben mir immer die Freiheit gelassen, schulisch und beruflich meinen eigenen Weg zu gehen. Auch mein Abitur wollte ich unbedingt aus eigenem Antrieb erreichen. Früher hatte ich große Prüfungsangst, was sich erst hier an der FOM gelegt hat. Ich bin freiwillig hier, ich muss nichts, ich darf. Und wenn mal eine Prüfung nicht ganz glatt läuft, kann ich sie wiederholen. Das erleichtert mir das Studieren sehr.

Sehen ihre berufliche Zukunft im sozialen Bereich: Anika und Melanie Zähle
Sehen ihre berufliche Zukunft im sozialen Bereich: Anika und Melanie Zähle

Fällt es gemeinsam leichter, konsequent alle Vorlesungen zu besuchen?

Melanie Zähle: Damit haben wir beide kein Problem, sonst hätten wir ein Fernstudium wählen können. Wir haben uns aber bewusst für das Präsenzstudium entschieden, um vom Austausch mit den Kommilitonen zu profitieren. Ich will keine einzige Vorlesung verpassen! Schließlich ist es viel mühsamer, sich den Stoff eigenständig anzueignen – ohne die Chance, Rückfragen zu stellen. Einige der Professoren gestalten selbst theoretische Module wie z. B. „Recht in der Sozialen Arbeit“ durch lebendige Diskussionen und spannende Präsentationen so, dass sie trotzdem viel Spaß machen. 

Anika Zähle: Im ersten Semester hat uns besonders das Modul „Einführung in die Soziale Arbeit“ begeistert. Ebenso, wie der Generationenaustausch im Hörsaal. Meine Mama ist ja nicht die Einzige im Studium, die älter ist als ich. Für mich ist es sehr lehrreich, bei Diskussionen auch die „reifere“ Perspektive zu erleben. Gerade Kommilitonen mit mehr Lebenserfahrung können enorm viel beitragen zu den Vorlesungen. Das ermöglicht einen ganz besonderen Austausch auf hohem Niveau.

Haben Sie ähnliche Ziele oder unterscheiden Sie sich darin grundlegend?

Melanie Zähle: Vor dem Studium habe ich mir sehr genau überlegt, ob ich das wirklich machen will. Ich möchte mich beim Kriseninterventionsteam München bewerben und dann sehe ich einfach weiter. Ich brauche dieses Gefühl von Freiheit, indem ich meine Zukunft offen halte und nicht alles komplett durchplane.

Anika Zähle: Meine eigenen Ziele sind etwas anders. Ich habe meinen Traumberuf als Mitarbeiterin auf dem Schafflerhof, einer jugendpädagogischen Naturstation mit Pferdeprogrammen des Echo e. V., schon gefunden. Hier kann ich Hobby und Beruf vereinen. Aber mit dem Bachelor in der Tasche eröffne ich mir die Chance, später in eine leitende Position zu wechseln und natürlich dadurch auch mehr zu verdienen.

Münchner Webwoche

Digitalisierung versus Achtsamkeit: Wie weit geht unser Vertrauen in die Technik?

Am 19. April startet die Münchner Webwoche. Experten der FOM Hochschule beleuchten in drei spannenden Vorträgen die Vor- und Nachteile der Digitalisierung aus wirtschaftspsychologischer, rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht.

Den Auftakt macht Prof. Dr. Silke Heiss: Sie beschreibt am Donnerstag, den 19. April, die zukünftige Rolle des Menschen vor dem Hintergrund des digitalen Wandels. Am Donnerstag, den 26. April, widmet sich Prof. Dr. jur. Marcus Helfrich dem Thema Datenschutz unter Berücksichtigung der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Dr. Ulrich Horstmann gibt schließlich am Freitag, den 27. April, Antworten auf die provokante Frage, ob wir uns auf dem Weg in die digitale Knechtschaft befinden. Die Teilnahme an den drei Veranstaltungen ist kostenfrei.

Die Vorträge im Überblick:

19. April 2018 von 17 bis 18 Uhr
„Agilität, Transformation, Change, Digitalisierung etc.: Wo bleibt der Mensch?“

Prof. Dr. Silke Heiss, FOM Dozentin für Wirtschaftspsychologie

26. April 2018 von 18 bis 19 Uhr
„Europäischer und internationaler Datenschutz zwischen targeted Marketing und #deletefacebook. Die Datenschutz-Grundverordnung der EU und die nötige Stärkung des Vertrauens in digitale Geschäftsmodelle.“
Prof. Dr. jur. Marcus Helfrich, wissenschaftlicher Studienleiter und Dozent für Wirtschaftsrecht

27. April 2018 von 17 bis 18 Uhr
„Der Weg zur digitalen Knechtschaft – Schwarzmalerei oder eine realistische Perspektive?“
Dr. Ulrich Horstmann, FOM Dozent, Buchautor und Wertpapieranalyst

Die 7. Münchener Webwoche findet vom 19. bis zum 28. April 2018 statt. In zahlreichen Events, Vorträgen, Workshops und Seminaren geht es aktuelle Fragestellungen zur digitalisierten Wirtschaft. Das vollständige Programm finden Sie hier http://muenchner-webwoche.de/eventkalender/.

Innovative Versorgungskonzepte

Telemedizin: Welche Vorteile haben Online-Sprechstunden?

FOM Dozent Moritz Behm
Dozent Moritz Behm lehrt u.a. das Modul "Innovative Versorgungskonzepte" an der FOM in München (Foto: privat)

Online-Videosprechstunden sind eine sinnvolle Ergänzung zum physischen Arztbesuch. Sie können im Rahmen des Erstkontakts für den Patienten wertvolle Zeit sowie ärztliche Ressourcen einsparen. Zudem bieten sie den Menschen auf dem Land Zugang zu schneller medizinischer Hilfe. Welche Vorteile Online-Sprechstunden haben, beleuchtet der Münchner FOM Dozent Moritz Behm im Kurzinterview.

Herr Behm, überfüllte Notaufnahmen sind keine Seltenheit an Münchner Krankenhäusern. Zu viele Patienten gehen nicht mehr zum Hausarzt, sondern nutzen die Ambulanzen. Wären Online-Sprechstunden eine Alternative?

Moritz Behm: Online-Sprechstunden sind eine wertvolle Ergänzung zum physischen Arztbesuch. Vielen Arbeitnehmern ist es erst abends möglich, sich untersuchen zu lassen, und sie weichen gezwungenermaßen auf Krankenhäuser aus. In diesen Fällen wären Online-Sprechstunden für den medizinischen Erstkontakt eine sinnvolle Lösung. Per Videoübertragung stellen die Ärzte zahlreiche Fragen und gehen intensiv auf ihre Patienten ein. Sowohl e-Rezepte als auch e-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind heute bereits möglich: für Versicherte einer rein digitalen privaten Krankenversicherung.

Gibt es Vorreiter für diese Entwicklung?

In der Schweiz sind Online-Sprechstunden bereits deutlich etablierter und es hat sich gezeigt, dass 70-80% der Krankheitsfälle, in denen der medizinische Erstkontakt per Fernbehandlung läuft, ohne physischen Arztbesuch abschließend behandelt werden können. Zudem haben dort Patienten, die Online-Sprechstunden wahrnehmen, eine größere Gesundheitskompetenz aufgebaut. In Baden-Württemberg wird aktuell im Rahmen eines Modellprojektes die ausschließliche Behandlung von Patienten via Telekommunikation getestet. Dies ist in allen anderen Bundesländern so noch nicht zulässig, da das sogenannte „Fernbehandlungsverbot“ die ausschließliche Fernbehandlung dort verbietet. Ich hoffe sehr, dass im Rahmen des kommenden Ärztetages das Fernbehandlungsverbot auf Bundesebene abgeschafft wird.

Ist die Beratung per Video-Sprechstunde ebenso gut wie persönlich beim Arzt?

Moritz Behm: Die Befürchtung vieler Patienten hierzulande ist sicher, dass sie schlechter beraten werden würden. Wir haben in der Schweiz aber die Erfahrung gemacht, dass sie sich sogar besser angesehen und ausführlicher beraten fühlen. Ich bin davon überzeugt, dass Online-Sprechstunden in fünf Jahren auch in Deutschland kein Tabu mehr sind, sondern eine etablierte Form des medizinischen Erstkontakts. Schon jetzt beschäftigen sich viele Krankenkassen mit dem Thema und es steht fest, dass sich unsere Gesellschaft an digitale Möglichkeiten auch im Gesundheitswesen gewöhnen wird und muss. Medizinische Tools wie beispielsweise ein Stethoskop für den Hausgebrauch, das bei Online-Sprechstunden eingesetzt wird, gibt es bereits zur Unterstützung der Fernbehandlung.

Auch die ländliche Bevölkerung würde stark von Online-Sprechstunden profitieren. Ein Patient mit einer offenen Wunde etwa kann per Video-Sprechstunde beraten werden, ob eine Fahrt ins Krankenhaus notwendig ist oder nicht, da der Arzt die Wunde per Kamera ebenfalls gut in Augenschein nehmen kann. In nicht so gravierenden Fällen gibt es dann entsprechende Hinweise zur vernünftigen Selbstversorgung.

Wie stehen die Ärzte in Deutschland zu diesem Thema?

Moritz Behm: Viele Ärzte sind sicher ähnlich skeptisch wie die Patienten. Einige sind den digitalen Möglichkeiten gegenüber offener eingestellt als andere. Was vielen immer noch fehlt, ist die Kenntnis über das Für und Wider. Hier bedarf es ordentlicher Aufklärungsarbeit auf allen Seiten.

Sonderveranstaltung an der FOM

„Münchner Selbstverständlichkeiten“

Seit der Verabschiedung des Grundgesetzes, das eine Gleichstellung von Frauen und Männern als politischen Willen formuliert, sind fast siebzig Jahre vergangen. Doch noch immer gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede beim Entgelt und auch beim beruflichen Aufstieg sowie bei der Vergabe von Führungspositionen sind Frauen vielfach benachteiligt. Noch immer müssen Gesetze erlassen werden, damit das Grundrecht durchgesetzt werden kann.

Die FidAR lädt gemeinsam mit der FOM Hochschule zum offiziellen Start der Initiative „Münchner Selbstverständlichkeiten“ am Mittwoch, den 25. April 2018, von 18.00 Uhr bis ca. 20.30 Uhr und anschließendem Netzwerken ein. Die Veranstaltung findet statt an der FOM Hochschule, Neue Hopfenpost, Arnulfstraße 30, 80335 München.

Das Programm im Überblick:

18.00  Begrüßung an der FOM Hochschule

18.15  Begrüßung durch FidAR e.V., Elke Benning-Rohnke, Vizepräsidentin FidAR und Regionalvorstand FidAR-Süd

18.30  Keynote: „Staatliche Institutionen als Hemmnis für Gleichstellung in Deutschland“, Prof. Dr. Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomie und Befragung

19.00  Vorstellung der „Münchner Selbstverständlichkeiten“ , Elke Benning-Rohnke

19.30 „Ansatzpunkte für die Unternehmen“, Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity Management der FOM Hochschule

20.00  Social Sharing der Münchener Selbstverständlichkeiten

20.30  Networking

Anmeldung bitte bis zum 10.04.2018 per E-Mail an: geschaeftsstelle@fidar.de.

Durchhaltevermögen bewiesen

„Glückwunsch uns allen“ – Bachelor und Master feiern in München

Erfolgreich durchgehalten: Bei zwei Absolventen-Verabschiedungen in der Münchner Hopfenpost feierten rund 70 neue Bachelor und etwa 60 Master ihre Studienabschlüsse. In mehreren Festreden blickten auch die Absolventinnen und Absolventen auf die vergangenen Semester zurück. Einig waren sich dabei alle: Ohne Durchhaltevermögen geht es nicht.

Hütewurf der Bachelor-Absolventen (Foto: FOM)

Familien, Freunde, das Team der Studienberatung und die Münchner Studienleiter feierten gemeinsam mit den Absolventen im Hochschulzentrum München. Der wissenschaftliche Gesamtstudienleiter Prof. Dr. Gerald Mann beglückwünschte in seiner Rede die Bachelor-Absolventen: „Beruf oder Ausbildung mit dem Studium unter einen Hut zu bekommen, ist beachtlich. Das hebt Sie von anderen Hochschulabsolventen ab. Wir bewundern Ihr Durchhaltevermögen und gratulieren Ihnen von Herzen.“

Der wissenschaftliche Studienleiter Prof. Dr. jur. Marcus Helfrich fasste in seinem Grußwort an die Master-Absolventen nochmal zusammen, worum es im Studium geht: „Studieren geht über das reine Erlangen von Wissen hinaus. Es geht auch darum, komplexe Themen zu strukturieren, zu analysieren und mithilfe des persönlichen Wertesystems zu beurteilen. Studieren heißt, Verantwortung übernehmen zu können und zu wollen. Genau das haben Sie in den letzten Semestern erfolgreich getan.“

Auch die Master haben erfolgreich durchgehalten (Foto: FOM)

„Was hat uns im Hinblick auf die letzten Semester dahin gebracht, wo wir heute stehen?“, fragte Master-Absolvent Steffen Rosebrock in seiner Festrede alle Kommilitonen und fuhr fort: „Es war vor allem unser Durchhaltevermögen: In Klausurphasen, während mündlicher Prüfungen und auch bei der Abschlussarbeit sind wir dran geblieben, haben alles gegeben und stehen hier heute als stolze Absolventen. Glückwunsch uns allen!“