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Lösungsansätze beim 16. VM FOruM über Wertschaffung in Deutschland

Für erfolgreiche Bildung 4.0 braucht es einen gesellschaftlichen Konsens

Um den Herausforderungen der Digitalisierung und der intelligenten Systeme gewachsen zu sein, braucht Deutschland kluge, kreative und innovative Köpfe, die technologische Entwicklungen voranbringen und sich in einer immer komplexeren Arbeitswelt erfolgreich zurechtfinden. Dass in Bildung mehr investiert werden müsse, dass Digitalisierung in Schule und Hochschule unterrichtet werden sollte, dass es nicht so weitergehen könne wie bisher – darin waren sich die Referenten des 16. Value Management FOruMs an der FOM Hochschule Frankfurt einig. Konkrete Vorschläge und Lösungsansätze brachten Nicola Beer, Generalsekretärin der FDP, Dr. Daniel C. Schmid, Vorstand der MHK Group, und der Rektor der FOM Hochschule, Prof. Dr. Burghard Hermeier, in die intensive Diskussion mit den fast 70 Gästen ein.

V.l.n.r.: Gesamt-Geschäftsstellenleiter FOM in Frankfurt Dipl.-Oec. Felix von Dobschütz, Dr. Daniel C. Schmid, Vorstand der MHK Group, Nicola Beer, Generalsekretärin der FDP, und der Rektor der FOM Hochschule, Prof. Dr. Burghard Hermeier. (Foto: Bürkle/FOM)

Eine Bildungsrevolution, hinter der die gesamte Gesellschaft steht, forderte Nicola Beer. Für die Landtagsabgeordnete und ehemalige hessische Kultusministerin bedeutet dies höhere Investitionen von der frühkindlichen Bildung an, über die Schule bis hin zum lebenslangen Lernen. Dies sei nur möglich, wenn langfristig, über Legislaturperioden hinaus, Ziele festgelegt, Lehrpläne verändert und Ausbildungen reformiert werden und die Bezahlung von Pädagogen leistungsbezogen angepasst werde. Beer verglich diese gesellschaftliche Anstrengung mit dem Mondprogramm der US-Regierung in den 60er Jahren: „Wenn wir heute entscheiden, wohin der Weg geht, und dann die notwendigen Schritte einleiten, können wir es schaffen.“

Bildung sei schon jetzt ein Engpass-Faktor für den Wohlstand in Deutschland. Denn schon heute sei der Fachkräftemangel stark zu spüren, berichtet Dr. Daniel C. Schmid. Auch in der MHK-Group, mit 500 Mitarbeitern und 46 offenen Stellen, könnten einige Projekte nicht wie geplant zeitnah umgesetzt werden. Schmid forderte, Wettbewerbsmechanismen in den Bildungssektor aufzunehmen: „Wenn auch private Schulen zu 100 Prozent öffentlich gefördert werden und Eltern frei wählen können, welchem System sie ihre Kinder anvertrauen, dann wird die Nachfrage die Qualität der Lehre voranbringen.“ Länder wie Norwegen, die sich diesem Wettbewerb stellten, seien sehr erfolgreich in Sachen innovativer Bildung.

Prof. Dr. Burghard Hermeier betonte die Rolle der Hochschulen als Impulsgeber der Wirtschaft. Um die Herausforderungen von Industrie 4.0 in Chancen zu verwandeln, müssten die Durchlässigkeit der Bildungswege und die dualen Formate weiter ausgebaut werden. So könne es gelingen, auch ältere oder bildungsferne Menschen erfolgreich zu integrieren. Wichtig sei auch, die Grundlagen der Digitalisierung von Anfang an zu unterrichten und die Studienprogramme entsprechend anzupassen. „Damit haben wir an der FOM Hochschule bereits angefangen, denn wir möchten, dass unsere Studierenden verstehen, wie Algorithmen funktionieren, wie intelligente Systeme arbeiten und wie man damit erfolgreich arbeiten und sein Leben gestalten kann.“ Beim anschließenden Netzwerken wurden die gezeigten Lösungsansätze intensiv weiter diskutiert.

Das Value Management Forum fand Mitte September an der FOM Hochschule in Frankfurt statt. Prof. Dr. Jochen Vogel, Gründer und CEO, VM Value Management GmbH, lehrt an der FOM und hat die Konferenz-Reihe 2012 mit bisher mehr als 1.000 Teilnehmern ins Leben gerufen.

 

 

 

Lehre, Didaktik und Forschung

36 neue Professoren für kommende Aufgaben vorbereitet

Nicht nur die Erstsemester müssen sich zu Beginn ihres berufsbegleitenden Studiums an der FOM Hochschule erst eingewöhnen, auch für die neuen hauptberuflich Lehrenden gilt es, sich mit den Besonderheiten der Lehre an der FOM vertraut zu machen. Dabei lässt die Hochschule sowohl die bereits zum Professor berufenen als auch die zukünftigen Professoren der FOM nicht allein und lädt sie zu einem Einführungstag nach Essen ein. 36 Frauen und Männer aus ganz Deutschland kamen jetzt zusammen, um Einblicke in Lehre, Didaktik und Forschung an der FOM zu gewinnen.        

Einführungstag für 36 neue FOM Professoren (Foto: Tom Schulte/FOM

„Gute Lehre muss trainiert werden“, betonte FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier, „vor allem wenn es gilt, Berufstätige zu unterrichten, die ihr Studium parallel zu ihrem Job oder ihrer Ausbildung absolvieren und nach einem anstrengenden Arbeitstag in die Vorlesungen und Veranstaltungen kommen.“ Beim Einführungstag wurden die 36 hauptberuflich Lehrenden aus den Hochschulzentren Dortmund, Essen, Frankfurt, Mannheim und München beispielsweise mit den speziellen Didaktikkonzepten der FOM wie „Student Consulting“, „Interaktive Didaktik“ oder „Transferdidaktik“ vertraut gemacht.

Prorektorin Prof. Dr. Sabine Fichtner-Rosada erläuterte den neuen Lehrenden außerdem, wie sie Lernziele und -ergebnisse bestimmen sowie Prüfungsleistungen bewerten. Neben der Didaktik waren auch das umfangreiche Qualitätsmanagement der FOM Hochschule, die Nutzung des Online-Campus sowie das elektronisch unterstützte Prüfungsmanagement wichtige Themen.

Einen wichtigen Part nahm auch der Bereich Forschung an der FOM ein. Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung, stellte die verschiedenen Institute und KompetenzCentren der FOM vor, die eine wichtige Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis bilden. Den neuen Lehrenden bieten sich künftig vielfältige Möglichkeiten, sich am Forschungsprozess an den Hochschulzentren in ganz Deutschland zu beteiligen.

 

EUKO 2017

Tagung nimmt Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kommunikation ins Visier

Welche Rolle spielt die digitale Transformation für die Unternehmenskommunikation? Und was bedeutet digitale Kommunikation für Industrie, Führung und Marketing 4.0? Diese und andere Fragen stehen vom 19. bis 21. Oktober in Frankfurt am Main zur Diskussion. Dort findet 2017 die jährliche Tagung des Forschungsnetzwerkes Europäische Kulturen in der Wirtschaftskommunikation (EUKO) statt. Gastgeberin der Veranstaltung: die FOM Hochschule.

Foto: cofotoisme/Thinkstock
Foto: cofotoisme/Thinkstock


„Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker sind eingeladen, sich über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Unternehmens- und Marketingkommunikation auszutauschen“, umreißt Tagungsleiter Prof. Dr. Marcus Stumpf die Zielsetzung. „Dabei werden sowohl aktuelle Forschungsergebnisse und -projekte präsentiert als auch Beispiele digitaler Transformation und Kommunikation vorgestellt.“

Den Einstieg bildet eine Keynote von Nico Reinhold. Der Head of Social Media & Films der Deutschen Bank AG berichtet, wie das Unternehmen ein neues Storytelling-Format für die Content-Strategie entwickelt und realisiert hat. Es folgen fünf Tracks mit Vorträgen zu den Themen „Grundlagen der digitalen Transformation und Kommunikation“, „Industrie, Arbeit, Führung und Marketing 4.0“, „Compliance und rechtliche Konsequenzen digitaler Kommunikation“, „Ausprägungen digitaler Kommunikation“ sowie „Beispiele digitaler Transformation und Kommunikation“. Zudem ist eine Mittagspause mit Posterpräsentationen vorgesehen. Dabei geht es u.a. um Text Mining, Chat-Coaching und digitale Assistenzsysteme.

Die EUKO 2017 findet vom 19. bis 21. Oktober in der FOM Hochschule in Frankfurt am Main statt (Franklinstr. 52, 60486 Frankfurt). Das komplette Programm ist dem PDF-Flyer zu entnehmen. Weitere Informationen sind unter www.fom.de/EUKO2017 zu finden.

Zwischen Immobilienmarkt und finanziellem Wohlbefinden

ifes Wissenschaftler präsentieren Forschungsergebnisse auf Veranstaltungen in Breslau

Die Gesellschaft für Klassifikation trifft sich 2017 in Breslau: Am 26. September lädt sie gemeinsam mit der polnischen Gesellschaft zum German-Polish Seminar on Data Analysis and Applications, einen Tag später startet die European Conference on Data Analysis. Auf beiden Veranstaltungen ist die FOM Hochschule durch Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke vertreten. Die Wissenschaftler, die sich sowohl am ifes Institut für Empirie & Statistik als auch am isf Institut für Strategic Finance engagieren, sprechen über die Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt, Methoden zur Berechnung des Value at Risk sowie über das subjektive finanzielle Wohlbefinden. Die Vorträge basieren zum Teil auf Masterarbeiten, deren Ergebnisse im Anschluss auch publiziert werden sollen.

Die Gesellschaft für Klassifikation trifft sich in Breslau.
Die Gesellschaft für Klassifikation trifft sich in Breslau.

Die Grundlage für den eingeladenen Vortrag „Evaluation of selected models for Value-at-Risk calculation“ beim German-Polish-Seminar hat Prof. Dr. Gehrke gemeinsam mit Prof. Dr. Karsten Lübke und der FOM Absolventin Vanessa Bormann geschaffen. Zusammen haben sie neuere und traditionelle Modelle zur VaR-Kalkulation miteinander verglichen – darunter CAViaR und HAR-QREG sowie RiscMetrics und GARCH (1,1). Als Untersuchungsprobe nutzten sie MDAX und CDAX für den deutschen Kapitalmarkt, Gold, Öl, Weizen und Mais für alternative Investments sowie den Kurs von Euro und US-Dollar für den Devisenmarkt.

Auf der „European Conference on Data Analysis“ geht Prof. Dr. Gehrke der Frage nach, ob sich Blasen in der Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt befinden. Dazu hat er zusammen mit FOM Absolvent Thomas Mayer geforscht. „Wir haben analysiert, wie sich die Preise von Eigentumswohnungen zu Mietpreisen vergleichbarer Immobilien verhalten“, erläutert der ifes-Wissenschaftler. „Zum Einsatz kam dabei eine erweiterte Version des Dickey-Fuller-Tests mit dem gezeigt werden kann, ob Signifikanz für Preisblasen vorliegt.“

Das subjektive finanzielle Wohlbefinden steht im Zentrum des Vortrags von Prof. Dr. Lübke. Zusammen mit Prof. Dr. Thomas Christiaans und Julia Richenhagen hat er sich mit der Frage beschäftigt, welche Faktoren dieses Wohlbefinden beeinflussen. Zur Beantwortung haben sie moderne datenanalytische Verfahren verwendet. Die Datengrundlage wurde durch FOM Studierende im Rahmen der Weihnachtsumfrage unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser, stellv. Direktor des ifes, geschaffen.

Statistische Woche 2017

Prof. Dr. Gehrke und Prof. Dr. Lübke stellen neue Didaktik der Statistik-Vorlesungen vor

Beeinflussen verschiedene Benutzeroberflächen die Akzeptanz von R? Mit dieser Frage haben sich Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke vom ifes Institut für Empirie & Statistik in einem Quasi-Experiment auseinandergesetzt. Ihre Ergebnisse präsentieren die beiden FOM Wissenschaftler Mitte September in Rostock. Dort findet in der Hansestadt die Statistische Woche statt – ausgerichtet von der Deutschen Statistischen Gesellschaft, dem Verband Deutscher Städtestatistiker und der Deutschen Gesellschaft für Demographie.

Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke
Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke


„Im Zentrum unseres Quasi-Experiments standen die beiden Benutzeroberflächen mosaic und Rcmdr“, erläutert Prof. Dr. Gehrke. „Rcmdr ist eine menügesteuerte grafische Benutzeroberfläche für R, während mosaic ein von Hochschuldidaktikerinnen und -didaktikern entwickelter Ansatz für die statistische Lehre mit R ist, der Simulation und Randomisierung zum konzeptionellen Verständnis statistischer Inferenz nutzt.“ Zum Einsatz kamen beide Oberflächen bei Lehrveranstaltungen für berufsbegleitende Studierende der FOM. In allen Master-Programmen der Hochschule ist die Nutzung von R nämlich verpflichtend für sämtliche statistischen Lehrveranstaltungen, und dank eines Wechsels im Studienverlauf konnte die entsprechende Veranstaltung zweifach in einem Semester angeboten werden – einmal mit Rcmdr und einmal mit mosaic.