Newsroom

Newsarchiv

Informieren Sie sich über Aktuelles in:

Timeline

Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 mit Muße begegnen

Prof. Dr. Schönfelder über neue Potenziale eines soziologischen Konstruktes

Sein Ziel: Momente der Muße stärker in den betrieblichen Kontext zu setzen. Sein Mittel zum Zweck: ein Buch mit dem Titel Muße – Garant für unternehmerischen Erfolg. Die Rede ist von Prof. Dr. Christoph Schönfelder, seines Zeichens Lehrender am FOM Hochschulzentrum in Dortmund sowie Experte für Personal- und Organisations-entwicklung. „Überforderung, Stress und Burn-out sind die Symptome einer Arbeitswelt 4.0, die uns ins Hamsterrad der Routine steckt und gleichzeitig für Dynamisierung, unternehmerische Ambidextrie, Mehrdeutigkeit, Prosumentenschaft und Führungstransformation steht“, erklärt er. „Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, brauchen wir das, was ich Zukunftskompetenzen nenne: strukturelle Offenheit beispielsweise oder den Freimut, neue Dinge ohne Angst auszuprobieren. Muße hilft uns, diese Kompetenzen aufzubauen.“

Er definiert Muße als einen Zustand, in dem kein Handlungsdruck und gleichzeitig Raum für zweckfreie Wahrnehmung besteht. „Kinder erschließen sich auf diese Weise die Welt: Ganz ohne Druck beobachten sie, spielen oder experimentieren. In unserem Arbeitsalltag bleibt dafür meist keine Zeit…“ Prof. Dr. Schönfelder plädiert dafür, sich diese Zeit in Zukunft verstärkt zu nehmen. Also zwischen klingelndem Telefon und kontinuierlich eingehenden E-Mails innerlich einen Schritt zurückzutreten und bewusst beobachten. Für ihn steht sogar fest: „Wer das umfassende Potenzial der Muße nicht nutzt, wird die unternehmerischen Herausforderungen nicht meistern und vom Markt verschwinden. Der chancennutzende Umgang mit disruptiven Marktinnovationen wird ohne Muße nicht gelingen. Auch die zukünftigen Aufgaben der Führung – Innovation, Mitarbeitendencoaching, Sinnstiftung und Vernetzung – werden ohne das Potenzial nicht authentisch erlernt und gelebt.“

Prof. Dr. Schönfelders Buch „Muße – Garant für unternehmerischen Erfolg“ ist im Verlag Springer Fachmedien Wiesbaden erschienen. Es nähert sich dem Begriff sowohl theoretisch als auch empirisch und enthält darüber hinaus konkrete Handlungsempfehlungen.

Bundestagswahl: Hochschule befragt rund 350 wahlberechtigte Frauen und Männer aus Dortmund

Für Dortmunder ist Kampf gegen Altersarmut wichtig

Ginge es nach den Dortmunderinnen und Dortmundern, stände die Bekämpfung der Altersarmut bei einer neuen Bundesregierung an erster Stelle auf der To-Do-Liste. 67,2% der Befragten nannten dieses Problem als wichtigste Aufgabe für die Politiker in Berlin. Die Erhöhung der Renten (63,5%), mehr Investitionen in Bildung (51,9%) und die konsequentere Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern (48,4%) belegten auf der Wunschliste der Wahlberechtigten ebenfalls vordere Plätze. Die Erhöhung des Mindestlohnes (34,5%), die Verbesserung des Gesundheitssystems (39,4%) und der Umweltschutz (34,2%) landeten dagegen eher im Mittelfeld der wichtigsten Themen.  

Studierende der FOM Hochschule in Dortmund befragten rund 350 Wählerinnen und Wähler aus Dortmund, quotiert nach Alter und Geschlecht gemäß der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für 2017. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser führten sie „Face-to-Face-Interviews“ durch. Gefragt wurde, welche Themen eine neue Bundesregierung nach der Wahl im September 2017 unbedingt angehen sollte.

Unterteilung nach Einkommen und Geschlecht

Interessant sind die Ergebnisse besonders dann, wenn man betrachtet, welche Einkommensgruppen der Bevölkerung welche Themenschwerpunkte nannten. Während die Bekämpfung der Altersarmut von 80% Befragten mit einem gesamten Haushaltsnettoeinkommen unter 1500,- Euro als wichtigste Aufgabe genannt wurde, waren es bei den befragten Dortmunderinnen und Dortmundern mit einem gesamten Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 5000,- Euro „nur“ 57,1%.  Ebenso deutlich war der Unterschied beim Thema „Konsequente Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern“: rund 71,4% der Befragten mit einem HH-Netto über 5000,- nannten dies als wichtige Aufgabe. Bei den Befragten mit einem HH-Netto unter 1500,- Euro waren es nur 44%.

Noch deutlicher war der Unterschied beim Thema Umweltschutz. Bei den Geringverdienern wünschten 60% der Befragten, dass hier mehr getan werden müsste, bei den Befragten mit hohem Einkommen waren es gerade einmal 21,4%.

Dass das Thema „Bessere Förderung von Frauen“ eher ein Thema für Frauen als für Männer ist, zeigte auch die Analyse der Umfrageergebnisse nach Geschlechtern getrennt. Rund 54% der Dortmunderinnen halten das Thema Frauenförderung für dringlich, bei den Männern waren es hingegen gerade einmal 13%.

Entwicklungszusammenarbeit

Der Marshall Plan mit Afrika war Thema beim Afro-Ruhr-Festival

Wie ist der Marshall Plan mit Afrika zu bewerten, den Dr. Gerd Müller Anfang 2017 vorstellte? Und welche Auswirkungen wird das 10-Punkte-Konzept des Bundesentwicklungsministeriums haben? Diese Fragen standen im Zentrum einer Diskussionsrunde beim Afro-Ruhr-Festival in Dortmund. Auf dem Podium nahmen Platz: Dr. Asfa-Wossen Asserate (Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus sowie Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten), der ehemalige Journalist und Kritiker klassischer Entwicklungszusammenarbeit Kurt Gerhardt und Prof. Dr. Estelle Herlyn, wissenschaftliche Leiterin des KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung an der FOM Hochschule. Moderiert wurde der Austausch von der Journalistin der Deutschen Welle Elizabeth Shoo.

Prof. Dr. Estelle Herlyn (Foto: Tom Schulte)
Prof. Dr. Estelle Herlyn (Foto: Tom Schulte)

In einer Sache waren sich die Diskussionsteilnehmenden einig: Der Marshall Plan mit Afrika stellt einen völlig neuartigen Ansatz der Entwicklungszusammenarbeit dar und ist positiv zu bewerten. „Neu ist die starke Einbindung des Privatsektors und damit der Unternehmen“, stellte Prof. Dr. Herlyn eine Besonderheit heraus. „Ein Kernaspekt ist zum Beispiel die Verbesserung der Investitionsbedingungen durch die staatliche Seite über Hermesbürgschaften, günstige Kredite sowie die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen.“

Kritisch bewertete die FOM Expertin dagegen die große, noch offene Frage, wie der notwendige Infrastrukturaufbau zu finanzieren ist. Zudem gab sie zu bedenken, dass das Risiko des anhaltend hohen Bevölkerungswachstums nicht thematisiert werde. „Bis 2050 wird sich die Bevölkerung Afrikas von heute 1,2 auf ca. 2,5 Milliarden verdoppeln. Die Rolle von Sozialsystemen muss in diesem Zusammenhang thematisiert werden“, so Prof. Dr. Herlyn.

Übrigens: Wer sich intensiver mit den Plänen des Bundesentwicklungsministers auseinandersetzen möchte, hat seit Ende Juni Gelegenheit dazu. In seinem neuem Buch Unfair! Für eine gerechte Globalisierung stellt Dr. Gerd Müller seinen Ansatz ausführlich vor und plädiert für eine ökosoziale Marktwirtschaft mit weltweiten ökologischen und sozialen Mindeststandards für einen globalen Markt. Prof. Dr. Herlyn war – nach vorheriger Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten – in den Entstehungsprozess des Buches eingebunden.

Erst informieren, dann entscheiden

Dortmunder Hochschulteam lässt vor kommendem Semesterstart keine Fragen offen

An der FOM Hochschule in Dortmund laufen die Vorbereitungen für den Semesterstart Ende August. Im neuen Hochschulzentrum an der Stadtkrone Ost bietet die FOM zum kommenden Wintersemester für Auszubildende und Berufstätige wieder verschiedene Bachelor- und Master-Studiengänge an.

Neuer, moderner Hörsaal an der FOM in Dortmund (Foto: Tom Schulte/FOM)

Business Administration, Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie, Gesundheits- und Sozialmanagement sowie Marketing & Digitale Medien können zum Beispiel im berufsbegleitenden Bachelor-Bereich belegt werden. Der neue Studiengang Wirtschaftspsychologie & Consulting und auch der MBA gehören unter anderem zum Angebot des Master-Programms an der FOM.    

„Bevor sich Studieninteressierte für einen Studiengang anmelden, können sie sich bei uns im Hochschulzentrum über die verschiedenen Angebote ausführlich informieren“, so Keare Han, Geschäftsleiterin der FOM in Dortmund. „Dazu gibt es die monatlichen kostenlosen Infoveranstaltungen und wir bieten individuelle, persönliche Beratungsgespräche an.“

Die nächsten Info-Termine auf einen Blick:

Bachelor-Ingenieur-Studium: 13. Juli, 18 Uhr

Bachelor-Studium: 1. August, 18 Uhr                      

Master-Studium: 11. Juli und 8. August, 18 Uhr
jeweils FOM Hochschulzentrum, Stadtkrone Ost, Lissaboner Allee 7, 44269 Dortmund

Für Terminvereinbarungen und weitere Infos: 0231 286808-32 und studienberatung@fom.de

Vorlesungen, Seminare und Studienberatung an der Stadtkrone Ost / eufom ab 2018

FOM Dortmund jetzt im neuen Hochschulzentrum

„Wir sind sehr froh, unseren Studierenden nun ein neues attraktives Lehr- und Lernumfeld anbieten zu können.“ Für Christian Kwiatkowski, Gesamtgeschäftsleiter des Dortmunder FOM Hochschulzentrums und sein Hochschulteam, ist diese letzte Juni-Woche ein Meilenstein in der Geschichte der FOM in Dortmund. Jetzt finden die ersten Vorlesungen auf dem neuen FOM Hochschul-Campus an der Stadtkrone Ost statt. Nach gut einjähriger Bauzeit ist das moderne Hochschulzentrum an der Lissaboner Allee fertiggestellt. Ab dem Wintersemester 2018 wird dort auch die eufom Business School ihr Zuhause haben und Vollzeitstudiengänge mit internationaler Ausrichtung anbieten. 

Das neue FOM Hochschulzentrum Dortmund an der Stadtkrone Ost (Foto: Tom Schulte/FOM)


„Mehr als 3000 Quadratmeter Fläche steht unseren Professoren, Dozenten und Studierenden nun für Lehre und Forschung zur Verfügung“, so Kwiatkowski. „Verteilt auf zwei Etagen befinden sich 18 Hörsäle, Seminar- und Aufenthaltsräume, eine Bibliothek sowie Büros für die Geschäftsleitung und Beschäftigten der Hochschule.“ Die Hörsäle und Seminarräume sind mit modernster Technik wie Beamer, Großbildschirmen sowie Computer- und WLAN-Anbindung ausgestattet.

„Das Dortmunder Hochschulzentrum hat sich in den vergangenen 12 Jahren sehr gut entwickelt“, betont Geschäftsleiterin Keare Han. „Die Studierendenzahlen sind gestiegen, so dass wir in unserem bisherigen Hochschulzentrum am Rheinlanddamm an Kapazitätsgrenzen gestoßen sind.“ Aktuell sind mehr als 2.000 Studierende an der FOM in Dortmund eingeschrieben, womit die FOM zu einem festen Bestandteil der Dortmunder Hochschullandschaft geworden ist.

Zahlreiche Parkplätze in direkter Nähe zum neuen Hochschulzentrum sorgen für eine problemlose Anreise. Auch wer nicht mit dem eigenen Auto zu Vorlesungen und Seminaren kommt, ist mit dem ÖPNV gut versorgt. „Mit der U-Bahn und zwei Buslinien erreichen die Studierenden problemlos Innenstadt und Hauptbahnhof“, so Christian Kwiatkowski.

Die FOM Hochschule startete in Dortmund mit dem Studienbetrieb im Jahr 2005 – damals mit gerade 30 Studierenden. „Inzwischen können wir interessierten Auszubildenden und Berufstätigen aus Dortmund und der Region Bachelor- und Master-Studiengänge in allen acht Hochschulbereichen der FOM anbieten: Wirtschaft & Management, Wirtschaft & Psychologie, Wirtschaft & Recht, IT Management, Ingenieurwesen, Gesundheit & Soziales, Offene Hochschule und Duales Studium“, so Geschäftsleiterin Keare Han.