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BVB-Chef Watzke kam zur Campus-Eröffnung

Offizieller FOM Festakt an der Stadtkrone Ost

Mehr als 130 Studierende, Vertreter der Dortmunder Wirtschaft, dazu Hochschulleitung, Dozenten und Professoren – mit der feierlichen Eröffnung des neuen Campus an der Lissaboner Allee hat die FOM Hochschule Dortmund nun auch offiziell ihre neuen Räumlichkeiten bezogen. Auf einer Gesamtfläche von rund 3.000 Quadratmetern haben Studierende und Lehrende nun genug Platz für Forschung, Studium und Lehre.

BVB-Chef Watzke im neuen Campus an der Stadtkrone Ost (Foto: Georg Lukas/FOM

„Mit der feierlichen Eröffnung beginnt für die FOM und das Hochschulleben in der Westfalenmetropole ein neuer Abschnitt“, sagte FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier. „Wir haben für unsere berufsbegleitend Studierenden ein modernes und funktionales Hochschulzentrum geschaffen, in dem sie sich wohlfühlen können.“

Schon seit einigen Wochen finden Vorlesungen und Seminare in der neuen FOM Heimat an der Stadtkrone Ost statt. „Hell, modern, technisch auf dem neuesten Stand und gut zu erreichen“, das Feedback der Dortmunder Studierenden ist durchweg positiv.

Ein Bild vom neuen Dortmunder FOM Campus machte sich auch der Vorstandsvorsitzende von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke. Trotz englischer Woche und des Auswärtsspiels von Borussia Dortmund beim Hamburger SV hielt Watzke die Festrede und gratulierte der FOM zur neuen Hochschulheimat.  

Auch Stadt und Wirtschaft freuen sich über den neuen Campus: „Das Hochschulzentrum der FOM an der Stadtkrone Ost ist ein Gewinn für Dortmund, aber ganz besonders für die Auszubildenden und Berufstätigen, die hier neben ihrem Job Bachelor- und Master-Studiengänge absolvieren“, sagte Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Für die aktuell mehr als 2.000 Studierenden stehen nun 20 Hörsäle und Seminarräume zur Verfügung. Auf den beiden Etagen befinden sich außerdem eine Bibliothek sowie Büros für die Geschäftsleitung und Beschäftigten der Hochschule. Die FOM Hochschule startete in Dortmund mit dem Studienbetrieb im Jahr 2005 und hatte ihr Hochschulzentrum seitdem am Rheinlanddamm. 

Festakt in der neuen Dortmunder FOM Heimat: Prof. Dr. Michael Göke, wissenschaftlicher Studienleiter; Mark Moser, Geschäftsführer Steuerung Hochschulzentren; Prof. Dr. Burghard Hermeier; Thomas Westphal; Hans-Joachim Watzke; Christian Kwiatkowski, Geschäftsleitung FOM Dortmund; Keare Han, Geschäftsleitung FOM Dortmund (v.l./Foto: Georg Lukas/FOM)

Lehre, Didaktik und Forschung

36 neue Professoren für kommende Aufgaben vorbereitet

Nicht nur die Erstsemester müssen sich zu Beginn ihres berufsbegleitenden Studiums an der FOM Hochschule erst eingewöhnen, auch für die neuen hauptberuflich Lehrenden gilt es, sich mit den Besonderheiten der Lehre an der FOM vertraut zu machen. Dabei lässt die Hochschule sowohl die bereits zum Professor berufenen als auch die zukünftigen Professoren der FOM nicht allein und lädt sie zu einem Einführungstag nach Essen ein. 36 Frauen und Männer aus ganz Deutschland kamen jetzt zusammen, um Einblicke in Lehre, Didaktik und Forschung an der FOM zu gewinnen.        

Einführungstag für 36 neue FOM Professoren (Foto: Tom Schulte/FOM

„Gute Lehre muss trainiert werden“, betonte FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier, „vor allem wenn es gilt, Berufstätige zu unterrichten, die ihr Studium parallel zu ihrem Job oder ihrer Ausbildung absolvieren und nach einem anstrengenden Arbeitstag in die Vorlesungen und Veranstaltungen kommen.“ Beim Einführungstag wurden die 36 hauptberuflich Lehrenden aus den Hochschulzentren Dortmund, Essen, Frankfurt, Mannheim und München beispielsweise mit den speziellen Didaktikkonzepten der FOM wie „Student Consulting“, „Interaktive Didaktik“ oder „Transferdidaktik“ vertraut gemacht.

Prorektorin Prof. Dr. Sabine Fichtner-Rosada erläuterte den neuen Lehrenden außerdem, wie sie Lernziele und -ergebnisse bestimmen sowie Prüfungsleistungen bewerten. Neben der Didaktik waren auch das umfangreiche Qualitätsmanagement der FOM Hochschule, die Nutzung des Online-Campus sowie das elektronisch unterstützte Prüfungsmanagement wichtige Themen.

Einen wichtigen Part nahm auch der Bereich Forschung an der FOM ein. Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung, stellte die verschiedenen Institute und KompetenzCentren der FOM vor, die eine wichtige Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis bilden. Den neuen Lehrenden bieten sich künftig vielfältige Möglichkeiten, sich am Forschungsprozess an den Hochschulzentren in ganz Deutschland zu beteiligen.

 

Zwischen Immobilienmarkt und finanziellem Wohlbefinden

ifes Wissenschaftler präsentieren Forschungsergebnisse auf Veranstaltungen in Breslau

Die Gesellschaft für Klassifikation trifft sich 2017 in Breslau: Am 26. September lädt sie gemeinsam mit der polnischen Gesellschaft zum German-Polish Seminar on Data Analysis and Applications, einen Tag später startet die European Conference on Data Analysis. Auf beiden Veranstaltungen ist die FOM Hochschule durch Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke vertreten. Die Wissenschaftler, die sich sowohl am ifes Institut für Empirie & Statistik als auch am isf Institut für Strategic Finance engagieren, sprechen über die Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt, Methoden zur Berechnung des Value at Risk sowie über das subjektive finanzielle Wohlbefinden. Die Vorträge basieren zum Teil auf Masterarbeiten, deren Ergebnisse im Anschluss auch publiziert werden sollen.

Die Gesellschaft für Klassifikation trifft sich in Breslau.
Die Gesellschaft für Klassifikation trifft sich in Breslau.

Die Grundlage für den eingeladenen Vortrag „Evaluation of selected models for Value-at-Risk calculation“ beim German-Polish-Seminar hat Prof. Dr. Gehrke gemeinsam mit Prof. Dr. Karsten Lübke und der FOM Absolventin Vanessa Bormann geschaffen. Zusammen haben sie neuere und traditionelle Modelle zur VaR-Kalkulation miteinander verglichen – darunter CAViaR und HAR-QREG sowie RiscMetrics und GARCH (1,1). Als Untersuchungsprobe nutzten sie MDAX und CDAX für den deutschen Kapitalmarkt, Gold, Öl, Weizen und Mais für alternative Investments sowie den Kurs von Euro und US-Dollar für den Devisenmarkt.

Auf der „European Conference on Data Analysis“ geht Prof. Dr. Gehrke der Frage nach, ob sich Blasen in der Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt befinden. Dazu hat er zusammen mit FOM Absolvent Thomas Mayer geforscht. „Wir haben analysiert, wie sich die Preise von Eigentumswohnungen zu Mietpreisen vergleichbarer Immobilien verhalten“, erläutert der ifes-Wissenschaftler. „Zum Einsatz kam dabei eine erweiterte Version des Dickey-Fuller-Tests mit dem gezeigt werden kann, ob Signifikanz für Preisblasen vorliegt.“

Das subjektive finanzielle Wohlbefinden steht im Zentrum des Vortrags von Prof. Dr. Lübke. Zusammen mit Prof. Dr. Thomas Christiaans und Julia Richenhagen hat er sich mit der Frage beschäftigt, welche Faktoren dieses Wohlbefinden beeinflussen. Zur Beantwortung haben sie moderne datenanalytische Verfahren verwendet. Die Datengrundlage wurde durch FOM Studierende im Rahmen der Weihnachtsumfrage unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser, stellv. Direktor des ifes, geschaffen.

Statistische Woche 2017

Prof. Dr. Gehrke und Prof. Dr. Lübke stellen neue Didaktik der Statistik-Vorlesungen vor

Beeinflussen verschiedene Benutzeroberflächen die Akzeptanz von R? Mit dieser Frage haben sich Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke vom ifes Institut für Empirie & Statistik in einem Quasi-Experiment auseinandergesetzt. Ihre Ergebnisse präsentieren die beiden FOM Wissenschaftler Mitte September in Rostock. Dort findet in der Hansestadt die Statistische Woche statt – ausgerichtet von der Deutschen Statistischen Gesellschaft, dem Verband Deutscher Städtestatistiker und der Deutschen Gesellschaft für Demographie.

Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke
Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke


„Im Zentrum unseres Quasi-Experiments standen die beiden Benutzeroberflächen mosaic und Rcmdr“, erläutert Prof. Dr. Gehrke. „Rcmdr ist eine menügesteuerte grafische Benutzeroberfläche für R, während mosaic ein von Hochschuldidaktikerinnen und -didaktikern entwickelter Ansatz für die statistische Lehre mit R ist, der Simulation und Randomisierung zum konzeptionellen Verständnis statistischer Inferenz nutzt.“ Zum Einsatz kamen beide Oberflächen bei Lehrveranstaltungen für berufsbegleitende Studierende der FOM. In allen Master-Programmen der Hochschule ist die Nutzung von R nämlich verpflichtend für sämtliche statistischen Lehrveranstaltungen, und dank eines Wechsels im Studienverlauf konnte die entsprechende Veranstaltung zweifach in einem Semester angeboten werden – einmal mit Rcmdr und einmal mit mosaic.

FOM Forschender auf Tokio-Reise

Prof. Dr. Karsten Lübke war als Referent auf wissenschaftlichen Veranstaltungen in Japan vertreten

Prof. Dr. Karsten Lübke, Lehrender der FOM in Dortmund und Wissenschaftler am ifes Institut für Empirie & Statistik, war als Referent auf zwei internationalen Tagungen in Japan vertreten. Auf beiden Veranstaltungen stellte er Arbeiten vor, die er gemeinsam mit anderen Forschenden der Hochschule durchgeführt hat.

Lag auf Prof. Dr. Lübkes Weg zu den Veranstaltungen: der buddhistische Tempel Sengakuji.
Lag auf Prof. Dr. Lübkes Weg zu den Veranstaltungen: der buddhistische Tempel Sengakuji.


Erste Station war die Conference of the Internationel Federation of Classification Societies in Tokio. Hier sprach Prof. Dr. Lübke über „Benchmarking classification of stock performance by corporate performance measures – insights from different modelling techniques“. An diesem Thema arbeitet er gemeinsam mit Prof. Dr. Roland Wolf vom isf Institute for Strategic Finance & Prof. Dr. habil. Sebastian Sauer vom iwp Institut für Wirtschaftspsychologie. Im Zentrum des Vortrages stand die Generalisierbarkeit von (statistischen) Ergebnissen bzw. ihre Übertragbarkeit auf andere Märkte oder Zeiten. „Ein Punkt, der in der Praxis von großer Bedeutung ist“, wie Prof. Dr. Lübke betonte, „und den wir auf Basis von Performance-Kennzahlen börsennotierter Unternehmen aus Deutschland, Polen und Japan im Zeitraum 2010 bis 2015 beleuchtet haben.“

Die zweite Veranstaltung fand ebenfalls in Tokio statt. Der Name: “6th Japanese and German Symposium on Classification”. Als einer von insgesamt acht deutschen Teilnehmenden präsentierte der FOM Wissenschaftler dort ein Projekt, an dem er mit Prof. Dr. Oliver Gansser arbeitet, dem stellvertretenden Direktor des ifes. Unter dem Titel „Components, Cluster and Correspondence (?): A data driven approach to consumer behaviour segmentation“ ging Prof. Dr. Lübke ein auf die Ergebnisse und die statistische Methodik der Datenanalyse zur Sommerumfrage der FOM Hochschule.

Zurück in Deutschland fällt der ifes-Experte ein positives Urteil zu seiner Tokio-Reise. „Der Besuch der beiden Tagungen war ein voller Erfolg“, so Prof. Dr. Lübke. „Hochkarätige Forscher, internationale Sichtbarkeit, intensiver Austausch – und die FOM mittendrin.“