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Neugierde auf die Arbeitswelt von morgen ist groß

Erfolgreiche Premiere an der FOM: New Work bewegt Bremen

New Work Bremen FOM Manuela Kesselmann Referententeam
Das Referententeam des 1. New Work-Forum der FOM in Bremen (Foto: FOM)

Agile Arbeitsformen, Selbstorganisation, individuelle Potenzialentfaltung: Die Digitalisierung verändert bestehende Arbeitsstrukturen in einem rasanten Tempo. Wie die Arbeitswelt auf diesen massiven Kurswechsel reagiert, davon wollten sich über 140 Teilnehmer in der Handelskammer Bremen beim ersten New Work-Forum der FOM Hochschule überzeugen.

Die Veranstaltung hatte gerade erst begonnen, da erfuhren die zahlreichen Premieren-Teilnehmer im altehrwürdigen Haus Schütting bereits den ersten Dämpfer: „Ein Patentrezept für den richtigen Umgang mit New Work gibt es nicht“, waren sich Joachim Mannherz und Christian Diestelkamp einig. Beide sind Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung der abat AG, ein SAP-Dienstleister aus Bremen. Sie sind wahre New Work-Pioniere, schließlich praktizieren sie gewisse Ansätze bereits seit 1998. So tragen bei der abat AG sämtliche Mitarbeiter einen Teil der Verantwortung für das Unternehmen und somit das gesamte Team. Konkret bedeutet es, dass unter anderem jedes Team-Mitglied eigenständig Kauf-Entscheidungen bis zu einer Summe von 500.000 Euro treffen darf. Angst vor unkonventionellen und möglicherweise verlustreichen Impulsen haben Mannherz und Diestelkamp trotzdem nicht, da sie auf das Grundprinzip „gesunder Menschenverstand“ vertrauen.

Ist ein Unternehmen, das von Mitarbeitenden selbst reguliert wird, Zukunftsmusik? Für Organisatorin und FOM Dozentin Prof. Dr. Dr. Manuela Kesselmann ist dies keine Vision: „Wichtig ist in erster Linie, dass Unternehmen nur auf sich schauen und herausfinden, welche New Work-Ideen zur eigenen DNA passen. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand.“ Erstmal nur auf sich schauen – das taten auch die Teilnehmer. Nach mehreren Kurzvorträgen und angeregten Diskussionen, fanden sie sich in Dreiergruppen zusammen und lernten sich näher kennen. „Absolute Offenheit und die Bereitschaft einander zuzuhören“ war dabei die Prämisse, die von Claudia Schrader, Gründerin von sensingLEADER und New Work-Referentin vorgegeben und von den Anwesenden rasch umgesetzt wurde.

Um nicht nur mit spannenden Ideen, sondern auch dem nötigen Handwerkszeug in die jeweiligen Unternehmen zurückzukehren, bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit, an diversen Workshops teilzunehmen. Referentin Andrea Kuhfuß, Kurswechsel Unternehmensberatung, richtete den Fokus auf die zielorientierte Bearbeitung komplexer und komplizierter Aufgaben. Andreas Ulrich, Consultant bei der DB Systel GmbH, stellte eine Grundstruktur vor, um als Führungskraft mit selbstorganisierten Teams Ziele effizient zu erlangen.

Kennenlernen, Austausch und Netzwerken

FOM Bremen als Gastgeber für Technologiepark Uni Bremen e.V.

FOM Hochschule Bremen Marc Förster Technologiepark e.V
Dr. Marc Förster bei der Begrüßung der Teilnehmer (Foto: FOM)

Mitgliederversammlung und Sommerfest des Vereins „Technologiepark Uni Bremen“, in dem auch die FOM Bremen Mitglied ist, fanden diesmal am FOM Hochschulzentrum statt. Über 40 Mitglieder waren gekommen und wurden zunächst durch den Vorsitzenden, Joachim Jürgens, und Dr. Marc Förster, Geschäftsleiter der FOM in Bremen, begrüßt.  

Prof. Dr. Nils Schulenburg schloss sich mit seinem Impulsvortrag "Exzellent Präsentieren - Die Psychologie erfolgreicher Ideenvermittlung“ an, ehe die Themen der Mitgliederversammlung besprochen wurden. Pünktlich zum Start des Sommerfestes, setzte dann Regen ein und so wurde das Fest kurzerhand vom Innenhof des Hochschulzentrums auf die Flure verlegt, WM-Übertragung und Kinderbetreuung rundeten das Programm für die anwesenden Mitglieder ab.

FOM Hochschule bündelt Impulse für Arbeitswelt von morgen

Erstes „New Work Forum Bremen“ in der Handelskammer

Die Arbeitswelt steht vor einem radikalen Wandel, der nicht nur Arbeitsprozesse und bestehende Strukturen betrifft, sondern vor allem die Unternehmenskultur. Die FOM Hochschule in Bremen richtet mit dem „1. New Work Forum Bremen“ den Fokus auf die schlummernden Potenziale und die Erfolgsfaktoren zukünftiger Arbeit. Am Donnerstag, 21. Juni, können Interessierte zwischen 9 und 18 Uhr in der Handelskammer Erfahrungsberichten von Unternehmen lauschen, die bereits erfolgreich New Work umsetzen oder in Workshops selbst die Initiative ergreifen.

Neue Grundwerte wie Augenhöhe, Verantwortung und Teilhabe werden in der Arbeitsorganisation zentrale Rollen einnehmen. Auch die Bereiche Führung und Zusammenarbeit müssen künftig neu definiert werden. „Wir wollen Experten, Entscheider und Interessierte zusammenbringen und sowohl einen inspirierenden Austausch zum Thema „New Work“, als auch den Raum für Weiterentwicklung ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Manuela Kesselmann, die an der FOM auch zum Thema Arbeit 4.0 forscht. Die Entscheidung, zugunsten des gemeinsamen Arbeitens auf Frontalvorträge zu verzichten, habe sie daher bewusst getroffen. Da ein Event in dieser Form im Bundesland Bremen zum ersten Mal stattfindet, sieht die Organisatorin den Grundstein für ein zukunftsorientiertes Netzwerk gelegt.

Das „1. New Work Forum Bremen“ beginnt um 9 Uhr im Haus Schütting der Handelskammer am Bremer Marktplatz mit einer Begrüßung durch Geschäftsleiter Dr. Marc Förster. „Wir haben festgestellt, dass sich viele Institutionen in der Hansestadt noch nicht intensiv mit dem Arbeiten von morgen auseinandersetzen. Wir wollen aufzeigen, dass es Akteure gibt, die für das Thema brennen und in der Umsetzung sehr erfolgreich sind“, so Förster. Neben Impulsvorträgen und Beispielen aus dem Bereich Best Practice, sind weitere Experten vor Ort, die zu unterschiedlichen Workshops einladen. „Moderne Führung: Warum Selbstorganisation Entscheider braucht“ oder „Digitale Transformation: was gehört dazu? Ein praxisorientierter Einblick in agile Arbeitsformen, Methoden und Mindsets“ heißen zwei der zahlreichen Praxis-Angebote.

Ausführliche Informationen und der genaue Zeitplan für das „1. New Work Forum Bremen“ sind hier zu finden. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen nimmt Klas Weidemann unter klas.weidemann@fom.de oder 0421 168 932-10 entgegen.

Kompakt:

1. New Work Forum Bremen
„Zukunftsorientierte Impulse für die Arbeitswelt von morgen“
21. Juni, 9 – 18 Uhr
Handelskammer Bremen, Haus Schütting, Am Markt 13, 28105 Bremen

„Arbeitsrechtliches Frühstück“: FOM Hochschule lädt ein

Betriebsrat: Rechte und Pflichten für Unternehmen

FOM Prof. Dr. Tim Jesgarzewski informiert über „Rechte und Pflichten von Betriebsratsmitgliedern, richtiger Umgang mit Mitgliedern des Betriebsrats“ (Foto: FOM)
FOM Prof. Dr. Tim Jesgarzewski informiert über „Rechte und Pflichten von Betriebsratsmitgliedern, richtiger Umgang mit Mitgliedern des Betriebsrats“ (Foto: FOM)

Der Betriebsrat soll als Gremium nicht nur die Interessen der Mitarbeiter vor dem Unternehmen vertreten, sondern ihm obliegen auch weitere Aufgaben. Über Rechte und Pflichten von Betriebsratsmitgliedern und den richtigen Umgang mit diesem Gremium informiert die FOM Hochschule in Bremen im Rahmen des „Arbeitsrechtlichen Frühstücks“ am Dienstag, 12. Juni, ab 9 Uhr.

„Nicht nur der Betriebsrat, sondern jedes seiner Mitglieder genießt eine besondere Rechtsstellung, die ausführlich geregelt ist“, sagt FOM Professor Dr. Tim Jesgarzewski, der bei der Veranstaltung referieren wird. Als Fachanwalt für Arbeitsrecht erklärt er, wie Arbeitgeber und Betriebsrat zum Wohl des Unternehmens und der Mitarbeiter agieren und dabei rechtliche Fauxpas vermeiden können. Der Experte verdeutlicht zudem, warum es nicht nur darum geht als Arbeitgeber rechtssicher zu handeln. „Personalverantwortliche sollten sich unbedingt mit den rechtlichen Besonderheiten auseinandersetzen, da die Gesetze für beide Seiten gelten“, so Jesgarzewski.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Personalverantwortliche. Anmeldungen unter klas.weidemann@fom.de oder 0421 168 932-10.

Kompakt:
Arbeitsrechtliches Frühstück mit Prof. Dr. Tim Jesgarzewski
12. Juni, 9 Uhr
FOM Hochschulzenrum, Linzer Straße 7, 28359 Bremen

Arbeitsrechtliches Frühstück

Praktischer Umgang mit dem Teilzeitrecht

Prof. Dr. Tim Jesgarzewski (Mitte) mit dem Geschäftsleiter der FOM in Bremen, Dr. Marc Förster (rechts) und Gast Dr. Marc Brockmann (links), Geschäftsführer der Lebenshilfe Rotenburg-Verden (Foto: FOM).
Prof. Dr. Tim Jesgarzewski (Mitte) mit dem Geschäftsleiter der FOM in Bremen, Dr. Marc Förster (rechts) und Gast Dr. Marc Brockmann (links), Geschäftsführer der Lebenshilfe Rotenburg-Verden (Foto: FOM).

Teilzeit statt Vollzeit – dieses Arbeitszeitmodell wird immer beliebter. Im Mittelpunkt des „4. Arbeitsrechtlichen Frühstücks“ der FOM in Bremen stand deshalb das Thema Teilzeitrecht. Gerade bei jungen Menschen scheint der Freizeitwert eine große Rolle zu spielen, sodass der rechtliche Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung bzw. nach Reduzierung der Arbeitszeit immer häufiger bei Arbeitgebern angefragt wird. Das bestätigten auch die teilnehmenden Unternehmensvertreter beim offenen Austausch.

Mit der Reduzierung der Arbeitszeit geht die Frage nach passenden Arbeitszeitmodellen einher. Aus Sicht des Arbeitnehmers ist der Wunsch nach Teilzeit nachvollziehbar, denn weniger Arbeit bedeutet mehr Zeit für andere Dinge, doch weniger Arbeitszeit sorgt beim Arbeitgeber oftmals für personelle Engpässe. Im Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte müssen Unternehmen dem Wunsch nach Reduzierung der Arbeitszeit häufig stattgeben, um gute Mitarbeitende nicht zu verlieren. „Wenn Chef und Mitarbeiter sich einig sind, ist Teilzeit eine tolle Sache. Wenn nicht, ist eine genaue Kenntnis der Gesetzeslage erforderlich“, so Referent Prof. Dr. Tim Jesgarzewski. Gerade Betriebe mit personalintensivem Service wie etwa soziale Einrichtungen und Hotels stünden damit vor handfesten Problemen. Hier brauche es findige Lösungen, damit am Ende die Qualität der Dienstleistung nicht leide.