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Enthusiasmus als Grundlage für einen guten Vortrag

„Exzellent Präsentieren“: Nils Schulenburg über die Kunst der Ideenvermittlung

Laut FOM Professor Nils Schulenburg lasse sich mit Körpersprache die Überzeugungskraft steigern (Foto: FOM/Martin Rospek).
Laut FOM Professor Nils Schulenburg lasse sich mit der richtigen Körpersprache die Überzeugungskraft steigern (Foto: FOM/Martin Rospek).

Sie ist fester Bestandteil vieler Hochschul- und Arbeitsalltage: die Präsentation. Allerdings sorgt der Gedanke an den nächsten Vortrag nicht bei jedem für ein wohliges Gefühl in der Magengegend. Woher diese Angst stammt und wie die nächste Präsentation unter Garantie nicht zu einem Desaster wird, erklärt Prof. Dr. Nils Schulenburg in seinem neuen Buch „Exzellent Präsentieren“.

Der Professor für Personal- und Organisationsentwicklung an der FOM Hochschule in Bremen ist im Rahmen seiner Recherche auf eine interessante Statistik gestoßen. Die meisten Menschen fürchten sich demnach nicht vor Spinnen oder Schlangen, sondern davor, frei vor anderen Menschen zu sprechen. „Diese Angst basiert auf Urinstinkten. In unseren Genen ist die Information gespeichert, dass viele Menschen an einem Ort eine potenzielle Gefahr darstellen“, weiß er. Um möglichst Vielen diese Angst zu nehmen, hat er verschiedene Ansätze definiert.

Innere Haltung des Lächelns finden

Der Experte beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit dem Thema „Präsentieren“. In dieser Zeit hat er nicht nur einen fundierten Ansatz für die perfekte Präsentation hergeleitet, sondern auch einen imaginären Werkzeugkoffer entwickelt. Dieser enthält 41 Tools, mit dem jede Präsentation zum Erfolg werden kann. Eine Eigenschaft setzt der Autor allerdings voraus: Enthusiasmus. „Wer nicht für sein Thema brennt, wird es extrem schwer haben“, sagt Schulenburg und ergänzt: „Nur wenn ich selber von meinen Inhalten überzeugt bin, kann der Funke zum Publikum überspringen.“ Er nennt dieses Werkzeug „Innere Haltung des Lächelns finden“. „Es ist wichtig die Unsicherheit in positive Energie umzuwandeln“, erklärt er. Was esoterisch klingt, ist reine Übungssache. Anstatt den Fokus auf negative Aspekte zu legen, müssen sich Präsentierende auf die Stärken konzentrieren. „Machen Sie sich Lust auf Ihr Thema. Fragen Sie sich, was Sie in diesem Kontext ganz persönlich interessiert. Ihre innere Haltung wird sich blitzschnell auf Ihre Zuhörer übertragen“, ergänzt er.

Achsen ausrichten

Ein weiterer wichtiger Tipp trägt den Titel „Achsen ausrichten“. Die Körpersprache spielt in den Überlegungen Schulenburgs eine ganz zentrale Rolle: „Die Augen, die Schultern und die Hüften müssen parallel zueinander stehen. Und auch die Beine sollten einen festen Stand haben. Wer diese Strahlkraft nutzt, kann sich der Aufmerksamkeit seines Publikums sicher sein.“ Der Gedanke dahinter: Wer Sicherheit ausstrahlt, macht es der Hörerschaft leichter, sich auf die Inhalte zu konzentrieren. Dazu gehöre es im Übrigen auch, seinem Gegenüber in die Augen zu schauen. „Viele fragen mich, ob es einen angemessenen Zeitraum für den direkten Blickkontakt gibt. Den gibt es“, sagt er und verrät: „Schauen Sie solange in die Augen, bis der Funke überspringt. Denn mit dem Funken findet auch die Idee ihren Weg zum Publikum.“

Weitere Informationen zu diesem Thema und zu seinem Buch gibt es unter www.exzellent-präsentieren.de zu finden.

Die erfolgreiche Vermittlung von Inhalten und Ideen hängt auch von der inneren Haltung ab (Foto: FOM/Martin Rospek)
Die erfolgreiche Vermittlung von Inhalten und Ideen hängt auch von der inneren Haltung ab (Foto: FOM/Martin Rospek)

Workshop Produktentwicklung

Schüler besuchen Bremer Hochschulzentrum

Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums Grenzstraße besuchten am FOM Hochschulzentrum in Bremen einen Workshop zum Thema „Produktentwicklung“ und bekamen so einen Eindruck in den Hochschulalltag an der Linzer Straße. Durch den Schnuppertag führte Ulrich Plönissen, FOM Dozent und Marketingexperte, mit einer Vorlesung zum Thema Produktinnovationen.

Das Gewinnerteam mit ihren Lehrern und FOM Dozent Ulrich Plönissen (rechts). Foto: FOM
Das Gewinnerteam mit ihren Lehrern und FOM Dozent Ulrich Plönissen (rechts). Foto: FOM

Für die Berufsschüler stand nicht nur Zuhören auf dem Stundenplan – sie sollten in erster Linie selbst aktiv werden. Am Beispiel des „Mini Cooper“ erarbeiteten die Jugendlichen in Gruppen zielgruppenspezifische Produktmodifikationen. „Die verschiedenen Bedürfnisse sollten sich in Design und vor allem in den Funktionen wiederfinden“, so der FOM Dozent. Die Schüler mit dem Siegerauto „Chamäleon“ überzeugten am besten.

Die Zielgruppe des Mini Cooper sind Business Frauen (25-40 Jahre), die nach dem Job auch noch am Abend Spaß haben wollen. Daher statteten die „Produktentwickler für einen Tag“ das Auto mit zahlreichen Features aus. Für den Disco-Gang am Abend wechselt die Farbe des Autos passend zum Outfit der Frau. Um sich besser umziehen und frisch machen zu können, kann die Fahrerin durch das ausfahrende Dach im Fahrzeug stehen. Der Innenraum sollte für den perfekten Rundumblick komplett verspiegelt sein. Mit einer Kleiderbevorratung im Auto sei passende Auswahl garantiert. Minibar mit Prosecco und Parfümdüsen im Auto rundeten das Fahrzeug ab.

„Wo geht die Reise hin?“

Umgang mit Digitalisierung und Big Data im Gesundheitswesen

Die Digitalisierung stellt die Gesundheitsbranche vor erhebliche Herausforderungen. Das war der gemeinsame Tenor der Veranstaltung „Auf dem Weg zur digitalen Arbeitswelt im Gesundheitswesen“ der FOM Hochschule in Bremen. Dass das Interesse an diesem Veränderungsprozess groß ist, zeigte sich an der Teilnehmerzahl, denn der Große Saal im Haus Schütting in der Bremer Handelskammer war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Knapp 100 Interessierte waren gekommen, um sich über die Frage auszutauschen, wie sich der digitale Wandel auf die Anforderungsprofile der Beschäftigten im Gesundheitssektor auswirkt oder welche Rolle die IT-Branche in diesem Kontext übernimmt. „In unserer Praxis sind die Patientenakten natürlich alle digital. Aber wo geht die Reise hin“, fragte Dr. Martin Marschall, Radiologe aus Bremen, und erhoffte sich von seinem Besuch „Inspiration für den Arbeitsalltag.“

Prof. Dr. David Matusiewicz bei seinem Impulsvortrag (Foto: FOM / Martin Rospek)
Prof. Dr. David Matusiewicz bei seinem Impulsvortrag (Foto: FOM / Martin Rospek)

Prof. Dr. David Matusiewicz, Direktor des ifgs Instituts für Gesundheit & Soziales und Dekan der Fakultät für Gesundheit und Soziales an der FOM Hochschule, sprach in seinem Impulsvortrag „Megatrend Digitalisierung in der Arbeitswelt – Bedeutung und Erfolgsfaktoren für die Gesundheitswirtschaft“, über Herausforderungen im Umgang mit Big Data. „Von überall prasseln Informationen auf uns nieder. Doch wir haben eigentlich nie gelernt mit dieser Flut umzugehen – geschweige denn Wichtiges vom Unwichtigen zu trennen“, so Matusiewicz. Andererseits sei die fortschreitende Digitalisierung auch eine Art Segen für die Medizin, allein die Entwicklungen im Bereich Medizininformatik seien sehr aufregend. „Die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) ist im Gesundheitswesen bereits ausgeprägt.“

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion traten die Experten in einen Dialog mit den Besuchern und beantworteten zahlreiche Fragen zum Umgang mit digitalen Prozessen in der betrieblichen Praxis. Der Tenor blieb bis zum Ende der gleiche: „Die Krankenhäuser stehen jetzt vor der wichtigen Frage, in welche Bereiche sie gezielt investieren, um mit der Digitalisierung Schritt zu halten“, so Dr. Lars Timm.

Intensiver Austausch bei der Podiumsdiskussion (Foto: FOM / Martin Rospek)
Intensiver Austausch bei der Podiumsdiskussion (Foto: FOM / Martin Rospek)

Auf dem Podium saßen Dr. med. Peter Kölln (Landesvorsitzender des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V.), Dr. Lars Timm (Regionalgeschäftsführer von AMEOS West), Daniela Wendorff (Krankenhausdirektorin des Klinikums Bremen-Mitte), Thorsten Schönherr (Direktor Direktion Personal, Organisation und IT) und Prof. Dr. Oliver Radke (Chefarzt Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Klinikum Bremerhaven).

#FOMserie

Die Kunst der Organisation

Tanja Kochan hat die Ziellinie bereits im Blick. Doch gerade zur Winterzeit wartet auf ihrem Weg zur staatlich geprüften Steuerberaterin das eine oder andere Hindernis. Denn zum für das Steuerwesen ohnehin turbulenten Dezember, gesellt sich im Januar die Prüfungsphase an der FOM Hochschule in Bremen. Die Steuerfachangestellte studiert parallel zu ihrem Beruf im Master-Studiengang „Taxation.“

Tanja Kochan trotzt der intensiven Prüfungsphase mit positiver Energie: „Ich habe einen Traum und dafür lerne ich gerne.“ (Foto: Marcel Waalkes)
Tanja Kochan trotzt der intensiven Prüfungsphase mit positiver Energie: „Ich habe einen Traum und dafür lerne ich gerne.“ (Foto: Marcel Waalkes)

Ein schriller Weckton unterbricht den noch jungen Sonntagmorgen im Januar in der Östlichen Vorstadt in Bremen. Ein Blick auf den Nachttisch von Tanja Kochan verrät: Es ist 7 Uhr in der Früh. Zu dieser Jahreszeit beginnen viele Sonntage für die 28-Jährige auf diese Weise, denn es ist Prüfungsphase an der FOM Hochschule.

„Insbesondere zwischen den Jahren geraten Familie und Freunde, generell die Freizeit, völlig in den Hintergrund“, sagt Tanja Kochan. Sie befindet sich gerade in einem Vorlesungsraum im Studienzentrum an der Linzer Straße. Ertragssteuerrecht stand heute auf dem Stundenplan, die letzte Vorlesung vor den Prüfungen. Wie jede Vorlesung ist auch diese mit einem Vortrag der insgesamt neun Studierenden gestartet. „Bei diesen Impulsvorträgen nehmen wir alle sehr viel mit. Man muss sich im Vorfeld intensiv mit der Materie auseinander setzen – das hilft im Hinblick auf die anstehenden Klausuren“, sagt sie.

Zurück in der Wohnung: Tanja Kochan sitzt an ihrem Schreibtisch im Arbeitszimmer. Den Blick auf ihr Smartphone spart sie sich mittlerweile. Einladung zum Geburtstag? Absage. Teilnahme an einer in der Hansestadt so beliebten Kohltour? Diesmal nicht. Eine Tasse Kaffee und jede Menge Bücher sind es, die ihre Aufmerksamkeit in vollem Umfang beanspruchen. Neben Gesetzestexten sind es vor allen Dingen Fallbeispiele, die sich auf dem Schreibtisch von Tanja Kochan stapeln. In diesem Fall ist es eine fiktive Betriebsaufgabe: Aufgabebilanz, Überleitungsrechnung, Ermittlung des Aufgabegewinns. Intensive Sonntagslektüre.

In der Hochschule packen ihre Kommilitonen die Sachen zusammen, verabschieden sich aus dem Vorlesungsraum. Tanja Kochan hat sich noch etwas Zeit für ein Gespräch genommen. Selbstverständlich sei diese Zeit mit Anstrengungen verbunden. „Und natürlich würde ich manchmal gerne etwas anderes machen“, sagt die Steuerfachangestellte und ergänzt: „Ich habe einen Traum und dafür lerne ich gerne.“ Ihr Chef hat ihr für die Prüfungszeit eine Woche Urlaub genehmigt. „Ich habe jetzt jeden Tag sechs bis sieben Stunden Zeit, effektiv zu lernen. Ob Sie es glauben oder nicht: Das macht mir richtig Spaß, weil ich Tag für Tag vorankomme. Das ist ein gutes Gefühl.“ Auch in ihrem Arbeitsalltag helfen ihr die Studieninhalte enorm. Durch die Kombination aus Studien- und beruflichen Inhalten gelingt es ihr zunehmend, Zusammenhänge zu verstehen und effizient in der Arbeit mit Kunden anzuwenden. Doch jetzt liegt der Fokus auf den Prüfungen: Denn schon am Samstag geht es los – Ertragssteuerrecht.