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Barbara Baratie vermittelt Führungskompetenz

Identifikation mit dem Unternehmen ist Chefsache

Welchen Stellenwert gute Mitarbeiterführung einnimmt, belegt folgende Statistik: Jährlich entstehen in deutschen Unternehmen finanzielle Schäden in Höhe von insgesamt 123 Milliarden Euro – aufgrund mangelnder Motivation von Mitarbeitenden. Der Grund für diese schwindelerregend hohe Summe ist nach Ansicht der FOM Dozentin Barbara Baratie mangelnde Wertschätzung, die viele Führungskräfte ihren Angestellten entgegenbringen. Wie es gelingt, Mitarbeiter im Sinne des unternehmerischen Erfolges zu motivieren, verriet sie im Rahmen der Sonderveranstaltung „Wertschätzende Mitarbeiterführung“ an der FOM Hochschule in Bremen.

Barbara Baratie, Unternehmensberaterin und FOM Dozentin, unterstützt Führungskräfte dabei Mitarbeiter stärker an das Unternehmen zu binden. (Foto: FOM Hochschule / Martin Rospek)
Barbara Baratie, Unternehmensberaterin und FOM Dozentin, unterstützt Führungskräfte dabei Mitarbeiter stärker an das Unternehmen zu binden. (Foto: FOM Hochschule / Martin Rospek)

Im Durchschnitt ist jeder fünfte Mitarbeiter in deutschen Unternehmen ein Low-Performer – jemand, der emotional nicht mehr an seinen Arbeitgeber und das dazugehörige Kerngeschäft gebunden ist. „Dieser Kollege hat gedanklich schon vor zwei Wochen gekündigt. Und unter dieser Einstellung leiden allgemeine Ziele enorm“, erklärt Barbara Baratie den knapp 60 Führungskräften an der Linzer Straße. Die Verantwortung liegt laut der Unternehmensberaterin allerdings nicht bei den Angestellten: „49 Prozent aller deutschen Führungskräfte demotvieren. An vielen Stellen sitzen echte Nieten“.

„Anleitung zur Demotivation Ihrer Mitarbeiter“ lautet die Überschrift des Papiers, das Barbara Baratie daraufin durch die Sitzreihen reichen lässt. „Geben Sie Ihre Fehler auf keinen Fall zu“, „Reagieren Sie gereizt auf Kritik“ und „Seien Sie kein Vorbild“ lauten einige der Vorschläge. „Es gibt mit Sicherheit Punkte, die auf Ihr Verhalten zutreffen“, sagt sie und blickt wissend in die Runde. Motivierende Mitarbeiterführung sei zwar harte Arbeit, aber kein Hexenwerk. Wer sich aus der Führungsposition heraus an grundlegende Prinzipien des achtungsvollen Miteinanders hält, trage schon eine Menge zu einem gesunden Unternehmensklima bei.

Barbara Baratie sei davon überzeugt, dass es den perfekten Führungsstil gar nicht gibt: „Es ist wichtig, situativ zu führen und sich den Mitarbeitern anzupassen“. Der Fokus sollte vielmehr auf einem respektvollen Umgang liegen, als auf bedingungslosen Profit. Denn Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, identifizieren sich laut Baratie stark mit dem Arbeitgeber und bringen ihre Qualitäten in vollem Umfang ein. Eine Maßnahme können Mitarbeitergespräche sein: „Geben Sie Ihren Mitarbeitern auch die Gelegenheit Sie zu kritiseren oder konkrete Wünsche zu äußern. Das schafft Vertrauen“, resümiert sie und ergänzt: „Ist der Respekt vorhanden, kommt der Erfolg von ganz alleine“.

Kommunikative Kompetenzen fördern

Berufsschüler besuchen Bremer Hochschulzentrum

Prof. Dr. Christina Wilke beim Workshop „Denkfehler“ (Foto: FOM / Martin Rospek)
Prof. Dr. Christina Wilke beim Workshop „Denkfehler“ (Foto: FOM / Martin Rospek)

Regelmäßig begrüßt die FOM Hochschule in Bremen Schülerinnen und Schüler zu einem Workshop-Tag, um deren Soft Skills zu fördern. Im April waren erstmals 35 Berufsschüler des Schulzentrums Grenzstraße zu Gast. Die angehenden Industriekaufleute konnten zwischen den Workshops: „Erfolgreich verhandeln“, „Interkulturelle Kompetenz“, „Wertschätzendes Miteinander“ und „Denkfehler“ wählen.

„Wir möchten die jungen Leute an unseren Workshop-Tagen insbesondere für überfachliche Themen sensibilisieren, denn neben fachlichen Kompetenzen sind auch kommunikative Kompetenzen für das berufliche Vorankommen notwendig“, so Dr. Marc Förster, Geschäftsleiter der FOM in Bremen.

Zum Ende der Veranstaltung hörten die Frauen und Männer den Vortrag „Selbstmarketing“ von FOM Dozent Rolf Siepmann. Er gab den Berufsschülern mit auf den Weg, dass über Erfolg oder Misserfolg im Beruf nicht allein Fachkompetenz und Arbeitsleistung entscheide, sondern auch der eigene Auftritt. Deshalb sei aktive Imagepflege im Berufsalltag wichtig.

1. New Work-Forum am 21. Juni

Zukunftsorientierte Impulse für die Arbeit von Morgen

Die Arbeitswelt befindet sich inmitten eines fundamentalen Wandels. Die Digitalisierung, veränderte Gesellschaftsstrukturen und Werte rücken in der Arbeitswelt 4.0 vermehrt in den Fokus. Welche Auswirkungen hat dieser Wandel auf Unternehmensstrukturen und die Arbeitskultur? Wie können Unternehmen in diesem agilen Umfeld erfolgreich sein und die Potentialentfaltung der Mitarbeiter fördern? Diese und weitere Fragen werden am 21. Juni beim „1. New Work Forum“ der FOM Hochschule, thematisiert.

Neben Impulsvorträgen und Best-Practice-Beispielen von Unternehmen aus der Region wird über verschiedene Workshop-Settings die Weiterentwicklung von Impulsen für die eigenen Unternehmen unterstützt.

Die Veranstaltungen im Überblick:

9 Uhr - Begrüßung
Dr. Marc Förster, Geschäftsleiter FOM Bremen und Andreas Köhler, stellv. Bereichsleiter, Handelskammer Bremen

Impulsvortrag: „Zukunft der Arbeit - Wie sehen die Entwicklungen der nächsten Jahre aus?“
Prof. Dr. Manuela Kesselmann, MBA, FOM Hochschule Bremen

Best Practice „Es soll so bleiben, wie es angefangen hat…“.
Christian Diestelkamp und Joachim Mannherz, abat AG

Workshop-Panel: Kulturentwicklung umsetzen - Kulturwandel im Unternehmen gestalten. Wie wollen wir zukünftig arbeiten und was können wir dazu beitragen?

12:30- 13:15 Uhr  - Mittagspause


Best Practice „Warum hat das Gras keinen Chef und wächst trotzdem? 
Sebastian Schmidt, Direktor Hotel Deichgraf, Upstalsboom GmbH, Wremen

Ab 15 Uhr  - Vier Parallele Workshops

  1. „Digitale Transformation: was gehört dazu? Ein praxisorientierter Einblick in agile Arbeitsformen, Methoden und Mindsets“
    Andrea Kuhfuß, Kurswechsel Unternehmensberatung GmbH

  2. „Die Prinzipien von New Work in Kunden- und Lieferantenbeziehungen erfolgreich umsetzen“
    Daniela Bessen, BC Bessen Chain

  3. „Moderne Führung: Warum Selbstorganisation Entscheider braucht?“
    Andreas Ulrich, ​DB Systel GmbH

  4. „Individuelle Potentialentfaltung als Schlüsselfaktor für die neue Arbeitswelt“
    Nicole Kahrs, Initiatorin für Sinnstiftung und Potenzialentfaltung und Claudia Schrader, sensingLeader


17 Uhr - Transfer-Panel
Zusammenfassung der Workshop-Erkenntnisse aus den Gruppen. „Welche Maßnahmenideen können ab morgen umgesetzt bzw. erprobt werden.“

17:45 Uhr - Verabschiedung

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen und weitergehende Fragen richten Sie bitte an Klas Weidemann unter der E-Mail-Adresse klas.weidemann@fom.de oder Telefonnummer 0421 168932-10.

Kompakt:
1. New Work Forum Bremen
21. Juni 2018, 9-18 Uhr
Handelskammer Bremen
Haus Schütting, Am Markt 13, 28195 Bremen.

#FOMserie

Studium, Job und Privatleben - Ein gutes Zeitmanagement ist entscheidend

Zu den Talenten von Tanja Kochan zählt ein exzellentes Zeitmanagement. Denn parallel zu ihrem Beruf als Steuerfachangestellte, studiert sie an der FOM Hochschule in Bremen im Master-Studiengang „Taxation“. Ob ein Alltag, der wie in diesem Fall aus allen Nähten platzt, überhaupt noch Raum für eine aktive Freizeitgestaltung gewährt?

Tanja Kochan mit ihrer Hannoveraner Stute Jazzgirl (Foto: FOM / M. Waalkes)
Tanja Kochan mit ihrer Hannoveraner Stute Jazzgirl (Foto: FOM / M. Waalkes)

Stau. Alles wie immer. Es ist abends und Tanja Kochan sitzt in ihrem Auto. Sie kommt gerade von der Arbeit. Nach Hause geht es allerdings noch nicht. „Klar, mein Job und das Studium fordern mich enorm. Aber ich habe mich ganz bewusst für diesen Weg entschieden“, sagt sie und fügt nach wenigen Metern im Schneckentempo hinterher: „Timing ist das Zauberwort.“

Alltag im Stall: Behutsam fährt Tanja Kochan mit der Bürste durch die gepflegte, pechschwarze Mähne von Jazzgirl. Die zwölf Jahre alte Hannoveraner Stute neigt ihre Ohren nach vorne – ein Zeichen von Vertrauen und Wohlbefinden. Auch für die 28-Jährige ist der Hof Tietjen im äußersten Nord-Osten von Bremen ein Rückzugsort. Trotz der insgesamt über 30 Kilometer Strecke macht sie sich fast täglich auf den Weg hierher. Nicht nur ihre Stute, sondern auch der junge Hengst Vesupi ist hier untergebracht. Vor zehn Monaten brachte Jazzgirl das Fohlen zur Welt. Hinter Tanja Kochan und ihren zwei Pferden liegt eine aufreibende und intensive Zeit.

Tanja Kochan und der zehn Monate alte Vesupi (Foto: FOM / M. Waalkes)
Tanja Kochan und der zehn Monate alte Vesupi (Foto: FOM / M. Waalkes)

In seiner Box erfährt der junge Vesupi liebevoll aber bestimmt, was es heißt vernünftig geputzt zu werden. In routinierten Bewegungen streift die Bürste das noch weiche Fell. Seit ihrem sechsten Lebensjahr nehmen Pferde eine zentrale Rolle im Leben von Tanja Kochan ein. Als sie elf Jahre alt war, bekam sie ihr erstes Pony. Über 15 Jahre später hat sich wenig verändert – bis auf die Verantwortung im Beruf und im Studium. Für sie stellt der volle Zeitplan allerdings kein Hindernis dar. Im Gegenteil: Sobald sie auf dem Rücken ihrer Stute Platz nimmt, ist der Alltag vergessen. Für diese Entspannung nimmt sie auch stressige Tage in Kauf.

Zurück auf der Autobahn: „Nach der Geburt waren beide Pferde gesundheitlich immer wieder angeschlagen. Das Ganze hat aber nicht nur viel Geld gekostet, sondern extrem viel Kraft und Zeit“, sagt sie und sieht durch die Frontscheibe die Autobahnausfahrt näher kommen. Insbesondere als an der FOM Hochschule die Prüfungsphase startete, war es ein organisatorischer Spagat ausreichend für ihre Pferde zu sorgen. Mit dem Bezahlen der Stallgebühr sei sichergestellt, dass die Pferde gefüttert und gesäubert werden sowie genügend Auslauf bekommen. „Aber die emotionale Verbindung ist sehr stark. Und wenn ich mich nicht persönlich davon überzeugen kann, dass es ihnen gut geht, fühlt es sich nicht richtig an“, sagt sie und drückt endlich auf das Gaspedal.

„Tatsächlich weiß ich gar nicht, wann ich das letzte Mal auf einem Pferd saß. In den vergangenen Monaten stand ich eigentlich immer nur daneben“, sagt sie und muss selbst lachen. Es ist ihre unnachahmliche Gelassenheit, die ihr es ermöglicht ihre Kräfte zu bündeln. Am Ende der Landstraße macht der Asphalt einen Knick nach links: der Hof. Es ist Freitagabend. In weniger als zwölf Stunden sitzt Tanja Kochan wieder an der Linzer Straße und büffelt Ertragssteuerrecht. Vorher möchte sie aber noch einmal kurz nach dem Rechten sehen.

Wissenschaftlichen Durst mit Stipendium gestillt

Konzept der FOM Hochschule überzeugt: Sebastian Struck erhält Förderung

Als kaufmännischer Mitarbeiter in einem Bremer Autohaus ist Sebastian Struck sehr zufrieden. Trotzdem reizte ihn die Vorstellung eines berufsbegleitenden Studiums schon immer. Dass er aktuell den Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie“ an der FOM Hochschule in Bremen belegt, wurde durch das Aufstiegsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung möglich.

Der Automobilkaufmann Sebastian Struck (30) studiert aktuell an der FOM Hochschule in Bremen im Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“. (Foto: privat)
Der Automobilkaufmann Sebastian Struck (30) studiert aktuell an der FOM Hochschule in Bremen im Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“ (Foto: privat).

Der 30-Jährige entschied sich im vergangenen September – nach dem Ende seiner Ausbildung zum Automobilkaufmann 2009 – bewusst für Vorlesungen, Lernen und Abschlussprüfungen. Dieser Entschluss wirkt bei einem Blick auf seinen Lebenslauf wenig überraschend. In seiner Vita ist die Neugier auf neue Inhalte deutlich erkennbar: Auf die Ausbildung folgte der Betriebswirt im Kfz-Gewerbe; und nach sechs Jahren als Verkaufsberater wechselte er 2016 in die Verwaltung. „Obwohl mir mein Beruf sehr gefällt und ich zeitlich ausgelastet bin, hat mich ein zusätzlicher akademischer Abschluss immer interessiert. Es gab viele Gründe, weshalb ich zögerte. Einer davon war finanzieller Natur“, so Sebastian Struck.

Das wissenschaftliche Feld der Wirtschaftspsychologie habe er schon immer spannend gefunden. Dass ein berufsbegleitendes Studium hingegen mit Kosten verbunden ist, war ihm auch klar. „Ich habe mich im Netz schlaugemacht und bin auf die FOM Hochschule in Bremen gestoßen. Hier passen Kostenfaktor und Studieninhalt für mich perfekt zusammen“, sagt er. Als ihn die Studienberatung an der Linzer Straße in einem persönlichen Gespräch über die Möglichkeiten der Studienfinanzierung mit Hilfe eines Stipendiums informierte, sei die Entscheidung schnell gefallen.
 
„Aufgrund meines Alters und meines Werdegangs passte in meinem Fall das Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene perfekt“, erklärt er. Nach überstandener Bewerbungsphase konnte sich Sebastian Struck schließlich über die Förderung freuen, die von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) bundesweit organisiert wird. Neben einer finanziellen Unterstützung in Höhe von 200 Euro im Monat, profitiert Sebastian Struck auch von der „ideellen Förderung“. In Seminaren und Kursen greifen Experten den Stipendiaten aber nicht nur im wissenschaftlichen Arbeiten oder anderen Feldern unter die Arme, es besteht auch die Möglichkeit, sich im Rahmen offener Treffen untereinander auszutauschen.

Das Studium nehme zwar viel Zeit in Anspruch, erfülle aber seine Erwartungen vollends. „In meinem Job beschäftige ich mich mit dem Thema Controlling. Und mögliche Wege des Absatzes begegnen mir nun auch im Studium“, sagt er. Neben einem neuen Blickwinkel gewinne er durch die Vorlesungen auch im organisatorischen Bereich dazu. „Wieder effektiv zu lernen und sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen, macht mir grundsätzlich Spaß und klappt bisher auch sehr gut“, ergänzt er. Für seine beruflichen Ziele sei das Studium zwar nicht zwingend notwendig, allerdings „wisse man nie, wie es weitergeht, wenn man den Abschluss erst einmal in den Händen hält.“