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Sommer-Studium zwischen Wien und Budapest

„Es war einer der schönsten Sommer der vergangenen Jahre“

FOM Student Claas Thiele verbrachte im Sommer sechs Wochen an der University of Sopron. In dieser Zeit absolvierte der Bremer, der im Bachelor-Studiengang Business Administration studiert, u.a. die Module „Marketing“, „Operatives & Strategisches Controlling“ und „Krisen- und Turnaround Management“. Seine Erfahrungen an der ungarischen Hochschule schildert er im Interview.

Claas Thiele (2. Reihe, 3. v.r.) war einer der Teilnehmenden bei den Summer Studies in Sopron (Foto: FOM / International Office)
Claas Thiele (2. Reihe, 3. v.r.) war einer der Teilnehmenden bei den Summer Studies in Sopron (Foto: FOM / International Office)

Warum haben Sie sich für die Teilnahme am Sommer-Studium in Sopron entschieden?
Die Erfahrung — eine gewisse Zeit in einem anderen Land und einer anderen Kultur zu verbringen (und damit meine ich keinen Urlaub) – hat mich gereizt. Auch mal raus aus dem Alltag zu kommen, neue Leute kennenzulernen, Netzwerken, das alles waren Punkte, weshalb ich mich für das Sommer-Studium in Sopron entschieden habe. Außerdem werden Auslandsaufenthalte in der Arbeitswelt immer wichtiger. Zudem kann ich die dort absolvierten Module teilweise auf mein Bachelor-Studium anrechnen lassen und somit die Studienzeit verkürzen. Auch das ist natürlich attraktiv.

Abendstimmung im ungarischen Sopron (Foto: Claas Thiele)
Abendstimmung im ungarischen Sopron (Foto: Claas Thiele)

Welche Studieninhalte waren besonders interessant?
Die Module „Krisen- und Turnaround-Management“, „Operatives & Strategisches Controlling“ und „Marketing“ waren sehr spannend. Da die Dozenten alle aus der Praxis kommen, wurden diese Themen anhand von realen Beispielen sehr verständlich vermittelt. Der Kontakt zu den Lehrenden war durch die kleine Gruppengröße auch intensiver als Zuhause.

Wie war das Verhältnis zwischen Studium und Freizeit?
An einigen Tagen habe ich nach den Vorlesungen an meinen Hausarbeiten, die ich für zwei der Module schreiben musste, gearbeitet. Die freien Wochenenden konnten gut zum Reisen genutzt werden. Die Städte Budapest, Wien und Bratislava sind nicht allzu weit entfernt, sodass ich mehrfach diese Städte besucht habe. Da das Wetter sehr schön war, habe ich mit den Mitreisenden auch viele Nachmittage im Freibad verbracht. Es war insgesamt ein guter Mix aus Studium und Freizeit.

Claas Thiele mal Abseits des Hörsaals (Foto: privat)
Claas Thiele mal Abseits des Hörsaals (Foto: privat)

Mit welchen Erwartungen sind Sie die Reise angetreten?
Da ich zuvor noch nie in Ungarn war, wusste ich nicht direkt, was mich erwartet. Ich habe mich zuvor in meinem Leben noch nie mit dem Land Ungarn als Zielland – auch nicht für einen Urlaub – beschäftigt. Ich war also relativ erwartungslos. Meine Hoffnungen lagen auf den Seminaren und auf den Kommilitonen.

Sind Ihre Vorstellungen erfüllt worden?
Definitiv! Die Zeit war sehr lehrreich und neue Erkenntnisse aus den Modulen kann ich auf jeden Fall in meinem Berufsalltag anwenden. Auch die Gruppendynamik war gut, denn wir haben mehrfach zusammen gegrillt, waren im Freibad, haben abends zusammen auf der Dachterrasse gesessen. Es war für mich einer der schönsten Sommer der vergangenen Jahre.

Welche Dinge sollten unbedingt im Gepäck sein, wenn man nach Sopron fährt?
Wichtig für die Vorlesungen ist ein Taschenrechner. Eine Powerbank hat mich auch tüchtig unterstützt. Insbesondere während der Städtereisen war sie unentbehrlich. Auf jeden Fall sollten aber auch Sonnencreme und eine Badehose dabei sein.

Im kommenden Jahr wird das Programm für Bachelor-Studierende vom 16.07. bis 24.08.2018 stattfinden. Anmeldeschluss ist der 1. März. Auch für Master-Studierende gibt es ein Programm in Sopron.

Fragen beantwortet Kristina Kovacic M.A. vom International Office unter +49 201 81004-321 oder international@fom.de.

#FOMserie

Zeit investieren, um Zeit zu sparen

Tanja Kochan hat ein festes Ziel vor Augen: Sie möchte staatlich geprüfte Steuerberaterin werden. Strenge Zugangsregelungen ebnen einen langen Weg, der zwar hier und da Abkürzungen zulässt, allerdings stets Ehrgeiz und Durchhaltevermögen voraussetzt. Nach anfänglichem Zögern hat sich die 28-jährige Bremerin für eine solche Abkürzung entschieden – und damit für eine durchaus intensive Variante. Denn parallel zu ihrem Beruf studiert die Steuerfachangestellte an der FOM Hochschule in Bremen im Master-Studiengang „Taxation“.

Mehr als nur ein Wust aus Fallbezeichnungen: Für Tanja Kochan verbergen sich hinter ihren Aktenordnern persönliche Schicksale (Foto: FOM/Marcel Waalkes).
Mehr als nur ein Wust aus Fallbezeichnungen: Für Tanja Kochan verbergen sich hinter ihren Aktenordnern persönliche Schicksale (Foto: FOM/Marcel Waalkes).

Die junge Frau sitzt am Konferenztisch des Steuerbüros „Weidenbach & Gesell“, den Blick auf ihre Hände gerichtet. Als sie schließlich ihren Gedanken fasst, schaut sie nach oben: „Ich wollte nach dem Abitur einfach etwas in der Hand haben. Also habe ich mich für den klassischen Weg entschieden und eine Ausbildung absolviert“, sagt die Steuerfachangestellte, die immer ein gutherziges Lächeln auf den Lippen trägt – auch jetzt, hier am Tisch.

Die Hanseatische Steuerberaterkammer Bremen bietet verschiedene Modelle an, um zur Steuerberater-Prüfung zugelassen zu werden. Eine Möglichkeit: Wer nach der Ausbildung zehn Jahre arbeitet, ist dabei. Darauf hatte Tanja Kochan aber keine Lust. Sie stammt aus einer zielstrebigen Familie. Der Vater ist selbstständiger Dachdecker, die Mutter in der Bilanzbuchhaltung tätig. Und ihr großer Bruder übernimmt in naher Zukunft das väterliche Unternehmen. Nicht das Faible für Taschenrechner und Zahlen, sondern viel mehr der Wunsch nach Selbstbestimmung hat sie letztlich dazu bewogen, in den Beruf einzusteigen und gleichzeitig den Bachelor „Steuerrecht“ an der FOM Hochschule zu belegen. Diesen hat sie im vergangenen Sommer erfolgreich abgeschlossen. Jetzt studiert sie weiterführend „Taxation“ und arbeitet nebenbei 40 Stunden in der Woche. Dieser Weg, den sie als „persönliche Herausforderung“ bezeichnet, spart ihr am Ende über zwei Jahre Zeit ein.

Ihr Blick streift die unzähligen Ordner, welche, penibel sortiert, die großen Schränke in ihrem Büro mit Leben füllen. Ein Laie erkennt in den Regalen vermutlich nicht viel mehr als einen Wust aus Aktenzeichen und Fallbezeichnungen. Für Tanja Kochan verbergen sich hinter den Graupappen persönliche Schicksale, unternehmerische Erfolgsgeschichten, aber auch reale Ängste und Sorgen. „Ich arbeite wirklich gerne in meinem Beruf“, sagt sie. Im direkten Kontakt mit den Kunden hat sie das Gefühl etwas Gutes zu tun. „Ich trage einen Teil dazu bei, dass sich die harte Arbeit unserer Mandanten noch ein wenig mehr auszahlt“, erklärt sie. Schon während ihres ersten Praktikums in einem Steuerbüro, konnte sich die damals 16-Jährige für die Branche begeistern. „Gerade in dem Alter, war ich hin und hergerissen. Wo geht die Reise hin? Und im Steuerbüro hat es Klick gemacht. Zu sehen, wie Prozesse angestoßen und beendet werden, eine gewisse Sinnhaftigkeit hinter all dem zu erkennen, hat mich auf eine ganz spezielle Weise fasziniert.“

Tanja Kochan investiert eine Menge Zeit, um im Endeffekt noch mehr Zeit zu sparen – ihr Ziel immer fest vor Augen. Irgendwann möchte sie ihr eigenes Steuerbüro leiten. Dafür lernt sie jeden Tag. Und profitiert dabei gleichermaßen von der Kompetenzbündelung durch Beruf und Studium. Während es für ihre Kollegen jedes Jahr nach dem 31. Dezember etwas ruhiger wird, muss sie nochmal alle Reserven mobilisieren: Im Januar und Februar werden an der FOM Hochschule schon die ersten Prüfungen in den Masterstudiengängen abgenommen.

Premiere in Bremen

Erste "Lange Nacht der wissenschaftlichen Arbeiten"

Prof. Dr. Tina Nehlsen-Pein (Wissenschaftliche Gesamtstudienleitung) bei der Begrüßung und Einführung in den Abend (Foto: FOM / Martin Rospek)
Prof. Dr. Tina Nehlsen-Pein (Wissenschaftliche Gesamtstudienleitung) bei der Einführung in den Abend (Foto: FOM / Martin Rospek)

Das FOM Team blickte in zufriedene Gesichter am Ende der ersten „Langen Nacht der wissenschaftlichen Arbeiten“ an der FOM in Bremen. Mit mehr als 70 Teilnehmenden war die Premiere des beliebten FOM Veranstaltungsformats auch in der Hansestadt ein voller Erfolg.

Von 16 bis 22 Uhr drehte sich am Bremer Hochschulzentrum alles um Inhalte, Formalitäten und Hilfestellungen zum Anfertigen einer Abschlussarbeit. „Die wenigsten Studierenden haben mit dem Schreiben von Klausuren Probleme. Die größte Herausforderung kommt mit der Bachelor- oder Master-Thesis: Wie finde ich ein Thema? Wie definiere ich die Zielsetzung meiner Arbeit? Mit welcher Methodik komme ich zu Ergebnissen?“, so Dr. Marc Förster, Geschäftsleiter an der Bremer FOM.

In zahlreichen Workshops wie: „Themenfindung und Literaturrecherche“, „Auswahl von Methoden und Forschungsdesign“ oder „Qualitativen Inhaltsanalyse von Interviews, Texten, Videos und mehr“, setzten sich die Studierenden intensiv mit ihren Abschlussarbeiten auseinander.

Neben den Workshops hatten die Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, in persönlichen Gesprächen von den Erfahrungen anderer zu profitieren. In diversen Poster-Präsentationen stellten Jungakademiker der FOM in Bremen interessierten Studierenden auch das eigene Bachelor- oder Masterprojekt vor.

Zwischen den Vorträgen stand ausreichend „Brainfood“ bereit und Obst, Müsliriegel und Studentenfutter fanden reißenden Absatz. Auf Begeisterung stießen auch die fachkundigen Hände der Masseure, die verspannte Schultern und Nacken mit einer Zehn-Minuten-Massage wiederbelebten.

In diversen Poster-Präsentationen stellten Jungakademiker anderen Studierenden auch eigene Bachelor- oder Masterprojekte vor (Foto: FOM / Martin Rospek)
In diversen Poster-Präsentationen stellten Jungakademiker anderen Studierenden auch eigene Bachelor- oder Masterprojekte vor (Foto: FOM / Martin Rospek)

Weihnachtsumfrage 2017

Bremer investieren mit 413 Euro deutlich mehr für Geschenke als im Vorjahr

Die Bremer planen in diesem Winter 47 Euro mehr für Weihnachtsgeschenke auszugeben als im vergangenen Jahr. 413 Euro wird im Schnitt für Präsente investiert, 366 waren es im Vorjahr. Im Vergleich zu anderen Teilen der Republik sind die Bremer weniger spendabel, denn der Bundesdurchschnitt liegt bei 465 Euro. Außerdem zeigt die aktuelle Umfrage der FOM Hochschule, dass den meisten der 715 befragten Bürgerinnen und Bürgern in Bremen frei gestaltbare Zeit wichtiger wäre als Geschenke.

Weihnachtliche Atmosphäre in Bremen (Foto: Amelie Szameit)
Weihnachtliche Atmosphäre in Bremen (Foto: Amelie Szameit)

Ein Großteil der Bremer Bevölkerung besorgt die Weihnachtsgeschenke Anfang bis Mitte Dezember, wobei Männer anteilig häufiger (29,1 Prozent) als Frauen (20,8 Prozent) erst kurz vor Weihnachten (ab dem 16. Dezember) ihre Geschenke kaufen. 7,1 Prozent der Männer kaufen die Präsente sogar erst einen Tag vor, bzw. an Heiligabend. Sowohl Frauen (414 Euro) als auch Männer (411 Euro) geben ungefähr gleich viel für Weihnachtsgeschenke aus. Die Generation der Traditionalisten (63-99 Jahre) ist mit rund 576 Euro durchschnittlich am spendabelsten beim Geschenkekauf.

Spitzenreiter der beliebtesten Weihnachtsgeschenke sind bei den Bremern Geschenkgutscheine (53 Prozent), Bücher und Schreibwaren (50 Prozent) sowie Tickets für Kultur- oder Theaterveranstaltungen (49 Prozent), dicht gefolgt von Kosmetik und Körperpflegeprodukten mit 45 Prozent. Danach folgen Uhren, Schmuck, Juwelen, Gold− und Silberwaren (42 Prozent). Frei gestaltbare Zeit ist allen Generationen (außer den Traditionalisten) in Bremen jedoch wichtiger als Geld. Traditionalisten stimmen dem nur mit 23,1 Prozent zu, sie würden sich zu 71 Prozent durch mehr positive Beziehungen zu anderen Menschen reich beschenkt fühlen.

Wichtig für den Kaufentscheid sind für 65 Prozent der Befragten persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten. 56 Prozent informieren sich im Internet über Produkte. Das direkte Gespräch und die Beratung im Fachgeschäft favorisieren immerhin 47 Prozent der in Bremen Befragten. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) legt Wert auf die Güte der Produkte und vertraut auf bekannte Marken, Herkunft und Gütesiegel.

Die Umfrage führte die FOM Hochschule in Bremen zwischen dem 15. September und 31. Oktober 2017 durch. Gefragt wurden mehr als 715 Bürgerinnen und Bürger ab 12 Jahren in persönlichen Face-to-Face-Interviews. Die Ergebnisse in der Übersicht.

Thomas Fürst von der Sparkasse Bremen

„Verständnis für andere, hilft Konflikte zu lösen“

Thomas Fürst sprach über Konfliktmanagement (Foto: FOM / Martin Rospek)
Thomas Fürst sprach über Konfliktmanagement (Foto: FOM / Martin Rospek)

Konflikte nicht nur lösen, sondern auch ihr positives Potenzial ausschöpfen. Das war Thema der Veranstaltung „Konfliktmanagement - Lösungen schaffen durch Konfliktkultur“ an der FOM Hochschule in Bremen. Die rund 70 Teilnehmenden waren ins Hochschulzentrum gekommen, um von Referent Thomas Fürst, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bremen, mehr über Methoden zur Konfliktbeilegung zu erfahren.

Ob Führungskraft, Projektleiter oder Personaler, jeder sollte souverän in Verhandlungen und Konfliktsituationen auftreten. Hilfreich zur Klärung einer Konfliktsituation sei zunächst das Rollenverständnis, bzw. das Bewusstmachen der Rolle, die im Konflikt eingenommen werde. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel Differenzen betrachtet würden, ändere sich häufig die Haltung zu bestimmten Themen. Deshalb könne es auch zur Konfliktlösung beitragen, sich in die Rolle des Anderen hineinzuversetzen.

Wichtig für das Miteinander in Konfliktsituationen ist laut Fürst auch die Definition von Zielen. Er zeigte anhand von Beispielen aus dem Sport, dass jede Partei andere Ziele verfolge und auch dementsprechend handelt: „In einer leistungsbezogenen Mannschaft gelten zum Beispiel andere Regeln als in einer Thekenmannschaft. Aus diesen Zielen lässt sich Verhalten und Leistung ableiten.“

Ein weiterer Baustein im Konfliktmanagement sei die Kommunikationskultur und die damit einhergehende Fehlerkultur: „Fehler sind nicht dazu da, um Sanktionen daraus abzuleiten, sondern um daraus zu lernen“, so Fürst. Abschließend gab der Referent den Anwesenden zahlreiche Kommunikationstipps für Feedbackgespräche, Gespräche zur Verhandlungsführung und Führungsgespräche mit auf den Weg.