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Prof. Dr. Markus Büch: Technologieaffiner Jurist

FOM Hochschule beruft Blockchain-Experten zum Professor für Wirtschaftsrecht in Berlin

Seit dem 7. August ist es offiziell: Markus Büch wurde zum Professor für Wirtschaftsrecht an der FOM berufen und erhielt feierlich seine Urkunde. Am Berliner Hochschulzentrum lehrt der promovierte Jurist nicht nur in den Bereichen Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht sowie Verhandlungsführung, sondern lässt auch seine Expertise zum Thema Digitalisierung - insbesondere zur Blockchain-Technologie - in die Lehre einfließen.

Prof. Dr. Markus Büch FOM Berlin Blockchain
V.l.n.r.: Prof. Dr. Manuela Zipperling, Geschäftsleiterin Hochschulzentrum Berlin, Prof. Dr. Markus Büch, Prof. Dr. Sabine Fichtner-Rosada, Pro-Rektorin Lehre, Prof. Dr. Beate Dahlke, Wissenschaftliche Studienleitung Berlin (Foto: FOM)

Hierfür sieht Büch verschiedene Möglichkeiten. „Rechtliche Fragen zum Kaufvertragsabschluss lassen sich anhand des Online-Shoppings gut klären. Geht man auf Probleme bei der Vertragsabwicklung ein, ist man beim Thema Blockchain angelangt.“ Sogenannte „smart contracts“ revolutionieren jetzt schon die Vertragsdurchführung, so Büch. Und er fügt hinzu: „Wie keine andere Technologie zuvor, strahlt Blockchain mit einer sehr großen Wirkung in den Rechtsbereich. Denn, dass sich Verträge beispielsweise selbst vollziehen, ist im aktuellen Recht gar nicht vorgesehen.“

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis an der FOM möchte Prof. Büch in seiner Lehre erlebbar machen. „Es geht neben der Vermittlung von Theorie vor allem um die praktische Auseinandersetzung mit theoretischen Inhalten.“ Aus eigener Erfahrung weiß Büch, der selbst berufsbegleitend ein Masterstudium absolviert hat, wie wichtig diese Form des Wissenstransfers ist. Markus Büch freut sich besonders auf den Austausch mit den Studierenden: „Als Prof muss man immer up-to-date sein, aktuelle Fragen der Studierenden beantworten können – vor allem im Blockchain-Bereich.“

Neben seiner hauptberuflichen Lehrtätigkeit an der FOM ist Büch fest in der Praxis verankert und beratend tätig: Der Jurist ist ein gefragter Experte. Er hält Vorträge, unterstützt bundesweit Startups, lehrt am Blockchain Competence Center Mittweida (BCCM) und arbeitet am deutschlandweit einmaligen Projekt „Schaufensterregion für Anwendungen der Blockchain-Technologie“ mit.

„Rechtlich spannend ist Blockchain für mich außerdem, weil die Community teilweise sehr idealistisch und deshalb an Themen der Gemeinnützigkeit interessiert ist. Das knüpft wiederum an das Stiftungsthema meiner Promotion an und macht mich neben meiner Affinität zur Technologie zum passenden Rechtsexperten.“ 2014 schloss Büch seine Promotion zum Thema „Durchgriff und Stiftung - Eine Untersuchung der Rechtsfigur des Haftungsdurchgriffs im liechtensteinischen Recht im Kontext der Rechtsform Stiftung“ an der Universität Zürich ab.

Ältere und „Babyboomer“ haben Angst vor der Entwicklung – Generation Y fühlt sich beim Thema Digitalisierung am sichersten

Digitalisierung spaltet die Generationen der Hauptstadt

fotocredits: istock / ipopba
fotocredits: istock / ipopba

Die zunehmende Digitalisierung spaltet Berlin. Vor allem ältere Bürger geben offen zu, unsicher und sogar ängstlich gegenüber der digitalen Entwicklung zu sein und sich nicht mitgenommen bzw. nicht ausreichend informiert zu fühlen. Die Jüngeren dagegen sehen in der Digitalisierung vor allem Chancen – und sich selbst als Teil dieser Zukunft. Das sind die Kernaussagen einer großen, bundesweiten wissenschaftlichen Studie mit über 22.000 Befragten, an der auch 1020 Berlinerinnen und Berliner teilnahmen. Die Studierenden der FOM, Deutschlands größter privater Hochschule, trugen die Ergebnisse im Frühjahr und Sommer 2018 unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser zusammen.

Grundsätzlich könnte die Selbsteinschätzung in Bezug auf die digitale Entwicklung und die Eingebundenheit jedes Einzelnen auch in Berlin deutlich besser sein. Klar wird allerdings: Je älter, desto unsicherer sind die Menschen in Deutschland. Während die Generationen Z (12 bis 21 Jahre) und Y (22 bis 36 Jahre) sich zu 60 bzw. 63 Prozent für digital kompetent halten, nimmt diese positive Selbsteinschätzung mit zunehmendem Alter deutlich ab. Von den befragten Babyboomern (52 bis 62 Jahre) halten sich nur noch 32 Prozent für digital kompetent, von den Probanden über 63 Jahren sogar nur noch 18 Prozent.

Berliner beklagen mangelnde Informationen

Nur 18 Prozent der über 63-Jährigen fühlen sich beim Thema Digitalisierung von den Anbietern (Industrie/Handel/Dienstleistung) mitgenommen, bei der jüngeren Generation (22-36 Jahre) sind es immerhin 38 Prozent. Generationsübergreifend besteht bei diesem Thema aber offensichtlich erheblicher Nachholbedarf, nur die wenigsten fühlen sich gut informiert.

Daraus resultierend erscheint auch die Angst vor Überforderung logisch: 66 Prozent der über 63-Jährigen haben Angst vor einer Überforderung durch digitalen Neuerungen, bei den unter 21-Jährigen sind es 22 Prozent.

Schulen und Hochschulen in der Pflicht

Allerdings erhoffen sich auch die Jüngeren deutlich mehr Kompetenzvermittlung in Sachen Digitalisierung, zum Beispiel durch Schulen und Hochschulen. Nur 27 Prozent der Berliner Schüler zwischen 12 und 21 Jahren geben an, dass die Vermittlung von digitalem Know-how seitens der Bildungsinstitute ausreichend sei. Weit über die Hälfte (59 Prozent) der befragten Generation Z ist vielmehr der Auffassung, an Schulen und Hochschulen müsse deutlich mehr in Sachen Digitalisierung unterrichtet werden. 14 Prozent haben dazu keine Meinung.

67 Prozent der Befragten ist Datenschutz wichtig

Die Älteren nehmen den Schutz ihrer Daten deutlich ernster, als die Jüngeren. Rund 75 Prozent der über 63-Jährigen ist das Thema sehr wichtig, bei den 12- bis 21-Jährigen ist es gerade einmal jeder zweite, dem der Datenschutz sehr wichtig ist. Über alle Generationen hinweg gibt sogar jeder Zweite der Befragten zu, dass er bzw. sie nicht weiß, was man gegen die Erfassung seiner bzw. ihrer Daten tun kann.

Berliner Männer fühlen sich digital kompetenter als Berliner Frauen

Männer fühlen sich in Bezug auf die zunehmende Digitalisierung übrigens gut gerüstet. Immerhin 52 Prozent, also fast jeder zweite Mann gibt an, digital kompetent zu sein. Bei den Frauen behaupten dies nur 37 Prozent aller Befragten von sich.

Fakten zur Studie

Die umfassende Studie der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, hier speziell des Instituts für Empirie und Statistik (ifes), wurde Mitte März bis Mitte Mai 2018 unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser bundesweit durchgeführt. Dazu befragten die Studierenden bundesweit über 22.000 Männer und Frauen und in Berlin 1020 Personen in face-to-face-Interviews mit standardisiertem Fragebogen. Die Auskunftspersonen waren älter als 12 Jahre und wurden quotiert nach Alter und Geschlecht. Die Verteilung der Quotenmerkmale erfolgte gemäß der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für 2018. Zu den Ergebnissen der Studie geht es hier.

Teil 2 der#FOMSerie: Stefanie Kirsch aus Berlin

Mit gutem Zeitmanagement und Gelassenheit durch die Klausurenphase

Zeit für eine kleine Atempause. Die genießt Stefanie Kirsch in ihrem Lieblingscafé am Rosenthaler Platz in Berlin. Bei einer kühlen Saftschorle mit Blick ins Grün geht das ganz gut. „Das hat mir in der letzten Zeit gefehlt“, meint die junge Frau aus Speyer, die extra zum Studieren nach Berlin kam.

FOM Serie Stefanie Kirsch Berlin studiert Wirtschaftspsychologie Bachelor

Die letzten Wochen standen ganz im Zeichen von lernen, lernen, lernen – nicht nur für die Klausurenphase an der FOM, sondern auch für den Wochenend-Workshop für ihre Ausbildung zum Systemischen Coach. Nur für den „Karneval der Kulturen“ hatte sie sich einen Tag Auszeit genommen.

Wie sie das alles geschafft hat? „Mit gutem Zeitmanagement und einer gewissen Portion Gelassenheit“, meint sie. Es ginge ihr weniger um die Note, als um das, was sie für sich lernt. Im Moment bedauere sie, dass sie zu wenig Muße hat, um das Gelernte genießen und auf sich wirken lassen zu können, so Kirsch. „In den letzten Wochen war mein Fokus die Wissensanhäufung, um durch die Klausuren zu kommen.“ Da bleibt nicht einmal Zeit, um Dinge aufzuschieben: montags und dienstags studiert sie an der FOM, mittwochs bis freitags arbeitet sie. 

Für das Wochenende hat sie ihre eigene Lernroutine entwickelt. Denn lernen kann sie nicht zwischendurch. Da braucht sie ihre 'Inselzeiten' mit voller Konzentration. „Die Vormittage am Wochenende starte ich ohne Druck. Ich stehe in Ruhe auf, koche mir Mittag und dann geht es los. Ich kann dann gut bis zum Abend lernen.“ Bereits das Kochen sorgt bei Stefanie Kirsch für Entspannung. Sport kommt aktuell leider etwas zu kurz. Sie geht manchmal joggen oder zum Yoga, aber das nur unregelmäßig. „Ich bin nicht der Typ, der ins Sportstudio rennt.“

Für jede Klausur lernt sie in der Regel an zwei Wochenenden. „Ich habe dafür eine eigene Lernschleife: Im ersten Schritt verschaffe ich mir einen Überblick und bereite die Informationen auf. Das mache ich gern an schönen Orten wie hier im Café am Rosenthaler Platz. Im ersten Semester war ich oft hier, habe in einem Sessel gesessen und meine Sachen um mich ausgebreitet. Wenn ich keine Zeit habe, gehe ich auch einfach in das Café bei mir um die Ecke. Den Stoff verinnerlichen muss ich dann zu Hause. Am liebsten sind mir aber die Lerngruppen. Über das gegenseitige Erklären funktioniert das Lernen für mich am besten.“ Zu ihrem Bedauern gab es auch dafür vor der letzten Klausurenphase keine Zeit.

Jetzt muss Stefanie Kirsch noch ein paar Wochen durchhalten. Im Sommer sind Semesterferien und nach der Semesterarbeit will sie im August „mal die Hacke rausmachen“, wie man in Speyer sagt, wenn man mal Urlaub macht. Genaues geplant hätte sie noch nicht. „Aber schön wäre ein Surfcamp in Portugal“, schwärmt sie, „bevor es dann im September mit frischer Kraft ins fünfte Semester geht“.

FOM Studierende gewinnen beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW)

Drei Mal Platz 1 in der Kategorie „BPW Study“ für FOM Berlin

Drei Teams der FOM in Berlin standen bei der Abschlussprämierung des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg auf dem Siegertreppchen. Die Businesspläne für den Foodtruck „PotatoPIMP“, den Lifestyle-Service für Hunde „Heavens Paw“ und die Vermittlungsplattform für Beauty-Dienstleistungen „BeStyle“ erreichten Top-Bewertungen durch die Wettbewerbs-Jury. Sie konnten sich gegen rund 80 eingereichte Konzepte aus fünf weiteren Berliner Hochschulen und Universitäten durchsetzen.

BPW Study FOM Businesskonzepte Berlin 2018 Copyright: Leo Seidel
Neun Studierende, drei Businessplankonzepte und ein stolzer Professor beim BPW in Berlin (Foto Copyright: Leo Seidel)

Neun Studierende der FOM Hochschule hatten die Businesspläne als Projekt im Kurs „Strategische Unternehmensführung“ mit Prof. Dr. Holger Wassermann im Wintersemester 2017/2018 sowie im Sommersemester 2018 bearbeitet. Auf die Frage bei der Preisverleihung, wie er die Teams so erfolgreich gemacht hat, antwortete Prof. Wassermann: „Ich habe ihnen einfach sehr viele Fragen gestellt.“ Die Begeisterung für den Erfolg ist ihm deutlich anzumerken. „Dass alle drei Teams 307 von maximal 310 Punkten erhalten haben, ist wirklich eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Das zeigt, dass die Studierenden sehr gut in der Lage sind, das Gelernte mit einer ordentlichen Portion Kreativität in der Praxis anzuwenden.“

Da die Preisträger neben ihrem Beruf studieren und gerade ihre Master-Thesis schreiben, bleiben die meisten Pläne erst einmal in der Schublade. Nur Juliana Kolarska aus dem Team „BeStyle“ überlegt ernsthaft, die Idee in die Praxis umzusetzen. Dafür will sie in Zukunft ihren Job als Immobilienmaklerin aufgeben. Ihre Mitstreiter Carsten Schwob, der in der Versicherungsbranche tätig ist, und Leroy Dunker, der als technischer Projektleiter in einem Bauunternehmen arbeitet, wollen ihren Jobs erst einmal treu bleiben.

Das Team von „PotatoePIMP“ hat sich von der Gründerstimmung bei der BPW-Verleihung erst einmal nicht anstecken lassen. René Hoebel bleibt im Einkauf bei der Deutschen Bahn tätig, Johann Jöckertitz im BSR Immobilienmanagement und Felix Pohlers beim Kundenschutz der Deutschen Telekom. Sie freuen sich jedoch sehr über die Auszeichnung, weil es eine besondere Wertschätzung ihrer Leistung ist, die sie in zweieinhalb Monaten gemeinsam erarbeitet haben. „Es war nicht so einfach, drei Leute auf einen Nenner zu bringen. Aber irgendwann hat das geklappt und wir waren im Flow.“

Das Team von „Heavens Paw“ mit Florian Landgraf, Controller bei der Median-Unternehmensgruppe, Maximilian Speith, selbständiger Immobilienmakler und Investment-Banker Tom Mönch dagegen meint, wenn sie gründen, dann nur in dieser Konstellation. Sie hatten besonderen Spaß daran, für die Analyse des Marktes zu recherchieren. Wie alle Teams, haben sie sich die Aufgaben aufgeteilt und waren wie alle der Meinung: Am schwierigsten ist es einen fiktiven Finanzplan zu erstellen.

Diversity Forum an der FOM Hochschule in Berlin

„Das magische Dreieck - Entscheidungsfindungspraxis, Fehlerkultur und Diversität - macht den Unternehmenserfolg aus“

FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte) Berlin/Ost FOM Berlin Leading emotions Juni 2018
Volles Haus an der FOM in Berlin, die Veranstaltung war ausgebucht (Foto: FOM)

Ein guter Manager analysiert eine Situation, wägt alle Alternativen ab und trifft dann eine wohlüberlegte Entscheidung, so die allgemeine Meinung. „Aber, weit gefehlt – meistens regiert der Bauch“, sagt Christian Chlupsa, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management. Er war Keynote Speaker bei der Veranstaltung „Leading Emotions – Managemententscheidungen aus dem Bauch heraus treffen“, zu der vom Verein FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte) Berlin/Ost in Kooperation mit der FOM Hochschule in Berlin ans Hochschulzentrum eingeladen wurde. 

„Die richtig guten Entscheidungen für den Erfolg eines Unternehmens waren oft sehr intuitiv und kamen scheinbar aus dem Nichts. Dafür gibt es reichlich Beispiele, von Apple bis zu Porsche. Ich plädiere dafür, den Mut zu haben, mehr Bauchentscheidungen zuzulassen. Unsere Forschung zeigt, dass kaum mehr Kopfentscheidungen getroffen werden. Wenn das ohnehin so ist, dann sollte man es auch zulassen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die richtigen Bauchentscheidungen getroffen werden“, so Prof. Chlupsa.

In der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema Emotionen im Führungsalltag mit Fokus auf relevante Entscheidungen waren sich die hochkarätigen Podiumsgäste einig: „Für den Unternehmenserfolg ist das magische Dreieck, bestehend aus Entscheidungsfindungspraxis, Fehlerkultur und Diversität, unerlässlich.“ Im Kopf bleiben werden die Statements von Ilka Friese, Geschäftsführerin + CFO NTT DATA Deutschland, „Führungskräfte brauchen mehr Mut für Intuition“ und Nathalie Mielke, Partnerin EY (Ernst & Young) Berlin „Wichtige Entscheidungen setzen Entschiedenheit voraus“.