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28. Juni: „Diversity Forum“ an der FOM in Berlin

„Leading Emotions – Entscheidung aus dem Bauch heraus“

FOM Diversity Forum Berlin Fidayr
Herzlich Wllkommen beim "Diversity Forum" am 28. Juni an der FOM in Berlin (Foto: Wavemedia)

Wie treffen Führungskräfte Entscheidungen - rational oder eher aus dem Bauch heraus? Gibt es Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Entscheidungsstrategien? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Diversity Forum“ lädt die FOM Hochschule in Berlin gemeinsam mit FidAR e.V. Fach- und Führungskräfte ins Hochschulzentrum ein. In der Bismarckstr. 107 geht es am 28. Juni von 17 bis 20 Uhr beim Impulsvortrag und anschließender Podiumsdiskussion um Entscheidungsprozesse auf Managementebene.

„Im Management werden nur zu einem sehr geringen Teil rationale Entscheidungen getroffen“, so die These von Christian Chlupsa, Professor an der FOM Hochschule in München, der seit vielen Jahren das Entscheidungsverhalten von Führungskräften untersucht und den Impulsvortrag halten wird.

Programm

17.00 Uhr Begrüßung

Prof. Dr. Manuela Zipperling | Gesamt-Geschäftsleitung FOM Hochschule in Berlin

Astrid Preuss | Unternehmensberaterin, Coach, Trainerin in Berlin

17.10 Uhr Impulsvortrag

Prof. Dr. Christian Chlupsa | Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,

insbesondere Marketing an der FOM in München

„Der Einfluss unbewusster Motive auf den Entscheidungsprozess – Wie implizite Codes

Managemententscheidungen steuern.“

17.30 Uhr Podiumsdiskussion

Wie treffen Managerinnen und Manager Entscheidungen – rational, emotional,

männlich, weiblich …?

Prof. Dr. Christian Chlupsa | Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,

insbesondere Marketing an der FOM in München

Astrid Preuss | Unternehmensberaterin, Coach und Trainerin

Dr. Björn B. Schmidt | FOM Dozent für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,

CFO von Blacklane

Ilka Friese | Geschäftsführerin und CFO von NTT DATA Deutschland

Michaela Kay | Head of Contracts, Legal Affairs and Commercial Management CEC Region, Bombardier Transportation GmbH

Natalie Mielke | Partnerin bei Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Birgit Homburger | Leiterin Hauptstadtstudio Deutsches Aktieninstitut e.V.

18.30 Uhr Netzwerken bei kleinem Imbiss

Anmeldung: studienberatung@fom.de oder telefonisch unter 0800 1 95 95 95

Bachelor- und Master-Absolventen feierlich verabschiedet

„Es hat sich gelohnt, jeden 3. Grillabend mit Freunden zu canceln“

Raunende Zustimmung von rund 120 Absolventinnen und Absolventen, ihren Freunden und Familien erhielt Juliane Adam, Geschäftsführerin bei 89.2 Radio Potsdam. Ihre motivierende Festrede glich einem leidenschaftlichen Plädoyer für Disziplin, Motivation und das Erreichen eines Ziels, auf das man lange hingearbeitet hat.

Juliane Adam Radio Potsdam Verabschiedung FOM Berlin
Wer etwas wage, gewinne, sagte Juliane Adam, Festrednerin bei der Absolventenverabschiedung der FOM in Berlin (Foto: Lehmann/FOM)

Sie beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss ihres berufsbegleitenden Studiums und holte sich durch fleißiges Nicken die Bestätigung für „Es hat sich gelohnt, jeden 3. Grillabend mit Freunden zu canceln“. Sie wisse noch ganz genau, wie sich dieses Gefühl von Glück und Freiheit anfühle, denn auch sie habe Meilensteine in ihrem Leben erreicht, die zuerst unmöglich schienen. Im Jahr 2012 nahm sie am Ironman Cozumel teil und wagte gleichzeitig den Sprung in die Selbständigkeit - und gründete Radio Potsdam. Wer etwas wage, gewinne, sagte sie und verwies auf die über 8.000 leeren Chefsessel-Stellen in Deutschland bei Stepstone.

Absolventenfeier Verabschiedung FOM Berlin

Glückwünsche kamen auch von der wissenschaftlichen Studienleiterin Prof. Dr. Beate Dahlke und Geschäftsleiterin der FOM Hochschule in Berlin Prof. Dr. Manuela Zipperling. „Die Absolventenverabschiedung bleibt uns immer als schönstes Ereignis im Semester in Erinnerung. Wir freuen uns aber, wenn es nicht beim Abschied bleibt und wir uns im Alumni-Netzwerk wiedertreffen“, betonte Professorin Zipperling.

In Erinnerung bleiben werden die Absolventenreden von Antonia Grille und Max Trautmann. Grille beantwortete die Frage, wie man es schaffe, berufsbegleitend zu studieren mit einem Augenzwinkern: mit Kaffee, Schokolade, Brownies und Muffins. Und gab noch einen Tipp: der Kaffee im „Balzac“-Café am Ernst-Reuter-Platz mache glücklich.

Absolventen 2018 Verabschiedung FOM Berlin
Der traditionelle Hütewurf war der krönende Abschluss der Verabschiedung - Tschüss, FOM! (Foto: Lehmann/FOM)

Nina Kirsch ist alleinerziehend, Model und studiert nebenberuflich an der FOM

„Ich habe mich immer weitergebildet: ob am Set, im Flugzeug oder mit Baby am Wannsee“

Als Erstes hat sie sich Perfektionismus abgewöhnt. „Das sorgt nur unnötig für Stress“, ist sich Gesundheitsmanagerin Nina Kirsch sicher. Seit September 2017 studiert die  alleinerziehende Mutter an der FOM Berlin im Bachelor-Studiengang Gesundheitspsychologie und Medizinpädagogik.

Nina Kirsch
Nina Kirsch: Gesundheitsmanagerin, Model, alleinerziehende Mutter und Studierende an der FOM (Foto: Alexandra Gor)

„Mit einem 18 Monate alten Kleinkind die perfekt aufgeräumte Wohnung haben zu wollen und immer pünktlich zu sein, ist unrealistisch. Besser ist es, kreativer und lösungsorientierter zu werden.“ Diese Fähigkeiten musste sie erst kürzlich wieder unter Beweis stellen, als drei Wochen vor den Prüfungen die Tagesmutter Urlaub machte. Weil Lernen mit Kleinkind nicht funktioniert, nahm sie die Tochter kurzerhand mit ins Fitnessstudio. Nina Kirsch konnte zwar nicht trainieren, aber ihr Kind drei Stunden in die Betreuung geben. So dehnte sie auf den Yoga-Matten ausnahmsweise nicht ihren Körper, sondern breitete dort ihr Studienmaterial aus. „Es gibt Phasen, wo gar nichts läuft. Trotzdem darf man nicht aufgeben. Ich mache einfach weiter, auch mit Kind auf dem Arm. Das ist dann vielleicht nicht perfekt, aber ich komme durch.“

Disziplin und Belastbarkeit hat sie sich in ihrem Berufsleben zeitig antrainiert. Nach dem Abitur fing sie in Hamburg ein Tanzstudium an und arbeitete nebenbei als Fotomodell um ihr Studium zu finanzieren. Das Studium musste sie verletzungsbedingt abbrechen, aber das Modeln funktionierte gut. So tourte Nina Kirsch bis Mitte 20 durch die Welt: Shootings in Asien, Europa, Südafrika. „Überall sind die Leute anders, haben andere Erwartungen, gehen anders miteinander um. Das darf man nicht unterschätzen. Ich habe mir in der Zeit diese besondere Arbeitsethik antrainiert - eine starke innere Motivation um zu bestehen.“ Heute ist ihre Tochter die Hauptmotivation. „Ich möchte ihr vorleben, dass man immer seine Träume leben kann: Teaching by Example.“

Und das Studium ist ein Traum von Nina Kirsch. Nach einem Fernstudium zur Gesundheitsmanagerin arbeitet sie im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Das hat mich begeistert: Ich konnte Menschen recht schnell helfen und damit glücklich machen. Hier wollte ich mich unbedingt weiter qualifizieren, auch weil ich den großen Bedarf in den Unternehmen erlebt habe.“

Zurzeit ist Nina Kirsch noch in Elternzeit, nimmt nur ab und zu Model-Aufträge an. Im Sommer will sie dann wieder in Teilzeit anfangen zu arbeiten. Sie ist sich der Belastung bewusst, lässt sich davon aber nicht unterkriegen. „Mütter sind sehr einfallsreich“, sagt sie mit einem strahlenden Lachen. Außerdem hat sie in ihrem ersten Semester an der FOM bereits hilfreiche Tools für das Zeitmanagement kennengelernt. „Die ABC-Methode hilft mir im Alltag ungemein. Wenn einmal alles drunter und drüber geht, konzentriere ich mich nur auf die A-Prioritäten. Das klappt sehr gut.“

Außerdem setzt sie auf ihr Netzwerk, wenn sie studieren geht: freitagabends und samstags. „Das ist für mich das perfekte Studienzeitmodell, und ein Grund, weshalb ich mich für die FOM entschieden habe.“ An der Hochschule erfährt sie als Alleinerziehende Wertschätzung. „Die Dozenten haben viel Verständnis für meine Situation. Besonders berührt haben mich jedoch meine Kommilitonen in der Vorstellungsrunde. Als sie erfuhren, dass ich alleinerziehend studiere, standen sie spontan auf und klatschten.“

Nina Kirsch Foto: Alexander Lebrenz FOM Berlin
Nina Kirsch will auch Vorbild für andere Mütter sein (Foto: Alexander Lebrenz)

So viel Anerkennung erfährt Nina Kirsch außerhalb leider nicht, weder in der Arbeitswelt, noch bei der Wohnungssuche. Im Gegenteil, sie erlebte zum ersten Mal wie es ist, diskriminiert zu werden. „Ich kannte das bis dahin nicht“, sagt Nina Kirsch noch immer empört. „Aber als ich mit Baby auf dem Arm Wohnungen besichtigte und mich als Alleinerziehende zu erkennen gab, sagten mir die Vermieter offen ins Gesicht, dass ich deshalb als Mieterin nicht infrage käme.“

Aber so leicht gibt Nina Kirsch nicht auf. Im Gegenteil, das spornt sie an. Sie nahm alles Ersparte zusammen und suchte einen Kredit, um eine Wohnung zu kaufen – mit dem gleichen Resultat: Sobald die Berater erfuhren, dass sie alleinerziehend ist, galt das als untragbarer Risikofaktor. Bei der fünften Bank bekam sie dann ihren Kredit und konnte sich ihre Immobilie am südwestlichen Stadtrand Berlins kaufen.

Inzwischen wohnt sie in ihrer Wohnung mit Garten, hat ein Naturschutzgebiet gleich gegenüber. „Das gibt mir Kraft und Ausgleich. Im Grünen kann ich gut lernen und Sport machen.“ Nina Kirsch ist eine Meisterin, sich kleine Ruhe-Inseln zu schaffen. Wenn sie mit dem Auto unterwegs ist, fährt sie manchmal rechts ran, um kurz zu schlafen oder zu meditieren. „Mit Meditation habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, um mich besser konzentrieren zu können.“

Trotz Anstrengung freut sie sich jede Woche auf das Studium. „Ich ziehe sehr viel Stärke daraus, weil ich weiß, ich tue etwas für mich und verbessere meine beruflichen Chancen und damit die Zukunft für meine Tochter und mich. Bildung ist etwas, auf das ich immer zurückgreifen kann.“

Nina Kirsch ist überzeugt vom lebenslangen Lernen. „Ich habe mich immer weitergebildet, ob am Set, im Flugzeug oder mit Baby am Wannsee.“ Letzten Sommer qualifizierte sie sich kurz vor Beginn ihres Studiums noch zur IHK-geprüften Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement. Sie will damit auch Vorbild für andere Mütter sein, ihre Träume zu leben und nicht aufzugeben. „Man darf sich nicht abhalten lassen“, sagt Nina Kirsch und blickt zuversichtlich und voller Neugier auf die zweieinhalb Jahre Studium, die noch vor ihr liegen.

Das 5-Generationen-Team

Fit für Führung: "Ziemlich beste Bosse – intergeneratives Führen als Erfolgsmodell"

„Führungskräfte sind täglich mit intergenerativen Problemen konfrontiert." (Foto: FOM)

 „Wir haben aktuell fünf Generationen in der Workforce“, bringt Rona van der Zander die gegenwärtige Situation in Unternehmen auf den Punkt. „Führungskräfte sind daher täglich mit intergenerativen Problemen konfrontiert. Das betrifft ca. 60 Prozent in Deutschland sowie ca. 67 Prozent der Arbeitgeber in der EU“, fügt die Beraterin für Internationalisierung und Bildung sowie Gründerin von „GrowbeYOUnd“ hinzu. Gemeinsam mit der Psychologin Anna-Kristin David setzte sie jüngst die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Fit für Führung“ an der FOM Hochschule in Berlin fort. Das Thema: Ziemlich beste Bosse – intergeneratives Führen als Erfolgsmodell.

Gut die Hälfte der 120 Anwesenden gab per Handzeichen zu verstehen, dass sie täglich mit Problemen von intergenerativen Teams  zu tun haben. „Eigentlich kein Problem“, so Anna-Kristin David. Auch wenn Teams von Traditionalists (bis 1945 Geborene) bis hin zur Generation Z (nach 1996 Geborene) bestünden, seien sie ein Erfolgsmodell. „Denn keine Generation wünscht sich einen autoritären Chef.“ Und es gebe bemerkenswerte Gemeinsamkeiten, was die Art des Führungsstils, die Entscheidungsfindung und das Empowerment betreffe.

„Die Probleme entstehen, weil die Werte und Ansprüche der Generationen sehr unterschiedlich sind“, ergänzte van der Zander. Die Frage sei, ob man verschiedene Generationen unterschiedlich behandeln müsse, um eine Zufriedenheit in der Belegschaft herzustellen und wie das gelingen könne. Anna-Kristin David warnte in diesem Zusammenhang vor Stereotypen: „Die Reduktion allein auf das Geburtsdatum ist nur bedingt aussagekräftig, denn im Zuge der Kategorisierung und Klassifizierung der Generationen werden andere Merkmale, wie Mann, Frau oder arm, reich ausgeblendet.“

Gemeinsam sind jedoch alle Generationen den aktuellen Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung, Urbanisierung oder politische Unsicherheiten ausgesetzt, die unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Sie reagieren jedoch unterschiedlich darauf. Beispielsweise hat die jüngere Generation, die jetzt auf den Arbeitsmarkt drängt, eine ganz andere Affinität zu Technologie und zur Digitalisierung. „Sie sind lautstärker, haben flachere Hierarchien in den Köpfen und wünschen sich Flexibilität. Außerdem hinterfragen sie Wissen anders. Sie sehen sich selbst weniger als Wissensspeicher, sondern fragen sich eher, wo sie ihr Wissen herbeziehen“, fasste David die Unterschiede zusammen.

Deshalb plädierte sie für das Prinzip New Leadership. Führungskräfte sind fit für intergeneratives Führen, wenn sie sich der Diversität der Mitarbeiter bewusst sind, emotionale Intelligenz besitzen, anpassungsfähig sind und über Fähigkeiten des Coaching und Mentoring verfügen.

Was kann man dafür organisationsintern tun? Zunächst sollten Führungskräfte vermeiden, Mitarbeiter aus einer Altersstufe als homogene Gruppe zu betrachten. Wichtig sei es außerdem, den Dialog zwischen den Generationen anzuregen und Vorurteile zu hinterfragen. Das verbessere erheblich das Klima in einem Unternehmen und helfe die Organisationskultur zu entwickeln.

„In Deutschland arbeiten wir traditionell im 3-Stufen-Modell ‚Ausbildung – Arbeit – Ruhestand‘ und das in aller Regel nacheinander und in Vollzeit. Dieses Modell ist antiquiert und bricht langsam auf“, hob Anna-Kristin David hervor. Sie empfiehlt, Strategien und interne Strukturen der Personalentwicklung in Richtung des Multi-Channel-Modells auszurichten. „Das ist ein mehrstufiges System, in dem sich (Aus)Bildung, Ausprobieren, Phasen des Übergangs, verschiedene Formen der Erwerbstätigkeit, inklusive der Selbständigkeit, Phasen der Erholung oder des Ruhestands abwechseln oder überschneiden.“ Dieses Modell stellt Personalabteilungen vor besondere Herausforderungen, denn sie müssten viel flexibler werden. Es helfe aber, wenn sie gute Mitarbeiter finden und halten wollen.

Beide Referentinnen haben einen Großteil ihres bisherigen Berufslebens im Ausland verbracht, beispielsweise in Australien, USA und Asien, und dort ein anderes Maß an Flexibilität kennengelernt.
„In Australien ist es ganz normal, dass man drei bis fünf Mentoren hat. Mentorship auf Augenhöhe trifft man dagegen in Deutschland allerdings noch viel zu wenig“, stellte Rona van der Zander fest und ergänzte: „Ein gutes Mittel, den Austausch und Wissenstransfer in Teams zu fördern ist die intergenerative Projektarbeit. Mit Leuten zusammenzuarbeiten, die nicht so denken wie man selbst, ist unglaublich anstrengend. Aber es bringt einen oft weiter.“

Im anschließenden Austausch berichteten Teilnehmer in dem Zusammenhang, dass sie als Führungskräfte aus dem Bereich der Finanzbuchhaltung gute Erfahrungen mit Werkstudenten gemacht hätten. Diese verfügten zwar noch nicht über das Spezialwissen von Senior Mitarbeitern. Sie könnten aber Vorschläge zur automatisierten und digitalen Erfassung von Buchungsvorgängen und zum Aufbereiten von Prozessen des Wissensmanagements erfolgreich einbringen und umsetzen.
„Intergenerative Teams, die auf Augenhöhe zusammenarbeiten, bergen Innovationskraft“, fasste Anna-Kristin David das Potenzial von intergenerativen Teams abschließend zusammen – ziemlich beste Bosse eben!

Wahl-Berlinerin Stefanie Kirsch studiert jetzt Wirtschaftspsychologie

Nach 12 Jahren im Beruf: „In mir liegen noch verborgene Kräfte“ #FOMserie

Stefanie Kirsch Wirtschaftspsychologie Berlin #FOMserie
Von Speyer nach Berlin: Stefanie Kirsch ist angekommen - und will bleiben (Foto: privat)

Stefanie Kirsch hat ihre Komfortzone vor 18 Monaten verlassen. Nach 12 Jahren im Beruf brauchte sie einen Tapetenwechsel – und tauschte das beschauliche Speyer gegen die deutsche Hauptstadt. „Berlin hat mir schon immer gut gefallen. Hier sammle ich jede Woche neue Eindrücke und kann mich von den vielen Menschen, denen ich begegne, inspirieren lassen.“ Doch es war nicht nur die Metropole, die sie nach Berlin zog. Ein weiterer Faktor war die FOM Hochschule, die ihr Wunsch-Studium anbot: Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie im Bachelor. Das Aufstiegsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung machte beides möglich.

Mittlerweile studiert sie im 4. Semester an der FOM in Berlin und ist sehr zufrieden. Fröhlich winkend steht sie zum Interviewtermin an der Tür zum Studienzentrum und deutet auf das aktuelle Plakat: 'Werde die beste Variante von Dir selbst.' „Das trifft es bei mir genau.“ Denn beim Studieren hat sie auch noch ihren Wunsch-Job in der Personalentwicklung gefunden. Im Vorstellungsgespräch machte sie gleich klar, dass sie nur an drei Tagen arbeiten kann, da sie an zwei Tagen studiert. Das war kein Problem für den neuen Arbeitgeber, der ihr gern Freiraum für ihre persönliche Weiterentwicklung einräumt.

Werde die beste Variante von dir selbst Stefanie Kirsch #FOMserie
'Werde die beste Variante von dir selbst.' „Das trifft es bei mir genau.“ (Foto: N.Bungard)

Die gelernte Informatikkauffrau entschied sich bewusst für ein berufsbegleitendes Studium. „Nach meiner Arbeit im Vertrieb für ein mittelständisches Unternehmen in der Luftfahrtindustrie sowie im Vertrags- und Vergütungsmanagement für Erneuerbare Energien bei einem lokalen Energieversorger wusste ich: bei mir liegen noch verborgene Kräfte.“ Stefanie Kirschs Ziel ist die Personal- und Führungskräfteentwicklung. Ihr wurde schnell klar, dass sie als Quereinsteigerin ohne ein Studium nicht wirklich etwas bewegen konnte. Gleichzeitig wollte sie in der Wirtschaft bleiben und nicht aus dem Berufsleben aussteigen.

Praxisorientiertes Tagesstudium ergänzt den Beruf

„Da kam ein klassisches Psychologie-Studium gar nicht infrage. Hinzu kommt der Altersunterschied zu den Kommilitonen an den staatlichen Hochschulen“, betont sie und schwärmt von dem guten Austausch mit den berufstätigen Kommilitonen an der FOM. Erfahrungen mit dem berufsbegleitenden Studium hatte die Wahl-Berlinerin da schon, weil sie im Abendstudium bereits den Abschluss zur Betriebsfachwirtin absolviert hatte. „Das war eine echte Herausforderung! Zum Glück habe ich mit zwei Freundinnen studiert.“ Deshalb ist sie froh, dass es an der FOM das Tagesstudium gibt. „Für mich sind das perfekte Bedingungen. Ich lerne in meinem Job, was sich wunderbar ergänzt mit den theorieintensiven Sessions an der FOM. Da die Dozenten aus der Praxis kommen, bleibt es trotzdem sehr anschaulich.“ Stefanie Kirsch fühlt sich rundum gut unterstützt. „Schon die Campus App ist toll. Da finde ich alle Informationen auf einen Blick.“

Obwohl das Lernen für sie in der Woche und in der freien Zeit ein ständiger Begleiter ist, macht sie noch eine Ausbildung zum Systemischen Coach in Berlin. „Das ist doch nur an einem Wochenende im Monat“, winkt sie ab, „und es ergänzt gut, was ich gerade lerne.“ Ausgleich findet sie bei Yoga und Ausdauersport, sowie im Austausch bei gutem Essen mit Freunden. In Berlin ist Stefanie Kirsch definitiv angekommen – und will bleiben.