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zdi-Herbstferiencamp 2017

Per Wetterballon die Stratosphäre erkunden

Aus wie vielen Schichten besteht die Erdatmosphäre? Ab welcher Höhe kann man die Krümmung des Planeten erkennen? Und wie kalt ist es 30 Kilometer oberhalb des Ruhrgebiets? Beim kostenfreien zdi-Herbstferiencamp vom 23. bis 27. Oktober 2017 haben Essener Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, die Antworten auf diese Fragen selbst herauszufinden: Unter Anleitung von Experten der FOM Hochschule und der Stratoflights GbR bauen sie einen Wetterballon und lassen ihn auf eine Höhe von fast 40 Kilometer steigen. Mit an Bord: Aufzeichnungs- und Messgeräte, die sowohl Aufnahmen von der immer kleiner werdenden Erde machen als auch Daten wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfassen.

Beim zdi-Herbstferiencamp 2017 wird Max, der Maulwurf, wieder ins Weltall geschickt.
Beim zdi-Herbstferiencamp 2017 wird Max, der Maulwurf, wieder ins Weltall geschickt.


Die Themen Luft und Wetter spielen auch bei den weiteren Programmpunkten des Feriencamps eine große Rolle. So besichtigen die Schülerinnen und Schüler den Flughafen Essen/Mülheim und machen Station bei der Flugschule TFC Käufer. Dort können sie zum Beispiel in einem Flugsimulator Platz nehmen, der für die Ausbildung von Pilotinnen und Piloten des Airbus 320 zum Einsatz kommt. Zusätzlich erfahren sie im Rahmen von Schnuppervorlesungen und Informationsveranstaltungen Wissenswertes über Studiengänge wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik.

Das Feriencamp zdi am Rande des Weltalls – ein Stratosphärenflug richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 bis 11. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt Christiane Schuld bis zum 13. Oktober unter 0201 81004-547 oder christiane.schuld@bcw-gruppe.de gerne entgegen. Hinter der Veranstaltung steht das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen.

zdi-Sommerferiencamp 2017

Wie Pappbecher das Fliegen lernen

Was tun, wenn der Quadrocopter nicht groß genug ist, um die Actionkamera zu transportieren? Vor dieser Frage standen Fynn, Dominik und Mirco beim Sommerferiencamp 2017 des zdi-Zentrums MINT-Netzwerk Essen. Auf der Suche nach einer Lösung machten sich die Schüler auf Erkundungstour durch das Studienzentrum der FOM Hochschule, in dem das Camp stattfand. Fündig wurden sie schließlich im Erdgeschoss: Die dort ansässige Bäckerei stellte ihnen vier Pappbecher zur Verfügung, die mit Hilfe von Klebeband am Quadrocoptergestell montiert wurden. Dank dieses Upgrades konnten die Schüler ihre Kamera auf Reisen schicken und besonders schöne Luftaufnahmen machen. Ein Punkt, der sich am letzten Tag des Feriencamps auszahlte…

Blick auf das Pappbecher-Upgrade des Quadrocopters… (Foto: Tim Stender)
Blick auf das Pappbecher-Upgrade des Quadrocopters… (Foto: Tim Stender)


Dann nämlich präsentierten die 15 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler Kurzfilme über die Aktivitäten der vergangenen Tage: die Vorträge zu beruflichen Optionen in der Luftfahrttechnik, der Besuch bei der Flugschule TFC Käufer, die Exkursion zum Flughafen Essen/Mülheim und natürlich der Einsatz der selbstgebauten Quadrocopter. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der FOM begutachtete die Clips und einigte sich nach intensiver Diskussion auf die Gewinner-Teams: Platz eins ging an Fynn, Dominik und Mirco, dicht gefolgt von Simon und Tim (Platz zwei) sowie Jonas und Hendrik (Platz drei). „Die Entscheidung war alles andere als einfach“, betonte Prof. Dr.-Ing. Jochen Remmel. „Die Schülerinnen und Schüler haben ganz großartige Filme abgeliefert und ihre Kreativität eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

Der wissenschaftliche Leiter des KCQ KompetenzCentrum für industrielle Entwicklung & Qualifikation ist der Kopf hinter der berufsorientierenden Maßnahme, die vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation.NRW – zdi.NRW“ gefördert wird. Gemeinsam mit Christiane Schuld vom zdi Essen und Tim Stender von der FOM Hochschule gestaltete er das viertägige Programm und zeigte den Schülerinnen und Schülern u. a. auf, wie sie Pilot oder Pilotin werden können, welche Aufgaben beim Flugzeugbau anfallen und wo sie sich die entsprechenden Kompetenzen aneignen können. „Wir setzen dabei auf MINT zum Anfassen“, so Prof. Dr.-Ing. Remmel. „Klassische Vorträge – zum Beispiel zum Ingenieurberuf – werden durch Exkursionen und Übungen ergänzt. Bislang ist diese Mischung bei den Schülerinnen und Schülern immer sehr gut angekommen.“

Wer selbst auf diese Weise Einblicke in Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik & Co. gewinnen möchte, hat im Herbst 2017 Gelegenheit dazu: Das nächste (kostenlose) Feriencamp zdi hebt ab! Alles rund ums Fliegen findet im Oktober statt. Erste Informationen hat Christiane Schuld (0201 81004-547, christiane.schuld@bcw-gruppe.de).

Impressionen (Fotos: Tim Stender)

FOM Professor zu Gast im Klassenraum

MINT-Berufsorientierung in Essen und Bönen

Gleich mehrmals war FOM Professor Dr. Marcel Walkowiak im letzten Quartal in Sachen Berufsorientierung für das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen unterwegs: An der Gesamtschule Holsterhausen in Essen gewährte er in insgesamt drei Veranstaltungen Einblicke in die Konstruktionsbionik, am Marie-Curie-Gymnasium in Bönen lieferte er im Rahmen des „Projekttages Technik“ Input zum Thema rechnerunterstütztes Konstruieren. „Junge Menschen auch außerhalb des Hörsaals für MINT zu begeistern, hat sehr viel Spaß gemacht“, zog der wissenschaftliche Leiter des KCQ KompetenzCentrum für industrielle Entwicklung & Qualifikation (Raum NRW) nach der letzten Veranstaltung Bilanz. „Vielen von ihnen war gar nicht bewusst, wie viele unterschiedliche Facetten der Ingenieurberuf hat.“

So sah eines der Tragwerke aus, das die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Holsterhausen konstruiert haben.
So sah eines der Tragwerke aus, das die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Holsterhausen konstruiert haben.

Im Bereich Bionik – also der Übertragung von Phänomenen aus der Natur auf die Technik – sind beispielsweise Architekt*innen, Bauingenieur*innen und Bauzeichner*innen gefragt, erklärte Prof. Dr. Walkowiak den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Holsterhausen im Zuge einer Schnuppervorlesung. Welche konkreten Aufgaben auf diesen Personenkreis warten, machte er anhand einer Aufgabenstellung für die nächsten Treffen deutlich: Die Schülerinnen und Schüler sollten ein Tragwerk planen und am Experimentiertag bauen, welches einen Naturstein von 3,5 Kilogramm in der Mitte zwischen zwei Tischen gleicher Höhe und einem Tischkantenabstand von 80 Zentimeter erschütterungssicher lagert. Zur Lösung erhielten sie ein karges Set verschiedener Materialien – im Wesentlichen Papier, Bindfaden und Kleber. Die Konstruktion des Gewinnerteams konnte schließlich eine Masse von mehr als 25 Kilogramm tragen, ohne sich dabei nennenswert zu verformen oder zu versagen.

Einen völlig anderen Schwerpunkt legte Prof. Dr. Walkowiak bei seinem Besuch am Marie-Curie-Gymnasium in Böhnen. Dort baute er Experimentierstationen auf, an denen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aspekte von Computer-Aided Design (CAD) kennen lernen konnten. Auch das Thema 3D-Druck spielte dabei eine Rolle: Tim Stender aus dem Bereich Support Forschung der FOM Hochschule erklärte, wie ein 3D-Drucker funktioniert, und stellte praktische Anwendungsmöglichkeiten vor. Bezug nahm er dabei u.a. auf das Projekt FlexLabplus. Im Rahmen des aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes NRW geförderten Projektes entstehen mobile Experimentiersets, mit deren Hilfe Schüler*innen dreidimensionale Objekte entwerfen, modifizieren und problemlos herstellen können. Auf diese Weise können direkt im Klassenraum Versuche zu 3D-Druck und neuen Werkstoffen durchgeführt werden.

Befragung unter Berufstätigen

Wie lässt sich die Attraktivität von MINT-Berufen für Frauen steigern?

Frauen sind in MINT-Berufen unterrepräsentiert: Laut Bundesagentur für Arbeit machen sie nur 15 Prozent der Beschäftigten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aus. Die Frage, wie die Attraktivität von MINT-Berufen für Frauen gesteigert werden kann, steht im Zentrum eines Forschungsprojektes des Lehrstuhls für Strategie und Organisation der Technischen Universität München. Auf der Suche nach einer Antwort führen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuell eine Online-Umfrage zur Attraktivität von Berufen durch. Zielgruppe: Männer und Frauen aus technischen und nicht-technischen Berufen mit Studienabschluss. Für die Beantwortung des entsprechenden Fragebogens sind 20 Minuten veranschlagt, zu finden ist er unter https://ww3.unipark.de/uc/Master_mit_Zukunft/LSO/TUM/

Wie lässt sich die Attraktivität von MINT-Berufen für Frauen steigern? Dieser Frage sind die TUM-Forschenden auf der Spur... (Foto: svedoliver/Thinkstock)
Wie lässt sich die Attraktivität von MINT-Berufen für Frauen steigern? Dieser Frage sind die TUM-Forschenden auf der Spur... (Foto: svedoliver/Thinkstock)


„Die FOM Hochschule unterstützt das Forschungsprojekt mit dem Titel ‚Master mIt ZukuNfT‘ sehr gerne“, betont Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier. „Schließlich ist es auch in unserem Interesse, die Attraktivität von MINT-Berufen für Frauen zu steigern. Deshalb engagieren wir uns zum Beispiel im zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen, das wie die FOM von der gemeinnützigen BCW-Stiftung getragen wird. Es hat sich das Ziel gesetzt, junge Menschen für MINT-Themen zu begeistern.“

Auch am KCQ KompetenzCentrum für industrielle Entwicklung & Qualifikation der Hochschule wird zum Thema MINT geforscht. Aktuell entstehen dort u.a. mobile Experimentiersets für den Einsatz in der Sekundarstufe II. Sie sollen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Versuche zu 3D-Druck und neuen Werkstoffen durchzuführen, ohne ihr Klassenzimmer zu verlassen. Der Name des Projektes, das im Rahmen des Förderprogramms EFRE-zdi II vom NRW-Wissenschaftsministerium und dem NRW-Wirtschaftsministerium gefördert wird: FlexLabplus Industrie 4.0 – Entwicklung von Experimentiersets zu neuen Produktionsmethoden.

Tag der Bewegung in Essen

MINT zum Mitmachen

Am Sonntag hatten Fußgänger und Radfahrer das Sagen in der Essener Innenstand: Für den Tag der Bewegung war der Ring zwischen Hachestraße und Schützenbahn für den Autoverkehr gesperrt, um Platz für ein Straßenfest mit rund 1.500 Helfern, Akteuren und Künstlern zu machen. Zielsetzung dieser Veranstaltung im Rahmen der Grünen Hauptstadt: die Essener Bürgerinnen und Bürger dazu zu bewegen, sich zu bewegen. Gemeinsam mit der Initiative Wissenschaftsstadt Essen war auch das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen mit einem Stand in der Nähe des Berliner Platzes vertreten und bot den rund 12.500 Besucherinnen und Besuchern MINT zum Mitmachen.

Der 3D-Drucker war den ganzen Tag im Einsatz. (Foto: EWG, Heike Kandalowski)
Der 3D-Drucker war den ganzen Tag im Einsatz. (Foto: EWG, Heike Kandalowski)


Tommy Schafran gewährte beispielsweise Einblicke in FlexLabplus. Im Rahmen des aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes NRW geförderten Projektes entstehen mobile Experimentiersets, mit deren Hilfe Schüler*innen dreidimensionale Objekte entwerfen, modifizieren und problemlos herstellen können. Auf diese Weise können direkt im Klassenraum Versuche zu 3D-Druck und neuen Werkstoffen durchgeführt werden.

Christiane Schuld und Tim Stender ließen Quadrocopter fliegen und erklärten interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern, wie Drohnen funktionieren und wo sie zum Einsatz kommen (können). Last but not least stellte Anja Krumme die Bildungsinitiative KidsgoMINT vor, hinter der u.a. die Stadt Essen, das zdi und – als strategischer Partner – 3malE stehen. Zielsetzung: Vorschulkinder für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern – und zwar, indem sie sich diesen Themen durch spielerisches Ausprobieren nähern. Entsprechende Experimente hat der Lehrstuhl Technologie und Didaktik der Technik der Universität Duisburg-Essen entwickelt. Jedes von ihnen ist in eine Rahmenhandlung eingebunden, bei der Max der Maulwurf – als tierischer Sympathieträger – auf Herausforderungen stößt, für die die Kinder technische Lösungen finden müssen. Inzwischen setzen über 100 Kindertagesstätten auf die KidsgoMINT-Experimente. Dazu gehören alle städtischen Kitas sowie die Einrichtungen des VJK Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V. und des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverein Essen e.V. Gefördert wird die Initiative aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mitten in dem bunten Treiben zwischen Hachestraße und Schützenbahn war auch Prof. Dr. Stefan Heinemann. Der Repräsentant des BildungsCentrums der Wirtschaft im zdi Essen, FOM Prorektor für Kooperationen und Vorstandsvorsitzender der Initiative „Wissenschaftsstadt Essen“ genoss die vielen Gespräche und Einblicke, die der Tag der Bewegung ermöglichte. „Ich bin sehr froh, dass wir bei dieser Veranstaltung mit an Bord sind“, betonte er. „Mit unseren Aktivitäten – allen voran der Technikförderung für die Jüngsten im Rahmen von KidsgoMINT – konnten wir das Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger wecken und Lust auf MINT machen. Mein besonderer Dank gilt natürlich all unseren Partnern, die sich hier engagiert und gemeinsam mit uns eine klare Botschaft gesendet haben: MINT bewegt!“

Auch zur Drohne gab es viele Fragen von den Besucherinnen und Besuchern (Foto: Tim Stender).
Auch zur Drohne gab es viele Fragen von den Besucherinnen und Besuchern (Foto: Tim Stender).