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Schwerpunkt Accounting

2. FOM Finanz-Forum Berlin findet am 17. November statt

Nach der erfolgreichen Premiere im Mai findet das FOM Finanz-Forum Berlin am 17. November 2017 zum zweiten Mal statt. „Wir möchten am Finanzsektor Interessierten sowie Studierenden des berufsbegleitenden Master-Programms Finance & Accounting Einblicke in aktuelle Forschungsthemen und Entwicklungen vermitteln“, umreißt Prof. Dr. Manuela Zipperling die Zielsetzung. „Und wer weiß, vielleicht entsteht dabei die oder andere Idee für eine Abschlussarbeit…“, so die Geschäftsleiterin der FOM Hochschule in Berlin. Schwerpunkt der kostenfreien Veranstaltung: Accounting.

Das Hochschulzentrum Berlin lädt ein zum 2. FOM Finanz-Forum.
Das Hochschulzentrum Berlin lädt ein zum 2. FOM Finanz-Forum.

Der Startschuss zum Finanz-Forum fällt um 14:00 Uhr. Dann stellt Dr. Alexander Zureck den Teilnehmenden das Bloomberg Terminal vor – ein Computersystem, das Recherchen zu Daten des Finanzmarktes ermöglicht. Anschließend gibt der Experte des isf Institute for Strategic Finance einen Überblick über das berufsbegleitende Promotionsprogramm, das die spanische Universidad de Cátolica de Murcia (UCAM) gemeinsam mit der FOM Hochschule ins Leben gerufen hat.

Es folgen mehrere Fachvorträge à 30 Minuten. Sven Meyer von PricewaterhouseCoopers geht beispielsweise der Frage nach, welche prozessualen und technischen Herausforderungen der neue Leasingstandard IFRS 16 mit sich bringt. Eine Schwierigkeit bestehe beispielsweise darin, dass bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Leasingverhältnisse „on balance“ bilanziert werden müssen, so der PwC-Experte. Das wirke sich teilweise signifikant auf wichtige Key Performance Indicators sowie in den Kreditverträgen vereinbarten Covenants der Unternehmen aus.

Der neue Standard zur Bewertung von Finanzinstrumenten steht im Zentrum des Vortrages von Verena Guderjan, ebenfalls PricewaterhouseCoopers. Sie stellt Kernpunkte von IFRS 9 vor und wirft einen Blick auf die daraus resultierenden Herausforderungen in der praktischen Umsetzung. Einer ihrer Schwerpunkte liegt dabei auf den Auswirkungen auf die Höhe der Risikovorsorge ab 2018.

Auch Prof. Dr. Claudia Rademacher-Gottwald ist mit einem Vortrag vertreten. Die FOM Expertin vom KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der Hochschule befasst sich mit dem Einsatz hybrider Finanzinstrumente zur Optimierung der handelsrechtlichen Bilanzstruktur sowie der Steuerbelastung. Ihre These: Durch hybride Finanzinstrumente, die aus steuerlicher Sicht Fremdkapital darstellen, kann die Ertragssteuerbelastung reduziert und damit der Gewinn vor Steuern erhöht werden.

Das 2. FOM Finanz-Forum beginnt um 14:00 Uhr im FOM Hochschulzentrum Berlin (Bismarckstr. 107) und endet gegen 17:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen nimmt Maria Behrendt gerne unter 030 31 86 23-66 oder maria.behrendt@fom.de entgegen.

ICSB World Conference in Buenos Aires

Dr. Hartmut Meyer mit drei Vorträgen vertreten

Nach New York 2016 traf sich das International Council for Small Business (ICSB) in diesem Jahr in Buenos Aires. Führende Mittelstandsexpert*innen aus aller Welt diskutierten in der argentinischen Hauptstadt, welchen Beitrag Unternehmertum und KMU zur Welt von morgen leisten können. Input kam auch von Dr. Hartmut Meyer. Der Wissenschaftler des KompetenzCentrums für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM konnte sich in einem kompetitiven Auswahlprozess mit drei Vorträgen durchsetzen und zeigte sich begeistert von dem internationalen Austausch. „Es gab auch sehr viele positive Rückmeldungen zu unserer Hochschule und zum KCE. Durch die regelmäßige Teilnahme an der ICSB-Konferenz sind wir zu einer festen Größe der Veranstaltung geworden.“

Dr. Hartmut Meyer vom KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand
Dr. Hartmut Meyer vom KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand

Der erste Beitrag zu Blue Ocean stammt aus der Feder von Prof. Dr. Thomas Heupel (Prorektor Kooperationen an der FOM Hochschule), Prof. Dr. Gero Hoch vom Siegener Mittelstandsinstitut und Dr. Hartmut Meyer. Gemeinsam waren sie der Frage nachgegangen, ob die Strategie geeignet ist, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Antwort: auf jeden Fall. „Mit Hilfe von Blue Ocean können bestehende Dinge überdacht und neue Werte und letztlich auch Unique Selling Points geschaffen werden“, sagte Hartmut Meyer. „Die weitere Forschung sollte hinterfragen, wie die Strategie noch anwendbarer für KMU gestaltet werden kann.“

Eine empirische Analyse zu den Folgen des BREXIT für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland stand im Zentrum des zweiten Vortrags. Basis waren die Ergebnisse einer Master-Thesis von dem FOM Studierenden Tim Bauer. „Zum Zeitpunkt der Untersuchung waren sowohl ein Widerstreben mit Blick auf den Austritt Großbritanniens aus der Euro-Zone als auch erste Zeichen von Unsicherheit festzustellen“, so Hartmut Meyer. „Diese Unsicherheit könnte operationalisiert werden, um Handelsbedingungen zu schaffen, die das zukünftige Verhalten beeinflussen.“ Die meisten deutschen KMU würden neue Handelsbarrieren fürchten, ausgelöst durch einen Anstieg der Bürokratie und die damit einhergehenden Kosten. Für sie sei der sanfte BREXIT die beste, weil weniger schädigende Option, betonte der KCE Experte.

Der dritte Vortrag drehte sich um Forschungsfragen, mit denen Hartmut Meyer sich schon lange befasst: Welche Faktoren bestimmen unternehmerische Aktivitäten in innovationsgetriebenen Volkswirtschaften? Und wie lässt sich Unternehmertum in diesen Volkswirtschaften fördern? Auf der Suche nach Antworten hat sich der Wissenschaftler die Wirtschaft in Deutschland und der Slowakei angesehen. Einer seiner Schwerpunkte: der Zugang zu öffentlichen bzw. staatlichen Förderungen für KMU. „Hier lässt sich schon ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Ländern feststellen“, stellte Hartmut Meyer eines seiner Zwischenergebnisse vor. „Während der Zugang zu öffentlichen Förderungen in der Slowakei direkt und unabhängig ist, müssen deutsche Unternehmen den Weg über eine Bank gehen. Das kann sich durchaus als Hürde erweisen…“ Weitere Ergebnisse werden sicherlich folgen – bei der ICSB-Konferenz 2018 in Taiwan.

Berliner Gründerinnen teilten Start-up Erfahrungen

#FrauenForum „Start-up-City Berlin: Frauen gründen“ ging mit neuem Format in die 4. Runde

Von einem reinen Vortragsabend war das 4. Berliner #FrauenForum weit entfernt: Die Teilnehmerinnen der FOM Start-up-Veranstaltung erhielten in kleinen Workshop-Gruppen die Möglichkeit des direkten Austauschs mit Berliner Gründerinnen. „Wir wollten mit einem anderen Veranstaltungsformat das Networking intensivieren - wie das in der Gründerszene sowieso üblich ist“, freute sich Prof. Manuela Zipperling, FOM Geschäftsleitung Berlin, über den erfolgreichen Abend. „Und das ist uns mit Blick auf die vielen Gespräche auch sehr gut gelungen“, bestätigte auch Prof. Dr. Holger Wassermann, Leiter des KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM.

Frau Prof. Zipperling begrüßt Teilnehmer
Geschäftsleiterin Prof. Dr. Manuela Zipperling begrüßte die Teilnehmerinnen beim 4. #FrauenForum (Foto: FOM Hochschule).

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde empfingen vier Experten im Wechsel die Teilnehmer an folgenden Thementischen: „Geschäftsmodell schärfen, Businessplan vorbereiten“ mit Silke Ababneh, Gründerin von nie:solo, „Zielgruppen finden, Ideen testen“ mit Jennifer Meister, FOM-Absolventin und Co-Gründerin von Coachimo, „Finanzierung für Gründungen“ mit Prof. Dr. Nick Dimler, FOM-Dozent und Unternehmensberater und Claudine Oldengott, Gründerin von velo easy, mit „Vertrieb für Gründungen“. Wer nicht bei der Veranstaltung dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit bei Twitter die Ergebnisse der Gespräche mitzuverfolgen: Unter dem Hashtag #FrauenForum twitterte die FOM live zur Veranstaltung.

Claudine Oldengott, die mit velo easy ihre Idee von Fahrradboxen an Bahnhöfen verwirklichte, riet beim Vertrieb von klassischer Kaltakquise ab: „Geht auf die Straße und habt keine Hemmungen auf Leute zuzugehen. Social Media ist dafür unglaublich wichtig.“ Sie hatte per Twitter den Kontakt zum verkehrspolitischen Sprecher der Grünen in Berlin gefunden und bekam dann beim Joggen um den Schlachtensee die Gelegenheit ihre Idee vorzustellen.

Silke Ababneh, die mit nie:solo ein Netzwerk für selbstständige Eltern gegründet hat, legte jedem Gründer ans Herz, sich mit den Fragen eines Businessplanes intensiv auseinanderzusetzen. Als Vorlage empfiehlt sie das schmale Canvas Model und dazu ausdrücklich den Besuch des Businessplan-Wettbewerbs. Silke Ababneh hat viel mit Gründerinnen zu tun und stellte dabei fest, dass Frauen anders gründen: langsamer und vorsichtiger, aber nicht weniger erfolgreich. Sie rät deswegen allen Gründerinnen, ihre Angst vor Feedback und vor dem Scheitern loszulassen. „Den Perfektionismusgedanken beim Gründen fallen zu lassen gibt einem die innere Freiheit, um richtige Entscheidungen zu treffen.“

Jennifer Meister, die an der FOM studiert hat, ist Expertin für Online-Marketing und Co-Gründerin der Plattform Weiterbildungsplattform Coachimo. Sie forderte dazu auf, die Geschäftsidee gleich im Netz zu testen. „Recht einfach kann man wichtige Keywords identifizieren, testen, ob die Idee ankommt und herausfinden, wer sich überhaupt dafür interessiert.“ Ihr Tipp: ein klares Angebot und einen Fokus haben. „Probiert aus. Habt keine Angst vor Trial & Error. Die Idee muss sich entwickeln.“

Unternehmensberater und FOM-Dozent Prof. Dr. Nick Dimler empfahl, rechtzeitig mit Banken ins Gespräch zu kommen. „Finanzierung ist People Business. Eine gute Vernetzung ist entscheidend.“ Günstig sei dafür die Veränderung in den letzten Jahren, dass Banken inzwischen Gründer als Kunden von morgen erkannt haben und dementsprechend offener für Gespräche sind. Wichtig sei, den eigenen Kapitalbedarf zu kennen, um dann die richtigen Finanzierungskanäle zu finden.

Das FOM #FrauenForum ist Plattform und Netzwerk zugleich. Bundesweit finden die FOM Frauen-Foren mehr als zwölf Mal jährlich an verschiedenen Standorten statt. Die Verbände FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. und der EWMD – European Women's Manament Developement International Network unterstützen das 4. Frauenforum in Berlin.

Steuerfalle Erbschaftsteuerreform

Auftaktveranstaltung des Mittelstandsforums Metropol 2017 an der FOM Berlin

Welche Auswirkungen hat die Erbschaftssteuerreform 2016 für Unternehmen? Diese Frage beantwortete Prof. Dr. Holger Wassermann, Leiter des KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand, Anfang April an der FOM in Berlin. Das Hochschulzentrum in der Bismarckstraße bot den Rahmen für die Auftaktveranstaltung der Reihe Mittelstandsforum Metropol 2017 – initiiert vom Friedrichshain Kreuzberger Unternehmerverein und der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V.

Prof. Dr. Holger Wassermann bei der Auftaktveranstaltung des Mittelstandsforums Metropol 2017
Prof. Dr. Holger Wassermann bei der Auftaktveranstaltung des Mittelstandsforums Metropol 2017 (Foto: IMW e.V.)


Eine Zielsetzung der Erbschaftssteuerreform: Firmenerben sollen steuerlich entlastet werden, wenn sie sich verpflichten, das Unternehmen längere Zeit fortzuführen und die Arbeitsplätze im Wesentlichen zu erhalten. Prof. Dr. Wassermann zeigte anhand einfacher Berechnungsbeispiele, wie das in der Praxis aussehen kann. Seine These: „Die Verschärfung der sogenannten ‚Verschonungsregel‘ birgt bittere Risiken. Die Verpflichtung, die aktuelle Bruttolohnsumme über bis zu sieben Jahre nahezu unverändert zu lassen, gefährdet bei gleichzeitiger weiterer Digitalisierung von Arbeitsprozessen für viele Betriebe das Ziel der steuerlichen Entlastung.“ Ein weiterer Knackpunkt sei die rückwirkende Anwendung der Reform. Sie nehme den betroffenen Betrieben jegliche Gestaltungsmöglichkeit, so der KCE-Leiter.

Sein Appell an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mittelstandsforums lautete daher: „Setzen Sie sich frühzeitig mit der Nachfolgeregelung auseinander. Nur so bewahren Sie nachfolgende Generationen für einem finanziellen Desaster und sichern den Fortbestand Ihres Unternehmens.“

Die nächste Veranstaltung der Reihe steht übrigens am 8. Mai im Parkhaus am Gleisdreieck an. Thema: Elektro-Mobilität zum Anfassen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Unternehmensnachfolge sinnvoll gestalten

Prof. Dr. Wassermann unterwegs zwischen Berlin, Fürstenwalde und Marzahn

Pro Jahr suchen deutschlandweit mindestens 27.000 Unternehmen eine Lösung für die Nachfolge. Wie sich dieser Prozess zielgerichtet und erfolgreich für alle Beteiligten gestaltet lässt, ist eine der Fragen, mit denen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand befassen. Einblicke in ihre Expertise gewährt Prof. Dr. Holger Wassermann – und zwar im Rahmen einer Reihe von Vorträgen in März, April und Mai dieses Jahres. Zu Gast ist der wissenschaftliche Leiter des KCE u.a. bei den IHKen Berlin und Ostbrandenburg sowie der Commerzbank Berlin.

Prof. Dr. Holger Wassermann
Prof. Dr. Holger Wassermann

„Rund die Hälfte aller Nachfolgen werden in Deutschland noch familienintern geregelt, unternehmensinterne Lösungen werden in 20 Prozent, unternehmensexterne in 30 Prozent aller Fälle gefunden“, erklärt der FOM-Wissenschaftler. „Doch egal, welchen Weg die Unternehmen einschlagen: Sie sollten den Prozess rechtzeitig anstoßen und Sorge tragen, dass alle wichtigen Akteure eingebunden sind – vom Coach für den Übergeber über einen fachkundigen Steuerberater bis hin zum Unternehmensberater.“ Denn – so das Credo von Prof. Dr. Wassermann – Nachfolge koste Geld, aber keine Nachfolge koste das Vermögen. Weitere Tipps zu verschiedenen Schwerpunkten der Unternehmensnachfolge, stellt er an diesen Terminen vor:

  • 13.03.2017 – Brandenburger Nachfolgegespräche mit der IHK Ostbrandenburg in Prenzlau
  • 23.03.2017 – Unternehmerfrühstück zum Thema Nachfolge mit der Commerzbank Berlin
  • 28.03.2017 – nexx-day der IHK Berlin zum Thema Unternehmensnachfolge
  • 27.04.2017 ­– Brandenburger Nachfolgegespräche mit der IHK Ostbrandenburg in Fürstenwalde
  • 17.05.2017 – Nachfolgeforum Marzahn mit der IHK Berlin