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#FOMPreneurs 2017

Finanzierung vor und nach der Gründung

Am 15. November 2017 sind die #FOMPreneurs wieder zu Gast im FOM Hochschulzentrum Hamburg: Bei der kostenfreien Veranstaltung von 17:00 bis 21:15 Uhr geht es um die Frage, wie Finanzierung vor und nach der Gründung gelingt.


Eröffnet wird der Abend durch Annett Bergk und Paula Slomian: Die Kommunikationsexpertinnen begrüßen die Teilnehmenden und stellen das Programm der Veranstaltung vor. Das besteht im Wesentlichen aus vier Workshops, in denen spezifische Fragen der Finanzierung in den zwei Phasen der Gründung besprochen werden können. Es folgt eine Podiumsdiskussion mit Gründerinnen und Gründern. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Start-ups von Kooperationen profitieren können.

„In den Workshops sollen anhand von Beispielen ganz konkrete Fragen beantwortet werden“, erklärt Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter stellvertretend für das Organisationsteam. „Welche Möglichkeiten gibt es, ein Start-up zu finanzieren? Wie kommt man zu einer realistischen Vorstellung von Größenordnungen für Ausgaben und Einnahmen? Und wie lässt sich eine fundierte Liquiditätsvorschau erstellen“, so die KCE-Wissenschaftlerin. Im Detail sieht das Programm so aus:

  • Begrüßung (17:00-17:15 Uhr): Annett Bergk und Paula Slomian
  • Workshop I (17:15-18:15 Uhr): „Vor der Gründung: Abschätzung der Budgetierung“, Moderation: Dr. Hartmut Meyer (KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM Hochschule) Workshop II (17:15-18:15 Uhr): „Nach der Gründung: Gesellschaftsform und Folgefinanzierung“, Moderation: Prof. Dr. Björn Raupach (Professor der FOM Hochschule)
  • Workshop III (18:30-19:30 Uhr): „Vor der Gründung: Finanzierungsquellen: Wo? Wann? Wie?“, Moderation: Alois Krtil (Innovations Kontakt Stelle Hamburg)
  • Workshop IV (18:30-19:30 Uhr): „Nach der Gründung: Wie erstelle ich eine fundierte Liquiditätsschau?“, Moderation: Dr. Hartmut Meyer (KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM Hochschule)
  • Pause (19:30-20:15 Uhr)
  • Podiumsdiskussion mit Gründerinnen und Gründern (20:15-21:15 Uhr): Moderation: Alois Krtil


Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen nimmt die Zentrale Studienberatung bis zum 8. November unter 0800 1 95 95 95 oder studienberatung@fom.de entgegen.

Workshop an der FOM Berlin

Braucht die FinTech-Szene regulatorische Rahmenbedingungen?

Die FinTech-Szene wächst und wächst… Eine Studie zur Entwicklung in Deutschland geht von einem Anstieg des Gesamtmarktvolumens auf 58 Mrd. Euro im Jahr 2020 und auf rund 97 Mrd. Euro im Jahr 2025 aus. Angesichts dieser Zahlen wird der Ruf nach regulatorischen Rahmenbedingungen lauter. Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beispielsweise widmet sich inzwischen eine eigens eingerichtete Organisationseinheit dem Phänomen FinTech. Grund genug, das Thema im Rahmen eines Workshops am 11. Oktober 2017 im FOM Hochschulzentrum Berlin zu beleuchten. Veranstalter: HLP Management Connex im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Innovationsforums Mittelstand und in Kooperation mit dem KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand

„Der Workshop trägt den Titel ‚FinTechs und regulatorische Rahmenbedingungen‘“, erläutert Prof. Dr. Nick Dimler, der die Veranstaltung wissenschaftlich begleitet. „Expertinnen und Experten der BaFin sowie verschiedener FinTech-Unternehmen nähern sich dem Thema aus ihrer Perspektive und geben dabei Einblicke in ihren Arbeitsalltag.“ Wie eine Regulierung aussehen könnte, hänge in erster Linie davon ab, welches Geschäftsmodell das jeweilige Unternehmen betreibt, so der FOM Professor für Entrepreneurship und Finanzen. „Anders als beispielsweise in Großbritannien gibt es in Deutschland keine Sonderregelungen für junge FinTechs: Betritt ein FinTech mit seinem Geschäft reguliertes Terrain, wird nach denselben Regeln beaufsichtigt wie bei etablierten Unternehmen. Umso wichtiger ist es für die oft unbedarft agierenden Start-ups, die Regeln genau zu kennen.“

Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr im FOM Hochschulzentrum in der Bismarckstr. 107 (10625 Berlin). Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind unter www.innovationsforum-fintech.de möglich.

Schwerpunkt Accounting

2. FOM Finanz-Forum Berlin findet am 17. November statt

Nach der erfolgreichen Premiere im Mai findet das FOM Finanz-Forum Berlin am 17. November 2017 zum zweiten Mal statt. „Wir möchten am Finanzsektor Interessierten sowie Studierenden des berufsbegleitenden Master-Programms Finance & Accounting Einblicke in aktuelle Forschungsthemen und Entwicklungen vermitteln“, umreißt Prof. Dr. Manuela Zipperling die Zielsetzung. „Und wer weiß, vielleicht entsteht dabei die oder andere Idee für eine Abschlussarbeit…“, so die Geschäftsleiterin der FOM Hochschule in Berlin. Schwerpunkt der kostenfreien Veranstaltung: Accounting.

Das Hochschulzentrum Berlin lädt ein zum 2. FOM Finanz-Forum.
Das Hochschulzentrum Berlin lädt ein zum 2. FOM Finanz-Forum.

Der Startschuss zum Finanz-Forum fällt um 14:00 Uhr. Dann stellt Dr. Alexander Zureck den Teilnehmenden das Bloomberg Terminal vor – ein Computersystem, das Recherchen zu Daten des Finanzmarktes ermöglicht. Anschließend gibt der Experte des isf Institute for Strategic Finance einen Überblick über das berufsbegleitende Promotionsprogramm, das die spanische Universidad de Cátolica de Murcia (UCAM) gemeinsam mit der FOM Hochschule ins Leben gerufen hat.

Es folgen mehrere Fachvorträge à 30 Minuten. Sven Meyer von PricewaterhouseCoopers geht beispielsweise der Frage nach, welche prozessualen und technischen Herausforderungen der neue Leasingstandard IFRS 16 mit sich bringt. Eine Schwierigkeit bestehe beispielsweise darin, dass bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Leasingverhältnisse „on balance“ bilanziert werden müssen, so der PwC-Experte. Das wirke sich teilweise signifikant auf wichtige Key Performance Indicators sowie in den Kreditverträgen vereinbarten Covenants der Unternehmen aus.

Der neue Standard zur Bewertung von Finanzinstrumenten steht im Zentrum des Vortrages von Verena Guderjan, ebenfalls PricewaterhouseCoopers. Sie stellt Kernpunkte von IFRS 9 vor und wirft einen Blick auf die daraus resultierenden Herausforderungen in der praktischen Umsetzung. Einer ihrer Schwerpunkte liegt dabei auf den Auswirkungen auf die Höhe der Risikovorsorge ab 2018.

Auch Prof. Dr. Claudia Rademacher-Gottwald ist mit einem Vortrag vertreten. Die FOM Expertin vom KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der Hochschule befasst sich mit dem Einsatz hybrider Finanzinstrumente zur Optimierung der handelsrechtlichen Bilanzstruktur sowie der Steuerbelastung. Ihre These: Durch hybride Finanzinstrumente, die aus steuerlicher Sicht Fremdkapital darstellen, kann die Ertragssteuerbelastung reduziert und damit der Gewinn vor Steuern erhöht werden.

Das 2. FOM Finanz-Forum beginnt um 14:00 Uhr im FOM Hochschulzentrum Berlin (Bismarckstr. 107) und endet gegen 17:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen nimmt Maria Behrendt gerne unter 030 31 86 23-66 oder maria.behrendt@fom.de entgegen.

ICSB World Conference in Buenos Aires

Dr. Hartmut Meyer mit drei Vorträgen vertreten

Nach New York 2016 traf sich das International Council for Small Business (ICSB) in diesem Jahr in Buenos Aires. Führende Mittelstandsexpert*innen aus aller Welt diskutierten in der argentinischen Hauptstadt, welchen Beitrag Unternehmertum und KMU zur Welt von morgen leisten können. Input kam auch von Dr. Hartmut Meyer. Der Wissenschaftler des KompetenzCentrums für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM konnte sich in einem kompetitiven Auswahlprozess mit drei Vorträgen durchsetzen und zeigte sich begeistert von dem internationalen Austausch. „Es gab auch sehr viele positive Rückmeldungen zu unserer Hochschule und zum KCE. Durch die regelmäßige Teilnahme an der ICSB-Konferenz sind wir zu einer festen Größe der Veranstaltung geworden.“

Dr. Hartmut Meyer vom KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand
Dr. Hartmut Meyer vom KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand

Der erste Beitrag zu Blue Ocean stammt aus der Feder von Prof. Dr. Thomas Heupel (Prorektor Kooperationen an der FOM Hochschule), Prof. Dr. Gero Hoch vom Siegener Mittelstandsinstitut und Dr. Hartmut Meyer. Gemeinsam waren sie der Frage nachgegangen, ob die Strategie geeignet ist, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Antwort: auf jeden Fall. „Mit Hilfe von Blue Ocean können bestehende Dinge überdacht und neue Werte und letztlich auch Unique Selling Points geschaffen werden“, sagte Hartmut Meyer. „Die weitere Forschung sollte hinterfragen, wie die Strategie noch anwendbarer für KMU gestaltet werden kann.“

Eine empirische Analyse zu den Folgen des BREXIT für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland stand im Zentrum des zweiten Vortrags. Basis waren die Ergebnisse einer Master-Thesis von dem FOM Studierenden Tim Bauer. „Zum Zeitpunkt der Untersuchung waren sowohl ein Widerstreben mit Blick auf den Austritt Großbritanniens aus der Euro-Zone als auch erste Zeichen von Unsicherheit festzustellen“, so Hartmut Meyer. „Diese Unsicherheit könnte operationalisiert werden, um Handelsbedingungen zu schaffen, die das zukünftige Verhalten beeinflussen.“ Die meisten deutschen KMU würden neue Handelsbarrieren fürchten, ausgelöst durch einen Anstieg der Bürokratie und die damit einhergehenden Kosten. Für sie sei der sanfte BREXIT die beste, weil weniger schädigende Option, betonte der KCE Experte.

Der dritte Vortrag drehte sich um Forschungsfragen, mit denen Hartmut Meyer sich schon lange befasst: Welche Faktoren bestimmen unternehmerische Aktivitäten in innovationsgetriebenen Volkswirtschaften? Und wie lässt sich Unternehmertum in diesen Volkswirtschaften fördern? Auf der Suche nach Antworten hat sich der Wissenschaftler die Wirtschaft in Deutschland und der Slowakei angesehen. Einer seiner Schwerpunkte: der Zugang zu öffentlichen bzw. staatlichen Förderungen für KMU. „Hier lässt sich schon ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Ländern feststellen“, stellte Hartmut Meyer eines seiner Zwischenergebnisse vor. „Während der Zugang zu öffentlichen Förderungen in der Slowakei direkt und unabhängig ist, müssen deutsche Unternehmen den Weg über eine Bank gehen. Das kann sich durchaus als Hürde erweisen…“ Weitere Ergebnisse werden sicherlich folgen – bei der ICSB-Konferenz 2018 in Taiwan.

Berliner Gründerinnen teilten Start-up Erfahrungen

#FrauenForum „Start-up-City Berlin: Frauen gründen“ ging mit neuem Format in die 4. Runde

Von einem reinen Vortragsabend war das 4. Berliner #FrauenForum weit entfernt: Die Teilnehmerinnen der FOM Start-up-Veranstaltung erhielten in kleinen Workshop-Gruppen die Möglichkeit des direkten Austauschs mit Berliner Gründerinnen. „Wir wollten mit einem anderen Veranstaltungsformat das Networking intensivieren - wie das in der Gründerszene sowieso üblich ist“, freute sich Prof. Manuela Zipperling, FOM Geschäftsleitung Berlin, über den erfolgreichen Abend. „Und das ist uns mit Blick auf die vielen Gespräche auch sehr gut gelungen“, bestätigte auch Prof. Dr. Holger Wassermann, Leiter des KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM.

Frau Prof. Zipperling begrüßt Teilnehmer
Geschäftsleiterin Prof. Dr. Manuela Zipperling begrüßte die Teilnehmerinnen beim 4. #FrauenForum (Foto: FOM Hochschule).

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde empfingen vier Experten im Wechsel die Teilnehmer an folgenden Thementischen: „Geschäftsmodell schärfen, Businessplan vorbereiten“ mit Silke Ababneh, Gründerin von nie:solo, „Zielgruppen finden, Ideen testen“ mit Jennifer Meister, FOM-Absolventin und Co-Gründerin von Coachimo, „Finanzierung für Gründungen“ mit Prof. Dr. Nick Dimler, FOM-Dozent und Unternehmensberater und Claudine Oldengott, Gründerin von velo easy, mit „Vertrieb für Gründungen“. Wer nicht bei der Veranstaltung dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit bei Twitter die Ergebnisse der Gespräche mitzuverfolgen: Unter dem Hashtag #FrauenForum twitterte die FOM live zur Veranstaltung.

Claudine Oldengott, die mit velo easy ihre Idee von Fahrradboxen an Bahnhöfen verwirklichte, riet beim Vertrieb von klassischer Kaltakquise ab: „Geht auf die Straße und habt keine Hemmungen auf Leute zuzugehen. Social Media ist dafür unglaublich wichtig.“ Sie hatte per Twitter den Kontakt zum verkehrspolitischen Sprecher der Grünen in Berlin gefunden und bekam dann beim Joggen um den Schlachtensee die Gelegenheit ihre Idee vorzustellen.

Silke Ababneh, die mit nie:solo ein Netzwerk für selbstständige Eltern gegründet hat, legte jedem Gründer ans Herz, sich mit den Fragen eines Businessplanes intensiv auseinanderzusetzen. Als Vorlage empfiehlt sie das schmale Canvas Model und dazu ausdrücklich den Besuch des Businessplan-Wettbewerbs. Silke Ababneh hat viel mit Gründerinnen zu tun und stellte dabei fest, dass Frauen anders gründen: langsamer und vorsichtiger, aber nicht weniger erfolgreich. Sie rät deswegen allen Gründerinnen, ihre Angst vor Feedback und vor dem Scheitern loszulassen. „Den Perfektionismusgedanken beim Gründen fallen zu lassen gibt einem die innere Freiheit, um richtige Entscheidungen zu treffen.“

Jennifer Meister, die an der FOM studiert hat, ist Expertin für Online-Marketing und Co-Gründerin der Plattform Weiterbildungsplattform Coachimo. Sie forderte dazu auf, die Geschäftsidee gleich im Netz zu testen. „Recht einfach kann man wichtige Keywords identifizieren, testen, ob die Idee ankommt und herausfinden, wer sich überhaupt dafür interessiert.“ Ihr Tipp: ein klares Angebot und einen Fokus haben. „Probiert aus. Habt keine Angst vor Trial & Error. Die Idee muss sich entwickeln.“

Unternehmensberater und FOM-Dozent Prof. Dr. Nick Dimler empfahl, rechtzeitig mit Banken ins Gespräch zu kommen. „Finanzierung ist People Business. Eine gute Vernetzung ist entscheidend.“ Günstig sei dafür die Veränderung in den letzten Jahren, dass Banken inzwischen Gründer als Kunden von morgen erkannt haben und dementsprechend offener für Gespräche sind. Wichtig sei, den eigenen Kapitalbedarf zu kennen, um dann die richtigen Finanzierungskanäle zu finden.

Das FOM #FrauenForum ist Plattform und Netzwerk zugleich. Bundesweit finden die FOM Frauen-Foren mehr als zwölf Mal jährlich an verschiedenen Standorten statt. Die Verbände FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. und der EWMD – European Women's Manament Developement International Network unterstützen das 4. Frauenforum in Berlin.