Newsroom

Newsarchiv

Informieren Sie sich über Aktuelles in:

Timeline

Roadmapping in der Praxis

Fraunhofer IAO und KCT laden zur Konferenz nach Stuttgart

Wie kann die Roadmap zu einem noch besseren Instrument des Technologie- und Innovationsmanagements werden? Diese Frage steht am 16. November 2017 in Stuttgart zur Diskussion – bei der 2. gemeinsamen Roadmapping-Konferenz des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation und des KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement der FOM Hochschule. „Der Bogen wird dabei gespannt von psychologischen Aspekten der Strategieerstellung über den Einsatz spezifischer Softwareinstrumente bis zur aktuellen Forschung führender Institute“, so KCT-Leiter Prof. Dr.-Ing. Thomas Abele.

Die Konferenz findet im FOM Hochschulzentrum Stuttgart statt.
Die Roadmapping-Konferenz findet im FOM Hochschulzentrum Stuttgart statt.


Einer der Programmpunkte: die Vorstellung der Roadmapping Software-Studie 2017 durch Prof. Dr.-Ing. Abele, Dr. Sven Schimpf (Fraunhofer IAO) und Phillip Spielberger M.Sc. (TIM Consulting). Darüber hinaus gewähren Experten wie Dr. Rob Phaal (University of Cambridge), Harald Horrmann (REHAU AG & Co.), Dr. Jeroen Kemp (NXP Semiconductors) und Prof. Dr. Winand Dittrich (KCI KompetenzCentrum für interdisziplinäre Wirtschaftsforschung & Verhaltensoekonomie) Einblicke in ihre Erfahrungen und Projekte zu dem Analyseverfahren, mit dem die Entwicklungspfade von Produkten, Dienstleistungen und Technologien in die Zukunft hinein analysiert, prognostiziert und visualisiert werden. Abgerundet wird das Programm durch verschiedene Workshops, ein World Café sowie ganztägige Demonstrationen der Software-Unternehmen Sopheon und ITONICS.

Die Roadmapping-Konferenz findet im FOM Hochschulzentrum Stuttgart in der Rotebühlstr. 121 statt. Für weitere Informationen nutzen Sie bitte die E-Mail-Adresse roadmapping.stuttgart@fom.de.

Prof. Dr.-Ing. Schaffner zu Gast bei der tecom Schweiz

Technische Redaktion im Umfeld von Industrie 4.0

„Technische Redaktion im Umfeld von Industrie 4.0“ – so lautete der Titel einer internationalen Tagesveranstaltung der tecom Schweiz sowie der Regionalgruppen Bodenseeraum und Alb-Donau der Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom Deutschland Ende Juni in Konstanz. Auf der Referentenliste stand auch ein Experte des KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement der FOM Hochschule: Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner. Sein Vortrag drehte sich um „Technische Kommunikation in der Industrie 4.0“ und beinhaltete die Forderung nach einer Flexibilisierung der Informationswirtschaft.

„Durch eine zunehmende Informatisierung wird sich die Zukunft der Produktion nachhaltig verändern“, betonte er vor rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörern. „Erwartet werden u.a. eine starke Produktindividualisierung in hochflexiblen Serien-Produktionen (Mass-Customizing), eine direktere Integration von Kunden und Geschäftspartnern in die Wertschöpfungsprozesse sowie die Verbindung von Produktion mit hochwertigen Dienstleistungen und eine Beschleunigung der Entwicklungszyklen. Dies bringt zwangsläufig auch neue Anforderungen an die Erstellung von Technischer Kommunikation sowie der Arbeitsorganisation und -umgebung mit sich.“

Wie diese neuen Anforderungen aussehen, sei Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit am KCT. „Wissensmanagement wird in der Erstellung Technischer Informationen zur Sicherstellung der Produktionsfähigkeit eine herausragende Rolle einnehmen. Nicht nur, dass sich die Arbeit der Technischen Redakteure vom fachlichen Schreiben hin zu einem ontologischen Vernetzen von Wissenskomponenten entwickelt“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Schaffner. „Es muss zudem sichergestellt werden, dass das notwendige Handlungswissen maschinenlesbar in Geschäftsprozesse kodifiziert sowie in Form einer Digitalen Lebenslaufakte für Maschinen und Komponenten aktuell gehalten wird. Dies setzt voraus, dass Wissensquellen wie Technikerinnen und Techniker oder Kundinnen und Kunden in die Contentzulieferung eingebunden sein müssen – und zwar über die gesamte Produktlebenszeit hinweg.“

Berufsorientierung für Promovierende und Studierende

Was macht eigentlich ein technischer Redakteur?

Welche beruflichen Optionen haben Absolventinnen und Absolventen der Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaften? Antworten auf diese Frage bietet der Fachbereich 06 der Johannes Gutenberg Universität Mainz im Rahmen der Vortragsreihe „Berufsorientierung“. Einer der Referenten kam vom KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement der FOM Hochschule: Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner sprach am 21. Juni über „Technische Kommunikation 4.0 – Auswirkungen der digitalen Transformation“.

„Die Arbeit der technischen Redakteurinnen und Redakteure entwickelt sich hin zu einer ontologischen Arbeit, bei der das intrinsische Wissen von Technikerinnen und Technikern in die Geschäftsprozesse hineinkodifiziert wird“, erklärte der KCT-Experte. Hintergrund sei die fortschreitende digitale Transformation. „Industrie 4.0 schafft automatisierte Produktionsprozesse und sich autark aufeinander abstimmende Maschinen und Komponenten. Die für die Bedienung, den Service und die Wartung notwendigen Informationen müssen daher auch digitalisiert und maschinenlesbar zur Verfügung stehen“, so Prof. Dr.-Ing. Schaffner.

Diese Entwicklung müsse Auswirkungen auf die akademische Ausbildung haben. Ein entsprechender, europaweiter Ausbildungsrahmen für das digitale Informationsmanagement entstehe aktuell im Forschungsprojekt TecCOMFrame. Auch am KCT werde zu diesem Thema geforscht, betonte der Wissenschaftler.

Ausbildungswege in der technischen Kommunikation

Wie kann ein gemeinsamer Qualifizierungs- und Kompetenzrahmen aussehen?

Einen gemeinsamen Qualifizierungs- und Kompetenzrahmen für Ausbildungsprogramme in der technischen Kommunikation entwickeln – so lautet die Zielsetzung des europäischen Projektes TecCOMFrame. Seit Januar 2017 als sogenannter „Silent Partner“ eingebunden ist Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner vom KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement der FOM Hochschule. Ende April nahm der Wissenschaftler das erste Mal an einem Projekttreffen im belgischen Antwerpen teil.

Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner von der FOM Hochschule
Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner

„Meine Mitarbeit in dem Projekt steht u.a. im Zusammenhang mit meiner im KCT übernommenen Aufgabe, die Digitalisierung im Kontext hersteller- und produktbegleitender Informationen zu untersuchen“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Schaffner. „Zu diesem Thema haben wir bereits an Anträgen gearbeitet, Veröffentlichungen gehabt und auch Vorträge gehalten.“ Jüngstes Beispiel: Bei der tekom Frühjahrstagung zeigte der KCT-Experte am Beispiel technischer Redaktionen, wie die Wissensarbeit der Zukunft aussehen kann.

Bei dem Treffen im April handelte es sich um das European Academic Colloquium on Technical Communication Studies. „Dahinter verbirgt sich ein jährliches Event, das europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenbringt, die im Bereich technische Kommunikation forschen oder sich mit verwandten Themen wie Übersetzung oder Informationsmanagement befassen“, konkretisiert Prof. Dr.-Ing. Schaffner. „Für mich war das eine wunderbare Gelegenheit, mich mit den TecCOM-Frame-Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und Einblicke in aktuelle Projekte und Diskussionen zu gewinnen.“

Zukunftsforschung in der Automobilbranche

Einblicke in einen Foresight-Prozess bei der Daimler AG

2001 kam der Smart auf den europäischen Markt. Damals war die Idee eines Kleinstwagens unterhalb der VW-Polo-Klasse eine radikale Innovation – dem ein 25 Jahre andauernder Foresight-Prozess vorangegangen war. In dem Essay Planen ins Ungewisse zeigen Prof. Dr. Eckard Minx, der damalige Leiter der Corporate Foresight der Daimler AG, und Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth vom KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement, anhand dieses Beispiels, wie Zukunftsforschung in der Praxis funktioniert.

Buchcover "Planen ins Ungewisse"

„Corporate Foresight steht für strategische Frühaufklärung“, erläutert Prof. Dr. Müller-Friemauth. „Mit Hilfe von ersten schwachen Signalen wird im Umfeld eines Unternehmens nach geschäftsrelevanten Veränderungen gesucht. Dazu können zum Beispiel gesellschaftliche oder technologische Trends gehören. Diese Veränderungen liefern dann Impulse für neue Produkte und Dienstleistungen.“ Welche Erfordernisse und Erfolgsfaktoren mit einer unternehmens- und innovationsbezogenen strategischen Früherkennung einhergehen sollten, beleuchtet das Autoren-Team ebenso wie die Qualitätsmaßstäbe einer unternehmensinternen Foresight.

Wer tiefere Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Smart gewinnen möchte, sei auf den Forschungsblog der FOM Hochschule verwiesen: Dort stellt Prof. Dr. Müller-Friemauth das Fallbeispiel im Rahmen von zwei Beiträgen vor und fasst zentrale Erkenntnisse zusammen.