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Gesundheit 4.0

Diskussion & Entwicklungsperspektiven

Die Jahreshauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung DGFM e.V. stand ganz im Zeichen der Digitalisierung der Gesundheitsbranche. Am neuen Hochschulzentrum der FOM in Düsseldorf trafen sich Anfang Oktober Vertreterinnen und Vertreter der Politik und aus dem Gesundheitssektor sowie Mitglieder der Gesellschaft zu einem fachlichen Austausch.

Dipl.-Volksw. Daisuke Motoki (Geschäftsleitung FOM Hochschule Düsseldorf) begrüßte die Gäste und wies auf das berufsbegleitende Studienprogramm im Hochschulbereich Gesundheit & Soziales hin. Die anschließende Diskussionsrunde drehte sich um die Frage, ob die Digitalisierung die gesamte Gesundheitsbranche auf den Kopf stellen wird. Auf dem Podium saßen vor allem Mitglieder des DGFM-Vorstandes. Darunter Prof. Dr. Christian Thielscher (Leiter des KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen) und Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke (ebenfalls vom KCG). Zudem nahmen an der Debatte teil: Gudula Stroetzel (St. Johannes Hospital Dortmund), Frank Stratmann (Social Media Experte bei XING) und Prof. Dr. David Matusiewicz (Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales).

„Das Thema Digitalisierung ist nicht neu. Auch in der Gesundheitsbranche erleben wir veränderte Prozesse. Neue Unternehmen kommen auf den Markt und hinterfragen bestehende Strukturen und Beziehungen der Akteure. Wir sprechen in dem Zusammenhang von der digitalen Transformation von Gesundheitsbeziehungen“, erklärte Prof. Dr. Matusiewicz. Beispielsweise könnten medizintechnische Lösungen, die von Patientinnen und Patienten genutzt werden, und medizinisch notwendige Alltagsgegenstände benutzerfreundlicher gestaltet werden. Gesundheit 4.0 erfordere zugleich auch ein Umdenken bei Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten. Laut einer Studie verfügen circa 54 Prozent der Bevölkerung über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. „Hier zeigt sich das Problem einer anerzogenen Vollkasko-Mentalität. Im Zuge der Digitalisierung und der ständigen Verfügbarkeit von Daten über Smartphones beginnt sich dieses antrainierte Denken aber langsam zu wandeln“, sagte der Direktor des ifgs zum Ende der Diskussion.

Im Anschluss wurde von den anwesenden Mitgliedern der DGFM ein neues Präsidium gewählt. Benannter Präsident und wissenschaftlicher Vorstand ist Prof. Dr. David Matusiewicz. Als sein Vizepräsident und Vorstand für Unternehmen / Praxis fungiert in Zukunft Frank Stratmann. Ebenfalls neu im Vorstand: Dr. Peter Kinne.

 

Über die DGFM e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Marketing im Gesundheitswesen zu erforschen und zu verbessern. Dabei stehen der Mensch, die Medizin sowie der Markt im Vordergrund. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Gesellschaft.

Offene Podiumsdiskussion in Düsseldorf

Was bedeutet Gesundheit 4.0?

Die Digitalisierung wirbelt die Gesundheitsbranche ordentlich durcheinander. Gleichzeitig eröffnen sich durch die digitale Transformation auch neue Chancen für Praxen und Kliniken. Die Deutsche Gesellschaft für Führung und Marktorientierung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung DGFM e.V. lädt ein zu einer offenen Podiumsdiskussion zu diesen Entwicklungen. Sie findet am 5. Oktober 2017 von 10:00 bis 13:00 Uhr im FOM Hochschulzentrum in Düsseldorf statt.

Das neue FOM Hochschulzentrum in Düsseldorf (Foto: Carsten Döpp/FOM)
Die Diskussion findet im neuen FOM Hochschulzentrum in Düsseldorf statt (Foto: Carsten Döpp/FOM).

Eröffnet wird die Runde durch Daisuke Motoki (Geschäftsleitung FOM Hochschule in Düsseldorf). Den Einstieg bildet eine Keynote von Dirk Heidenblut. Der SPD-Politiker ist Mitglied im Bundestag und engagiert sich dort u.a. im Gesundheitsausschuss. Im Anschluss an seinen Beitrag beginnt die Podiumsdiskussion, an der vor allem Mitglieder des DGFM-Vorstandes teilnehmen. Darunter Prof. Dr. Christian Thielscher (Leiter des KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen) sowie Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke und Prof. Dr. Thomas Jäschke (beide ebenfalls vom KCG). Zudem nehmen an der Debatte teil: Heinz D. Diste (Geschäftsführer Contilia), Patric Sommerhoff (Innovationsmanagement Uniklinik Düsseldorf), Gudula Stroetzel (St. Johannes Hospital Dortmund), Frank Stratmann (Social Media Experte bei XING) und Prof. Dr. David Matusiewicz (Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales). Auf ihrer Agenda stehen die Themen Mensch-Maschine-Interaktion, Start-ups und Entrepreneure sowie Digital Patient Communication.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Die Anschrift des FOM Hochschulzentrums lautet: Toulouser Allee 53, 40476 Düsseldorf.

Digitale Transformation im Gesundheitswesen

Top-Entscheiderinnen und Entscheider nehmen Stellung

„Die vernünftige, schnelle und zielgerichtete Digitalisierung ist die zentrale Anforderung an unser Gesundheitswesen in den kommenden Monaten und Jahren“, schreibt der Bundestagsabgeordnete Dirk Heidenblut im Vorwort zu Digitale Transformation im Gesundheitswesen. „Es gilt, Potenziale optimal und für alle Beteiligten zu erschließen, Risiken zu erkennen und auszuschließen sowie die Chancen, die sich hier auftun, nicht zu verspielen.“ So lautet auch die Zielsetzung der Herausgeber: Prof. Dr. David Matusiewicz (Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales), Christian Gehne (FOM Alumnus) und Prof. Dr. Arno Elmer (wissenschaftlicher Leiter der Forschungsgruppe eHealth am KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen) haben für das Buch Top-Entscheiderinnen und Entscheider aus dem Gesundheitswesen um ihre Einschätzung gebeten. Herausgekommen sind 80 Beiträge, die auf jeweils drei Seiten die wichtigsten Entwicklungen und Impulse aus den jeweiligen Fachbereichen skizzieren.

Ein Beispiel: Gesundheitsunternehmer Heinz Lohmann schreibt über disruptive Entwicklungen in der Branche. Seine These: „Die Digitalisierung wird unsere Gesellschaft noch viel radikaler umkrempeln und auch die Medizin ‚vom Kopf auf die Füße stellen‘.“ Niemand könne mit Gewissheit sagen, dass die Arbeit, die heute von Ärztinnen und Ärzten verrichtet wird, ihnen in 10 Jahren auch noch vorbehalten sei. „Hat bisher die individuelle Erfahrung der jeweils behandelnden Ärztinnen und Ärzte die medizinische Leistung ausgemacht, wird künftig durch den Einsatz digitaler Technologien das kollektive Wissen nutzbar gemacht.“ Zudem könne Robotik – kombiniert mit intelligenter Software – die immer knapper werdenden Mitarbeitende in den Gesundheitsunternehmen entlasten und gleichzeitig die Qualität verbessern.

Weitere Autorinnen und Autoren, die zu Wort kommen sind Dr. Christoph Dockweiler (Universität Bielefeld), Franz-Helmut Gerhards (Mitglied der Geschäftsleitung der DAK-Gesundheit), Dr. Franz-Joseph Bartmann (Ärztekammer Schleswig-Holstein), Dr. Gertrud Demmler (Vorstand der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse), Jörg Ansorg (Geschäftsführer des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie), Dr. Katja Leikert (Bundestagsabgeordnete), Dr. Klaus Suwelack (Johnson & Johnson) und Thilo Zelt (Roland Berger). Die Themen ihrer Beiträge reichen von Datenschutz über Internetmedizin bis zur Patienten- und Arzneimittelversorgung.

Der Titel „Die Digitale Transformation im Gesundheitswesen“ ist als Paperback in der Medizinisch-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft erschienen. Kostenpunkt: 49,95 Euro. Weitere Informationen sind unter www.mwv-berlin.de zu finden.

2. Essener Ergonomie-Kongress

Mensch und Maschine in gesunder Interaktion

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Arbeitswelt? Wie gelingt betriebliches Gesundheitsmanagement? Und was bedeuten die Faktoren Raum und Ort für Motivation, Leistung und Wohlbefinden bei der Arbeit? So lauten einige der Fragen, die beim 2. Essener Ergonomie-Kongress am 21. und 22. November in Essen erörtert werden. Organisator ist das Haus der Technik, die Rolle des Kongresspräsidenten übernimmt FOM Professor Dr. David Matusiewicz.

Veranstaltungsort: das Haus der Technik in Essen.
Veranstaltungsort: das Haus der Technik in Essen.

„Unsere Referentinnen und Referenten werden einen Blick auf die Arbeitswelt der Zukunft werfen“, erklärt der Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales. „Dabei wird es zum Beispiel um mögliche Mensch-Maschine-Teams und den Einsatz neuer Medien für einen nachhaltigen Gesundheitsschutz gehen.“ Zu Gast im Haus der Technik sind u.a. der Strategie- und Fußballexperte Ernst Holzmann, Prof. Dr. Karlheinz Sonntag vom Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Heidelberg sowie Dr. Stefan Rief vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Auch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Unternehmen bringen sich mit Einblicken in ihre Arbeit ein – darunter Audi, BASF, E.ON, Henkel, Nestlé Wagner und Volkswagen. Last but not least wird auch ein weiterer FOM Professor ans Podium treten: Prof. Dr. Arno Elmer vom KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen.

Das komplette Programm des 2. Essener Ergonomie-Kongresses liegt als PDF-Datei vor. Dort finden sich auch Informationen zu den Anmeldemodalitäten.

Aktuelles

Neuauflage von „Medizinökonomie 2“ liefert namhafte Autoren und neue Inhalte

Ob Marketing-Experte Prof. Dr. Heribert Meffert oder Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse: Die Neuauflage von Medizinökonomie 2 – Unternehmerische Praxis und Methodik bietet Beiträge bekannter Autorinnen und Autoren. Darüber hinaus greift der von Prof. Dr. Dr. Christian Thielscher herausgegebene Band einige neue Themen auf – darunter Gesundheitsberufe neben Ärztinnen und Pflegerinnen sowie das Haftungsrecht.

„Die Ausrichtung der Beiträge entfernt sich von einer klassischen Managementlehre für die Medizin hin zu einer präzisen Analyse der Funktionen von Einrichtungen und Prozessen in der medizinischen Versorgung“, erklärt Prof. Dr. Dr. Thielscher. „Um diese aus mehreren Perspektiven zu betrachten, werden sowohl Akteure der Versorgung als auch betriebswirtschaftliche Fächer und rechtliche Rahmenbedingungen untersucht“, so der Leiter des KCG KompetenzCentrum für Management im Gesundheits- & Sozialwesen weiter. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind dabei gleich geblieben. Sie lauten Wirtschaft, Medizin, Recht, Verwaltung und (Selbst-)Organisation. Dabei sind eine ganze Reihe von FOM-Gesundheitsexperten mit Beiträgen vertreten. Zum Beispiel Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer, Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke, Dr. Michael Hoffmann, Prof. Dr. Thomas Jäschke, Joachim Koch, Prof. Dr. David Matusiewicz, Dr. Holger Raphael und Prof. Dr. Manfred Selke.

„Medizinökonomie 2“ ist in der FOM-Edition im Springer Gabler Verlag erschienen. In dieser Reihe publizieren FOM Hochschullehrende sowohl wissenschaftliche Fachbücher und praxisorientierte Sachbücher zu aktuellen Brennpunktthemen als auch Lehrbücher, die durch ihre didaktische Aufbereitung eine ideale Ergänzung zu den Vorlesungen der Hochschule bieten. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Springer Gabler Verlags.