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Via Group Awareness kooperative Lernprozesse fördern

Anne Mock stellte Forschungsergebnisse bei der 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V. vor

Group Awareness unterstütztes Lernen in Communities und Netzwerken steht im Zentrum der aktuellen Forschungsarbeit von Anne Mock (FOM Hochschule) und Prof. Dr. Daniel Bodemer (Universität Duisburg-Essen). Einblicke in ihre Ergebnisse gewährten die beiden am 7. September in Chemnitz – und zwar im Rahmen der 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V.

Anne Mock
Anne Mock

Der 30-minütige Vortrag unter dem Titel „Getting to Know Each Other“ fand in der Session Kollaboration und Netzwerke statt. „Es sind vor allem zwei Fragestellungen, mit denen wir uns befasst haben“, erklärte Anne Mock. „Können bestehende Group-Awareness-Ansätze auch auf Communities und Netzwerke angewendet werden? Und können diese vielfältigen Ansätze zusammengeführt werden, um Lernen in Großgruppen zu fördern?“ Die erste Frage könne mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden, so die Koordinatorin des KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige. „Möglich ist beispielsweise eine Verschiebung von spezifischen räumlichen und Aufgaben-bezogenen Aspekten hin zu kognitiven und sozialen Informationen über andere Mitglieder einer Community oder eines Netzwerkes.“

Mit Blick auf Großgruppen verwies Anne Mock auf Erfahrungen, die seit knapp zehn Jahren im berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik an der FOM gemacht werden. „Dort erstellen die Studierenden im Modul ‚Wissenschaftliches Arbeiten‘ ihre Seminararbeit in Kleingruppen und über ein öffentlich zugängliches Media-Wiki“, erläuterte sie. „In diesen Settings können bestehende Group-Awareness-Tools kooperatives und kollaboratives Lernen fördern – und einige dieser Instrumente könne auch bei Großgruppen erfolgreich zum Einsatz kommen. Zum Beispiel via Social Navigation oder Empfehlungssysteme.“

Entscheidungsfindung von Investorinnen und Investoren

FOM Absolvent stellt Studienergebnisse bei der Tagung der Fachgruppe Arbeits-, Organisations- & Wirtschaftspsychologie vor

Schöner Erfolg für Lars Speckemeier: Der Bachelor-Absolvent der FOM Hochschule präsentiert die Ergebnisse seiner Thesis im September 2017 in Dresden – und zwar im Rahmen der 10. Tagung der Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. „Die Akzeptanz der Paper ist bei dieser Veranstaltung durchaus selektiv“, hebt Prof. Dr. Ekkehard Stephan hervor, „was für die Qualität des eingereichten Beitrages spricht.“ Der FOM Wissenschaftler des iwp Institut für Wirtschaftspsychologie hat die Abschlussarbeit als Erstgutachter betreut. Zweitgutachter war Prof. Dr. Frank P. Schulte, wissenschaftlicher Leiter des KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige.

FOM Absolvent Lars Speckemeier
FOM Absolvent Lars Speckemeier

In Dresden stellt Lars Speckemeier die Ergebnisse einer Studie vor, die er im Rahmen seiner Bachelor-Thesis durchgeführt und für die er über 400 chinesische Studierende schriftlich befragt hat. Im Zentrum stand dabei die Frage, welchen Einfluss eine übersteigerte subjektive Sicherheit über die Richtigkeit eigener Urteile („overconfidence") und sogenannte Ankereffekte („numerical anchoring“) auf die Entscheidungsfindung von Investorinnen und Investoren aus einer kollektivistischen Kultur haben. Eines der Ergebnisse: „Gruppen scheinen deutlich risikobereiter zu sein, wenn es um Investitionen geht, als Individuen“, so Lars Speckemeier. „Auch Hinweise auf übersteigerte subjektive Urteilssicherheit und Ankereffekte bei Aktienkursprognosen konnte ich unter den Studierenden ausmachen – allerdings ohne signifikante Unterschiede zwischen Individuen und Gruppen.“

Sein Vortrag steht unter dem Titel „Group investment in China: A study of anchoring and overconfidence in collectivist culture“. Angesetzt ist er für den 14. September um 17:20 Uhr.

Aktuelles

Digitalisierung der Hochschullehre: Das KCD war auf der DeGEval Frühjahrstagung vertreten

Welche Schlussfolgerungen für die Gestaltung von Evaluation von hochschulischen Lehr-Lernprozessen ergeben sich durch die Digitalisierung von Arbeitswelten? Diese Frage stand im Zentrum eines Workshops auf der Frühjahrstagung der DeGEval Gesellschaft für Evaluation e.V. am 30. Mai 2017. Gestaltet wurde er u.a. von Prof. Dr. Frank P. Schulte, dem wissenschaftlichen Leiter des KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige, und KCD-Koordinatorin Anne Mock.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Bodemer von der Universität Duisburg-Essen setzte sich Anne Mock mit Group Awareness als Voraussetzung für erfolgreiches digitales kooperatives Arbeiten und Lernen auseinander. „Die Group Awareness Forschung befasst sich mit der Frage, wie Austauschmöglichkeiten in digitalen Lernsettings bestmöglich für den Lernprozess nutzbar gemacht werden können und wie insbesondere digitale Werkzeuge kooperative Lernprozess befördern können“, erklärte die Wissenschaftlerin. „Bisherige Studien bieten wenig generalisierbare Aussagen für die Ausgestaltung und Evaluation von Lehr-Lernprozessen.“ Spannend sei es deshalb, zu überlegen, wie unter den zu erwartenden digitalen Veränderungen der Arbeitswelt Lehrevaluationen erfolgen können, um Group Awareness zu fördern und diese Förderung sichtbar zu machen.

Prof. Dr. Schulte beleuchtete die Chancen und Herausforderungen für die Gestaltung von Lernszenarien in Virtual-Reality-Systemen – und brachte zu Demonstrationszwecken ein vollimmersives VR-System mit. „Eine systematische, qualitätsgesicherte Didaktik des Lernens in Virtual/Augmented/Mixed Realities steht noch am Anfang“, betonte er. „Dies ist nicht zuletzt einer durch die Systeme noch einmal erhöhten Komplexität der Determinanten des Lernerfolges geschuldet.“ So würden sowohl technologische Aspekte wie der erzeugte Grad der Immersion oder die moderierenden Variablen der Lehrenden und Lernenden als auch die Art der angestrebten Learning Outcomes die Evaluation der Lernergebnisse beeinflussen.

Aktuelles

dghd 2017: Was bei der Entwicklung einer Wahrnehmungstaxonomie für offene Hochschulräume zu beachten ist

„Wer kooperativ lernen und arbeiten möchte, muss in der Lage sein, andere wahrzunehmen.“ Mit dieser These startete Anne Mock in ihren Vortrag zum Thema Group Awareness Forschung bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd). Dabei stellte die Koordinatorin des KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojektes vor: Sie geht der Frage nach, welche Auswirkungen offene Hochschulräume auf den Lernprozess von Studierenden haben und wie eine Taxonomie zur Wahrnehmung anderer in (formalen) Lernkontexten aussehen kann.

Anne Mock
Anne Mock

In ihrem Vortrag unterschied Anne Mock zwischen kognitiver und sozialer Group Awareness. „Während bei der ersten u.a. Wissen, Meinungen, Positionen und Ideen anderer wahrgenommen werden, geht es bei der zweiten um Feedback, Beiträge, Kommunikationsströme, Kooperationsbereitschaft und Freundlichkeit.“ Alle diese Aspekte seien signifikant zur Wahrnehmung eines Individuums, betonte sie.

Zu diesem Punkt waren die Meinungen der Zuhörenden gefragt. Im Rahmen eines Speeddatings diskutierten sie verschiedene Aspekte der kognitiven und sozialen Group Awareness: Welche Informationen werden beispielsweise in einem Wiki oder einem MOOC sichtbar? Und womit können Group Awareness Informationen sichtbarer gemacht werden?

Aktuelles

Blogs in der Lehre: Dr. Alexander Zureck präsentierte Forschungsergebnisse auf Hawaii

Können Internetblogs die Lehre interessanter machen? Dieser Frage sind Dr. Alexander Zureck vom isf Institute for Strategic Finance und Anne Mock vom KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige nachgegangen: Im Kurs „International Finance & Accounting“ setzten sie die Internet-Journale ein, um Studierende auf ihre Prüfung vorzubereiten. Erste Ergebnisse präsentierte Alexander Zureck am 17. Februar 2017 auf Hawaii – und zwar im Panel „Pioneers of Pedagogy“ der 16. East-West Center International Graduate Student Conference on the Asia-Pacific Region in Honolulu.

Dr. Alexander Zureck mit Priscila Leal, Elham Monaredi und Misun Serena Ahn (v.l.)
Dr. Alexander Zureck mit Priscila Leal, Elham Monaredi und Misun Serena Ahn (v.l.)


„Eine der Hauptschwierigkeiten bestand darin, dass wir es mit deutschsprachigen Studierenden zu tun hatten, die sich englischsprachige Inhalte aneignen mussten“, berichtete der isf-Wissenschaftler. „Die Blogs haben sie dabei unterstützt, sich besser auf die Inhalte zu konzentrieren: Sie mussten sich keine Notizen machen, sondern konnten die Beiträge ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen jederzeit online nachlesen.“ Schöne Nebeneffekte: Das Notenniveau konnte durch den Blog-Einsatz insgesamt gehoben, die Lehre abwechslungsreicher gestaltet werden.

Insgesamt wurden in der von der iranischen Expertin Elham Monaredi moderierten Session drei Projekte vorgestellt. Neben Alexander Zureck berichteten Priscila Leal (University of Hawai’i) und Misun Serena Ahn (Seoul National University) über „Context and Content-based English Language Teaching“ bzw. “Visualizing Sound with Verbal Depiction in Music Education”.