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Für den guten Zweck

Bonn backt – FOM engagiert sich in der Weihnachtszeit

Kekse backen und damit Gutes tun – das haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FOM Hochschule in Bonn für die diesjährige Weihnachtszeit vorgenommen.

Gemeinsam mit einigen Dozenten backte das Team der Studienberatung jede Menge Plätzchen und verkaufte diese anschließend. 227 Euro konnten dadurch allein in diesem Jahr eingenommen werden – der Erlös geht an die Bonner Tafel.

Die Plätzchen stehen bereit zum Verkauf (Foto: FOM)

Blick hinter die Kulissen

Sorgt der Brexit für eine Stärkung des deutschen Finanzplatzes?

Beinahe täglich erscheinen neue, düstere Prognosen zu den Auswirkungen des Brexit. Rund 52 Prozent der Briten hatten im vergangenen Jahr für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) gestimmt. Doch welche Chancen und Risiken birgt der Brexit für Deutschland? Wie könnte die EU von morgen aussehen? Prof. Dr. Gerald Mann und Dr. Alexander Börsch von Deloitte warfen am Münchner FOM Hochschulzentrum einen Blick hinter die Kulissen des Brexit.

Vor mehr als 100 Zuhörerinnen und Zuhörern zog VWL-Experte Prof. Dr. Gerald Mann in seinem Vortrag Parallelen zwischen dem Brexit und dem Aufstieg Singapurs nach seiner Unabhängigkeit 1965. „Singapur konnte sich dank niedriger Steuersätze, effizienter Verwaltung und konfuzianisch geprägter Arbeitskultur zu einem Sinnbild für eine Aufsteigernation mit starkem Finanzsektor entwickeln. Insofern kann Singapur für Großbritannien ein Vorbild sein, ist aber kulturell nur bedingt kopierbar."

Die Veranstaltung im Münchner Hochschulzentrum war gut besucht (Foto: FOM)

Im Anschluss daran sprach Dr. Alexander Börsch, Leiter Research Deutschland bei Deloitte, über die Auswirkungen des Brexit für die deutsche Wirtschaft. „Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen würde im Falle eines harten Brexit weniger in Großbritannien investieren. Gleichzeitig erwarten viele Unternehmen eine Stärkung des deutschen Finanzplatzes. Die deutsche Autoindustrie geht hingegen von einem massiven Absatzrückgang aus, sollte es zum harten Brexit kommen.“ Bei einem weichen Brexit dagegen würde Großbritannien – ähnlich wie Norwegen – engere Bindungen an Deutschland und die EU suchen.

Nach den Vorträgen gab es Gelegenheit, sich bei einem Imbiss auszutauschen. In angeregten Gesprächen zu den aktuellen Geschehnissen in London und Brüssel diskutierten die Gäste über unterschiedliche Zukunftsszenarien. Einig waren sich alle: Es bleibt spannend.

Germany's next Super Boss

Gefragt ist digitale Führungskompetenz

„Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland und auch der Staat hinken beim Thema Digitalisierung hinterher“, so Stefan Moschko, Leiter Human Resources Deutschland bei der Siemens AG, bei seinem Vortrag an der FOM Hochschule in Berlin. „Wir sind mittendrin in den Veränderungen“, meint Moschko. „Diese greifen in viele Themen ein und erfordern ein neues Denken und Handeln. In der Wirtschaft aber auch in der Politik. Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter am Sonntag einige Mails auf seinem Smartphone bearbeitet, kommt er u.U. in Konflikt mit den bisher geltenden gesetzlichen Ruhefristen.“

Mehr als 180 Gäste hatten sich zur Veranstaltung „Von Führung 4.0 zu Germany's next Super Boss“ mit Stefan Moschko, Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth, Zukunftsforscherin und FOM Professorin für Innovationsmanagement, und Prof. Dr. Michael Schaffner, FOM Professor für Technologie- und Innovationsmanagement, in der FOM Hochschule eingefunden.  

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Voller Hörsaal und voller Erfolg bei "Fit für Führung" mit mehr als 180 Gästen (Foto: FOM / Viktor Strasse)

Neue Generationen, neue Führungsstile

Moschko war es auch, der die neuen Führungsanforderungen der Generationen Y und Z thematisierte: „Führungskräfte stehen vor Herausforderungen in Hinblick auf die Generation Y und Z. Diese Generationen definieren ihre Lernziele neu und wachsen mit der Digitalisierung auf, so der Siemensianer. Die Ansprüche der Generation Y und Z und das Arbeitsumfeld erforderten einen neuen Führungsstil und Führungskräfte mit „digitaler“ Führungskompetenz, d.h. Toleranz von Ambiguität und Anwendung von Soft Skills wie Inspiration und Motivation. „Digitale Fähigkeiten werden zunehmend wichtiger“, betonte Moschko.

Die Rolle der Führungskraft ändere sich nachhaltig hin zum Coach. Wichtige Eigenschaften einer Führungskraft blieben dabei Empathie, Vertrauen und Disziplin. Dafür brauche ein Unternehmen Werte, die als Messwert für Führungskräfte gelten. „Heute ist nicht nur wichtig, dass die Ziele erreicht werden, sondern auch wie. Wir müssen einen Kulturwandel mit unseren Führungskräften vollziehen, um das Potenzial der Mitarbeiter voll auszuschöpfen“, unterstrich Stefan Moschko. Und ergänzte: „Auch das Geschäftsumfeld, in dem wir und unsere Führungskräfte agieren, wird zunehmend VUCA (volatil, unsicher, komplex und unklar).“

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Im Gespräch: Stefan Moschko, Leiter Human Resources Deutschland bei der Siemens AG, und Prof. Dr. Michael Schaffner, FOM Professor für Technologie- und Innovationsmanagement (Foto: FOM / Viktor Strasse)

Die digitale Arbeitswelt verlangt Führungskräften neue Kompetenzen ab

Die FOM Professorin für Innovationsmanagement in Köln, Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth, forderte in ihrem Vortrag „zukunftsrobuste Führung“, anstatt Führung 1.0, die bislang gängige Praxis sei. Ihre These: Künftig werden nicht Menschen, sondern Organisationen geführt. Aber was sind genau die Treiber der Veränderungen bezüglich Führung 4.0? „Die klassischen Human Resources-Tools sind nicht schlecht, doch je mehr wir unter VUCA-Bedingungen handeln, und das wird zunehmend der Fall sein, desto weniger taugen sie.“

Um ihren Ansatz zu verdeutlichen, verglich Professorin Müller-Friemauth ein Unternehmen mit einem Organismus: „Für unsere Körper bemühen wir uns um gute Rahmenbedingungen wie Sport und gesunde Ernährung. Aber wir sagen dem Herz nicht, wie es zu schlagen hat und der Lunge nicht, wie sie zu pumpen hat. Alles, was die Organe tun sollen, tun sie von allein.“ Führung in dem Sinne sei eine Systemgestaltung, eine Organisation von Kommunikation und Beziehungen entlang des Unternehmenszweckes, der die anderen in Ruhe ihren Job machen lasse.

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Die Referenten des Abends (v.l.n.r.): Stefan Moschko, Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth, Prof. Dr. Michael Schaffner (Foto: FOM / Viktor Strasse)

Kollegiale statt hierarchische Führung

„Wir brauchen kollegiale statt hierarchische Autorität im Sinne von emergenten Hierarchien“, so Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth. „Die Macht wird ubiquitär. In Zukunft wird ein Kündigungsgrund nicht mehr im persönlichen Versagen liegen, sondern eher bei Systemstörungen, also: Wie verhält sich die Führungskraft im Ausnahmezustand.“ Die digitale Arbeitswelt verlange Führungskräften neue Kompetenzen und Fertigkeiten ab, ein völlig neues „Mindset“, bei denen Standards von gestern nicht mehr gelten.

„Die Führung der Zukunft ist eher eine Art „Liquid Leadership“, wir werden lernen müssen, wie man sich wie ein Fisch im Wasser durch die digitale Welt bewegt“, schloss Prof. Müller-Friemauth ihren Vortrag und ergänzte „Wir werden lernen müssen, uns Schritt für Schritt da hinein zu begeben.“

„Lasst uns weiterhin unser Bestes geben“

Nürnberger FOM Absolventen in den nächsten Lebensabschnitt verabschiedet

„Yes, we can!“ Was der frühere US-Präsident Barack Obama einst in die Welt rief, können jetzt auch rund 100 Absolventinnen und Absolventen der FOM Hochschule in Nürnberg voller Stolz von sich behaupten. In den vergangenen Semestern hatten sie berufsbegleitend für ihren Bachelor- oder Master-Abschluss gelernt. Bei der offiziellen Verabschiedung der FOM im Germanischen Nationalmuseum feierten sie mit Familien und Freunden sowie dem Nürnberger Hochschulteam ihre Leistungen – und ihren neuen akademischen Grad.

Rainer Schröder, Geschäftsleiter der FOM in Nürnberg, beglückwünschte die Absolventen zu ihrem Erfolg. Sie hätten sich nicht nur fachlich weiterentwickelt, sondern auch ihre persönlichen Fähigkeiten, ihre Soft-Skills, trainiert. „In der heutigen Berufswelt sind diese Kompetenzen besonders wichtig“, so Schröder.

Absolventinnen und Absolventen der FOM Hochschule in Nürnberg
Haben bewiesen, was in ihnen steckt: Absolventinnen und Absolventen der FOM Hochschule in Nürnberg (Fotos: FOM)

In ihrem Festvortrag betonte Dipl.-Betriebsw. (FH) Anja Meisel, bei der UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG verantwortlich für Personalgewinnung und Personalführung: „Die meisten von Ihnen haben das Studium berufsbegleitend absolviert, das heißt, jede Stunde, die Sie gelernt haben, haben Sie auf Zeit mit ihrer Familie und Freunden verzichtet. Aber Sie sitzen heute hier und können mit Stolz sagen: Es hat sich gelohnt.“ Mit Verweis auf potenzielle Führungspositionen, die sich die Absolventen erarbeitet hätten, mahnte sie aber auch. „Sie werden unter Umständen feststellen, dass die Schnelllebigkeit, in den meisten Fällen verbunden mit hohem Druck, der auf Ihnen lasten kann, Gefahr in sich birgt, zu wenig Zeit für die Menschen um Sie herum zu haben. Ich spreche von Zeit für Mitarbeitende und deren Belange, von Statusgesprächen und von offiziellen Mitarbeitergesprächen. Ich spreche davon, Mitarbeiter als Menschen und nicht als Maschinen zu sehen, zu verstehen und zu behandeln“, so die Personalexpertin. Ihr Appell: „Bleiben Sie wachsam, seien Sie nicht beeinflussbar, hinterfragen Sie, beweisen Sie Rückgrat, und halten Sie immer den Blick auf die Wahrheit gerichtet.“

FOM Absolvent Christoph Schaffelhuber
FOM Absolvent Christoph Schaffelhuber B.A. ließ die Studienzeit bei der offiziellen Verabschiedung noch einmal Revue passieren

Die gemeinsame Zeit an der FOM fasste schließlich Christoph Schaffelhuber B.A., Absolvent des Studiengangs Business Administration, zusammen. Er erinnerte an fragende Blicke, Sorgen und Ängste vor Prüfungen, aber auch an viele unterhaltsame Stunden sehr praxisbezogener Lehre. „In unserer Zeit an der FOM haben wir neue Freundschaften geschlossen und neue Netzwerke geknüpft. Und ganz sicher werde ich unsere gemeinsamen Mittagspausen in der Weißbier-Hex, die uns die Samstage gerettet hat, vermissen“, sagte er augenzwinkernd, und weiter: „Wir haben hier viel Motivation gezeigt und uns in kurzer Zeit extrem weiterentwickelt. Jetzt liegt es an uns, die Dinge, die wir gelernt haben, in unser weiteres Leben und Berufsleben einfließen zu lassen. Lasst uns weiterhin unser Bestes geben!“

Prof. Dr. Harald Kupfer mit Absolventin
Prof. Dr. Harald Kupfer, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM in Nürnberg, führte die Ehrung der Absolventen durch

Prof. Dr. Harald Kupfer, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter, übernahm nach den Redebeiträgen die offizielle Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen. Er lobte sie noch einmal für ihre Leistungen: „Sie können stolz sein auf das, was Sie erreicht haben!“ Bei Live-Musik, Büfett und festlicher Stimmung gab es im Anschluss noch Zeit, gemeinsam auf den Erfolg anzustoßen.

Eindrücke von der Feier gibt es auch auf der Facebook-Seite der FOM.

Exkursion zu den KLINIKEN Dr. ERLER

„Ohne Werte und Anstand sind Transparenz und Qualität nicht möglich“

Anja Saemann-Ischenko hält einen Vortrag für Studeirende der FOM in Nürnberg
Studierende der FOM in Nürnberg erfahren an den KLINIKEN DR. ERLER wesentliche Aspekte über die Markenführung von Krankenhäusern (Foto: FOM)

„Das Krankenhaus als Marke“: Um sich diesem Thema zu nähern, unternahm Prof. Dr. Petra Schmidt gemeinsam mit einer Gruppe Studierender (Gesundheits- und Sozialmanagement, B.A.) eine Exkursion zu den KLINIKEN DR. ERLER. Die angehenden Akademiker machten sich ein Bild davon, wie wichtig Marketing mittlerweile auch für Krankenhäuser ist und was es heißt, in der hart umkämpften Gesundheitsbranche eine Marke zu positionieren.

Anja Saemann-Ischenko, Leiterin Unternehmenskommunikation der Nürnberger Fachklinik für Orthopädie, gewährte den Studierenden Einblicke in die Aktivitäten der KLINIKEN DR. ERLER. Eine Marke zu etablieren hieße, ein Qualitätsversprechen abzugeben, so die Kommunikations-Expertin. Dies beginne bei den Qualitätsrichtlinien. Zur Festigung einer Marke seien Corporate-Identity-Aktivitäten bzw. Aktionen wie „docs-day“ oder „Tag der offenen Tür“ gute Instrumente. „Kein cheap-talk, sondern echte Wertekommunikation” sei die Basis für eine erfolgreiche Markenpositionierung, lautete ihre Botschaft.

Die Studierenden zeigten sich begeistert nach dieser besonderen Lehrveranstaltung. „Die Inhalte des Vortrags und die angeführten Beispiele konnten wir gut mit dem verbinden, was wir zuvor an der FOM gelernt hatten. Besonders beeindruckt hat uns die Aussage: Positionierung braucht Mut! Um glaubwürdig zu sein und vor allem zu bleiben, muss das Gesagte zur Realität passen“, so ein Student im Nachhinein. Prof. Dr. Petra Schmidt: „Für mich als Dozentin ist es wichtig, meinen Studierenden praxisnah die wissenschaftlichen Inhalte zu vermitteln. Eine solche Exkursion unterstützt diese Vorgehensweise perfekt. In der Klinik haben sie gelernt, dass die Bausteine Transparenz, Qualität, Persönlichkeit, Empathie und Freundlichkeit ohne Werte und Anstand nicht möglich, für eine selbstbewusste Positionierung auf dem Markt allerdings unerlässlich sind.“

Die KLINIKEN DR. ERLER wurden im Frühjahr 2017 von der FOM als Akademisches Lehrkrankenhaus für Pflege zertifiziert.