Das Coronavirus breitet sich aus: Wie groß ist die Gefahr wirklich?

In China hat das Coronavirus bisher knapp 3000 Opfer gefordert. Weniger als 30 Menschen wurden in Deutschland positiv auf das Virus getestet. Trotzdem warnen Forscher und die Fragen, die sich viele stellen, sind:

  • Steht eine Epidemie bevor?
  • Was ist zu tun?
  • Wie viele Sorgen sollte man sich wirklich machen?

Hier finden Sie eine Liste mit Links zu seriösen Informationsquellen.

Das Coronavirus ist dabei, sich zu einer Pandemie –  zu einer länder- und kontinentübergreifenden Ausbreitung der Infektionskrankheit – zu entwickeln, die die Bezeichnung SARS-Covid-19 trägt. Inzwischen gibt es auch in Deutschland erste bestätigte Fälle und in vielen Medien heißt es, die Bedrohung sei vor unserer Haustür. Stehen uns jetzt Hamsterkäufe und menschenleere Straßen bevor, wie sie aktuell in in Italien und Asien zu beobachten sind? Anstatt von Spekulationen und gefährlichem Halbwissen haben wir hier einige Informationen aus gesicherten Quellen zusammengestellt.

Worldometer

Das Portal Worldometer bietet eine schnelle Übersicht durch leicht verständliche Statistiken mit Live-Update.

Das Portal ist aus unserer Sicht eine der besten Seiten, um sich ganz schnell einen Überblick über die aktuellen Zahlen zu verschaffen; dazu  werden Statistiken (Gesamtzahl aller Erkrankten, auf Wunsch nach Ländern sortiert). Daneben finden Sie eine Einschätzung, wie viele Patienten leicht oder schwer erkrankt sind und die Anzahl der bisherigen Todesfälle – und eben auch der Anzahl der Personen, die nach einer Erkrankung wieder genesen sind.

Betrieben wird das Worldometer von einem internationalen Team von Entwicklerinnen, Entwicklern, Forschenden und Freiwilligen mit dem Ziel, weltweite Statistiken in einem anregenden und zeitrelevanten Format einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Dabei ist hervorzuheben, dass das Portal keine politische, staatliche oder unternehmerische Zugehörigkeit hat. Die Seite wurde zudem von der American Library Association (ALA), dem ältesten und größten Bibliotheksverband der Welt, zu einer der besten kostenlosen Referenz-Websites gewählt. Hier geht es zu der Seite.

Johns Hopkins Universität

Wer eine graphische Aufarbeitung sucht, wird bei der Johns Hopkins Universität fündig.  

Deren Karte zum Coronavirus Covid-19 zeigt globale Fälle und wird von der Johns Hopkins Universität im US-Staat Maryland angeboten. Sie stellt die Ausbreitung des Virus visuell in Echtzeit dar. Zusätzlich werden aktuelle Zahlen (bestätigte Fälle, genesene Fälle und Todesfälle) nach Ländern aufgeführt und Links zu wissenschaftlichen Artikeln zum Coronavirus gesammelt.

Da beispielsweise auf Smartphones die einzelnen Kästchen der Seite zu klein sind, empfiehlt es sich, die Seite auf einem großen Bildschirm zu öffnen.

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Das BMG informiert auf einer dafür eingerichteten Seite in Text und kurzen Videos.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist beim Thema Gesundheit die oberste deutsche Bundesbehörde. Jens Spahn, der aktuelle Gesundheitsminister hat mittlerweile alle Vertreterinnen und Vertreter der Verbände aus dem Gesundheitswesen an einen runden Tisch versammelt und unter anderem über die Aufklärung zum Virus diskutiert.

Auch das BMG warnt die Bevölkerung davor, bei jedem Husten eine Coronainfektion zu vermuten, und bittet, bei Verdachtsfällen, zunächst den Hausarzt (telefonisch!) zu kontaktieren. 

Robert Koch Institut (RKI)

Das Robert Koch Institut als Obere Bundes­behörde im Geschäfts­bereich des Bundes­gesund­heits­ministeriums gibt einen verlässlichen Überblick zum aktuellen Stand.

Das RKI ist eine selbstständige deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten. Es beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Public Health (Gesundheitswissenschaften) und damit mit Themen rund um die Gesundheit der Bevölkerung. Aus diesem Grund ist das RKI als zentrale Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland eine erste Anlaufstelle für Fragen rund um das Coronavirus. Es ist direkt dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellt.

Auf der Seite des RKI ist nachzulesen, dass es in Deutschland bislang nur vereinzelt bestätigte Infektionsfälle des Coronavirus gibt. Das Robert-Koch-Institut erfasst nach eigenen Angaben laufend die aktuelle Lage hinsichtlich des Risikos für die Bevölkerung in Deutschland. Eine aktuelle Risikobewertung zu Covid-19 kann hier nachgelesen werden.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA hat zu 15 Fragen kurze Erklärungsvideos auf YouTube zusammengestellt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist – wie auch das Robert-Koch-Institut – eine deutsche Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Die Aufgabe der BZgA ist es, die Bevölkerung mit Informationen zu versorgen und sie dazu zu bringen, sich verantwortungsvoll mit ihrer individuellen Gesundheit, aber auch mit dem Gesundheitssystem als solchem auseinanderzusetzen.

Ziel der BZgA bezüglich des Coronavirus ist es, wesentliche Informationen übersichtlich und leicht verständlich zusammenzustellen. Die am häufigsten gestellte Fragen zum Coronavirus können hier abgerufen werden.

Dies ist nur eine kleine Auswahl, sicherlich gibt es noch weitere wertvolle Websites.

Der erste Ansprechpartner bei Verdachtsfällen ist der Hausarzt und das lokale Gesundheitsamt, die die Bürgerinnen und Bürger in der jeweiligen Region an die zuständige Organisation weiterverweisen. 

Offizielle Stellen raten dazu, bei einem Verdacht auf Infektion unbedingt den Hausarzt zuerst anzurufen und nicht die Praxis aufzusuchen.

Was jeder tun kann:

Sich häufig und lange genug (mindestens 20 Sekunden) die Hände waschen und auf Umarmungen und Händeschütteln verzichten – die sogenannte „No-Hands-Initiative“.

Prof. Dr. David Matusiewicz
Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales 
am 28.02.2020