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Aktuelles

TRANSFER 2015: Die Schnittstelle zwischen beruflicher und akademischer Bildung optimieren

Die Verzahnung von akademischer Bildung und beruflicher Praxis muss systematische gestaltet werden. Zu diesem Schluss kamen die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung TRANSFER 2015 in Köln. „Besondere Rollen kommen dabei der Transferdidaktik und dem Transfermanagement zu“, fasste Prof. Dr. Sabine Fichtner-Rosada die Ergebnisse zusammen. „Deshalb müssen Wissenschaft, Unternehmen und auch Studierende in Zukunft näher zusammenrücken“, so die FOM Prorektorin Lehre. Eingeladen zur Veranstaltung hatten Prof. Dr. Stefan Heinemann (FOM Prorektor Kooperationen), Prof. Dr. Frank P. Schulte (wissenschaftlicher Leiter des FOM KompetenzCentrums für Didaktik in der Hochschullehre) und Anne Steinert (ebenfalls vom KompetenzCentrum für Didaktik).

Prof. Dr. Burghard Hermeier, Rektor der FOM Hochschule

  • „Transferkompetenz steht schon seit der Gründung der FOM im Fokus der Hochschule.“
  • „Wichtig für die Umsetzung des Transfers: Das Individuum – also der Studierende – muss im Zentrum stehen.“

Neue Formate der Verzahnung beruflich-akademischer Bildung und deren Herausforderungen - Dr. Volker Meyer-Guckel (stellv. Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft)

  • „Die betriebliche Ausbildung kann nur gerettet werden, wenn akademische Schnittstellen geschaffen werden. Sonst wandern alle Nachwuchskräfte ins Studium ab.“
  • „Die Transferkompetenz ist das Qualitätsmerkmal dualer Studiengänge. Noch gibt es aber wenige Erkenntnisse zur Transferdidaktik.“

 

 

Theorie-Praxis-Transfer aus Sicht einer Professional Service Firm - Prof. Dr. Michael Bursee (Partner der EY Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

  • „Bologna ist in vielen Unternehmen noch nicht angekommen. Für viele Führungskräfte aus den Generationen X oder Baby Boomer ist die alte Welt der Diplom-Abschlüsse noch das implizierte Referenzsystem.“
  • „Wir brauchen eine neue Führungskultur, die auf mehr Mentoring, Coaching und das Management von Diversität setzt.“

Transfermanagement als „Königsdisziplin“? - Prof. Dr. Stefan Heinemann, Prorektor für Kooperationen der FOM Hochschule

  • „Transferkompetenz ist eine Kompetenz der ganz anderen Art. Wir müssen die Lehre nutzen, um Transfer zu stimulieren.“
  • „Wenn man Transfer organisiert, braucht man ein Transfermanagement und muss das Thema Service neu adressieren.“

 

 

Theorie-Praxis-Transfer aus (Management-)Sicht der Hochschulen - Prof. Dr. Frank Ziegele (Geschäftsführer CHE gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung)

  • „Bei transferorientierten Studienformaten müssen sowohl der Heterogenität der Studierenden als auch der Vielfalt der Stakeholder Rechnung getragen werden. Schwierig ist auch die Komplexität des Produktes: Es versteht keiner mehr, wo das duale Studium anfängt bzw. aufhört und was genau sich hinter dem Aspekt Transfer verbirgt.“
  • „Kennzahlen für den Lerntransfer bestehen noch nicht, sie müssen erst entwickelt werden.“

Vom forschenden zum transformativen Lernen - Prof. Dr.  Dr. h.c. Johannes Wildt (TU Dortmund)

  • „Im deutschen Hochschulsystem hat sich eine Lehrkultur herausgebildet, bei der kommt erst das Wissen, dann das Können, dann vielleicht Werte und Einstellungen und dann irgendwann – außerhalb der Hochschule – das praktische Handlungsvermögen.“
  • „Wir brauchen Lernformate, die Praxis und wissenschaftliche Reflexion zusammenbringen.“

 

 

„Transferieren können“ als Facette von Handlungskompetenz? - Prof. Dr. Frank P. Schulte und Anne Steinert

  • „Transfer ist das Übertragen von Wissen und Fertigkeiten aus einer Situation oder einem Kontext in eine andere Situation bzw. einen anderen Kontext. Es geht also konkret um die Frage, wie Studierende das, was sie im Hörsaal lernen, auf die Praxis übertragen und dort anwenden können – und umgekehrt.“
  • „Der Erwerb von Transferkompetenz ist auf allen Ebenen des Bildungshandelns zu adressieren. Der Rahmen ist flexibel und durchlässig zu gestalten – das ist Aufgabe des Transfermanagements.“

 

 

Innovative Bildungsprozesse an der Schnittstelle von beruflicher und akademischer Bildung - Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers (Vizepräsident Qualität und Lehre an der Duale Hochschule Baden-Württember)

  • „Mich persönlich überzeugt der Transferbegriff nicht. Ich kann damit wenig anfangen. Er ist das Dach, unter dem wir uns alle treffen.“
  • „An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bestehen beim Lerntransfer zum Teil deutliche Unterschiede. Das ist teilweise inhaltlich bedingt, teilweise den Studierendenzahlen geschuldet. Schließlich ist systematischer Transfer anleitungs- und betreuungsintensiv.“

Ein Betrieb – viele Berufe – unzählige Anforderungen - Volker Tschirch (Hauptgeschäftsführer des AGA Unternehmerverband)

  • „Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sind – das ist sowohl demografiebedingt als auch der mangelnde Ausbildungsreife vieler Bewerber geschuldet.“
  • „Es darf kein gegenseitiges Ausspielen von akademischer und betrieblicher Ausbildung geben.“

 

 

Student – Absolvent – Talent Transfer und Kooperation zwischen betrieblicher Personalentwicklung und Hochschule - Petra Pigerl-Radtke, Geschäftsbereichsleiterin Personalentwicklung/Bildung der AOK Rheinland/Hamburg

  • „Das ausbildungs- oder berufsbegleitende Studium ist sehr fordernd, deshalb haben wir eine enge Betreuung für unsere Studierenden eingerichtet.“
  • „Wenn der Transfer zwischen Hochschule und Unternehmen funktionieren soll, müssen wir von den Erfahrungen der dualen Ausbildung lernen. Gefragt sind auf jeden Fall eine gute Abstimmung sowie Tools zur Unterstützung des Transferprozesses.“

 

 

Challenge „Duales Studium“ aus betrieblicher Sicht - Guido Mandorf, Schulleiter der Siemens Berufskollegs Essen und Düsseldorf

  • „Es ist eine Kontrollinstanz erforderlich, damit die Zusammenarbeit beim dualen Studium funktioniert.“
  • „Wir arbeiten mit einem Lernprozessbegleiter, der die Schnittstelle zu Hochschule und Fachbereich darstellt und gleichzeitig die Sprache der Studierenden spricht. Er übernimmt u.a. Abstimmungsfragen und unterstützt die Studierenden – sowohl bei organisatorischen Fragen als auch im Hinblick auf Selbstbewusstsein, Problemlösungskompetenz und Lernprozess.“

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Professorentitel für Dr. Kemal Orak

Verstärkung für die Dozentenschaft der FOM München: Dr. Kemal Orak wurde zum Professor ernannt. Seine Urkunde nahm der 54-Jährige aus den Händen von Studienleiter Prof. Dr. Gerald Mann entgegen. Zu den Spezialgebieten von Prof. Dr. Orak gehören u.a. Logistik und Supply Chain Management, Marketing und Entrepreneurship sowie Projekt- und Konfliktmanagement.

Prof. Dr. Orak mit Oliver Dorn (l., Geschäftsleiter FOM München) und Prof. Dr. Mann (r.)

Seine eigene Studienzeit hat der neu ernannte Professor an der Hochschule München, der Universität Köln und der LMU verbracht. Zusätzlich zu den Abschlüssen Diplom-Ingenieur (Flugzeugbau) und Diplom-Kaufmann promovierte er zum Thema „Entwicklungschancen der Gußeisenindustrie der Türkei im internationalen Wettbewerb“.

Von 1990 bis 2005 war er Geschäftsführender Gesellschafter der TABA Euringer GmbH in München, 1992 gründete er die TABA Türkei in Istanbul und führte die Gesellschaft bis 2005 als Vorstandsvorsitzender. Von 2005 bis 2007 gründete Prof. Dr. Orak ein Start-up und bautet es auf. Von 2007 bis 2010 war er Verkaufs- und Marketingdirektor der Flowserve Compressoin Systems GmbH in Österreich. Es folgte die Position des Geschäftsführers der TABA Technology GmbH. Seit 2015 ist Prof. Dr. Orak hauptberuflicher Dozent an der FOM München.

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FOM Master-Forschungsforum: 50 Wissenschaftler im Dialog mit 300 Studierenden

Die Master-Thesis stellt viele Studierende vor eine große Herausforderung. Vor allem, wenn sie parallel zum Studium berufstätig sind. Die FOM hat auf diesen Bedarf reagiert und bietet – als eine der wenigen Hochschulen Deutschlands – ihren Studierenden umfassende Unterstützung auf dem Weg zur Abschlussarbeit. „Die Aufgabe lautet: innerhalb von maximal fünf Monaten ein Werk von 60 bis 80 Seiten zu verfassen und dabei so in die Tiefe zu gehen, dass das Ergebnis wissenschaftlich fundiert und im Bestfall für die arbeitgebenden Unternehmen nutzbar ist“, erläutert Prof. Dr. Burghard Hermeier. „In unseren FOM Master-Forschungsforen geben wir den Studierenden genau das Werkzeug an die Hand, das sie brauchen, um diese Aufgabe zu erfüllen“, so der Rektor der FOM Hochschule.

Das Interesse am FOM Master-Forschungsforum vom 20. bis 22. März in Essen war entsprechend groß: Rund 300 Master-Studierende kamen ins Hochschulzentrum in der Herkulesstraße, um sich in Vorträgen, Erfahrungsberichten und Diskussionsrunden Unterstützung bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten zu holen. Begleitet wurden sie dabei durch 50 Professoren und Wissenschaftler der Hochschule.

 

Im Zentrum der traditionellen Veranstaltung standen folgende Fragen: Wie geht man bei der Themensuche vor? Welche Forschungsmethoden passen am besten zur individuellen Fragestellung? Und was ist der neueste wissenschaftliche Stand im jeweiligen Fachgebiet? Antworten gab es u.a. in Methoden-Workshops zur qualitativen und quantitativen Forschung, sowie Vorträgen zu Literaturrecherche sowie Aufbau und Methodik der Thesis. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmer individuell beraten lassen und sich über den aktuellen Stand der Wissenschaft in ihrem Fachgebiet informieren. Zur Auswahl standen Tracks wie Controlling & Accounting, Marketing & Communication und IT Management.

Eine Besonderheit des FOM Master-Forschungsforums: Forscher der hochschuleigenen KompetenzCentren und Institute der Hochschule sowie zahlreiche Referenten aus Wissenschaft und Praxis begleiten das Programm. „Forschung wird an der FOM groß geschrieben“, begründet Prorektor Prof. Dr. Thomas Heupel. „In allen Master-Ausrichtungen hat die FOM in den vergangenen Jahren eigene Forschungseinrichtungen gegründet.“ Das bleibt nicht ohne Folgen für die Master-Theses – im positiven Sinne: „Mehr als 70 Prozent unserer Master-Studierenden arbeiten im Rahmen ihrer Abschlussarbeit empirisch“, sagt Prof. Dr. Heupel. „Für eine Fachhochschule mit berufstätigen Studierenden ist das eine stolze Zahl.“

Und so fiel das Feedback zur Veranstaltung auch durchweg positiv aus. „Die Teilnehmer schätzen den wissenschaftlichen Input ebenso wie den persönlichen Austausch mit Kommilitonen und Dozenten“, lautete die Bilanz von Prof. Dr. Burghard Hermeier im Anschluss an die dreitätige Veranstaltung. „Sie sehen das Master-Forschungsforum als wichtige und konstruktive Unterstützung auf dem Weg Richtung Thesis.“

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Wie sieht agiles Personalmanagement aus?

Warum müssen Unternehmen agil bleiben? Wie sieht Agilität in der Praxis aus? Und was können Personalmanager tun, um für entsprechende Strukturen zu sorgen? Diese Fragen standen im Zentrum des Vortrags von Dr. Sascha Armutat. Der Leiter des Bereichs „Strategie, Forschung und Politik“ der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) war im Rahmen der Veranstaltungsreihe Essener Impulse zu Gast an der FOM Hochschule.

Dr. Sascha Armutat mit Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte Diversity Management

Ausgangspunkte seiner Betrachtungen: Ergebnisse der noch nicht veröffentlichten Megatrends-Studie 2015 des DGFP sowie Erkenntnisse aus verschiedenen Unternehmensgesprächen. „Unternehmen sind heute einer starken Veränderungsdynamik ausgesetzt, die durch zunehmend globale Wertschöpfungsketten, selbstreferentielle Produktionssysteme, Digitalisierung der Lebenswelten und Werteveränderungen in der Gesellschaft entstehen“, so Dr. Armutat. „Die daraus entstehende Dynamik fordert und fördert Transformation bei den Unternehmen.“

Eine mögliche Reaktion auf diese Entwicklung sei eine „agile Organisation“, die u.a. mit alternativen Zukunftsentwürfen arbeite und für eine ständige Rückkopplung zwischen internem und externem Umfeld sorge. Die entsprechenden Rahmenbedingungen könne das Personalmanagement schaffen, erklärte der DGFP-Experte. Zum Beispiel durch eine stärkere strategische Orientierung, die Etablierung neuer Arbeitsformen sowie die Entwicklung neuer „agiler“ Karrieremodelle.

Die nächste Veranstaltung der Reihe "Essener Impulse" findet am 23. April 2015 statt. Das Thema: Fail fast, fail often, fail cheap – was wir von der Lean-Startup Bewegung lernen können.

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TTIP aus wirtschaftsethischer Sicht

Fracking und Überwachung oder mehr Jobs und Wohlstand: In der Debatte um das geplante Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP) zwischen USA und EU stehen sich Kritiker und Befürworter unversöhnlich gegenüber. Zeit, sich der Problematik aus wirtschaftsethischer Sicht zu nähern: Am 21. April 2015 lädt die Hanns Seidel Stiftung zu einem Abendseminar zur Unternehmens- und Wirtschaftsethik nach München. Auf der Rednerliste stehen zwei Vertreter der FOM: VWL-Experte Prof. Dr. Gerald Mann und Prof. Dr. Stefan Heinemann, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hochschule.

Das Programm im Überblick:

  • 18:00 Uhr – Eröffnung: Dr. Peter Witterauf (Hauptgeschäftsführer der Seidel-Stiftung, München) und Prof. Dr. Mann
  • 18:30 Uhr – Filmbeitrag zum Thema TTIP
  • 19:00 Uhr – Wirtschaftsethische Fragestellungen bei internationaler Arbeitsteilung – am Beispiel TTIP: Prof. Dr. Heinemann
  • 19:45 Uhr – Diskussion: moderiert von Prof. Dr. Mann

Die Veranstaltung findet im Konferenzzentrum München der Hanns Seidel Stiftung statt (Lazarettstraße 33). Weitere Informationen finden Sie unter https://www.hss.de/veranstaltungen/details/030315050.html.