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8. FOM Frauenforum in Hamburg:

Viel Input für Erfolg, der glücklich macht

Zuhören, staunen, mitfühlen, den Blick auf das eigene (Berufs-)Leben neu justieren: Eine sehr persönliche Atmosphäre durchzog das 8. FOM Frauenforum in Hamburg. Das Leitthema „Female Power – Design your Life & Skills“ hatte offenbar bei vielen der über 90 Teilnehmerinnen einen Nerv getroffen. EMOTION-Herausgeberin Dr. Katarzyna (Kasia) Mol-Wolf begeisterte mit ihrem Impulsvortrag „Du hast die Power!“. Die zentralen Erkenntnisse dieses Frauenforums: Für eine Karriere mit Glücksfaktor braucht es Mut und Selbstreflexion, aber auch eine klare Ausrichtung und gute Vernetzung.

04.10.2022 | Hamburg

Mit einem unterhaltsamen Kurzfilm zeigte Kasia Mol-Wolf, wie es ihr 2009 gelungen war, in acht Wochen eine Million Euro einzusammeln, um ihrem Arbeitgeber GRUNER + JAHR das Magazin EMOTION abzukaufen. Anschließend teilte sie einige ihrer wichtigsten Learnings: „Es ist wichtig, einen klaren Plan für das eigene Leben zu haben, bevor es von anderen verplant wird – von der Familie, von Freunden und Freundinnen.“ Frauen sollten grundsätzlich auf sich selbst vertrauen und sich freimachen vom Urteil anderer. Das gelte auch für die Kinderfrage: „Als Unternehmerin Mutter zu sein oder zu werden, das geht in fast jedem Alter! Ich habe meine Kinder mit 38 und 45 bekommen.“ 

Aus Existenzangst solle man sich nicht von seinem Weg abbringen lassen, so Kasia Mol-Wolf, die bereits als Kind Unternehmerin werden wollte: „Entweder hast du Erfolg, oder du hast gelernt. Es gibt immer Lösungen, auch in schwierigen Situationen!“ Mit Blick auf ihre Gründung des Verlags INSPIRING NETWORK betonte sie, es komme nicht darauf an, in allem die Beste sein, sondern sich hervorragende Leute ins Team zu holen. Kasia Mol-Wolf appellierte zudem an die Frauensolidarität: „Feiert die Erfolge der anderen! Gemeinsam sind wir stärker.“ 

Auf dem Podium diskutierten anschließend – moderiert von Fabien Koch (T-Systems International) – neben Kasia Mol-Wolf fünf weitere Frauen sehr lebhaft über ihre individuellen Werdegänge: Kelly-Anne Cliff von T-Systems International („Ein Unternehmen sollte dich nicht nur für deine Qualifikation einstellen, sondern vor allem für deine Persönlichkeit!“), Martje Greve (Deutsche Telekom Technik), Andrea Olschewski (T-Systems International), Coach und Trainerin Katrin Klemm sowie Prof. Dr. Karin Marchand, stellvertretende Gesamtstudienleiterin der FOM in Hamburg. Viele Fragen aus dem Publikum zeigten, wie sehr sich Teilnehmerinnen von der Diskussion angesprochen fühlten. 

Kasia Mol-Wolf
EMOTION-Herausgeberin Dr. Katarzyna (Kasia) Mol-Wolf (Foto: Christina Körte)
Die Referentinnen des Frauenforums
Die Referentinnen des Frauenforums mit FOM Geschäftsleiterin Dr. Sabine Quirrenbach (links). Foto: FOM

Workshops mit wertvollen Impulsen

Themen vertiefen und Neues ausprobieren: Darum ging es im Anschluss in verschiedenen Workshops: 

Bei „FidAR next gen mit Dr. Malgorzata Hartwig (EMEA Oilseeds) und Sigrid Leitzmann (HR EXPERTISE-KONTOR) stand die Kraft des Netzwerkens im Mittelpunkt. Eine Erkenntnis aus der Diskussion: Die umsichtige Auswahl eines Netzwerks sei wichtig, weil man mit diesem über sein Engagement identifiziert werde (Personal Branding).

In „Design your LifeStory“ probierten Teilnehmerinnen mit StoryCoach Katrin Klemm aus, wie sie mit der Methode „Deep Dive“ glückliche Momente intensiv reflektieren und daraus auch Schlüsse für eine erfüllende Gestaltung ihres Berufslebens ziehen können. In Gruppen teilten sie ihre Assoziationen über „happy moments“ mit anderen.

Um Frauenkarrieren in der Technik, weibliche Vorbilder und was Unternehmen für Frauen heute zu attraktiven Arbeitsgebern macht, ging es im Workshop mit sechs Frauen von T-Systems und von der Deutschen Telekom Technik. Die Tochter von Andrea Olschewski trug mit ihrem Blick auf die Karriere ihrer Mutter eine interessante Perspektive bei.

In „Karriereförderung von Frauen in Unternehmen“ stellte Nadine Matthei, FOM Absolventin und Head of Early Careers bei der Hamburger Berenberg Bank, ihre Vorgehensweise bei der Erstellung ihrer Master-Studie zu diesem Thema vor. Im Workshop, an dem sich viele FOM Studentinnen beteiligten, wurden „Best Practices“ ermittelt – darunter das Sichtbarsein, -werden und -bleiben, „Nein“ sagen zu können oder die eigene Position immer wieder bewusst infrage zu stellen.

FOM Frauenforum ein voller Erfolg

Das Programm des Frauenforums hatte Dr. Sabine Quirrenbach, Gesamt-Geschäftsleiterin der FOM in Hamburg, mit ihrem Team und mit dem Frauennetzwerk Nord der Deutschen Telekom zusammengestellt. Sie freute sich über die gute Resonanz, gerade unter den Jüngeren: „Die wollten wir diesmal besonders ansprechen, und es sind viele Studentinnen gekommen. Es war eine sehr offene Stimmung auf diesem Forum. Das haben wir auch in der Netzwerk-Lounge bemerkt, in der sich viele noch spät am Abend ausgetauscht haben.“