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Weihnachtsstudie der FOM Hochschule

Trotz Kosten und Krisenstimmung: Menschen in Düsseldorf sparen nicht an Geschenken

Die Kosten steigen in allen Lebensbereichen – dennoch möchte sich die Mehrheit der Menschen in Düsseldorf in diesem Jahr nicht bei den Ausgaben für Weihnachtsgeschenke einschränken. Nur rund ein Viertel gibt an, aufgrund höherer Kosten für Energie und Lebensmittel das Budget für Geschenke zu reduzieren. Das geht aus der aktuellen Weihnachtsstudie der FOM Hochschule hervor. Danach wollen die Befragten im Durchschnitt rund 562 Euro ausgeben, das sind sogar fast 40 Euro mehr als im letzten Jahr. An der Befragung haben knapp 1.280 Menschen teilgenommen. 

09.11.2022 | Düsseldorf

Nie lagen die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke der Menschen in Düsseldorf höher – die angespannte wirtschaftspolitische Lage scheint dabei keine entscheidende Rolle zu spielen. Für sechs von zehn Befragten wirken sich die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise nicht auf den Kauf von Weihnachtsgeschenken aus. Eine unsichere Jobperspektive und gestiegene Benzinpreise haben einen noch geringeren Einfluss auf das Kaufverhalten der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger. Nur rund sieben Prozent geben an, aufgrund der Sorge um die berufliche Zukunft weniger Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Die hohen Preise an der Zapfsäule sind für 20 Prozent ein Grund, sich beim Weihnachtsshopping einzuschränken.

Krisen wirken sich der Studie zufolge kaum aus

„Wir hätten erwartet, dass sich die aktuellen Krisen und Herausforderungen stärker auf die Kauflaune der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer auswirken“, sagt der wissenschaftliche Leiter der FOM Weihnachtsstudie, Prof. Dr. Oliver Gansser. „Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass mit dem Weihnachtsfest der Wunsch nach Tradition und einem ritualisierten Familienerlebnis einhergeht.“

Das schenken die Menschen in Düsseldorf

Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen 2022 Bücher (52 Prozent), Kleidung, Schuhe und Accessoires (49 Prozent) sowie Kosmetika und Parfums (48 Prozent). Für diese Produkte wird jedoch nicht das meiste Geld ausgegeben. Ganz vorne rangieren Ausgaben für Smartphones (rund 157 Euro), Schmuck und Uhren (rund 148 Euro), Geldgeschenke (140 Euro) sowie weitere elektronische Geräte (rund 139 Euro).

Männer planen ihre Einkäufe später ein als Frauen

Ein Trend aus den Vorjahren setzt sich in 2022 fort: Männer planen ihre Weihnachtseinkäufe tendenziell später ein als Frauen. Die beliebteste Einkaufszeit liegt für beide Geschlechter in den ersten beiden Dezemberwochen (34 Prozent). Während Frauen jedoch vermehrt in den Monaten Oktober und November den Großteil ihrer Geschenke besorgen (15 Prozent), sind 13 Prozent der Männer auch in der Woche vor Weihnachten noch auf Shoppingtour. 

Was und wie viel geben die Menschen für Weihnachtsgeschenke aus? Das untersucht die FOM Weihnachtsstudie. (Grafik: FOM)

Online-Shopping beliebter als Einkauf im Geschäft

Bei den Einkaufsmöglichkeiten zeigt sich, dass der Online-Handel bei der Besorgung von Weihnachtsgeschenken an erster Stelle steht. So geben 67 Prozent an, das Shoppen im Internet als wichtig zu empfinden, 64 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke im stationären Handel erwerben. Eine untergeordnete Rolle kommt den Weihnachtsmärkten zu (18 Prozent).

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2022 Studierende der FOM 1.280 Menschen in Düsseldorf sowie bundesweit mehr als 35.300 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter.

Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter ifes Forschungsprojekte.