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Weihnachtsstudie der FOM Hochschule

Kosten, Krieg und Krisen: Menschen in Essen geben weniger für Geschenke aus

Die Essenerinnen und Essener geben in diesem Jahr weniger Geld für Weihnachtsgeschenke aus – das geht aus der aktuellen, repräsentativen Weihnachtsstudie der FOM Hochschule hervor. Das Budget der Befragten liegt im Durchschnitt bei 503 Euro, 2021 waren es noch 527 Euro. 28 Prozent geben an, aufgrund höherer Energiekosten die Ausgaben für Geschenke zu reduzieren. An der Befragung haben rund 1.650 Menschen in Essen teilgenommen.

10.11.2022 | Essen

Nie lagen die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke höher als im vergangenen Jahr. In 2022 möchten die Befragten ihre Liebsten allerdings weniger reich beschenken. Die angespannte wirtschaftspolitische Lage scheint dabei eine entscheidende Rolle zu spielen. Für 28, bzw. 26 Prozent wirken sich die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise auf den Kauf von Weihnachtsgeschenken aus. Faktoren wie eine unsichere Jobperspektive und der Wegfall des 9-Euro-Tickets haben allerdings einen geringen Einfluss auf das Kaufverhalten der Essenerinnen und Essener. Nur 9, bzw. 10 Prozent geben an, aufgrund der Sorge um die berufliche Zukunft oder den Wegfall des 9-Euro-Tickets weniger Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Die hohen Preise an der Zapfsäule sind allerdings für 23 Prozent ein Grund, sich beim Weihnachtsshopping einzuschränken.

Krisen wirken sich der Studie zufolge auf Kaufverhalten aus

„Wir hätten erwartet, dass sich die aktuellen Krisen und Herausforderungen noch stärker auf die Kauflaune der Menschen auswirken“, sagt der wissenschaftliche Leiter der FOM Weihnachtsstudie, Prof. Dr. Oliver Gansser. „Möglicherweise hängt die relativ moderate Reduzierung des Weihnachtsgeschenkebudgets damit zusammen, dass mit dem Weihnachtsfest der Wunsch nach Tradition und einem ritualisierten Familienerlebnis einhergeht.“

Das schenken die Menschen in Essen

Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen 2022 Bücher (50 Prozent), Kleidung, Schuhe und Accessoires sowie gleichauf Kosmetika und Parfums (jeweils 48 Prozent). Für diese Produkte wird jedoch nicht das meiste Geld ausgegeben. Ganz vorne rangieren Smartphones (129 Euro), elektronische Geräte (110 Euro), Reisen und Freizeitaktivitäten (109 Euro), sowie Geldgeschenke (107 Euro).

Männer planen ihre Einkäufe später ein als Frauen

Ein Trend aus den Vorjahren setzt sich in 2022 fort: Männer planen ihre Weihnachtseinkäufe tendenziell später ein als Frauen. Die beliebteste Einkaufszeit liegt für beide Geschlechter in den ersten beiden Dezemberwochen (34 Prozent). Während Frauen jedoch vermehrt zwischen Oktober und November den Großteil ihrer Geschenke besorgen (17 Prozent), sind Männer auch in der letzten Woche vor Weihnachten (13 Prozent) noch auf Shoppingtour.

Was und wie viel geben die Menschen für Weihnachtsgeschenke aus? Das untersucht die FOM Weihnachtsstudie. (Grafik: FOM)

Stationärer Handel beliebter als Online-Shopping

Bei den Einkaufsmöglichkeiten zeigt sich, dass der stationäre Handel bei der Besorgung von Weihnachtsgeschenken wie im Vorjahr knapp an erster Stelle steht. So geben 63 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 62 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Eine untergeordnete Rolle kommt den Weihnachtsmärkten zu (26 Prozent).

Zur Studie

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2022 Studierende der FOM 1.650 Menschen in Essen sowie bundesweit mehr als 35.300 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter.

Die komplette Umfrage zum Download finden Sie unter ifes Forschungsprojekte.