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  • 2022
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  • FOM Student und Ausbildungsleiter: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre – absoluter Quatsch!“

FOM Student mit nur 23 Jahren Ausbildungsleiter bei Storch-Ciret in Wuppertal

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre – absoluter Quatsch!“

Er hat vor einem Jahr selbst seinen Bachelor an der FOM in Wuppertal absolviert, steckt nun mitten im berufsbegleitenden Master „Human Resource Management“. Und Nicolai Lenzen ist mit gerade einmal 23 Jahren Ausbildungsleiter bei der Storch-Ciret Group in Wuppertal. „Bist du nicht zu jung für so einen Job, nimmt man dich da ernst?“ Eine Frage, die manch einem bei einem 23-jährigen Ausbildungsleiter in den Sinn kommt. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Azubis haben Vertrauen in ihn, denn er steckte in der gleichen Situation, kann die Belange der Auszubildenden und Trainees der Storch-Ciret Group, die alle dual an der FOM studieren, nachvollziehen. „Ich habe eine andere Perspektive als jemand, der schon ewig lange aus der Ausbildungszeit raus ist“, erklärt Nicolai. Und das wissen die Studierenden zu schätzen: „Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Diesen Spruch ‚Lehrjahre sind keine Herrenjahre‘ kann ich absolut nicht mehr hören! Trainees, Studierende und Auszubildende sind vollwertige Teile des Teams.“

Nicolais Herz schlägt für HR

Abitur, Traineeship, Duales Studium: „Wenn es klar ist, wofür das Herz schlägt, sollte man seinen Fokus darauflegen – deshalb bin ich im HR-Bereich gelandet!“ Bereits während seines Traineeships bei Storch-Ciret erhielt Nicolai Einblicke in den Vertriebsinnendienst, das Marketing, den Einkauf, das Rechnungswesen – und die Personalabteilung. „Im HR-Bereich geht es darum, Mitarbeitende zu fördern und zu entwickeln. Das Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass sich die Mitarbeitenden wohlfühlen. Wir sind die Schnittstelle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, arbeiten mit Führungskräften zusammen, gestalten Strukturen mit. Dieser Job ist sehr vielfältig und begeistert mich.“ Nicht zuletzt, weil kein Tag wie der andere ist. Ein Grund, weshalb er schon während seines dualen Bachelor-Studiengangs „Business Administration“ an der FOM die Vertiefung „Personal“ wählte: „Ich konnte schon während meines Dualen Studiums eigenverantwortlich arbeiten, im Sommer 2020 trug ich die erste Verantwortung für die Ausbildung im Unternehmen, wirkte bei Assessmentcentern mit.“ Im Laufe der Zeit übernahm Nicolai die Ausbildungskoordination und wurde nach seiner Ausbildung als Junior HR-Manager übernommen. Kurz darauf startete er auch noch seinen Master an der FOM, hat mittlerweile die Ausbildungsleitung bei Storch-Ciret übernommen.

"Die Abteilungen reißen sich um unsere FOM Studierenden. Jeder will sie in der eigenen Abteilung haben. Das spricht für die Qualität!"

Attraktive Unternehmenskultur

Dass administrative Routinearbeit nichts für Nicolai ist, stellte er schnell fest. „Ich brauche Abwechslung und Herausforderungen!“ Das zeigt sich auch an seinem heutigen Alltag: Der 23-Jährige kümmert sich im Job um das Ausbildungsmarketing, -Recruiting, -Assessmentcenter, Steuerung und Unterstützung der Ausbildungsbeauftragen der fachlichen Abteilungen, das Performancemanagement, Mitarbeiterumfragen, systematische Feedbacks sowie Projekte wie im Bereich Compensation & Benefits. Abends besucht er die Vorlesungen an der FOM. „Ich habe die Chance, als Ausbildungsleiter erste Führungserfahrung zu sammeln, möchte mich kontinuierlich persönlich und fachlich weiterentwickeln, um irgendwann noch mehr Führungsverantwortung im HR-Bereich zu übernehmen.“  

Aufstiegschancen und die Entwicklung der Mitarbeitenden spielen eine große Rolle bei Storch-Ciret. So wurde das Ausbildungsunternehmen auch als „Best Place to learn“ ausgezeichnet. „Wir beziehen unsere Studierenden und Ausbildungsbeauftragten mit ein, um das Ausbildungskonzept stetig zu verbessern.“ Und das mit Erfolg: „Die Abteilungen reißen sich um unsere FOM Studierenden. Jeder will sie in der eigenen Abteilung haben. Das spricht für die Qualität“, weiß Nicolai, der selbst vom gelebten Theorie-Praxis-Transfer zwischen FOM und Unternehmen profitiert. So schreibt er beispielsweise momentan eine Seminararbeit zu „Erwartungen der Generationen Y und Z an eine attraktive Unternehmenskultur“. Auch in seiner Bachelor-Arbeit beschäftigte er sich mit „Erwartungen der Generation Z an einen effektiven Führungsstil“. „Ich stelle in Studienleistungen immer einen Bezug zum Job her, damit es mich auch beruflich weiterbringt. Außerdem stecke ich viel Energie und Zeit in diese Arbeiten, daher sollen es auch Themen sein, die mich interessieren und einen Mehrwert bieten.“

Vorteile eines Dualen Studiums

  • Doppelqualifikation: international anerkannter Bachelor-Abschluss + erste Berufserfahrung

  • Hohe Chancen auf Übernahme nach der Ausbildung

  • Schnellere Aufstiegschancen

  • Ausbau sozialer und berufsrelevanter Kompetenzen

  • Finanzielle Unabhängigkeit
Nicolai mit zwei Kolleginnen der Storch-Ciret Group, die ebenfalls ihren Bachelor an der FOM absolvierten (Foto: Privat)
Der Hütewurf darf natürlich nicht fehlen! (Foto: Privat)
Master-Student Nicolai Lenzen ist mit gerade mal 23 Jahren Ausbildungsleiter bei der Storch-Ciret Group (Foto: Storch Ciret Group)

Das Alter spielt keine Rolle

Nicolai ist mit seinen 23 Jahren selbst noch „jung“. Aber junge Menschen zu begleiten und zu fördern, die unter Umständen im gleichen Alter sind, sei für ihn kein Problem. „Wir arbeiten auf Augenhöhe zusammen, ich werde ernst genommen und unsere Trainees und Studierenden wissen, dass ich immer für sie da bin und meinen Job gewissenhaft und gerne ausübe.“ Denn letzten Endes gehe es nur um Fähigkeiten. Das spiegelt sich auch im Bewerbungsprozess des FOM Kooperationsunternehmens wider: „Keine Angst vor außergewöhnlichen Lebensläufen“ lautet hier das Motto. Lebensläufe müssten nicht immer gradlinig verlaufen – persönliche Reife, Erfahrungen, Ehrgeiz und Empathie seien wesentlich wichtigere Merkmale und Vorteile im Berufsalltag. So auch bei FOM Studentin Julia Rausch, die ihre Laufbahn als Maler- und Lackiererin startete, mittlerweile bei STORCH ihr Traineeship in Kombination mit dem Dualen Studium absolviert. Nicolai: „Wir bieten das Konzept Ausbildung und Studium auch in Teilzeit an – beispielsweise für Alleinerziehende. Es ist uns wichtig, Menschen in verschiedenen Lebenslagen Perspektiven zu bieten!“

Er selbst hat seine Perspektiven und Pläne bislang jedenfalls durchgezogen.Ich stecke mir meine Ziele und kämpfe dafür, sie zu erreichen! Für mich war schon früh klar, dass ich ein duales Studium absolvieren werde, und ich habe alles dafür getan, dass es funktioniert.“ So konnte Nicolai bislang auch all seine gesteckten Ziele erreichen – „dafür gebe ich aber auch viel und habe Durchhaltevermögen und Ehrgeiz“. Wenn der 23-Jährige rückblickend etwas ändern könnte, dann würde er sich lediglich den selbst gemachten Druck rausnehmen. „Ich würde das Ganze heute entspannter angehen. Die richtige Einstellung ist das Wichtigste!“

11.05.2022 | Wuppertal