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An der FOM Hochschule in Düsseldorf

Gipfeltreffen der Digital-Health-Szene

Wo steht die Gesundheitsbranche heute und wie sieht die Zukunft von Digital Health aus? Auf Einladung von FOM Professor Dr. David Matusiewicz kamen am Dienstag hunderte Expertinnen und Experten zusammen. Im Hörsaal der FOM Hochschule in Düsseldorf gaben sie Impulse für eine bessere, innovativere Zukunft - beginnend bei der Gesundheitsprävention bis hin zur Intensivstation. Special Guest Frank Thelen mahnte angesichts technologischer Disruptionen: „Wir stehen vor den größten Herausforderungen in der Geschichte der Menschheit.“  

15.06.2022 | Düsseldorf

Avatare, das Krankenhaus der Zukunft, Infrastruktur aus dem 3D-Drucker – ein Videoclip auf der Leinwand im Hörsaal der FOM in Düsseldorf lässt erahnen, mit welchen Innovationen künftig zu rechnen ist. Es läuft eine eigens komponierte Hymne, dann ein Countdown: 3, 2, 1… Die Auftaktveranstaltung der von Matusiewicz initiierten neuen Reihe „10xDigitalHealth“  kann beginnen.

Beginn einer Bewegung

30 Speaker, 30 Start-ups, 300 Teilnehmende – für den Gastgeber Prof. Dr. David Matusiewicz ist dieser Abend nicht nur der Auftakt einer Veranstaltungsreihe. „Das ist der Beginn einer Bewegung.“ Die Speaker bilden das gesamte Spektrum der Gesundheitsbranche ab. Ihre Unternehmen und Start-ups treiben Innovationen voran, bauen Roboter, programmieren Plattformen und Apps, sie sind in der Präventionsarbeit oder bei Krankenkassen aktiv. Was sie eint, ist die Erkenntnis darüber, dass es vieler Verbesserungen bedarf und sie den Willen und die Ideen haben, die großen Zukunftsfragen anzugehen.

Europa bald irrelevant?

Einer, der bekannt dafür ist, die gegenwärtige Lage nicht zu beschönigen, ist der Unternehmer und Investor Frank Thelen, Special Guest an diesem Abend. Alles entwickle sich exponentiell, jede einzelne Industrie werde komplett neu geschrieben, sagt Thelen. Statt angemessen auf diese Disruptionen zu reagieren, werde hierzulande in der Gesundheitsbranche weiter Papier bedruckt statt die Möglichkeiten des Digitalen zu nutzen. Der Befund fällt Thelen zufolge dementsprechend deutlich aus: „Fast alle unterschätzen, wie kurz Europa davorsteht, komplett irrelevant zu werden“, mahnt er mit Verweis auf die USA und China.

Der Mensch im Mittelpunkt

Ein in Deutschland symbolträchtiges Beispiel dafür nennt der Radiologe, Unternehmer und Autor Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer: „Wir sind nicht in der Lage, die Patientenakte allen verfügbar zu machen.“ Corona habe zuletzt gezeigt, dass wir nichts wissen und künftig mangels Informationen Gefahr laufen, die gleichen Fehler immer wieder zu begehen. Der renommierte Mediziner und Buchautor fordert zudem, nicht die Kosten, sondern den Menschen in den Mittelpunkt jeder gesundheitlichen Betrachtung zu stellen: „Medizin kann noch so teuer sein, sie muss den Menschen individuell sehen.“

Prof. Dr. David Matusiewicz im Gespräch mit Tobias Frick von der RAG-Stiftung. (Foto: Tom Schulte/FOM)

Impulse zu Zukunftsfragen

Was kann die Medizin heute, was kann Digital Health künftig für den Menschen leisten? In fünfminütigen Impulsen gehen die Speaker und Vertreterinnen und Vertreter von Start-ups dieser Frage nach. Es geht um Baby-Boomer, Robotik und Krankenkassen, um Cyberfitness, das Metaverse-Patientenzimmer und Genderrepräsentation und es geht um Gesundheit am Arbeitsplatz, Präventionsdilemmata und Apps, die helfen können, diese aufzulösen.

Ein voller Erfolg

An diesem Abend kommen Menschen zusammen, die etwas bewegen wollen, die die Zukunft im Bereich Digital Health vorantreiben. Das „10xDigitalHealth Summit“ ist ein voller Erfolg, findet der Düsseldorfer FOM Geschäftsleiter Daisuke Motoki: Die FOM stehe für das Thema Gesundheit und Digitalisierung und den Transfer zwischen Theorie und Praxis, den die Gäste an diesem Abend reichlich liefern. 

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