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Von der Ausbildung ins berufsbegleitende Studium an der FOM Hochschule

Wie ein Duisburger Familienunternehmen die eigenen Talente fördert

Ausbildung verkürzt, Festanstellung erhalten, berufsbegleitendes Studium begonnen: Carina Sobora (23) und Janes Hüsken (22) haben nach dem Abitur Vollgas gegeben. Beim Duisburger Brunnenbetrieb RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG. konnten die beiden während ihrer Ausbildung viele Abteilungen durchlaufen und so alle Facetten eines mittelständischen Familienunternehmens kennenlernen. Unterstützt von ihrem Unternehmen studieren Carina und Janes nun berufsbegleitend an der FOM Hochschule in Düsseldorf. Personalmanagerin Heike Hövelmann (Interview in der Box) sieht darin eine Win-win-Situation: „Unsere Nachwuchstalente verfügen über Praxiserfahrung und einen akademischen Abschluss. Dem Unternehmen stehen wiederum kompetente Mitarbeitende zur Verfügung.“

11.07.2022 | Duisburg und Düsseldorf

Für Carina Sobora und Janes Hüsken stand nach dem Abitur fest: Bevor wir über ein Studium nachdenken, absolvieren wir eine praktische Ausbildung. „Nach der Schulzeit muss man sich klar darüber werden, was man möchte. Für mich war die Ausbildung erstmal der beste und sinnvollste Weg, weil ich damit ein konkretes Ziel verfolge“, sagt die 23-jährige Duisburgerin. Beide bewarben sich deshalb auf eine kaufmännische Ausbildung im Groß- und Außenhandel bei der RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG. – und bekamen die Zusage.

„Man versteht das große Ganze“

Der Getränkehersteller aus Duisburg-Walsum wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, ist eine Institution vor Ort und ein beliebter Arbeitgeber. „Das ist ein Familienunternehmen mit einem sehr guten Arbeitsklima, wir haben kurze Wege und einen direkten Austausch untereinander. Ein klarer Pluspunkt ist: Man versteht das große Ganze“, erklärt die 23-Jährige die Vorteile ihres Ausbildungsunternehmens. Ähnlich sieht das Janes Hüsken, der ein Jahr nach seiner Kollegin die Ausbildung begonnen hat: „Wir hatten die Möglichkeit, etwa ein Dutzend Abteilungen kennenzulernen und so ein Gesamtbild des Unternehmens zu bekommen“, sagt der 22-Jährige, der in Voerde am Niederrhein zuhause ist.

„Was kann ich jetzt machen?“

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung wurden beide direkt übernommen. Janes ist nun im Vertrieb tätig, Carina arbeitet zurzeit im Nachhaltigkeitsmanagement. Nach der Ausbildung wollte Carina weitermachen mit dem Lernen, sich fortbilden, sich neues Wissen aneignen, ohne ihren Job dafür aufgeben zu müssen. So erfuhr sie mehr über die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums an der FOM Hochschule. Vor dem Hintergrund ihrer guten Leistungen während der Ausbildung fand sie dabei die Unterstützung des Familienunternehmens, das seit 1993 Mitarbeitende fördert, die diesen Weg gehen möchten. 

Janes Hüsken und Carina Sobora haben nach ihrer Ausbildung ein berufsbegleitendes Studium an der FOM Hochschule aufgenommen. (Fotos: RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG)

„Ich entwickele mich weiter“

Carina entschied sich für den Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“ an der FOM in Düsseldorf, weil dort das Tagesmodell angeboten wird. Heißt: An drei Tagen in der Woche arbeitet sie in Duisburg, an zwei Tagen fährt sie für ihr Studium in die Landeshauptstadt. „Das Studium hilft mir nicht allein fachlich. Während der Präsentationen ist Selbstbewusstsein beispielsweise wichtig. Oder die Frage, wie ich lerne zu lernen, wie organisiere ich mich. Auf der Arbeit merke ich, wie ich mich weiterentwickele.“

„Der erste Student in der Familie“

Janes Hüsken hatte nach der Ausbildung ebenfalls das Bedürfnis, ein Studium neben dem Beruf anzugehen. „Zahlen liegen mir. Ich hatte schon während des Abiturs einen Fokus auf wirtschaftliche Themen“, sagt er. Es ist dieses Interesse, das ihn dazu führte, die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge weiter vertiefen zu wollen. Nach Rücksprache im Unternehmen meldete er sich für den Bachelor-Studiengang „Business Administration“ an. „Ich bin der Erste in meiner Familie, der studiert. Deshalb haben sich alle gefreut, dass ich das Angebot bekommen habe“, erinnert er rückblickend.

„Eigeninitiative ist wichtig“

Mit ihren Entscheidungen sind die beiden heute sehr zufrieden: erst die Ausbildung, dann das berufsbegleitende Studium. Der Workload sei zwar gerade in den Klausurphasen hoch, „aber ich führe mir immer wieder vor Augen, welche Vorteile ich durch das Studium habe“, erklärt Janes, wie er sich motiviert. Was können die beiden anderen jungen Menschen raten, die es ähnlich machen wollen wie sie? „Nicht so viel nachdenken, einfach machen!“, empfiehlt Carina und Janes ergänzt: „Eigeninitiative ist wichtig. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.“

„Theorie und Praxis miteinander verbinden“

Personalmanagerin Heike Hövelmann spricht im Kurzinterview über die Vorteile eines berufsbegleitenden Studiums. (Foto: RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG)

Heike Hövelmann, Personalmanagerin bei der Getränkegruppe H. Hövelmann, erklärt, warum das Unternehmen Beschäftigten ein berufsbegleitendes Studium an der FOM Hochschule ermöglicht.

Frau Hövelmann, kurz und knapp: Beschreiben Sie Ihr Unternehmen in drei Sätzen.

Die Getränkegruppe H. Hövelmann ist ein seit 1905 in der Getränkebranche operierendes Familienunternehmen. Unser Schwerpunkt liegt auf der Herstellung und dem Vertrieb regionaler und nationaler Mineral- und Heilwassermarken sowie von alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Unsere Mitarbeitenden spielten immer schon eine ganz besondere Rolle in unserem derzeit operativ von der vierten Generation geführten Unternehmen.

Aus welchen Gründen fördern Sie Beschäftigte, die ein berufsbegleitendes Studium an der FOM Hochschule aufnehmen möchten?

Der große Vorteil eines berufsbegleitenden Studiums an der FOM Hochschule besteht darin, dass Theorie und Praxis unmittelbar miteinander verbunden werden. Nach erfolgreichem Abschluss stehen uns kompetente Mitarbeitende zur Verfügung, die neben großer Praxiserfahrung und einem akademischen Abschluss auch nahezu alle Unternehmensbereiche während ihrer Ausbildung kennengelernt haben. So können wir nicht nur junge, motivierte Nachwuchstalente fördern, sondern auch in unserem Unternehmen halten.

Aus ihrer Erfahrung heraus: Wie zeichnen sich Menschen aus, die berufsbegleitend studieren?

Fakt ist, ein berufsbegleitendes Studium ist anstrengender als ein Vollzeit-Studium. Die Studierenden haben deutlich weniger Freizeit als andere. Wer sich für diese Form des Studiums entscheidet, ist gleichzeitig fokussiert, strukturiert und weiß, wie er verschiedene Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann. Damit sind sie Studierenden, die ohne Praxiserfahrungen direkt von der Uni kommen, einiges voraus. 

Infos

Weitere Informationen über das Studienangebot der FOM Hochschule gibt es hier.

Wissenswertes über die RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG gibt es auf der Website: www.rheinfelsquellen.de