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  • 2022
  • August
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Vortrag von FOM Absolventin und Digitaler Archivarin

Über den Mehrwert digitaler Formate für die Kultur

Mit digitalen Anwendungen schaffen Kultureinrichtungen ein Mehr an Möglichkeiten. Besucherinnen und Besucher können leicht zugänglich, umfangreich und zielgerichtet von diesen Formaten profitieren. Oftmals ist das aber noch nicht der Fall – und Potenziale bleiben ungenutzt. Bei einer Online-Veranstaltung der FOM in Wuppertal sprach die Digitale Archivarin und FOM Absolventin Clara Jansen-Bauer über die Ergebnisse ihrer Studie, die den Mehrwert des Digitalen untersucht. 

17.08.2022 | Wuppertal

Mit dabei waren insgesamt 36 Teilnehmende von Kulturinstitutionen, Unternehmen und weiteren Einrichtungen, die sich aus ganz Deutschland von Hamburg bis München zur Online-Veranstaltung zuschalteten. Viele von ihnen hatten im Vorhinein bereits erfolgreich digitale Formate umgesetzt. Andere nahmen teil, um für die Zukunft Hinweise für deren sinnvollen Einsatz zu erhalten. Die gab es von Clara Jansen-Bauer, FOM Absolventin und Digitale Archivarin bei der Pina Bausch Foundation in Wuppertal. Beim Einsatz digitaler Formate gehe es ihr zufolge zunächst darum, ungenutzte Potenziale zu identifizieren und daraus entstehende Chancen zu nutzen. Hilfreich dabei können Netzwerke und Kooperationen zwischen den Einrichtungen sein. Der Ausgangspunkt digitaler Formate wird dabei weit gefasst – und beginnt laut Jansen-Bauer bereits mit dem eigenen Internetauftritt.  

Im Mittelpunkt steht der Mehrwert

Wann aber wird ein Format als gut und sinnvoll erachtet? Im Mittelpunkt steht der Mehrwert, der den Nutzenden entsteht. Beispielhaft sind das Informationen, auch solche, die über das Offensichtliche hinausgehen, wie beispielsweise das Gebäude einer Einrichtung. Austauschmöglichkeiten, die Vernetzung ermöglichen und Aspekte der Unterhaltung wie digitale Führungen und Ausstellungen können einen Mehrwert schaffen. Basierend auf ihrer Studie sind den Menschen dabei einige Punkte besonders wichtig. Dazu zählen unter anderem Ansprache, Bedienfreundlichkeit, gesellschaftliche Relevanz und Eigenschaften wie Qualität, Unterhaltung und Lernerfolg.

Darf das Angebot etwas kosten?

Von besonderer Relevanz ist der Zugang: Aus Perspektive der Nutzenden sollte dieser weltweit, voll umfänglich und bestenfalls kostenfrei gestaltet sein. In einem Austausch beschäftigte die Teilnehmenden vor allem die Frage nach der Kostengestaltung, die Clara Jansen-Bauer in ihrem FOM Master-Studium nochmals aufgreifen möchte. Zum Schluss plädierte sie dafür, mutig und offen gegenüber neuen Ideen zu sein, Experimente einzugehen. Es sei wichtig, das digitale Mindset der jeweiligen Einrichtung zu verändern und alle Beteiligten mitzunehmen. So könnten letztlich Angebote entstehen, die genutzt werden und einen echten Mehrwert schaffen.

Virtual Reality bietet Kultureinrichtungen ein digitales Anwendungsbeispiel. (Foto: Seventyfour - stock.adobe.com)

Weiterführender Bericht

Clara Jansen-Bauer sagt: „Durch die FOM in Wuppertal konnte ich Job und Studium miteinander vereinbaren und das Gelernte direkt im Job anwenden.“ Hier geht's zu einem Bericht über die FOM Absolventin und Digitale Archivarin.

FOM Hochschule in Wuppertal

Die FOM Hochschule in Wuppertal bietet Berufstätigen und Auszubildenden die Möglichkeit, berufsbegleitend praxisorientierte Bachelor- und Master-Studiengänge zu absolvieren. In Wuppertal können Studieninteressierte aus vier Hochschulbereichen wählen. Das Wintersemester der FOM startet im September – Anmeldungen in Wuppertal sind hier noch möglich.