• FOM
  • 2022
  • April
  • Die steile Karriere von FOM Absolventin Mirjam Pütz

Managerin, Mutter, Gründerin und Start-up-Investorin

Die steile Karriere von FOM Absolventin Mirjam Pütz

Wenn es etwas gibt, das Mirjam Pütz nicht ertragen kann, ist es Stillstand und „business as usual“. Vor fast 20 Jahren schloss die heute 43-jährige Managerin ihr ausbildungsbegleitendes Studium an der FOM Hochschule ab. Für sie bedeutete es den Start in eine steile Karriere und ein Berufsleben, in dem Weiterbildung bis heute eine Rolle spielt: „Ich bin eine absolute Verfechterin des lebenslangen Lernens“, sagt Pütz. Beruflich hat sie in verschiedenen Positionen bei der Deutschen Bank gearbeitet, ist in der Welt herumgekommen, gründete ein Start-up und eine Familie. Seit Anfang des Jahres wirkt sie als Vorsitzende der Geschäftsführung der WM-Gruppe, die unter anderem die Börsen-Zeitung herausgibt. Außerdem schreibt die Wahl-Frankfurterin nebenbei an einem Buch über Kundenzentrierung. Biografische Schlaglichter einer Frau, die mit Neugierde und Innovationsreichtum vorangeht.

11.04.2022 | Frankfurt a. M. und Neuss

Am Rhein beginnt der Werdegang, der am Main seinen erfolgreichen Lauf nehmen soll. Mirjam Pütz wächst in Neuss auf. Hier geht sie zur Schule und absolviert einen Teil ihrer Ausbildung zur Bankkaufrau in der Stadt. Zahlen und Finanzen: Mit dem Wissen über ihren Karriereweg wirkt es, als sei das quantifizierbare Zählbare stets das, was sie umtreibt. Doch dieser Eindruck täuscht, sagt die heute 43-Jährige: „Ich kann ganz gut mit Zahlen. Aber viel mehr bin ich an Menschen interessiert – und neugierig auf neue Dinge.“ Diese Neugier lässt sie damals neben der Arbeit in der Bank ein ausbildungsbegleitendes Studium an der FOM Hochschule aufnehmen: „Ich komme aus einer Unternehmerfamilie und wollte immer das große Ganze verstehen.“

Was sie antreibt

Neugierig sein, Zusammenhänge verstehen, Entwicklungen vorantreiben – das sind Aspekte, die Mirjam Pütz schon immer antreiben. Ihr Abschluss an der FOM liegt mittlerweile zwei Jahrzehnte zurück, sie profitiere aber noch immer von den Erfahrungen und Kontakten, die sie am Hochschulzentrum in Neuss sammelte: „Das Studium hat mir viele Türen geöffnet. Das Lernen neben dem Job, die Aneignung theoretischer Modelle und ganz wichtig: Netzwerken. Ich habe viele Weggefährten kennengelernt. Gleichzeitig bedeutete die FOM den Start in mein lebenslanges Lernen.“ Mirjam Pütz merkt schon während ihrer Ausbildung, dass der bequemste Weg nicht unbedingt der Weg ist, den sie beruflich beschreiten möchte: Sie braucht den Blick hinter die Kulissen, will nachvollziehen, wie das Unternehmen tickt. „Wenn du ein Unternehmen verstehen willst, benötigst du unterschiedliche Perspektiven“, ist ihre Devise. Deshalb zieht es sie damals vom Rhein ins Headquarter nach Frankfurt am Main, wo sie bis heute ihren Lebensmittelpunkt hat.

Peking statt Wallstreet

Bei der Deutschen Bank ist sie fortan in verschiedenen Positionen – zuletzt im Management – tätig, nebenbei schließt sie weitere Studiengänge ab, nimmt an Fortbildungen teil und bildet sich kontinuierlich fort. „Berufsbegleitend habe ich mich immer weitergebildet. Ich wollte zusätzliche Impulse bekommen.“ Sie studiert in Deutschland, den Niederlanden und in Frankreich. Während es in ihrer Branche beruflich viele nach London oder New York zieht – also klassische Stationen für Banker – reist Pütz in die Türkei und nach China, um dort neue Erfahrungen zu sammeln. „Ich habe mir gerne Themen vorgenommen, die andere nicht genommen haben. Ich war immer die erste, die ,Hier!‘ geschrien hat, wenn es etwas Spannendes gab.“ Bei einem ihrer letzten Projekte begleitet die Managerin Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Bank und digitaler Welt, beispielsweise die Transformation einer Filialbank hin zu einer Online-Bank.

Der Kunde im Mittelpunkt

Immer wieder beschäftigt sie auf ihrem beruflichen Weg die Frage nach der Kundenzufriedenheit. „Jeder sagt, der Kunde steht im Mittelpunkt. Ich glaube aber, da ist noch wesentlich mehr möglich. Am Ende muss der Mensch wirklich in den Mittelpunkt gestellt werden. Dazu gehört, die Situation des Kunden genau zu verstehen und in seine Lebenswelt einzutauchen.“ Mirjam Pütz und weitere Entscheiderinnen und Experten schauen sich dazu Start-ups, Grown-ups, Banken und verschiedene Unternehmen der Finanzindustrie an. Ihre Erkenntnisse lassen sie derzeit in ein Buch einfließen, das sich dezidiert mit dem Thema der Kundenzentrierung auseinandersetzt.

Mirjam Pütz ist seit Anfang des Jahres als Vorsitzende der Geschäftsführung der WM-Gruppe in Frankfurt am Main tätig. (Foto: André Stephan)

Start-up für die Zukunft der Bildung

Eine weitere Aufgabe, die sie derzeit umtreibt, ist privater Natur. Seitdem Mirjam Pütz Mutter ist, fragt sie sich: „Wie wird mein Sohn künftig lernen? Was wird er lernen? Was sind Werte, die wir vermitteln?“ Aus diesen einfachen Fragen gründet sie gemeinsam mit weiteren Mitstreiterinnen die „Rebels League“, ein Start-up, das bestehende Bildungsstrukturen hinterfragt und neue implementieren möchte. Bildung und Innovation – zwei Kernanliegen von Mirjam Pütz – fallen in der „Rebels League“ zusammen.

Neue Challenges stehen an

Beruflich schlägt Mirjam Pütz nach mehr als 20 Jahren im Banking zu Beginn dieses Jahres ein neues Kapitel auf. Die Finanzexpertin wechselt als Vorsitzende der Geschäftsführung in die WM-Gruppe, die unter anderem die Börsen-Zeitung herausgibt. Warum der Wechsel? „Mehr als 20 Jahre Deutsche Bank und immer wieder neue, spannende Herausforderungen. Da war es natürlich schwer mich zu lösen, aber ich wollte im nächsten Schritt eine Position, in der ich von Anfang bis Ende die volle Verantwortung trage.“ Mit der neuen Rolle kann sie dies gemeinsam mit ihren Geschäftsführerkollegen tun. Bei der WM-Gruppe befasst sie sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der digitalen Transformation. „Ich habe sehr viel Lust darauf, zu gestalten und Weichen zu stellen. Es warten viele Challenges, aber noch mehr Chancen, die angegangen und genutzt werden müssen.“

Die Börsen-Zeitung stellt im Rahmen einer Kooperation mit der FOM freie Zugänge zu ihrem Abonnement "BZ Kompakt" zur Verfügung. Die Artikel in „BZ Kompakt“ werden von der Redaktion der Börsen-Zeitung sorgfältig ausgewählt, um den Lesern und Leserinnen einen Überblick über wichtige Nachrichten und Hintergründe des Tages zu bieten. Die Zugänge sind für FOM Studierende kostenlos und ein Jahr lang gültig. Mehr Informationen dazu gibt es im Online-Campus.

Die FOM Hochschule informiert regelmäßig im Rahmen von (Online-)Infoveranstaltungen über das berufs- bzw. ausbildungsbegleitende Studium, die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich. Hier geht's zur Anmeldung.