23.01.2019 | Dortmund

Triathlet und FOM Student Robert Dale

„Alles eine Frage der Ambition“

Leidenschaft. Ehrgeiz. Eiserner Wille. Robert Dale, Jahrgang 1990, Vollblut-Triathlet und FOM Student. Im Wasser, zu Land oder auf dem Rad – überall ist er in seinem Element. Ungefähr so könnte man den Dortmunder kurz und treffend beschreiben, wenngleich das noch lange nicht alles über ihn aussagt.

Hochleistungssportler Robert Dale (Foto: Privat)

Der Startschuss zur Triathlon-Karriere von Robert Dale fiel vor über fünf Jahren. Seitdem betreibt der 28-Jährige den leistungsorientierten Sport. Zusätzlich studiert er berufsbegleitend seit 2015 an der FOM Hochschule in Dortmund den Studiengang International Management , dieses Semester schreibt Dale seine Bachelorarbeit. „Während des Studiums konnte ich bereits sehr viel neues Wissen erlangen, von dem ich im Berufsalltag profitiere“, so Dale. Im vergangenen Jahr reiste er mit seinem Arbeitgeber, dem Medizingroßhandel Fleischhacker GmbH & Co KG, in verschiedenste Länder – nach Kenia, Senegal und Indien, aber auch innerhalb Europas nach Dänemark und England. Dabei kamen sein globales Management-Know-how und seine interkulturellen Kompetenzen bereits zum Einsatz.

Seine Chefin war es, die ihn einst zu einem berufsbegleitenden Bachelor-Studium motivierte – und so begann Dale  seine kaufmännische Ausbildung in Kombination mit dem Studium. „Das war definitiv die richtige Entscheidung! Der Umgang an der FOM ist sehr persönlich. Es gibt kleine Kurse, durchweg kompetente Dozenten und obendrein noch ein ziemlich schickes, renoviertes Gebäude.“

Arbeit, Studium, Training: Ohne Kaffee geht gar nichts

Der Triathlet studiert International Management an der FOM Hochschule in Dortmund (Foto: Privat)

Doch wie schafft es jemand zu arbeiten, zu studieren, zweimal am Tag zu trainieren, Zeit für die Freundin zu finden und dies alles mit weiteren Verpflichtungen in Einklang zu bringen? „Es ist eine echte Herausforderung, alles galant zu kombinieren, doch es ist machbar.“ Morgens vor der Arbeit schellt der Wecker schon um 5 Uhr, es folgt ein kleines Frühstück mit einem großen Kaffee. „Ohne einen großen Kaffee Crema geht bei mir gar nichts.“ Dann startet die erste Trainingseinheit im Schwimmbad. Nach der Arbeit wird meist nochmals trainiert, Freitagabend und samstags geht es in den Hörsaal. Sonntags geht es dann öfters zu einem Wettkampf, ausgenommen sind da nur die Klausurphasen, da steht das Lernen im Mittelpunkt.  

Für Dale ist sein Tagespensum auch eine Reise zu neuen Herausforderungen. Denn neben der körperlichen Topform spielt die mentale Stärke eine entscheidende Rolle. Sie hilft ihm, immer wieder neue Kraft zu sammeln und erneut über Grenzen zu gehen.

Bachelor in Dortmund, Ironman in Frankfurt, WM in Nizza

Der Wecker des jungen Studenten schellt jeden Morgen um 5 Uhr (Foto: Privat)

Schon jetzt fiebert Robert Dale einem großen Wettkampf in Frankfurt entgegen: Dem Ironman 2019 – der Veranstaltung, bei der die deutschen Topathleten gegeneinander antreten. Der Ironman ist sein persönliches Saison-Highlight – sowohl körperlich als auch mental. Bisher hat der Athlet schon an vielen Wettkämpfen innerhalb Deutschlands teilgenommen, nächste Saison geht es in die Schweiz und in die Niederlande. Die Erwartungen an sich selbst sind hoch, sein Ehrgeiz ist groß: „Es ist immer eine Frage der Ambition: Man kann entweder nur mitmachen oder eben so gut wie möglich sein. Ich möchte immer so gut wie möglich sein und mich innerhalb meiner Altersklasse weit vorne positionieren“. Dale will es unter die Top 5 schaffen. Nach dem Wettkampf folgt die Regeneration: „Beine hoch und ab auf´s Sofa. Dann wird alles gegessen, worauf ich Lust habe, am liebsten Eis.“

Der Hochleistungssportler trainiert häufig gemeinsam mit seiner Freundin, ebenfalls eine ambitionierte Triathletin. Beide schwimmen gemeinsam ihre Bahnen oder fahren zusammen mit den Rädern durchs Sauerland. Robert Dales Ziele sind klar definiert: Sein Wunsch ist es, zunächst seinen Bachelor abzuschließen und sich dann für die Ironman-Weltmeisterschaft in Nizza zu qualifizieren. Letztendlich sei die Leistung allerdings oft tagesformabhängig: „Der eine mag Regen, der andere nicht. Einer mag´s warm, der andere lieber kalt. Mal sehen, wie das Wetter in Nizza wird.“