20.09.2018 | Aachen

Maike Roosen wollte weiterlernen

„Nach dem Feierabend ist vor der Vorlesung“

Feierabendverkehr in Aachen, Maike Roosen fährt einfach dran vorbei. „Ich kenne ein paar Schleichwege von der Arbeit zur FOM“, freut sich die 24-Jährige und biegt in eine Seitenstraße. Dreimal pro Woche studiert die Industriekauffrau abends an der FOM Hochschule den Bachelor in Business Administration. „Für uns berufsbegleitende Studierende gilt: Nach dem Feierabend ist vor der Vorlesung!“

Maike Roosen (Foto: FOM)

Als Maike Roosen vor einer roten Ampel hält, schweift ihr Blick durchs Fenster. „Vor vier Jahren habe ich meine Ausbildung abgeschlossen. Doch ich wollte weiterlernen und mich fachlich entwickeln.“ Die Ampel wird grün, sie drückt aufs Gas. „Seit ich studiere gibt es definitiv wieder genug zu lernen“, bemerkt sie und schmunzelt.

Maike Roosen parkt nahe des Technologiezentrums am Europaplatz, hier findet die Vorlesung statt. Sie angelt ihr Tablet vom Rücksitz. „Wie war dein Arbeitstag?“, schallt es vom Eingang. „Da seid ihr ja“, ruft sie zurück und begrüßt ihre Kommilitonen. „Welches Modul haben wir heute?“ Maike Roosen zückt ihr Handy und schaut in der App Online Campus nach. „Marketingmanagement, in Raum 2.01."

Das Aachener Hochschulzentrum (Foto: Tom Schulte/ FOM)

Der Dozent ist schon im Seminarraum. Etwa 20 berufsbegleitende Studierende kommen nach und nach an. Die Kleingruppen bieten viele Vorteile, sind sich alle sicher. „Wir kommen oft zu Wort, können Fragen stellen und vom Berufsalltag erzählen.“ „…Jetzt erzähle ich aber erstmal was“, mischt sich der Dozent augenzwinkernd ein und beginnt die Vorlesung.

Nervennahrung wirkt Wunder

Maike Roosen schaltet ihr Tablet an und öffnet das Skript. Heute lernen die Studierenden verschiedene Marketingstrategien kennen. „Unser Prof‘ arbeitet selbst im Marketing und hat zu jeder Theorie ein praktisches Beispiel auf Lager“, flüstert sie und notiert sich etwas. Nachdem der Dozent mehrere Werbestrategien vorgestellt hat, diskutiert die Gruppe Vor- und Nachteile.

Im Hörsaal steht heute Marketing auf dem Lehrplan (Foto: FOM)

„Ab und zu gönne ich mir mal was Süßes – Nervennahrung wirkt Wunder“, berichtet Maike Roosen in der Pause auf dem Weg zum Snackautomaten. „Zu Beginn des Studiums musste ich mich erstmal an alles gewöhnen. Ich war seltener beim Badminton und mir fehlte die innere Balance. Doch schnell merkte ich: Der Sport ist ein super Ausgleich! Mittlerweile habe ich mich ans Studium gewöhnt und freue mich auf jedes neue Thema. So, jetzt muss ich aber wieder zurück“, verabschiedet sich Maike Roosen und schmunzelt erneut.