10.09.2018 | Bremen

FOM Student gibt Finanzierungstipps

„Grundsätzlich sind sowohl Bachelor- als auch Master-Studium steuerlich anrechenbar“

Als Marcel Gabor sich vor acht Jahren entscheidet, ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium an der FOM Hochschule in Bremen aufzunehmen, arbeitet er als Mediengestalter in einer Werbeagentur. Das Ziel: seine finanzielle Situation durch einen akademischen Abschluss zu verbessern. Noch während des Studiums übernimmt der heute 33-Jährige eine verantwortungsvolle Position als Projektmanager im Onlinemarketing. Beflügelt von den Möglichkeiten, die der Studienabschluss mit sich bringt, entscheidet Gabor, an der Bremer FOM ein Master-Studium der Wirtschaftspsychologie anzuschließen.

Aktuell arbeitet er als Marketingleiter mit Schwerpunkt E-Commerce und schreibt an seiner Master-Thesis. Im Interview gibt Gabor Studieninteressierten Tipps, wie sie einen akademischen Abschluss finanziell stemmen können.

Master-Studierender und Marketingleiter im E-Commerce Marcel Gabor konnte seine berufliche und finanzielle Situation durch die Entscheidung für die FOM Hochschule in Bremen bereits während des Studiums deutlich verbessern (Foto: FOM).
Master-Studierender und Marketingleiter im E-Commerce Marcel Gabor konnte seine berufliche und finanzielle Situation durch die Entscheidung für die FOM Hochschule in Bremen bereits während des Studiums deutlich verbessern (Foto: FOM).


Wieso haben Sie sich für ein Master-Studium an der FOM Hochschule entschieden?


Bevor ich mich für ein Studien-Modell entschieden habe, wollte ich sichergehen, die  richtige Wahl zu treffen. Ich suchte im Internet gezielt unter den Stichwörtern „berufsbegleitend“, „kostengünstig“, „akkreditiert“, „Unterrichtsinhalte up to date“ und „Präsenz-Studium“ nach Angeboten. Als ich die Kosten der recherchierten Einrichtungen und Modelle verglich, wurde mir klar, dass die FOM Hochschule mit den Gesamtkosten von rund 12.500 Euro mehr als fair ist. Bei anderen Anbietern waren die Preisangaben oftmals höher – oder zumindest genauso hoch. Bei einem Fernstudium beispielsweise kamen aber noch viele verstecke Kosten in Form von regelmäßigen Präsenzprüfungen in einer anderen Stadt, damit verbundene Fahrt- und Hotelkosten sowie hierzu benötigte Urlaubstage hinzu.

Ein weiterer für mich entscheidender Aspekt war die Interaktivität. Obwohl es mir leicht fällt, diszipliniert und eigenverantwortlich zu lernen, wurde mir bewusst, dass ich den persönlichen Austausch mit Kommilitonen und Dozenten äußerst wichtig finde und mir eben dieser bei einem Fernstudium fehlen würde. So entschied ich mich letztlich wieder für das Präsenzstudium parallel zum Beruf an der FOM Hochschule in Bremen.

Wie finanzieren Sie Ihr Master-Studium?

Ich habe mich für den klassischen Weg des 100-Prozent-Selbstzahlers entschieden. Es gibt natürlich grundsätzlich die Möglichkeit, mit seinem Arbeitgeber über eine finanzielle Unterstützung zu sprechen. Das haben auch einige meiner Kommilitonen getan. Allerdings knüpfen die meisten Firmen diese Unterstützung an eigene Bedingungen – wie einen Mindestverbleib für mehrere Jahre nach dem Studium im Unternehmen. Mir war die Flexibilität wichtiger; die Möglichkeit, meinen Arbeitgeber jederzeit wechseln zu können, ohne in die Situation zu geraten, Studienkosten zurückzahlen zu müssen. Das sollte jeder deshalb genau für sich abwägen.

Aus dem berufsbegleitenden Studium selbst ergeben sich einige Vorteile, die es auch mir erleichtert haben, die Kosten ohne Unterstützung zu tragen. Kurzfristig ist die Möglichkeit einer monatlichen Ratenzahlung dabei sicherlich einer der wesentlichen Punkte. Dadurch verteilen sich die Kosten auf 24 Monate und fallen dadurch weniger ins Gewicht. Langfristig war für mich der entscheidende Vorteil, dass ich durch das Studium einen akademischen Grad erreichen konnte, während ich parallel Vollzeit im Beruf weitergekommen bin. Durch den verbesserten Abschluss in Kombination mit wertvoller Berufserfahrung konnte ich letztlich auch frühzeitig ein vergleichsweise hohes Einkommen erzielen. Das wäre anders so kaum möglich gewesen.

Haben Sie zusätzliche Finanzierungstipps?

Wer sich weder an seinen Arbeitgeber binden noch einen Studienkredit aufnehmen möchte, weil ihm die finanziellen Mittel fehlen, dem rate ich, sich über die verschiedenen Stipendien zu informieren. Ich weiß, dass es hier zahlreiche Möglichkeiten gibt. Beispielsweise bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Aufstiegsstipendium an. Wer ein Erststudium neben dem Beruf beginnt, kann sich dort um eine Fördersumme von 2.400 Euro jährlich bewerben. Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit des BMBF ist das Weiterbildungsstipendium, das sich gezielt an Leute unter 25 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung richtet.

Von welchen steuerlichen Vorteilen können Studierende der FOM Hochschule profitieren?

Grundsätzlich sind sowohl Bachelor- als auch Master-Studium steuerlich anrechenbar. In welcher Form genau, hängt einerseits vom Beschäftigungsverhältnis ab: Bin ich angestellt oder selbstständig? Andererseits ist es entscheidend, ob es eine Erst- oder Zweitausbildung ist. Meine Kosten im Master-Studium kann ich als Angestellter in der Zweitausbildung als vorweggenommene Werbungskosten geltend machen. Dazu gehören bei mir neben allen direkten Kosten wie Studien- und Prüfungsgebühren, Fachliteratur oder Fotokopien auch die Mehraufwände wie Verpflegung, Fahrtkosten zur Hochschule und zu freiwilligen Lerngruppen. Um den Überblick zu behalten, ist es hilfreich, wöchentlich alle Kosten in einer Excel-Tabelle festzuhalten.