18.09.2018 | Berlin

Chance dank neuer Kooperation zwischen Supper & Supper GmbH und FOM Berlin:

„Es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen“

Heinz Jarupong Waldow (Foto: Martin de Crignis)

Heinz Jarupong Waldow bezeichnet sich selbst als „Geonerd“. Das hat weniger mit seinen deutsch-thailändischen Wurzeln und einem Auslandsjahr in Südkorea zu tun, als mit seinem aktuellen Job bei der Supper & Supper GmbH. Das mittelständische Beratungsunternehmen aus Berlin, das auf Data Science, Software Implementierung und Transformationsmanagement spezialisiert ist, realisiert seit 2012 eine Vielzahl von internationalen Projekten bei global agierenden Unternehmen. Waldows Spezialität ist es, Daten in Machine-Learning-Prozessen mit Geoinformationen der Weltkarte zu verbinden. Der 24-Jährige arbeitet deshalb als Head of CC Geoinformationssystem-Softwareprodukten (GIS) und studiert gleichzeitig seit März 2017 im Bachelor Wirtschaftsinformatik an der FOM in Berlin. Möglich macht das die Kooperation seines Unternehmens mit der Hochschule. Heinz Waldow ist der Erste, der im Rahmen der Kooperation ausgebildet wird. Der Weg dorthin war für den jungen Mann aus Kiel konsequent, wenn auch ungewöhnlich. 

Nach seinem Abitur studiert er zunächst in seiner Heimatstadt Kiel vier Semester Volkswirtschaftslehre (VWL) und Physik. Auf dem Weg zu einer Vorlesung findet er zufällig den einzigen Hinweis auf ein Austauschprogramm in Korea, meldet sich spontan und bekommt den Platz. Für ein Jahr studiert er an der Universität in Seoul und schließt Freundschaften mit vielen Studierenden aus Europa, Amerika und Asien. „Dieses Netzwerk ist ein echter Schatz. An vielen Orten der Welt fühle ich mich jetzt willkommen. Es ist eine unvergleichliche Erfahrung internationaler Student zu sein. Ich kann das jedem nur empfehlen“, ist Heinz Waldow nach wie vor begeistert. Das Jahr prägt ihn sehr und in Asien zu sein, ist noch einmal etwas ganz Besonderes. Durch Besuche in Thailand bei der Familie der Mutter ist er damit jedoch schon etwas vertraut.  

Zurück in Deutschland beschließt er nach Berlin zu gehen und Mathematik zu studieren. Für seinen Lebensunterhalt kellnert er in einem Restaurant. Seine jetzige Chefin Stefanie Supper ist dort Stammkundin. Ihr gefallen seine Service-Mentalität, seine Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft – wichtige Softskills für die Beratung. Sie kommt mit dem jungen Mann ins Gespräch und erfährt nicht nur, dass er sich für Unternehmensberatung interessiert und Mathematik studiert, sondern stellt auch fest, dass er sehr gut englisch spricht. Da macht sie ihm ein ungewöhnliches Angebot: Sie fragt Heinz Waldow, ob er sich vorstellen könne, bei der Supper & Supper GmbH als Werkstudent anzufangen. Heinz Waldow bereut es keinen Tag, das Angebot angenommen zu haben. „Die Arbeit ist wirklich abwechslungsreich. Ich habe als Scrum-Master gearbeitet, Projekte gemanagt sowie Software- und Programmier-Trainings konzipiert und durchgeführt.“ Ihm gefallen die Arbeit und das Team so gut, dass er nach wenigen Monaten Stefanie Supper vorschlägt, sein Arbeitsverhältnis in eine Vollzeitstelle umzuwandeln, die ihm den Wunsch gern im März 2017 erfüllt. Damit er sein Studium besser in den Arbeitsalltag integrieren kann, schreibt sich Heinz Waldow für das berufsbegleitende Studium an der FOM Hochschule in Berlin ein. Sein Arbeitgeber übernimmt die Studiengebühren. So kann er am Tag arbeiten und abends die Theorie lernen. Das funktioniert so gut, dass er sogar bei einem kürzlich abgeschlossenen Projekt in einem internationalen Konzern federführend bei der Entwicklung, Implementierung und Migration einer Software war. 

Heinz Waldow vor dem Hörsaal (Foto: Nadja Bungard)

Auch seine Chefin Stefanie Supper zeigt sich mit dieser Situation sehr zufrieden und erklärt, warum ihr Unternehmen mit der FOM kooperiert: „Die Kooperation mit der FOM Hochschule bedeutet für die Supper & Supper GmbH beraterische und wissenschaftliche Exzellenz. Denn so können wir die neuesten wissenschaftlichen Methoden und state of the art Techniken direkt in den beraterischen Prozess integrieren und unseren Kunden wertvollen Best Practice Input liefern. Gleichzeitig können die Studierenden, wie unser Herr Waldow, neben dem Studium wichtige praktische Erfahrung in einer Vollzeitstelle sammeln.“ 

Aktuell ist Heinz Waldow im 4. Semester und kommt mit seinen Vorkenntnissen in VWL, Physik und Mathematik sowie der Berufserfahrung gut voran. Wenn er es einmal nicht in die Vorlesungen schafft, tauscht er sich mit seinen Kommilitonen in einer eigenen WhatsApp- Gruppe aus. Dort informieren sie sich gegenseitig, welche Inhalte für die Klausuren relevant sind. In der Woche arbeitet er dann die Folien aus den Vorlesungen durch. So hat er alle Studien-Anforderungen bisher gut bewältigt und kann sich sogar vorstellen, die Studienzeit insgesamt zu verkürzen. 

Wenn er sein staatliches Studium mit dem an der FOM vergleicht, sieht er klar den Vorteil, es zeitlich besser mit seiner Arbeit verbinden zu können. „Das ist eine echte Chance. Viele meiner Kommilitonen sind 10 Jahre und mehr im Beruf und wollen sich weiterbilden. Ohne Angebote wie die der FOM wäre das gar nicht möglich.“ Sein Tipp an alle, die sich weiter entwickeln wollen: „Es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen. Man sollte jede Chance nutzen.“