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02.10.2018 | Nürnberg

Transfer Assessment: Theorie im Praxistest

„Ich habe meine Bewerbungsgespräche neu strukturiert“

Probieren geht über Studieren, sagt eine alte Redensart. Fabian Nenner kann das bestätigen. Der 27-Jährige arbeitet in einem internationalen IT-Unternehmen als Recruiter. Parallel studiert er den Master in Wirtschaftspsychologie an der Nürnberger FOM Hochschule. Welche Studieninhalte ihm schon heute im Berufsalltag weiterhelfen, verrät er im Gespräch.

Fabian Nenner im Gespräch (Foto: privat)

Fabian Nenner, welche Aufgaben übernehmen Sie als Recruiter?
Ich stelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unser Unternehmen ein. Meine Aufgaben reichen vom Sichten der Bewerbungsunterlagen über die Organisation und Durchführung von Vorstellungsgesprächen bis hin zur Vertragserstellung.

Ist das auch Thema im Studium?
Ja, zum Glück! *lacht* Im Modul „Arbeits- und Organisationspsychologie“ diskutierten wir unter anderem Methoden der Personalauswahl – eines meiner Lieblingsthemen, denn das neue Wissen aus der Vorlesung kann ich bei der Arbeit ganz praktisch anwenden.

Welches neue Wissen?                                                   
Spannend fand ich zum Beispiel das Modell des multimodalen Interviews: Die Methode lässt sich in Bewerbungsgesprächen anwenden und besteht aus acht aufeinanderfolgenden Gesprächsphasen. Dazu zählen neben der Selbstvorstellung des Bewerbers auch ein freier Gesprächsteil, Fragen zum Lebenslauf und situative Fragen zum Verhalten. Ich fand die Methode spannend und probierte sie selbst aus.

Bei der Arbeit (Foto: privat)

Und das funktioniert?
Mithilfe der Fragen des multimodalen Interviews bekomme ich einen umfassenden Eindruck vom Bewerber. Situative Fragen geben Auskunft zur Arbeitsweise und zeigen, ob der Kandidat zu unserer modernen Organisationsstruktur passt. Zur Professionalisierung des Gesprächs habe ich einen Interviewleitfaden verschriftlicht – auch das haben wir im Hörsaal gelernt. Wenn der Bewerber überzeugt, wird in einem zweiten Gespräch sein fachliches Know-how am Computer überprüft. Und wenn die Bewerber später als neue Mitarbeiter begrüßt werden, ist das auch für mich ein echtes Erfolgserlebnis!

Zum Transfer Assessment:
Im Verlauf des Studiums reflektieren die Master-Studierenden an der FOM Hochschule regelmäßig ihre persönliche Kompetenzentwicklung und überprüfen, inwieweit neu erworbenes Wissen für ihre berufliche Praxis relevant ist. Kompetenzchecks während des Studiums sowie ein persönliches Kompetenzportfolio unterstützen den kontinuierlichen Entwicklungsprozess.