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23.10.2018 | Frankfurt a. M.

Künstliche Intelligenz erreicht Customer Experience bei Fluggesellschaften

Frankfurter Studentin gewinnt mit Service-Roboter internationalen Aviation-Pitch

Anna Drewitz FOM Studentin Frankfurt FTE Las Vegas
Nach der Preisverleihung in Las Vegas: Anna Drewitz ist glücklich (Foto: privat)

Sie ist sympathisch, engagiert und geht zielstrebig ihren Weg – und in ihrer Freizeit entwickelt die Frankfurterin Anna Drewitz Ideen für digitale Innovation mit smarter Intelligenz. Dass diese sogar markttauglich sein können, bewies sie auf einem Studentenwettbewerb für „bahnbrechende Reiseerfahrungen“. Auf der Global Future Travel Experience (FTE) pitchte sie ihre Idee vor den „Global Playern“ der Aviation-Branche und gewann.

Als Anna Drewitz, Master-Studentin für Marketing & Communication an der FOM Hochschule in Frankfurt, von dem Wettbewerb erfuhr, brachte sie ihre Idee für einen Service-Roboter namens „FRED“ zu Papier und produzierte ein Bewerbungsvideo. Als eine von vier Finalisten wurde sie dann nach Las Vegas eingeladen. „Es war unglaublich aufregend dort. Die Atmosphäre und der Austausch mit den anderen hat mich sehr inspiriert“, berichtet die 28-Jährige über die finalen Pitches und die Sieger-Gala. FRED ist ein Roboter, der Passagiere vor und nach einer Flugreise begleitet, durch den Flughafen navigiert, das Gepäck aufgibt oder Essen holt. „Über das Display kann man Mails checken, Filme schauen oder das vergessene Parfum kaufen“, erläutert Anna Drewitz. Für FRED und seine Passagiere gibt es eine spezielle Lounge, sodass lange Warteschlangen beim Check-in oder bei Kontrollen umgangen werden können. All das übernimmt die künstliche Intelligenz. Mitfliegen darf FRED nicht, aber sein Zwillingsbruder holt die reisenden Passagiere dann am Zielairport wieder ab.

„Es war spannend zu sehen, dass die an der Konferenz beteiligten Airlines sehr interessiert waren an meiner Idee.“ Schützen kann Anna Drewitz ihr geistiges Eigentum nicht mehr, da sie es vor über 200 Menschen erfolgreich präsentiert hat, so die Regeln des Patentamtes. Aber das ist der gebürtigen Schleswig-Holsteinerin nicht so wichtig. Sie sieht sich eher als Ideengeberin, denn als Entwicklerin neuer Technologien. Die Welt der Digitalisierung, das ist ihre Leidenschaft. „Wir leben in Umbruchzeiten und müssen schauen, welche digitalen Innovationen wir brauchen und wie wir sie nutzen können. Ich brenne für diesen Bereich, das ist besser als jeder Krimi.“

Im echten Leben arbeitet die Frankfurterin bei LSG Lounge, dem Tochterunternehmen einer großen deutschen Airline. Welches Potenzial, welche weiteren bahnbrechenden Ideen noch in ihr stecken, das wird die Managerin für Marketing und Kommunikation bestimmt bald im Berufsleben zeigen.