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27.11.2018 | Frankfurt a. M.

Alexander Wahl zurück aus China

Wo die Züge pünktlich fahren oder: leben auf der anderen Seite der Welt

FOM Student und Tutor Alexander Wahl in China (Foto: privat)

Er wollte mal raus, etwas Neues sehen und das eigene Land aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen – Alexander Wahl ist dies gelungen. Der FOM Student hat in den vergangenen vier Monaten chinesische Studierende in Taiyuan als Tutor begleitet und mit Ihnen die Lehrveranstaltungen fachlich nachbereitet. Auf dem Lehrplan standen International Management, Projektmanagement und Marketing.

„Es war sehr spannend, die Menschen, die Kultur und das Leben in China so hautnah zu erleben. In den ersten vier Wochen habe ich mich überhaupt nicht zurechtgefunden: Denn man läuft durch die Stadt, kann nichts lesen und hat keine Ahnung, wie man am besten von A nach B kommt, zudem sprechen nur sehr wenige Menschen Englisch.“ Oftmals war eine Karte, auf der die Adresse seines Wohnheims in chinesischen Schriftzeichen stand, seine einzige Chance, dem Taxifahrer sein Fahrziel zu kommunizieren.

Der Alsfelder reiste jedes Wochenende in eine andere Stadt (Foto: privat)

Von diesen sprachlichen Fallstricken ließ sich Alexander Wahl nicht beeindrucken und reiste jedes Wochenende in eine andere Stadt. „Gerade technisch und logistisch ist China uns weit voraus. Alle Züge sind pünktlich, darauf kann man sich voll verlassen.“ Auch das alltägliche Leben in China hat den 33-jährigen Alsfelder nachhaltig beeindruckt: „Während meine Studierenden tagsüber brav, nett und wissbegierig vor mir saßen, haben sie es abends und am Wochenende bei Partys richtig krachen lassen, das hätte ich nicht gedacht.“ Vom traditionellen Frontalunterricht hat Alexander Wahl versucht abzurücken, aber es war schwierig, die jungen Menschen zum Reden und Austauschen anzuregen. „Sie sind darauf getrimmt, alles auswendig zu lernen.“

Alexander Wahl berichtete über seine China-Erlebnisse auf seinem persönlichen Reiseblog (Foto: privat)

Ein Bild hat sich Alexander Wahl in dieser Zeit besonders eingeprägt: „Im Sommer ist der Campus voller Regenschirme, das ist ein tolles Bild. Vor allem, weil es gar nicht geregnet hatte - die Menschen haben sich vor der Sonne geschützt.“ So sind ihm die Unterschiede zwischen China und Deutschland an vielen Stellen ins Auge gefallen. Hat China ihn verändert? „Unsere Lebensweisen in Deutschland machen Sinn – das ist meine Erkenntnis aus dieser Zeit: Die Ordnung und das Strukturierte habe ich in China vermisst“, lacht Alexander Wahl. „Ich habe mein Leben in Deutschland schätzen gelernt.“ Über seine Erlebnisse in China und weitere Reisen rund um den Planeten berichtet der IT-Experte in seinem Reiseblog https://www.around-the-planet.de