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27.11.2018 | Dortmund

Motivation hoch zwei

Dortmunder Freunde studieren gemeinsam an der FOM

Tobias Froch und Philipp Weckermann studieren im ersten Semester „Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik“ an der FOM in Dortmund. Beide haben schon ihre Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gemeinsam absolviert und drücken jetzt – nach Jahren im Beruf – erneut zusammen die (Hoch-) Schulbank. Wir haben uns mit den beiden Erstsemestern getroffen und über ihre Freundschaft und ihre Entscheidung für ein Studium an der FOM gesprochen. 

Gemeinsam an der FOM: Die Freunde Philipp Weckermann (links) und Tobias Froch (Foto: FOM)

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Tobias Froch: Von 2009 bis 2012 sind wir zusammen in Lünen zur Krankenpflegeschule gegangen, dort haben wir uns kennengelernt. Eigentlich waren wir seit der ersten Woche ein Team, wir waren ja auch nur drei oder vier Jungs im gesamten Jahrgang. Wir haben oft zusammen gelernt und die Ausbildung gemeinsam durchgezogen, aber auch privat viel gemeinsam unternommen.

Philipp Weckermann: Nach der Ausbildung haben wir für zwei Jahre im gleichen Krankenhaus gearbeitet, wenn auch auf unterschiedlichen Stationen. Danach haben sich unsere beruflichen Wege getrennt: Ich bin ins Saarland gegangen, Tobias ist im Ruhrgebiet geblieben. Trotzdem waren wir immer im Kontakt, haben viel telefoniert und wussten, was der andere macht.

Wie kam dann der Entschluss, zu studieren und an die FOM zu gehen?

Tobias Froch: Für uns war klar, dass wir nicht auf Dauer im Pflegejob bleiben möchten, auch wenn wir das eigentlich gerne machen. Aber die Bedingungen und vor allem die Schichtarbeit sind schon heftig. Das möchte man nicht noch für 35, 40 weitere Jahre machen. Deswegen haben wir schon immer Augen und Ohren offengehalten, welche Möglichkeiten es noch gibt. Letztlich aber war Philipp das Zünglein an der Waage…

Philipp Weckermann: …Genau, ich war ja genauso auf der Suche, hatte im Saarland ein Medizinstudium angefangen, das ich leider nicht weiterführen konnte. Eine Freundin hat mir dann von der FOM erzählt, die ich bis dato noch gar nicht kannte. Ich habe direkt einen Termin mit der Dortmunder Studienberatung vereinbart. Nach dem Gespräch war für mich klar: das möchte ich machen. Das war im Sommer, und dann ging alles ganz schnell. Ich habe mir einen neuen Job hier in der Region gesucht, meine Kisten im Saarland gepackt und bin kurz vor Semesterstart wieder zurück nach Dortmund.

Tobias Froch: Als Philipp mir von seiner Entscheidung für die FOM erzählt hat, war ich sofort begeistert. Ich habe dann auch endlich Nägeln mit Köpfen gemacht und mich zum Studium angemeldet. Zwischendurch kamen mir Zweifel, ob das wirklich das Richtige für mich ist, aber Philipp hat mir gut zugeredet, er hatte ja auch schon etwas Studienerfahrung und konnte das gut einschätzen. 

FOM Dortmund an der Stadtkrone Ost (Foto: FOM)

Seit Anfang September läuft das Studium jetzt. Wie sind Ihre Eindrücke bisher?

Philipp Weckermann: Bis jetzt kommen wir sehr gut mit. Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, dass wir es gar nicht erst schleifen lassen und arbeiten deswegen die Inhalte der Vorlesungen immer direkt nach. Wir wollen es direkt möglichst zielstrebig angehen.  

Tobias Froch: Und wir lernen auch jetzt wieder viel zusammen. Klar, den größten Teil arbeitet man zu Hause für sich, aber wir besprechen den Stoff auch zusammen. Durch das gemeinsame Lernen in der Ausbildung wissen wir auch, was der andere so für ein Lerntyp ist und können uns gegenseitig gut pushen.

Philipp Weckermann: Und wir haben wirklich ein Glückslos mit unserem Kurs gezogen. Gestern Abend waren wir mit der ganzen Truppe noch zum Essen. Es ist viel Sympathie in der Gruppe und das macht Spaß.

Aktuell arbeiten Sie beide in der Krankenpflege und damit im Schichtdienst. An der FOM studieren Sie im Zeitmodell „Tagessstudium“, das heißt Sie haben montags und dienstags ganztägig Präsenzveranstaltungen. Wie schaffen sie es, beides miteinander zu kombinieren. 

Philipp Weckermann: Ich habe mir einen Arbeitgeber gesucht, der mir eine ganz klare Zusage machen konnte, dass ich dreieinhalb Jahre lang montags und dienstags frei habe und außerdem sonntags keine Nachtschicht machen muss. Diesen Arbeitgeber habe ich auch gefunden und dort arbeite ich im Moment in Teilzeit mit 60 Prozent. Das passt wirklich gut.

Tobias Froch: Bei mir war das etwas schwieriger, weil ich bei einer Leihfirma arbeite. Für die Firma ist mein Wunsch nach bestimmten freien Tagen oder Schichten kein Problem. Direkt am Einsatzort muss ich aber immer wieder darauf hinweisen, dass ich bei der Schichtplanung entsprechend eingeplant werde. Das klappt nicht immer zu hundert Prozent, dann muss ich Schichten tauschen und schauen, wie ich es unter einen Hut bekomme. Aber das ist alles machbar.