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08.11.2018 | Bremen

Nils Bäumer regt rund 65 Teilnehmende zum kindlichen Denken an

„Kreativität ist der Motor, Begeisterung der Treibstoff“

65 Teilnehmende wurden zum kindlichen Denken angeregt (Foto: FOM)
65 Teilnehmende wurden zum kindlichen Denken angeregt (Foto: FOM)

„Veränderung beginnt im Kopf“ – so der Titel der Veranstaltung mit Kreativitätsexperte Nils Bäumer im Bremer FOM Hochschulzentrum. Der Autor, Redner und Trainer erläuterte den rund 65 Teilnehmenden mit Humor und Tiefsinn, wie wichtig Kreativität für Change-Prozesse in Unternehmen ist und mit welchen Tricks sich neue Ideen generieren lassen.

Bäumer behauptet: „Jeder Mensch ist kreativ.“ Erwachsene hätten sich diese angeborene Fähigkeit jedoch abgewöhnt. Dabei sei eben diese kindliche Herangehensweise notwendig, um bei erfinderischen Einfällen zunächst die Umsetzung außen vor zu lassen und in innovativen Lösungswegen denken zu können. Deshalb müssten für neue Wege zuerst alte Gewohnheiten abgebaut werden. „Routinen müssen immer hinterfragt werden“, mahnt der Experte. Besonders problematisch: Bereiche, in denen Unternehmen gut sind, da diese selten infrage gestellt würden
 
Doch wie aus den gewohnten Strukturen ausbrechen? „Kreativität braucht Raum“, meint Bäumer. Voraussetzung dafür sei eine entspannende Situation oder Atmosphäre, die klassische Meetings selten bieten. Viel besser sei es, stille Orte in der Natur aufzusuchen, die Mobiltelefone einmal auszuschalten und sich gezielt der Ruhe und Langeweile auszusetzen – um das Gehirn zu aktivieren. Der Anstoß zur Kreativität und damit hin zu Veränderungsprozessen sieht Bäumer folglich darin, den Fokus zu ändern, einen neuen Blickwinkel zuzulassen und sich dadurch Zeit und Raum für neue Gedanken zu geben.

Ohne eine nachhaltige Umsetzung bringe jedoch auch die beste Idee nichts. „Druck ist dabei ein schlechter Berater. Es gilt stattdessen, Begeisterung bei allen Beteiligten aufzubauen.“ Bäumer spricht von einem „Gänsehautfaktor“, den jede Idee in ihrer visualisierten Vollendung auslösen müsse. Der Referent, der sich selbst als „Ideenhebamme“ bezeichnet, ist sicher: „Kreativität ist der Motor, Begeisterung der Treibstoff“. Deshalb sollten sich alle Beteiligten von Change-Prozessen fragen, wie jeder überzeugt werden könne. Dafür müsse betont werden, wie sich die Bereitschaft am Change und der Support neuer Ideen auszahlen kann.

Referent und
Referent und "Ideenhebamme" Nils Bäumer (Foto: FOM)