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14.03.2018 | Düsseldorf

FOM Hochschule und Dr. Eckart von Hirschhausen kooperieren - Voll besetztes Capitol Theater in Düsseldorf

„Pflege verdient mehr Anerkennung“

Die knapp 1.000 Besucher im voll besetzten großen Saal des Düsseldorfer Capitol Theater verabschiedeten ihn mit lang anhaltendem Applaus: Mediziner, Autor, Kabarettist und Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen hatte in einem anderthalbstündigen Mix aus wissenschaftlichem Vortrag und Kabarett eine Lanze für den Pflegeberuf gebrochen. Das Multitalent war auf Einladung der FOM Hochschule in das Musical-Theater gekommen und unterhielt und informierte Mitarbeiter und Führungskräfte aus der Gesundheitsbranche - Pflegedienstleiter, Pflegekräfte und Ärzte, sowie Studierende der FOM aus dem Hochschulbereich Gesundheit & Soziales.

Gut gelaunt und mit viel Humor: Dr. Eckart von Hirschhausen (Mitte) und Prof. Dr. David Matusiewicz (rechts) (Foto: Tom Schulte/FOM)

Neben FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier und Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan Gesundheitsstudiengänge begrüßte auch der Düsseldorfer Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke die Gäste in der „Gesundheitsstadt Düsseldorf“.

 „Der Pflegeberuf verdient mehr Anerkennung, mehr Respekt und eine bessere Bezahlung“, so von Hirschhausen, der zudem die Ausbildung in den Pflegeberufen kritisierte: "In der dreijährigen Lehre kommen beispielsweise psychologische Themen nicht vor. Niemand bereitet das Pflegepersonal auf die emotionalen und psychologischen Belastungen für das eigene Leben vor“.

Seit 2008 setzt sich daher die von Hirschhausen-Stiftung „Humor hilft Heilen“ unter anderem für eine bessere und heilsame Stimmung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ein: Professionelle Clowns muntern vor allem die kleinen Patienten auf. „Lachen stärkt ihren Lebensmut und wirkt sich positiv auf den Heilprozess aus“, so von Hirschhausen. Humor und positive Stimmung helfen aber auch dem Pflegepersonal selbst, gute und effektive Arbeit zu verrichten, ist von Hirschhausen überzeugt: „In der Pflege sind zu viele Einzelkämpfer unterwegs, Kommunikation und Teamarbeit sind aber die Erfolgsfaktoren in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.“ 

Dabei verwies Eckart von Hirschhausen auf die Berliner Charité, deren Name vom lateinischen Wort Caritas abstammt und im übertragenen Sinne so viel wie Nächstenliebe bedeutet. Dies sei eigentlich das Wichtigste für einen respektvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Patienten.

Mit dem Publikum auf Augenhöhe: Dr. Eckart von Hirschhausen

Der 50-jährige arbeitet seit einiger Zeit intensiv mit der FOM zusammen. Für den neuen Bachelor-Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft hat von Hirschhausen ein Lehrmodul mit entwickelt, in dem es um die heilende Kraft von Humor geht. Mit diesem Wissen sollen Pflegende auch ihre eigene Widerstandskraft stärken können. „Wer sich für den Studiengang einschreibt, wird im Verlauf das Thema Humor aus pflegewissenschaftlicher Sicht kennenlernen“, so FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier. „Wir sind davon überzeugt, dass Humor nicht nur den Patienten gut tut, sondern vor allem den Pflegekräften in der täglichen Arbeit hilft.“

Dazu führt die von Hirschhausen-Stiftung zusammen mit der FOM ein gemeinsames Forschungsprojekt mit 400 Pflegeschülern durch. Es wird untersucht, wie lange Beschäftigte mit und ohne Resilienz-Training der Pflege erhalten bleiben, ob sie auch langfristig motiviert bzw. glücklich im Job sind und wie sie es schaffen, ihre eigene psychische und physische Gesundheit zu erhalten.

„Lachen ist die beste Medizin“: Nicht nur ein Motto, wie das Finale des Abends zeigte, als die Besucher mit roten Clownsnasen zufrieden und gut gelaunt den Saal verließen.

Volles Haus im Düsseldorfer Capitol Theater