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06.03.2018 | Frankfurt a. M.

GfA-Tagung am FOM Hochschulzentrum Frankfurt

Über 200 Fachvorträge zum Thema Arbeitswelten der Zukunft

Wie sich die Arbeit in der Zukunft auch entwickelt, Wertschätzung sollte ein wichtiger Bestandteil sein. Darin waren sich die Keynote-Speaker beim 64. GfA-Frühjahrskongress einig. Ralf Münchow, stellvertretender Leiter der Projektgruppe ‚Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft` des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) drückte es so aus: Geschäftsmodelle und -felder ändern sich, wichtig sei dabei, welche Wertschätzung der einzelne Mensch dann noch für seine Arbeit erhalte. Konzentrieren solle man sich beim Thema Arbeitswelten der Zukunft nicht nur auf Digitalisierung, Roboterisierung & Co., sondern vor allem auf die Weiterentwicklung von Arbeitszeit, -ort und Arbeitsbedingungen.

Wichtig sei auch die Aufklärung, um die Angst vor einem Wegfall von Arbeitsplätzen und Wertschätzung für Menschenarbeit zu nehmen. Die Digitalisierung sei ein Werkzeug des Menschen – nicht der Mensch Untertan der Digitalisierung.

Der finnische Prof. Dr. (em.) Juhani Ilmarinen, der in verschiedenen Ländern zum Thema Arbeitsfähigkeit und -wohlbefinden forscht, bezeichnet Arbeitsfähigkeit als unser wichtigstes Kapital. Wichtig seien vor allem die Faktoren Anerkennung, positive Rückmeldung, Vertrauen, gerechte Behandlung und Unterstützung, um diese zu fördern. Er fand heraus, dass deutschen Vorgesetzten im Gegensatz zu denen anderer Ländern oftmals eine Rückmeldungskultur in Bezug auf Positives fehle.

Kristina Stegner von der Prognos AG fragte sich in ihrer Keynote, was uns in der Arbeitswelt der Zukunft erwarte und welche Weichen dafür zu stellen seien. Die Tatsache, dass Dienste und Produkte rund um die Uhr verfügbar sind, sei Segen und Fluch zugleich. Es erfordere, aber ermögliche zugleich auch flexibles Arbeiten sowie individuelle Ansprüche. Das könne leicht in Überlastung münden, aber auch in der Möglichkeit, Arbeits- und Familienzeit besser kombinieren zu können. Durch Home-Office-Lösungen können z. B. Pendelzeiten wegfallen, ländliche Gebiete wieder attraktiv werden und unattraktive Tätigkeiten an Attraktivität gewinnen. Wichtig sei hier die richtige Beratung und Unterstützung.

Gastgeber Prof. Dr. Klaus Bengler, Präsident der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft, Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung der FOM Hochschule, und Prof. Dr. Andreas Löhr, Gesamt-Studienleitung des FOM Hochschulzentrums Frankfurt eröffneten den Haupttag der Tagung.

Vom 21. bis 23. Februar 2018 trafen sich rund 350 Arbeitswissenschaftler/innen, Forschende und Wirtschaftsvertreter/innen auf der 64. Frühjahrstagung der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft mit dem Titel „ARBEIT(S).WISSEN.SCHAF(F)T – Grundlage für Management & Kompetenzentwicklung“ am FOM Hochschulzentrum Frankfurt.

Parallel konnten sie sich in rund 200 Vorträgen, Workshops & Doktorandenwerkstätten informieren und austauschen. Die Themen waren vielfältig. Detailliertere Informationen finden Sie auf unserem Wissenschaftsblog www.fom-blog.de