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25.06.2018 | Karlsruhe

Karlsruher studiert seit 100 Tagen berufsbegleitend „Soziale Arbeit“ an der FOM

„Mein persönliches Ziel ist es, die Welt ein bisschen besser zu machen“

Lyndon Stephan ist glücklich. Der 23-Jährige ist einer von neun Studierenden, die nun seit dem Sommersemester berufsbegleitend an der FOM Hochschule in Karlsruhe den Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ studieren. Und nach erfolgreichem Abschluss auch noch die Berufsbezeichnung „staatlich anerkannter Sozialpädagoge/Sozialarbeiter“ tragen darf. Im Interview berichtet der Karlsruher von 100 Tagen Studium an der FOM und von seiner beruflichen Bestimmung im sozialen Bereich.

FOM Karlsruhe Lyndon Stephan Kinderheim Soziale Arbeit studieren
Lyndon Stephan an seinem letzten Tag vor dem Antonius Kinderheim, jetzt arbeitet er an der Südend-Grundschule und studiert berufsbegleitend. (Foto: privat)

FOM: Wie gefällt Ihnen Ihr Studium nach 100 Tagen?

Lyndon Stephan: Sehr gut, ich bin auch noch nach 100 Tagen genauso motiviert wie an Tag 1 – das liegt nicht zuletzt an den Dozenten, den praxisorientierten Inhalten und an den Studienkollegen. Im sozialen Bereich zu studieren, passt aber auch zu mir. Ich erinnere mich noch gut an den ersten Tag als ich ganz offen auf meine zukünftigen Kommilitonen zugegangen bin. Es wäre gut möglich, dass ich wegen meiner „sozialen Ader“ auch zum Semestersprecher gewählt wurde. Und falls mich das Studieren hier an der FOM weiterhin so mitreißt, kann es auch gut sein, dass ich mich später mal als Dozent bei Ihnen melden werde! (lacht)

FOM: Wie prägt sich Ihre „soziale Ader“ denn in Ihrem Beruf aus?

L. Stephan: Ich wusste schon sehr früh, dass ich im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe tätig sein möchte und habe bereits während der Fachhochschulreife angefangen, im Jugendtreff zu arbeiten. Danach entschied ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), das ich im „Zentrum für seelische Gesundheit“ im Gemeindepsychiatrischen Verbund der Stadt Karlsruhe absolvierte. Auf meine Arbeit in einem Karlsruher Kinderheim folgte dann mein jetziger Job im Schülerhort an der Südend-Grundschule. Das ist mehr als nur Betreuung nach der Schule – für mich ist es pädagogische Arbeit am und mit jungen Menschen. Wir erarbeiten Konfliktlösungsansätze, beschäftigen uns mit dem Einhalten von Regeln und im Verarbeiten von Erlebnissen. In meiner Freizeit mache ich zusätzlich eine Weiterbildung zum Erlebnispädagogen (EBA).

FOM: Erleben Sie nach 100 Tagen Studium schon, dass Sie Gelerntes in Ihre Arbeit einfließen lassen können?

Auf jeden Fall, ich fühle mich jetzt schon breiter aufgestellt mit dem vermittelten Basiswissen, aber auch kompetenter, wenn es um konkrete Anwendungsfälle geht. Bei den Praxisfällen ist Offenheit gefragt und auch der Wille, daraus zu lernen und es umzusetzen. Gerade die Wertevermittlung in der Kinder- und Jugendarbeit ist wichtig und kann auch nach hinten losgehen, wenn man nicht den richtigen Zugang findet. Wie erklären Sie Kindern zum Beispiel Gleichheit und Gerechtigkeit? Ich habe meine betreuten Kinder mit einer Geschichte abgeholt, die ich im Studium entwickelt habe.

FOM: Was meinen Sie, wo Sie wohl in 10 Jahren sind?

L. Stephan: Auch, wenn mir Titel eigentlich nicht wichtig sind, das Studium "Soziale Arbeit" eröffnet mir viele verschiedene Wege für die Zukunft. In 10 Jahren würde ich gerne selbstständig Fortbildungen im Bereich der Erziehung anbieten. Langfristig möchte ich eine Weiterbildung zum Supervisor machen. Als persönliches Ziel kann ich sagen: Ich möchte die Welt ein bisschen besser machen.