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18.06.2018 | Stuttgart

FOM Hochschule in Stuttgart verabschiedet 150 Master- und Bachelor-Studierende

No risk, no fun: Wer springt zum Hai in die Fluten?

Fliegende Hüte, 150 festlich in Talare gekleidete junge Menschen, rund 300 zufriedene Angehörige und Freunde: die Verabschiedung im ehrwürdigen Haus der Wirtschaft war feierlicher Höhe- und Schlusspunkt für die Studierenden der berufsbegleitenden Bachelor- und Master-Studiengänge.

FOM Hochschule Stuttgart Bachelor Master Absolventenfeier
"Bitte alle Absolventen auf die Bühne und - lassen Sie die Hüte fliegen." (Foto: FOM Hochschule)

„An keinem anderen Tag im Jahr schaut man in so viele glückliche Gesichter“. Melanie Tondera, Geschäftsleiterin des FOM Hochschulzentrums Stuttgart, brachte in ihrer Begrüßung die Stimmung auf den Punkt. Prof. Dr. Marcus Klosterberg, wissenschaftliche Studienleitung der Master-Studiengänge am FOM Hochschulzentrum Stuttgart, ergänzte: „Sie haben Mut bewiesen, sich auf das Abenteuer Präsenzstudium neben dem Beruf einzulassen. Dieser Mut wird heute Abend belohnt.“

Ohnehin drehte sich im Stuttgarter Haus der Wirtschaft (fast) alles um das Thema Mut. Andreas Scheurer, Director Risk Advisory – Financial Risk, bei der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, stellte seinen Festvortrag unter das Motto „No risk – no fun? Was Risikomanagement bedeutet und warum wir Risiken eingehen“. Seine Visualisierung sorgte allenthalben für Schmunzeln: Ein Mann springt von einer hohen Klippe ins blaue Meer. „Was würden Sie tun“, fragte der Diplom-Wirtschaftsmathematiker in die Runde, „wäre das für Sie `risk or fun` – würden Sie springen oder nicht?“ Mit dem nächsten Bild, einem Hai im Wasser, beantwortete Scheurer die Frage für sich ganz eindeutig: „Ich würde nicht springen“.

„Die Wahrnehmung von Risiken ist immer subjektiv“, so der Festredner. Und schlug damit den Bogen zum Risikomanagement in Unternehmen. Speziell mit Blick auf die Banken stellte er fest, dass sich die Risiken in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert hätten. Von Cyberattacken und Datendiebstahl war 2008 kaum die Rede und selbst Naturkatastrophen gewannen erst in der zurückliegenden Dekade an Bedeutung. „Die Welt wird komplexer, aber Veränderungen bringen natürlich auch Chancen“, schloss Scheurer und resümierte: „Kein Risiko einzugehen, kann manchmal auch ein Risiko sein“.

Nach der feierlichen Verabschiedung der 150 Absolventinnen und Absolventen war es an den Jahrgangsbesten, die Veranstaltung mit ihren Reden abzuschließen. Maik Schober, der den Master-Studiengang Risk Management & Treasury mit der Traumnote 1,0 absolviert hatte, sorgte mit seiner launigen Rede für Lacher im Auditorium: „Ich habe erstmal das Studium psychisch aufgearbeitet. Dabei ist dann das ‚Rentnerphänomen‘ – dass man auch nach dem Abschluss nicht wirklich Zeit für andere Dinge hat – eingetreten“. Anita Pflugfelder, Jahrgangsbeste der Bachelor-Studiengänge (B.A. in Gesundheits- und Sozialmanagement mit der Gesamtnote 1,1) zitierte aus dem bekannten Buch ‚Momo‘ von Michael Ende und zog einen Vergleich zu ihrem Erleben in den zurückliegenden sieben Semestern: „Schritt für Schritt alles erledigen – und das große Ziel nie aus dem Auge verlieren“. Abgerundet wurde der festliche Abend von Mahela T. Reichstatt. Die Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert“ gestaltete das musikalische Rahmenprogramm am Klavier.