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25.06.2018 | Bremen

Neugierde auf die Arbeitswelt von morgen ist groß

Erfolgreiche Premiere an der FOM: New Work bewegt Bremen

New Work Bremen FOM Manuela Kesselmann Referententeam
Das Referententeam des 1. New Work-Forum der FOM in Bremen (Foto: FOM)

Agile Arbeitsformen, Selbstorganisation, individuelle Potenzialentfaltung: Die Digitalisierung verändert bestehende Arbeitsstrukturen in einem rasanten Tempo. Wie die Arbeitswelt auf diesen massiven Kurswechsel reagiert, davon wollten sich über 140 Teilnehmer in der Handelskammer Bremen beim ersten New Work-Forum der FOM Hochschule überzeugen.

Die Veranstaltung hatte gerade erst begonnen, da erfuhren die zahlreichen Premieren-Teilnehmer im altehrwürdigen Haus Schütting bereits den ersten Dämpfer: „Ein Patentrezept für den richtigen Umgang mit New Work gibt es nicht“, waren sich Joachim Mannherz und Christian Diestelkamp einig. Beide sind Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung der abat AG, ein SAP-Dienstleister aus Bremen. Sie sind wahre New Work-Pioniere, schließlich praktizieren sie gewisse Ansätze bereits seit 1998. So tragen bei der abat AG sämtliche Mitarbeiter einen Teil der Verantwortung für das Unternehmen und somit das gesamte Team. Konkret bedeutet es, dass unter anderem jedes Team-Mitglied eigenständig Kauf-Entscheidungen bis zu einer Summe von 500.000 Euro treffen darf. Angst vor unkonventionellen und möglicherweise verlustreichen Impulsen haben Mannherz und Diestelkamp trotzdem nicht, da sie auf das Grundprinzip „gesunder Menschenverstand“ vertrauen.

Ist ein Unternehmen, das von Mitarbeitenden selbst reguliert wird, Zukunftsmusik? Für Organisatorin und FOM Dozentin Prof. Dr. Dr. Manuela Kesselmann ist dies keine Vision: „Wichtig ist in erster Linie, dass Unternehmen nur auf sich schauen und herausfinden, welche New Work-Ideen zur eigenen DNA passen. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand.“ Erstmal nur auf sich schauen – das taten auch die Teilnehmer. Nach mehreren Kurzvorträgen und angeregten Diskussionen, fanden sie sich in Dreiergruppen zusammen und lernten sich näher kennen. „Absolute Offenheit und die Bereitschaft einander zuzuhören“ war dabei die Prämisse, die von Claudia Schrader, Gründerin von sensingLEADER und New Work-Referentin vorgegeben und von den Anwesenden rasch umgesetzt wurde.

Um nicht nur mit spannenden Ideen, sondern auch dem nötigen Handwerkszeug in die jeweiligen Unternehmen zurückzukehren, bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit, an diversen Workshops teilzunehmen. Referentin Andrea Kuhfuß, Kurswechsel Unternehmensberatung, richtete den Fokus auf die zielorientierte Bearbeitung komplexer und komplizierter Aufgaben. Andreas Ulrich, Consultant bei der DB Systel GmbH, stellte eine Grundstruktur vor, um als Führungskraft mit selbstorganisierten Teams Ziele effizient zu erlangen.