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28.06.2018 | Düsseldorf

Düsseldorfer Henkel-Konzern bei FOM Diversity-Reihe

Das Für und Wider flexibler Arbeitsmöglichkeiten

Prof. Dr. Christian Rüttgers, Prof. Dr. Anja Seng, Kirsten Sánchez Marín und Daisuke Motoki (Foto: FOM

An der FOM in Düsseldorf ist die dritte Veranstaltung der vierteiligen FOM Reihe „Diversity Management zwischen Theorie und Praxis“ über die Bühne gegangen. Rund 30 Interessierte kamen jetzt ins Hörsaalzentrum an der Toulouser Allee, um über Flexibilität und Agilität und den Wandel der Arbeitswelt zu diskutieren. Nach der Begrüßung durch FOM Geschäftsleiter Daisuke Motoki und Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity Management an der FOM, stellte der Düsseldorfer Henkel-Konzern seine Aktivitäten vor.

Mit Mitarbeitern aus 120 Nationen in 80 Ländern müsse man bei der Talentsuche beispielsweise Verständnis für andere Kulturen aufbringen. Kirsten Sánchez Marín, Corporate Director Human Resources bei Henkel: „Vielfalt ist wichtig für die Motivation der Nachwuchskräfte. Talente tragen zu Kreativität und Innovation bei.“ Henkel sieht aktuell fünf globale Megatrends: Demografische Veränderung, Demokratisierung der Gesellschaft, Globalisierung & Digitalisierung sowie flexibles Arbeiten.

Der Weltkonzern bietet schon seit langem eine Vielzahl flexibler Arbeitsplatz- und – zeitlösungen wie Vertrauensarbeitszeit oder Home-Office. Aber auch bei den Arbeitsinhalten und der Personalentwicklung steht Flexibilität im Fokus, zum Beispiel durch digitale Weiterbildungsmaßnahmen, Projektarbeit und globale Zusammenarbeit und Führung. „Bei Leistung geht es nicht darum, zu bestimmten Arbeitszeiten an bestimmten Arbeitsorten zu sein. Was zählt, sind Ergebnisse. Wir wollen keine Präsenzkultur, sondern eine Leistungskultur pflegen“, so Sánchez Marín.

Prof. Dr. Christian Rüttgers, stellvertretender Direktor des Instituts für Personal- & Organisationsforschung (ipo) an der FOM, befasste sich in seinem Vortrag mit der Digitalisierung im Kontext von Personalmanagement. „Die Digitalisierung liegt nicht vor uns, wir sind mittendrin“, so Prof. Rüttgers. „Mit fortschreitender Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien ist mehr Flexibilität der Arbeit möglich. Ein Beispiel ist das mobile Arbeiten.“ Um bei den jüngeren Beschäftigten zu punkten, sei dies auch notwendig. „Die Generation Y gewichtet Freizeit im Durchschnitt höher als die älteren Beschäftigten.“

Zur Veranschaulichung präsentierte Rüttgers Ergebnisse einer Befragung von FOM Studierenden durch das ipo in Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen GFOS. Wie wirkt sich mobiles Arbeiten auf Einstellungen von Beschäftigten aus? „Die emotionale Bindung an den Arbeitgeber und die Arbeitszufriedenheit steigen“, erklärte Rüttgers. Aber es gebe auch Schattenseiten: Das Abschalten falle schwerer, ein Gefühl ständiger Erreichbarkeit sei problematisch. Trotz dieser Herausforderungen empfiehlt er eine Ausweitung des gelegentlichen mobilen Arbeitens. „Mehr Flexibilität ist ein Schlüsselfaktor für Vereinbarkeit.“