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12.07.2018 | Hannover

Promotion an der UCAM

FOM Absolvent entwickelt Altersvorsorge-App

Christopher Krug (Foto: Privat)
Christopher Krug (Foto: Privat)

2017 entwickelte Christopher Krug im Rahmen seiner Master-Thesis im Studiengang IT-Management an der FOM in Hannover den Prototypen einer App (wir berichteten), die sämtliche Informationen über die eigene Altersvorsorge bündelt. Nun hebt er sein Projekt auf die nächste Stufe: „Ende dieser Woche starte ich jetzt mit meiner Dissertation, bei der aus dem Prototypen eine funktionsfähige App werden soll“, sagt der 28-Jährige.

Das Thema ist anspruchsvoll, denn die Hürden sind hoch. „Die Daten der Rentenversicherung und der Anbieter zu erhalten, ist schon in Deutschland schwierig. Ich will das Thema aber auf europäischer Ebene angehen, da Arbeitnehmer heute zunehmend auch im Ausland Altersansprüche erwerben und gerade diese später aus den Augen verlieren“, sagt Krug mit Blick auf die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. „Das eröffnet aber auch Chancen für neue Konzepte wie die Bündelung von pan-europäischen Rentenansprüchen in einer gemeinsamen Blockchain.“

Betreut wird Krug bei seinem ehrgeizigen Projekt von FOM Professor Dr. Sascha Koch. Die eigentliche Promotion erfolgt an der Universität von Murcia in Spanien, mit der die FOM Hochschule kooperiert. „Kommende Woche reisen alle FOM Doktoranden für eine Woche dorthin, um ihre Projekte und Arbeitsmethoden vorzustellen“, berichtet Krug. Der gegenseitige Austausch, die Rückmeldung von Studierenden und Dozenten ist wichtig, um die eigene Vorgehensweise immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. „In drei Jahren will ich am Ziel sein“, sagt Krug.

Im ersten Schritt der Entwicklung geht es um die Oberfläche der App. „Eine der zentralen Forschungsfragen ist, wie Altersvorsorge-Informationen gestaltet werden müssen, um Europa-übergreifend möglichst universell verständlich zu sein. Um das evaluieren zu können, werde ich gemäß der Design Science Research-Methode in der App-Entwicklung diejenigen Aspekte umsetzen, für die ich in Nutzerumfragen die positivsten Ergebnisse erhalte“, erklärt Krug seine Vorgehensweise. Zwischenergebnisse möchte er 2019 auf wissenschaftlichen Konferenzen vorstellen. Zunächst stehen aber im Oktober 2018 Vorträge beim Rotary Club Wedemark-Langenhagen und beim Webmontag Hannover an, um Feedback aus der Praxis zu erhalten.