25.01.2018 | Bremen

#FOMSerie

Die Kunst der Organisation

Tanja Kochan hat die Ziellinie bereits im Blick. Doch gerade zur Winterzeit wartet auf ihrem Weg zur staatlich geprüften Steuerberaterin das eine oder andere Hindernis. Denn zum für das Steuerwesen ohnehin turbulenten Dezember, gesellt sich im Januar die Prüfungsphase an der FOM Hochschule in Bremen. Die Steuerfachangestellte studiert parallel zu ihrem Beruf im Master-Studiengang „Taxation.“

Tanja Kochan trotzt der intensiven Prüfungsphase mit positiver Energie: „Ich habe einen Traum und dafür lerne ich gerne.“ (Foto: Marcel Waalkes)
Tanja Kochan trotzt der intensiven Prüfungsphase mit positiver Energie: „Ich habe einen Traum und dafür lerne ich gerne.“ (Foto: Marcel Waalkes)

Ein schriller Weckton unterbricht den noch jungen Sonntagmorgen im Januar in der Östlichen Vorstadt in Bremen. Ein Blick auf den Nachttisch von Tanja Kochan verrät: Es ist 7 Uhr in der Früh. Zu dieser Jahreszeit beginnen viele Sonntage für die 28-Jährige auf diese Weise, denn es ist Prüfungsphase an der FOM Hochschule.

„Insbesondere zwischen den Jahren geraten Familie und Freunde, generell die Freizeit, völlig in den Hintergrund“, sagt Tanja Kochan. Sie befindet sich gerade in einem Vorlesungsraum im Studienzentrum an der Linzer Straße. Ertragssteuerrecht stand heute auf dem Stundenplan, die letzte Vorlesung vor den Prüfungen. Wie jede Vorlesung ist auch diese mit einem Vortrag der insgesamt neun Studierenden gestartet. „Bei diesen Impulsvorträgen nehmen wir alle sehr viel mit. Man muss sich im Vorfeld intensiv mit der Materie auseinander setzen – das hilft im Hinblick auf die anstehenden Klausuren“, sagt sie.

Zurück in der Wohnung: Tanja Kochan sitzt an ihrem Schreibtisch im Arbeitszimmer. Den Blick auf ihr Smartphone spart sie sich mittlerweile. Einladung zum Geburtstag? Absage. Teilnahme an einer in der Hansestadt so beliebten Kohltour? Diesmal nicht. Eine Tasse Kaffee und jede Menge Bücher sind es, die ihre Aufmerksamkeit in vollem Umfang beanspruchen. Neben Gesetzestexten sind es vor allen Dingen Fallbeispiele, die sich auf dem Schreibtisch von Tanja Kochan stapeln. In diesem Fall ist es eine fiktive Betriebsaufgabe: Aufgabebilanz, Überleitungsrechnung, Ermittlung des Aufgabegewinns. Intensive Sonntagslektüre.

In der Hochschule packen ihre Kommilitonen die Sachen zusammen, verabschieden sich aus dem Vorlesungsraum. Tanja Kochan hat sich noch etwas Zeit für ein Gespräch genommen. Selbstverständlich sei diese Zeit mit Anstrengungen verbunden. „Und natürlich würde ich manchmal gerne etwas anderes machen“, sagt die Steuerfachangestellte und ergänzt: „Ich habe einen Traum und dafür lerne ich gerne.“ Ihr Chef hat ihr für die Prüfungszeit eine Woche Urlaub genehmigt. „Ich habe jetzt jeden Tag sechs bis sieben Stunden Zeit, effektiv zu lernen. Ob Sie es glauben oder nicht: Das macht mir richtig Spaß, weil ich Tag für Tag vorankomme. Das ist ein gutes Gefühl.“ Auch in ihrem Arbeitsalltag helfen ihr die Studieninhalte enorm. Durch die Kombination aus Studien- und beruflichen Inhalten gelingt es ihr zunehmend, Zusammenhänge zu verstehen und effizient in der Arbeit mit Kunden anzuwenden. Doch jetzt liegt der Fokus auf den Prüfungen: Denn schon am Samstag geht es los – Ertragssteuerrecht.