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07.02.2018 | München

Brauerei statt Hörsaal

Warum der Bierkonsum sinkt und trotzdem voll im Trend liegt

Die Deutschen trinken immer weniger Bier: Von 2000 bis 2016 sank der jährliche Pro-Kopf-Konsum laut Brauer-Bund um 17 Prozent auf etwa 104 Liter. Trotzdem liegen innovative Szene-Brauereien mit ihren alternativen Biersorten derzeit voll im Trend. Mit welchen Marketingmaßnahmen sich die Brauereien am Markt profilieren und wie die Logistik der Bierherstellung organisiert ist, erfuhren Studierende des Bachelor-Studiengangs „Business Administration“ bei ihrer Exkursion zur Münchner Spaten-Franziskaner-Brauerei.

FOM Studierende auf Exkursion (Foto: Privat)

Nur wenige hundert Meter Fußweg liegen zwischen dem FOM Hochschulzentrum und der Münchner Brauerei. Dort begrüßte Dr. Edgar Wangen, ehemaliger Vorstand für Marketing und Vertrieb der Brauerei, die Studierenden. Zuerst besichtigte die Gruppe um FOM Dozent Prof. Dr. Hans Kraus die Fließbandanlage. „Es war beeindruckend, die ausgeklügelten logistischen Abläufe der Flaschenaufbereitung live verfolgen zu können“, berichtete ein Student. „Die theoretischen Modelle, die wir im Teilmodul ‚Fertigung‘ an der FOM aktuell diskutieren, finden hier ihre praktische Anwendung.“

Nach dem Rundgang durch die Brauerei schilderte Dr. Edgar Wangen die Marketingstrategien deutscher Brauereien: „Schon seit 1980 ist der Bierabsatz in Deutschland rückläufig. Das liegt auch am Erstarken konkurrierender alkoholischer Getränke wie Wein und Spirituosen. Dass viele lokal distribuierte Brauereien trotzdem Erfolge erwirtschaften, liegt auch am Marketing: Die Brauereien setzen beispielsweise auf einen Retro-Look und vermarkten ihr Bier in höheren Preissegmenten.“ Auch die Entwicklung von alternativen Geschmacksvarianten komme besonders bei jungen Leuten gut an, so der Marketing-Experte.

Bei der anschließenden Verkostung konnten sich die Studierenden dann selbst einen Eindruck von den unterschiedlichen Biersorten machen – und staunten, wie unterschiedlich Biere schmecken.