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22.02.2018 | München

FOM Tutorenprogramm

Sein Traum wird wahr: Christian Ernst zieht ins Reich der Mitte

Zwischen Bambusbäumen und sattgrünen Tälern ragt die chinesische Mauer empor. Traditioneller Flötenklang liegt in der Luft und Bergketten säumen den Horizont… „Hör auf zu träumen, die Vorlesung beginnt“, raunt es von nebenan. Christian Ernst öffnet die Augen, keine Spur mehr von China. Stattdessen ein verschneiter Wintermorgen in München, der 25-Jährige sitzt im Hörsaal. Turnaround Management steht auf dem Plan – Flöten Fehlanzeige. Doch gedanklich zieht es den Bachelor-Studenten immer wieder ins Reich der Mitte. Im Gespräch verrät er, warum.

Christian Ernst träumt schon von Fernost (Foto: Privat)

Christian Ernst, wie erklären Sie sich Ihr Fernweh?
Ganz einfach: Ab März werde ich vier Monate lang in China leben und dort im Rahmen des deutsch-chinesischen Austauschprogramms als FOM Tutor arbeiten.

Wohin geht es genau?
An die Shandong Agricultural University in der Stadt Tai’an. Zusammen mit einem anderen FOM Tutor wohne ich dort in der Wohnanlage direkt auf dem Campus. In der Stadt leben etwa fünf Millionen Einwohner, dagegen wirkt selbst München eher beschaulich! *lacht*

Wie haben Sie vom Tutorenprogramm erfahren?
Im Hörsaal, als ein Dozent davon berichtete. Ich geriet sofort ins Träumen und informierte mich bei der German-Sino School der FOM, die das deutsch-chinesische Austauschprogramm durchführt. Wenige Tage später reichte ich meine Bewerbung bei der Beraterin Likun Falk von der German-Sino School ein.

Christian Ernst (Foto: Privat)

Offenbar mit Erfolg! Welche Aufgaben übernehmen Sie an der chinesischen Universität?
Als Tutor gestalte ich mehrere Unterrichtseinheiten für chinesische Studenten, die seit ihrem ersten Semester Deutsch lernen und später selbst an der FOM in Deutschland studieren werden. Ich unterrichte unter anderem in den Modulen Projektmanagement und Wissenschaftliches Arbeiten – die perfekte Gelegenheit, um auch mein Wissen aus dem Studium „Business Administration“ wieder aufzufrischen.

Vom Lernenden zum Lehrenden…
Die größte Herausforderung wird für mich definitiv der Unterricht sein. Immerhin sitzen dann 50 Studierende vor mir und erwarten eine interessante Vorlesung. Aber ich freue mich auf die Erfahrungen und bin ja auch nicht ganz unvorbereitet.

Wie haben Sie sich vorbereitet?
Bei einem Workshop für die FOM Tutoren aus ganz Deutschland besprachen wir „Dos and Don‘ts“, bereiteten den Unterricht vor und kamen mit Dozenten ins Gespräch, die mit uns nach Fernost reisen werden.

Und in der Freizeit?
…wird das Land erkundet: Tai’an liegt direkt am Berg, da will ich auf jeden Fall hoch! Und mit dem Zug ist man binnen zwei Stunden in Peking, die verbotene Stadt wird sicherlich ein Highlight. Abgesehen von den berühmten Sehenswürdigkeiten möchte ich aber auch einen Blick hinter die Kulissen der Kultur werfen. Dazu habe ich extra ein paar Sätze Mandarin gelernt, um auch mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Und von der chinesischen Mauer träume ich ja schon jetzt!